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"Ich würde dir am liebsten eine Ohrfeige geben!"

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Gast

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Hallo,

ich hatte gerade einen, meiner Meinung nach, kleinen Streit mit meinem Freund. Es geht um unsere Urlaubsplanung im Sommer. Er wollte mit seiner Mutter für ein paar Tage weg und ich sollte mit. Nun hatte er nach Flügen und Hotels geschaut und immer nur für 2 Personen danach geschaut.
Scheinbar sollte ich nicht mehr mit. Daraufhin fragte ich ihn, wann er und ich denn nun in den Urlaub wollten und wohin und dass es mir ehrlich gesagt nicht so ganz gefällt einfach aus einer gemeinsam geplanten Aktion ausgebootet zu werden.

Er wurde daraufhin sehr laut, sagte mir, dass er mein Verhalten asozial finden, denn der Urlaub mit seiner Mutter wäre schon seit 2 Jahren geplant und ich wäre nur mitgekommen, wenn die beiden nach London geflogen wären.

Er ist dann für eine halbe Stunde abgehauen, schrieb mir, dass er so wütend ist, dass er mir am liebsten eine Ohrfeige geben würde. Ich dachte echt, ich lese nicht richtig! Ich bin definitiv kein Freund von Gewalt und verneine so ein Verhalten total, auch weil diese kleine Diskussion meiner Meinung nach wirklich kein Drama war, um so durchzudrehen wieder.

Er kam dann irgendwann wieder, ich sagte ihm, dass ich diese Androhung einer Ohrfeige mehr als daneben fand, aber er reagiert nicht wirklich und hat sich erstmal zurückgezogen.

Übertreibe ich damit, dass ich die Aussage so schlimm finde?
 
Liebe Gast-Schreiberin,

So wie ich Deinen Beitrag verstehe, wurdest Du tatsächlich nicht ausgebootet. Du solltest nur mit, wenn der Urlaub von Sohn+Mutter nach London geht. Warum eigentlich nur in dem Fall?

Egal. Entweder hat Dein Freund sich nicht klar ausgedrückt, oder Du hast nicht richtig zugehört.
Wer kann das jetzt noch herausfinden?

Meine Ansicht: Sollen doch Sohn und Mutter alleine fahren... gönn ihnen die Zeit.
Du und Dein Freund - ihr seid nicht verheiratet. Also Eure Beziehung ist noch auf einem relativ unverbindlichen Niveau.
Insofern hast Du keinerlei Ansprüche.

Nur: Der Wutausbruch Deines Freundes steht in keinem Verhältnis zu dem Vorfall. Alles hätte man in Ruhe klären können. Die Androhung einer Ohrfeige würde mir reichen, um die noch unverbindliche Beziehung zu beenden, bevor sie verbindlich wird.

Ich würde da für mich keinen Spielraum mehr für Diskussionen sehen. Da ist eine absolute Grenze für mich überschritten.

Da magst Du 10 mal falsche und unangemessene Ansprüche angemeldet haben, da magst Du nicht zugehört haben..... das spielt in dem Moment für mich keine Rolle mehr, wenn es gewaltmässig gegeneinander geht.
Die Androhung von Gewalt, auch wenn es nur heißt "am liebsten hätte ich..." . Beim nächsten Mißverständnis oder auch Fehlverhalten tut er das, was er bei Konflikten am liebsten tut.

Ende und Aus. So denke ich.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gast-Schreiberin,


"Sohn verreist mit Mutter und/oder Freundin": wenn da die Emotionen nicht hochkochen, dann weiß ich auch nicht mehr. Das ist eine ganz heiße Kiste und kommt so zwischen Deinen Zeilen bei mir an. Ja, der Spruch ist weder angemessen noch klug und sollte eigentlich nicht ausgesprochen, geschweige denn geschrieben werden. Aber ich könnte mir vorstellen, dass unter seinem Hintern ein Feuer brennt, das ihn leicht nervös werden läßt und seine Gefühlslage "ziemlich schief hängt". Ohne weitere Hintergründe zu kennen, liest es sich aber auch nicht so, als ob Dein Verhältnis zu seiner Mutter entspannt und freundlich wäre. Er sieht sich scheinbar genötigt, zwischen euch zu entscheiden und ist nicht geradlinig genug, um das mit Dir zu besprechen. Wenn es nur schlechte Entscheidungen gibt, dann kommen viele ins "Rottieren" und danach hört es sich an. Wie so oft im Leben, lernt man seine Mitmenschen in Grenzsituationen von verschiedenen Seiten kennen. Nicht alle passen gut ins Konzept.


Atme tief durch, er hat geschrieben, wonach ihm wäre und hat es nicht getan. Da ich mich in diesem Forum manchmal in die Verharmloserfraktion eingereiht fühle, möchte ich ganz deutlich sagen, dass es wirklich ein blöder und unüberlegter Spruch war und die Befürchtung im Raum stehen läßt, ob er ihn irgendwann in die Tat umsetzen möchte. Das stimmt einfach. Aber wie oft ist das Sprachzentrum schneller, als die Großhinrrinde? Ich finde es eher angebracht, dass ihr euch zusammensetzt und besprecht, was ihn und Dich so sehr in Wallung versetzt, was sich jeder von euch wünscht, was ihr braucht und wo ihr steht. Das sind komplexe und vielschichtige Zusammenhänge und in einer aufgeladenen Situation ist es nicht sicher genug, sein Inneres offenzulegen. Es scheint nicht so, als ob ihr eine Streitkultur hättet, als ob ihr Regeln akzeptiert hättet, die solche Entgleisungen auffangen können. D.h., es liegt ein großes Stück (Beziehungs-)Arbeit vor euch, von diesem "Mutterding" mal noch ganz abgesehen.

Entspanne Dich, zeige Gelassenheit und Größe, aber "Schwamm drüber" ist nicht angesagt. In Beziehungen geht es zumeist nicht um den eigentlichen Anlass, sondern um den Zustand eurer Paar-Bindung. Wo siehst Du Dich, wo steht er? Was hat das "Schwiegermonster" für einen Rang in diesem Spiel, das keines ist? Wenn so viele Punkte anstehen und man schnell "vom Hundertsten ins Tausendste" kommt, dann ist fraglich, ob ihr das ohne Verfahrensregeln auskommt. Mir würde da etwas Angst und Bange um euch werden.

Oder wäre es nicht klüger, die beiden in den Urlaub fliegen zu lassen und die Aufarbeitung erst später zu starten? Wenn Dir gerade bei diesem Satz das Blut in Deinen Adern gefriert, nun, dann spricht dies um so mehr für eine Langfristlösung. Wäre diese Geste der Großzügigkeit für Dich ein Stich in das Herz eurer Beziehung? Auch diese Erkenntnis ist nicht unwichtig.

Du hast jedes Recht, Fragen zu stellen und Du darfst auch an eurem Beziehungs-Bäumchen zu rütteln, um zu sehen, was zuerst herunterfällt. Solltest das Du sein, nun, dann bleibt die Frage, ob es klug ist, gerade in dieser Situation die Vertrauensfrage zu stellen. Der Satz "Du musst den Raum eurer Beziehung halten" war mir lange Jahre unverständlich. Heute glaube ich zu wissen, dass ich an eine Beziehung auch dann glauben kann und muss, wenn ich sie bedroht sehe. Machst Du gleich einen Schritt zur Seite oder stellst Du Dich, um eure Beziehung zu schützen und zu halten? Das hat erst einmal mit seiner Reaktion nichts zu tun. Zuerst musst Du für Dich klären, ob Dein Ja 50%, 70% oder 100% groß ist. Davon hängen Deine nächsten Schritte ab. Wo stehst Du?

Empörung und Aufregung sind schlechte Ratgeber in Herzensangelegenheiten. Versuche, für Dich Klarheit zu gewinnen. Was willst Du, was willst Du nicht. Was fehlt Dir, was brauchst Du? Schwiegermonster oder Du? Sollte es darauf hinauslaufen, kann es nur Verlierer geben, oder? Was würdest Du einer Freundin in dieser Situation raten? Wieviel "Überblick" hast Du noch? Oder fetzen Dir gerade die Gefühle die Ohren weg? Es hört sich nach einem Orkan der Stärke 8 an. Da will jeder Schritt überlegt sein. Geh es cool an.


Alles Gute
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich hatte gerade einen, meiner Meinung nach, kleinen Streit mit meinem Freund. Es geht um unsere Urlaubsplanung im Sommer. Er wollte mit seiner Mutter für ein paar Tage weg und ich sollte mit. Nun hatte er nach Flügen und Hotels geschaut und immer nur für 2 Personen danach geschaut.
Scheinbar sollte ich nicht mehr mit. Daraufhin fragte ich ihn, wann er und ich denn nun in den Urlaub wollten und wohin und dass es mir ehrlich gesagt nicht so ganz gefällt einfach aus einer gemeinsam geplanten Aktion ausgebootet zu werden.

Er wurde daraufhin sehr laut, sagte mir, dass er mein Verhalten asozial finden, denn der Urlaub mit seiner Mutter wäre schon seit 2 Jahren geplant und ich wäre nur mitgekommen, wenn die beiden nach London geflogen wären.

Er ist dann für eine halbe Stunde abgehauen, schrieb mir, dass er so wütend ist, dass er mir am liebsten eine Ohrfeige geben würde. Ich dachte echt, ich lese nicht richtig! Ich bin definitiv kein Freund von Gewalt und verneine so ein Verhalten total, auch weil diese kleine Diskussion meiner Meinung nach wirklich kein Drama war, um so durchzudrehen wieder.

Er kam dann irgendwann wieder, ich sagte ihm, dass ich diese Androhung einer Ohrfeige mehr als daneben fand, aber er reagiert nicht wirklich und hat sich erstmal zurückgezogen.

Übertreibe ich damit, dass ich die Aussage so schlimm finde?

Hallo,
hast Du ihm Deine Ansichten (wann er und ich denn nun in den Urlaub wollten und wohin und dass es mir ehrlich gesagt nicht so ganz gefällt einfach aus einer gemeinsam geplanten Aktion ausgebootet zu werden - siehe Dein Beitrag) in Ruhe oder
lauter werdend gesagt?
War das Mitteilen Deiner Ansichten mit ruhigen Worten und recht wenig aufwühlenden Emotionen, so war seine Reaktion darauf
emotional sehr heftig und meiner Ansicht nach eine Überreaktion seiner Emotionen.
Wurdest Du beim Mitteilen Deiner Ansichten lauter und emotional aufgewühlter, so sehe ich seine in Deiner Anwesenheit
aufwühlende emotionale Reaktion eher als eine Gegenreaktion darauf an. So frei nach dem Motto: so, wie es in den Wald schallt, so schallt es wieder hinaus.
Jeder Mensch hat halt im Leben so seine ihm eigenen emotionale Reaktionen/Abwehrreaktionen entwickelt und das läßt sich so schnell nicht abstellen.

Ich finde es völlig in Ordnung, daß Du ihm gegenüber das ausgesprochen hast, was Dich bewegte. Das ist völlig normal. Das
gehört zu einer Beziehung/Freundschaft mit dazu. So manche Reaktionen auf das Ausgesprochene bringt halt auch gewisse
aufwühlende Emotionen mit sich. Und da wird es ganz spannend - anders kann ich das nicht bezeichnen. Ich möchte
aufwühlende Emotionen nicht Negativieren. Wir tragen sie nun mal in uns die Gefühle der Wut, der Traurigkeit genauso wie
die der Freude.

Daß er rausgegangen ist aus der Situation, finde ich auch in Ordnung. Das Rausgehen aus einer Situation, die eh wegen aufwühlender Emotionen nicht so schnell zu klären ist, trägt erst einmal dazu bei, daß es nicht zu weiteren verletzenden
Worten/Äußerungen kommt.

Was er Dir während dieser halbstündigen Abwesenheit schrieb, finde ich überhaupt nicht in Ordnung. Das ist Androhung von
Gewalt! Es ist super, daß Du so ein Verhalten total verneinst und zwar wirklich ganz total.
Und nun "hängst Du drin in dieser wirklich totalen Verneinung".
Als er wiederkam, hast Du ihn sofort auf seine geschriebene Reaktion angesprochen und ihm gesagt daß Du das mehr als daneben findest. Finde ich super von Dir, daß Du ihm sofort Deine Meinung mitgeteilt hast und er nun Bescheid weiß.
Was sehr nachdenklich stimmen sollte und wo ein ungutes Bauchgefühl sich ausbreitet, ist, daß er nicht wirklich reagierte und sich zurückzog. Finde, daß solches nach solch einer Bemerkung, Dir am liebsten eine Ohrfeige zu geben, Dir gegenüber sehr,
sehr respektlos ist. Es kam von ihm noch nicht mal eine Entschuldigung! Es ging hier nicht um Brötchen einkaufen oder
Aufräumen es ging/geht um die schriftliche Androhung von Gewalt!!

Deine Frage, ob Du damit übertreibst, die Aussage so schlimm zu finden, wirkt auf mich wie eine gewisse Unsicherheit.
Sollte ich das hier nicht korrekt wahrnehmen, möchte ich mich dafür entschuldigen.
Versuche für Dich selber herauszufinden, wie es kann, daß Du nun diese Frage stellst. Zweifelst Du an Deiner aufrichtigen
und korrekten sofortigen Reaktion ihm gegenüber?
Ich finde, daß es eine Frage ist, die Du Dir nur selber ehrlich und vertrauensvoll mit Deinem Herzen beantworten kannst.
Und so, wie Deine Antwort für Dich ausfällt, wirst Du Dich ihm gegenüber verhalten, kommt er aus seinem Rückzugsort wieder heraus. Die Beantwortung dieser Frage, wird Dir niemand abnehmen können. Es ist nicht gut, danach im Außen zu
suchen.

Schwankst Du bei der Beantwortung Deiner Frage, ob Du damit übertreibst, daß die Aussage so schlimm war, wende Dich
bitte an eine Beratungsstelle. Das Androhen einer Ohrfeige ist die Androhung einer Gewalt und da gibt es meiner Ansicht nach kein Schönreden.
Es liegt in Deinem persönlichen Ermessensspielraum, welche Konsequenzen Du nun ergreifst. Macht das Ergreifen von Konsequenzen Dir Angst? Neigst Du eher dazu Dein Verhalten als übertrieben anzusehen und auch, daß seine schriftliche Aussage doch gar nicht so schlimm war?

Wie war es bislang in Eurer Beziehung/Freundschaft bei aufwühlenden Emotionsgesprächen und dem damit verbundenem
Verhalten?

Solch eine schriftliche Gewaltandrohung darf man sich nicht reaktionslos gegenüberstellen da braucht es von Deiner Seite
aus eine Reaktion, mit der Du leben kannst und bei der Du Dich wohlfühlst. Welche das ist, kann ich nicht entscheiden.

Solltest Du weiterhin mit ihm zusammenbleiben wollen, wende Dich an eine Beratungsstelle, bevor es dazu kommt, daß
er eine schriftliche Gewaltandrohung in die Tat umsetzt. Es gibt bei der Beratungsstelle der Caritas, Diakonie die
Möglichkeit einer Lebensberatung. Lade ihn auf jeden Fall zu solch einer Beratung ein oder bitte ihn darum, Dich dabei
zu begleiten. Sollte er das ablehnen, werde Dir darüber bewußt, daß er nicht bereit ist, sich um seine schriftliche
Gewaltandrohung zu kümmern.

Seh über solch ein "Verhalten" nicht hinweg, nehm Dich selber ernst und setzt Dich mit den Folgen dieser
Krisensituation auseinander und kehr diese Krisensituation nicht unter den Teppich oder wahre Schweigen darüber.
Es wird wieder hochkommen in Dir, solltest Du die beiden letztgenannten Möglichkeiten mit ihm leben wollen.

alles Liebe
gaestin
 
Danke erstmal für eure tollen Antworten.

Wir sind beide 26 und seit 3 Jahren zusammen. Er hat mir nicht klar und explizit gesagt, dass ich nur mitkommen würde, wenn es nach London geht. Deshalb konnte man anhand meiner Tonlage, als ich ihn darauf ansprach, schon eine gewisse Enttäuschung erkennen. Laut zu werden oder ähnliches ist nicht meine Art.

Ich hätte kein Problem damit, wenn er mit seiner Mutter alleine fahren würde, wenn ich genau wüsste, dass er mit mir auch nochmal irgendwo hinfährt/fliegt. Das hat er aber definitiv verneint. Er hätte nicht die Zeit und das Geld dafür. Nun ja das Argument mit dem Geld lasse ich gelten, aber in 3 Monaten Semesterferien wird man ja wohl ein paar Tage Zeit haben.

Als Kompromiss habe ich ihm angeboten, dass wir in die nähere Umgebung fahren. Hat er ebenfalls verneint.

Ja das Verhältnis zwischen mir und meiner Schwiegermutter ist etwas angespannt. Sie spannt meinen Freund ziemlich ein. Er wohnt zwar weiter weg von ihr, aber oft fordert sie ihn auf wegen einer wirklichen Kleinigkeit 200 km zu ihr zu fahren, aber bitte ohne mich 😉
Sie sagt ihm zwar immer, dass sie mich mag, aber in den 3 Jahren hat die Frau mich nicht einmal was persönliches über mich gefragt und stattdessen nur über ihr Leben gejammert.

Zu seiner Nachricht hatte ich ihn noch gefragt, ob er sich dafür nicht entschuldigen will. Er verneinte das und sagte, dass er mir mit der Aussage deutlich machen wollte wie wütend er auf mich ist. Daraufhin meinte ich nur, dass es mir schon gereicht hätte, wenn er mir sagt, dass er wütend ist. Da braucht er mir nichts androhen.

Wir haben ein generelles Problem bei der Kommunikation, wenn es um Konflikte oder generell um seine Gefühle geht. Er kann mir nicht verbal normal erklären weshalb er was wieso empfindet. Er ist dann oft gekränkt wegen Dinge, die ich tue, kann mir das aber nicht so sagen und zweifelt stattdessen am großen Ganzen. Ich muss dann oft erraten was ihn genau getroffen haben könnte.

Ich denke er ist dann mit Diskussionen mit mir oft sehr überfordert und wird dann laut und beleidigend, weil er dick nicht anders zu helfen weiß.

Wir haben erst letztens darüber gesprochen, aber er weiß leider nicht genau wie er dauerhaft lernen kann seine Gefühle normal zu verbalisieren.

Ich bin das Wochenende erstmal nicht da, dann kann er sich mal ein wenig Gedanken zu seinem Verhalten machen.
 
Ein Freund, der lieber mit Mutti verreist, als mit mir und sich immer noch von Mutti rumkommandieren lässt, das wäre mir zuviel.

Entweder weiß er, dass er Mutti zwar lieben kann , aber nicht immer nach ihrer Pfeife tanzen muss oder halt nicht.

Ich finde, dass Mutti ihren Buben nicht hergeben und teilen will und Dir das , mit seiner Hilfe, deutlich klar macht.

Ich widerum würde ihm klar machen, dass Dir das nicht gefällt und er Mutti klar machen muss, dass sie eben nicht mehr die unumschränkte Nr. 1 und er nicht mehr ihr Baby ist.

Wenn er das nicht kann , würde ich mich trennen, denn dann wirst Du immer die Nummer 2 sein.

Und zwecks der SMS würde ich jetzt auch erstmal auf Abstand gehen.
 
Oh man. Die Antworten, dass du dich besser sofort von ihm trennen solltest, finde ich ein klein wenig überzogen.

Zu der Aussage, dass er dir gerade am liebsten eine Ohrfeige verpassen würde, stimme ich Pepita eigentlich komplett zu.

Was ich eher ziemlich überzogen finde, ist seine Aussage, dass das total "asozial" von dir sei, wegen des Urlaubs enttäuscht zu sein. Hä?^^
Ich finde auch, dass er ziemlich... überreagiert hat. Vielleicht solltest du da mal nach dem Grund forschen. Vielleicht reist er mit seiner Mutter irgendwo hin, wo es nicht so schick ist, und würde sich dann schämen, wenn du da mitkommen würdest? Aus irgendeinem Grund "muss" er aber vielleicht trotzdem mit seiner Mutter verreisen. Und weil er deine Enttäuschung gespürt/rausgehört hat, hat ihn das vielleicht unter Druck gesetzt und er wusste dann nicht mehr, wie er sich verhalten soll.
Kann es sein, dass es deinem Freund schwerfällt, sich wirklich zu öffnen?

Naja, alles nur Spekulationen. Aber ich würde ihn schon noch mal darauf ansprechen, dass du seine Reaktion überzogen fandest. Bzw. ihn fragen, warum er das "asozial" findet, wenn du mit deinem Freund in den Urlaub fahren möchtest?!^^ Und deinen Standpunkt erklären. Irgendwie müsst ihr das ja klären. Die Aktion einfach im Raum stehen zu lassen... nee, das fände ich auch nicht angemessen.


LG


Nachtrag: Habe gerade erst deine Antwort von heute morgen gelesen.
Na, da hatte ich ja Recht mit meiner Theorie.
Schmollt er jetzt oder warum sagt er dir jetzt, dass er mit dir definitiv nicht verreisen will?!^^
Vielleicht kommt das auch alles ein bisschen falsch hier rüber und es handelt sich eher um Missverständnisse.
Ich würde jetzt auch erst einmal ein klein wenig auf Abstand gehen und abwarten, was er zu der ganzen Situation noch sagt, wenn er sich etwas beruhigt hat. Wenn dann nichts von ihm kommt, würde ich ihn aber noch mal ehrlich drauf ansprechen und ganz klar sagen, dass du mit seinem Verhalten so nicht klarkommst, weil es dich zurücksetzt und verletzt. Wenn er dann immer noch weiter so reagiert... nee also... ich finde das ziemlich unreif, irgendwie.
Das erfordert jetzt ein ehrliches Gespräch. Du solltest deinen Standpunkt schon vertreten und dich nicht auf diese "Verwaschungen" der Situation einlassen. Ihr müsst schon Klartext reden können.

Will er gerade einfach nur den Streit mit dir?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem du die Situation nochmal geschildert hast könnte ich mir eine weitere Beziehung mit ihm nicht vorstellen.

Kein Interesse an dir oder Qualitätszeit mit dir, da wo du wütend sein dürftest ist er einfach super wütend etc.
Kein Wille zur Einsicht, kompromisslos.
Da sehe ich persönlich keine besser werdende Zukunft sondern eine in der es nur schlimmer wird. Hoffentlich kann er mit dieser in ihm schwärenden Wut immer raus gehen.
 
Zu seiner Nachricht hatte ich ihn noch gefragt, ob er sich dafür nicht entschuldigen will. Er verneinte das und sagte, dass er mir mit der Aussage deutlich machen wollte wie wütend er auf mich ist. Daraufhin meinte ich nur, dass es mir schon gereicht hätte, wenn er mir sagt, dass er wütend ist. Da braucht er mir nichts androhen.

Wir haben ein generelles Problem bei der Kommunikation, wenn es um Konflikte oder generell um seine Gefühle geht. Er kann mir nicht verbal normal erklären weshalb er was wieso empfindet. Er ist dann oft gekränkt wegen Dinge, die ich tue, kann mir das aber nicht so sagen und zweifelt stattdessen am großen Ganzen. Ich muss dann oft erraten was ihn genau getroffen haben könnte.

Ich denke er ist dann mit Diskussionen mit mir oft sehr überfordert und wird dann laut und beleidigend, weil er dick nicht anders zu helfen weiß.

Wir haben erst letztens darüber gesprochen, aber er weiß leider nicht genau wie er dauerhaft lernen kann seine Gefühle normal zu verbalisieren.

Ich bin das Wochenende erstmal nicht da, dann kann er sich mal ein wenig Gedanken zu seinem Verhalten machen.

Gefühle verbalisieren geschieht zunächst als Bewusstseinsprozess. Das Gehirn stellt fest, dass bestimmte Gefühle bestehen. Dann erfolgt eine Verarbeitung - auch im Gehirn. Das Gehirn entscheidet, welche Handlung aufgrund der Gefühle erfolgen soll. Zu dieser Handlung kann das "Ausdrücken in Worten" gehören.

Der Entscheidungsprozess ist nicht alleine ein rein sachlicher, sondern erfolgt auf Grund einer Bewertung nach z.B. wichtig oder unwichtig, wertvoll oder wertlos, ethisch-moralisch gut oder schlecht, hilfreich oder kontraproduktiv etc.

Die Werteskala, die ein Mensch in sich trägt, ist in vielen Bereichen unreflektiert von der Kindheit ins Leben des Erwachsenen übernommen. Als Junge kämpfe ich mit Fäusten. Als Erwachsener überdenke ich dieses Verhalten und treffe auf Grund meiner Werteskala die Bewertung "falsch". Ob ich Verhaltensweisen, die ich als Kind hatte und damals als richtig befand, auch als Erwachsener haben möchte, ist ebenfalls eine Entscheidung.

In seiner Verneinung "ich entschuldige mich nicht für diese Formulierung" sehe ich schon eine Wertung "ich handle richtig und Du handelst falsch". Für seine Gefühle der Wut macht er Dich verantwortlich. "Dafür gehörst Du bestraft."

Dieses Denken lässt Dir keine Chance. Seine Abhängigkeit von seiner Mutter verdeutlicht, an was er die Wichtigkeit Deines Verhaltens aufhängt: An der Frage: "Verbessert sich durch Dein Verhalten die Beziehung zu meiner Mutter oder verschlechtert sich die Beziehung?"

Solange er die Abhängigkeit zur Mutter nicht als Abhängigkeit erkennt und im Gegenteil als normal empfindet, wird er auch diese Beziehung Mutter-Sohn verteidigen. Wenn es sein muß, mit Gewalt, denn Du greifst seine Mutter an, wenn Du die Beziehung zu ihr in Frage stellst.

Man sagt schon mal "ich würde Dir am liebsten eine klatschen" und will wirklich nur Gefühle ausdrücken. Verbalisieren. (Er kann also verbalisieren....!). Bei X und Y sehe ich in der Formulierung auch eine Wertung in der Art: "Ich würde Dir zwar gerne eine klatschen, aber das wäre falsch. Ich sage zu meinen Wut-Gefühlen nein" und tue es nicht.

Mit dem Hintergrund seiner Mutter und mit dem Hintergrund, dass er sich nicht entschuldigen will, fehlt mir ganz klar dieses "...aber ich sage zu meinen Wut-Gefühlen nein." Die Abhängigkeit von der Mutter, das Aufhängen der Werte an der Mutter-Sohn-Beziehung ist die Ursache. Das ist seine Entscheidung.

Ich sehe wirklich keinen Anhaltspunkt, dass er nicht das nächste Mal seinen Worten auch Taten folgen lässt. Seine Werteskala ist seine Grundlage. Schuldgefühle hat er - wenn - dann nur, wenn durch irgendwas die Mutter-Sohn-Beziehung negativ berührt wird. So denke ich. Irrtum ist mir möglich.

Es ist eine Kette: Mutter-Sohn-Beziehung führt zur Werteskala und diese zur Handlung gegenüber Dritten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gefühle sind ok. Was wir aus ihnen machen, kann eventuell schwierig werden, aber das Gefühl als solches ist einfach, was es ist.
Ich kenne das GEFÜHL, jemandem eine klatschen zu wollen. Ich sehe da auch keine "Gewaltandrohung", sondern einfach eine spontane gefühlsmäßige Bestandsaufnahme.

Also ich habe keiner meiner Freundinnen jemals eine klatschen wollen. Schon gar nicht dann, wenn ich eigentlich die Beziehung dann im Anschluss ganz normal fortführen wollte...
Aber so diese kurzen Handausrutscher sind ja besonders bei Frauen beliebt, weil er ja Beinhart ist und das ja locker verkraftet und es deshalb auch danach kaum Zirkus zu befürchten gibt.

Schlagen wollen heisst, nicht mehr respektieren. Wenn das so ist, sollte man Schluss machen.
 

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