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Ich wohne in einem Schneckenhaus :( Und traue mich nicht hinaus... HILFE

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Gast

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Hallo,

ich brauche unbedingt mal einen Rat und weil ich über dieses Thema mit niemandem sprechen kann, suche ich den Rat einfach mal hier...

Ich bin an sich eine sehr offene, fröhliche, kommunikative junge Frau. Beruflich läuft es bestens und auch im Privaten kann ich mich nicht beklagen, da ich viele gute Freunde habe und auch das Verhältnis zu meiner Familie sehr gut ist. Ich bin im Alltag wirklich nicht schüchtern und habe sonst auch keinerlei Sorgen.
Außer ein Problem: dass ich niemanden so richtig an mich herankommen lassen kann.

Zum Beispiel: Ich habe vor zwei Monaten einen richtig tollen Mann kennengelernt und wir haben uns bisher oft getroffen und das hat jedes Mal super viel Spaß gemacht. Ich mag ihn wirklich sehr gerne und würde am Liebsten "den nächsten Schritt" gehen. Aber ich kann einfach nicht. Obwohl er mich spüren lässt, dass er mich auch mehr mag als nur rein freundschaftlich. Er nimmt zBsp meine Hand, schaut mir tief in die Augen, ist mega aufmerksam und kümmert sich liebevoll um mich.
Aber wenn er meine Hand nimmt, werde ich wie versteinert. Schaut er mir tief in die Auge, kann ich nicht anders als wegschauen. Macht er mir ein Kompliment, kann ich es nicht ernst nehmen...

Ich weiß nicht, warum das so ist und ich bin im Nachhinein immer total frustriert, weil ich so bin.
Aber ich schaffe es nicht, aus meinem Schneckenhaus heraus 🙁

Es liegt jetzt auch nicht daran, dass ich mich unattraktiv fühle oder sowas. Ich habe auf Männer schon eine positive Ausstrahlung und ich bekomme auch ab und zu deutliche "Signale" von einigen Männern.
Aber selbst da... wenn ich merke, dass jemand Interesse hat, verschwinde ich meistens schneller als man schauen kann.

Mir ist mittlerweile selbst schon bewusst geworden, dass ich ein "Problem" damit habe, einzugestehen dass ich jemand richtig sehr mag. Ich habe einfach rießengroße Angst, dass ich einen Mann mehr mag, als er mich. Deswegen zeige ich manchmal nicht, wie sehr ich ihn mag. Das ist dumm, ich weiß.

Aber in diesem Fall möchte ich ihm ja gerne zeigen, dass ich ihn mehr mag, als nur einen Freund, aber ich schaffe es nicht.
Und wenn ich mich weiter so auf "Eisblock" stelle, wird er wohl oder übel irgendwann mal die Lust an mir verlieren, befürchte ich 🙁

Sorry für den langen Text,
vielleicht liest ihn ja jemand, und kann mir bisschen Helfen?

LG der Gast
 
"Mir ist mittlerweile selbst schon bewusst geworden, dass ich ein "Problem" damit habe, einzugestehen dass ich jemand richtig sehr mag. Ich habe einfach rießengroße Angst, dass ich einen Mann mehr mag, als er mich. Deswegen zeige ich manchmal nicht, wie sehr ich ihn mag. Das ist dumm, ich weiß."

Dumm ist das nicht, vielleicht hast du einfach nur Angst, verletzt und nicht ernst genommen zu werden? Aber dieses Risiko musst du schon eingehen, denn ohne Risiko erst Recht kein Gewinn.

Ob und wie sehr jemand dich mag, liegt bei der anderen Person, nicht bei dir. Du brauchst dich also nicht zurückzuhalten weil du denkst, du würdest jemanden vielleicht mehr mögen als vielleicht andersherum - den Mut, deine Gefühle mitzuteilen und anzubieten, musst du schon haben und hier ein wenig in "Vorleistung" gehen.
 
Hey,

Einerseits kennst du glaube ich den Grund dafür, was dein Problem ausmacht. Dass du nen Mann mehr magst, wie er dich. Vielleicht kannst du dir da deine Gedanken dazu machen?
Bisher ist er derjenige, der immer offensiv ist... Bisher mag er dich deutlich mehr, wie du ihn - denkst du das nicht? Du musst ja nicht Schritte vorwärts machen, sondern nur mitgehen..?

Annsonsten: Rede mit ihm. Wenn du deine Gefühle nicht so gut zeigen kannst, dann drücke sie wenigstens mit Worten aus.
 
Ganz platte Frage: Hast du vielleicht Bindungsangst? (Jetzt nicht dieses Blabla-ich-will-nichts-von-dir-und-nenne-das-Bindungsangst!)

Schau dir doch mal "Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen" von Stefanie Stahl an, vielleicht ist es was in die Richtung.

(Kann dich übrigens sehr, sehr gut verstehen!)
 
Hallo,

danke erstmal für eure Antworten.
Ob ich Bindungsängste habe, kann ich garnicht so richtig beantworten. Es ist nicht so, dass ich einen Mann mit Absicht auf Abstand halte, damit er richtig lange zappeln muss oder so ein Zeug. Sondern es ist so, dass ich mich wie in einer Art "Käfig" fühle. Und so sehr ich es selbst auch möchte, dass ich offener und mutiger in dieser Hinsicht werde, ich komme aus diesem Käfig einfach nicht raus.

Naja, und darüber zu reden habe ich mir eigentlich abgewöhnt.
Ich habe bei meinen vorherigen Beziehungen versucht, durch Reden mich und mein Verhalten zu erklären.
Aber es hat nur dazu geführt, dass ER danach meist total verunsichert war und garnicht mehr wusste, ob er nun noch was machen soll, oder doch lieber nicht. Und ich habe mich selbst noch mehr unter Druck gefühlt, wodurch ich eigentlich nochmal mehr gehemmter wurde...

Aber schön, dass ich damit nicht alleine dastehe.
Und wie banal das auch für manche klingen mag, was ich hier schreibe, es ist dennnoch ein Problem, das man sich selbst irgendwie schafft und was einen selbst ungeheuer ausbremst. Und das macht mich auf mich selbst wütend...

LG Gast
 

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