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Ich will und kann nicht mehr kämpfen

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G

Gast Zitronenfalterin

Gast
Hallo liebes Forum,

in tiefster verzweiflung komme ich noch einmal als Gast zu euch um mir mal alles von der Seele zu schreiben.
Ich hab nun endlich gewissheit, woher meine ganzen komischen symptome kommen, hab vor ein paar wochen die diagnose bekommen:Fibromyalgie. ich gehe total kaputt an dieser krankheit, versuche im moment so zu tun als wäre nichts, aber es geht nicht! ich habe ständig irgendwas, dauernd wird bei mir irgendeine krankheit festgestellt und ich muss wieder vom einen arzt zum anderen, zur nächsten therapie, mich wieder um nen platz kümmerm, kämpfen, kämpfen, kämpfen.
mein leben lang musste ich kämpfen und nun will ich einfach nicht mehr. ich will einfach nurnoch liegen bleiben und die welt nicht mehr sehen und wenn die schmerzen zu schlumm werden einfach schluss machen. ich kämpfe schon mein leben lang und es kommt kaum was bei rum. ich bin jetzt 23, konnte mein leben noch nicht einmal einfach nur genießen und muss dauernd gegen etwas kämpfen, wofür ich garnichts kann. mittlerweile frage ich mich WOZU??? was krieg ich vom leben zurück???
ich war so froh, den diabetes besiegt und abgenommen zu haben und jetzt??? Ich kann mich kaum bewegen, sport (ausser schwimmen) geht bei mir garnicht und ich kann zusehen wie ich fetter und fetter werde. ich ernähre mich ja gesund, aber ganz ohne sport geht es nunmal bei mir nicht. ich wiege so viel wie noch nie zuvor in meinem leben, ich ekel mich vor mir selbst. dass sich mein verlobter nach anderen umsieht, finde ich nur verständlich. wenn er jetzt schluss macht ist eh alles vorbei, dann gebe ich auf.
wer nimmt mich denn so? frustriert, fett, chronisch krank. im moment kann ich einfach nicht mehr, ich will mich garnicht mit dem thema auseinandersetzen, will nicht jedem erklären müssen, was ich hab um dann zu hören "ist doch nocht so schlimm" oder irgendwelche tollen ratschläge von leuten zu kriegen, die noch nie von der krankheit gehört haben.hab keinen bock mehr von arzt zu arzt zu rennen, wieder ne scheiß psychotherapie anzufangen und in meinem inersten rumzuwühlen, tabletten zu schucken, etc.
ich will nicht mehr kämpfen, will nicht mwhr allein mit dieser beschissenen krankheit sein. will mich ncht mehr wie ein krüppel, ein klotz am bein, ne alte frau fühlen...
am liebsten würde ich aufgeben...nur bin ich ein scheiß feigling und schaffe es nicht. aber diesmal bin ich näher dran als zuvor.
ich hsb angst vor mir selbst. ich will nicht mehr!

zifa
 
tja das Leben schenkt niemandem etwas und du schweinst offenbar ziemliches Pech gehabt zu haben, aber was hilfts? Jammern oder kapitulieren oder Würde zeigen und kämpfen?

Ich rate dir dringend dich psychologisch coachen zu lassen und auch ggf umgehend auf Depression hin behandeln zu lassen.

Hier Infos zur Krankheit:
Fibromyalgie ? Wikipedia
Vgl. unter dem Link den Punkt Differentialdiagnostik...psychiatrische Abklärung.

wurde die Diagnose durch Zweitmeinung abgesichert?

Bei Übergewicht kannst du natürlich viel machen...Weight Watchers ist empfehlenswert.
Und unter dem Link gibt es ne Menge Behandlungsmethoden aufgelistet....ist natürlich Arbeit..aber so ist das auch für die Gesunden im Leben...harte, harte Arbeit um einigermaßen durchs Leben zu kommen. Niemandem wird etwas geschenkt.
Du hast natürlich Pech gehabt aber hast auch das Glück hierzulande sozial abgesichert zu sein, Behandlungsmöglichkeiten für deine Krankheit zu haben.
Ich kann dir nur den Rat geben: sieh nicht nur auf die negativen Seiten deines Leides sondern vergiss niemals auch die positiven Seiten des Lebens!

Und dran denken: Internet hilft wenig bei Krankheiten, handfeste Therapien und Maßnahmen zum Abnehmen wären sehr gut und notwendig.

Tyra

zu negative Sichtweise, starke Niedergeschlagenheit, ggf Suizidgedanken deuten auf akute Depression und dann gilt: Kliniktherapie 6-8 Wochen danach direkt und fließender Übergang in ambulante Weiterbehandlung.

Eine Bekannte von mir hat ebenfalls eine Fibromyalgie (hat lange gedauert bis man es erkannt hatte) und kommt an sich ganz gut zurecht nachdem sie nun einige Therapien hinter sich hat. Ihr brachten Entspannungstechniken in Kombination mit Sport sehr viel. Sie hat übrigens ebenfalls ne zeitlang Übergewicht gehabt und mittlerweile in den letzten Jahren rd. 30 Kilos abgespeckt.

Viel Erfolg!
 
Huhu Zifa,

das tut mir sehr Leid zu lesen mit deiner Diagnose aber Tyra hat recht, auch wenn es etwas hart klingt.

Egal wie schwer es auch sein mag, du darfst nicht aufgeben. Das macht alles nur noch viel schlimmer und zieht dich noch mehr runter.

Auch wenn du vielleicht soetwas nicht hören, bzw. lesen magst, aber es geht immer weiter.


Lass dich mal drücken. :blume::blume:


Liebe Grüsse
SchwarzeSeele
 
danke ihr zwei!

würde zeigen, was bedeutet das schon? nicht aufgeben...warum nicht?
bis jetzt habe ich immer angst vor dem tod gehabt, vor allem deswegen weil ich angst hatte im leben etwas zu verpassen. mittlerweile habe ich nur noch angst vor den schmerzen beim sterben.
ich war heute in der selbsthilfegruppe, das hat mir einwenig mut gegeben... aber auch gezeigt wie ich mal enden könnte und das will ich nicht. wozu kämpfen, therapien machen, studium etc. wenn ich eh nicht länger als 5 jahre arbeiten kann? welche schönen seiten im leben? immer wenn ich etwas schönes erlebe wird es durch schmerzen getrübt. ich denke das versteht nur jemand, der selbst permanent schmerzen hat.
sport ist in meinem fall kaum möglich, wenn nur unter anleitung und hier gibt es keine bewegungstherapeuten, die sich mit fibro auskennen. ich habe auch keinen arzt als ansprechpartner, da bei fibro der hausarzt zuständig ist und meine HÄ kennt sich da garnicht aus, verschreibt mir aber direkt was, wenn ich ihr sage was. aber woher soll ich das wissen?
psychotherapie, klar... die kürzeste warteliste auf der ich stehe beträgt 7 monate. klinik kommt nicht infrage, da sonst die letzten 2 jahre ausbildung für den a.... waren.
habe jetzt immerhin ein paar anlaufstellen, aber trotzdem niemanden, der mir hilft, der das mit mir durchsteht und weiß wie man sich fühlt. eine krankheit die man nicht sieht, die keiner kennt und an die die hälfte der leute die sie kennen nicht glaubt.
ich muss alles ganz allein machen und ich kann einfach nicht mehr. das leben ist kein ponyhof, schon klar. aber so viel pech wie ich hatte... wozu soll ich weiter leben? auf eine schöne stunde im leben folgen 21 schlechte. ich will einfach nurnoch frieden haben... mich hinlegen und alles an mir vorbei ziehen lassen.
da hilft auch der altbewährte tritt in den A**** nicht viel.
ich habe gekämpft, ich habe gewonnen und alles wieder verloren. ich bin 23 und ein wrack. wenn ich dran denke wie viele jahre ich noch zu leben habe und was da noch alles auf mich zu kommt... tut mir leid, aber da habe ich keine lust drauf!

zifa
 
Hallo Zitronenfalterin,


tja, Zitornenfalterin, damit müssen wir uns wohl abfinden. Leute wie du und ich, wir krebsen halt in unserer Gewichtsklasse der Schwermut rum 😎😀



Ich habe die Diagnose Fibromyalgie seit zwei Wochen. Es war erstmal eine Erleichterung, jetzt endlich zu wissen, dass ich krank bin und nicht irgendwie zu faul, ein Loser oder weiß der Geier was für eine niedrige Lebensform. Kommst du dir auch wie eine Versagerin vor?

Ich habe weniger Schmerzen, sondern mehr grausige Erschöpfungszustände. Ich nehme mal an, die kennst du auch. Da muss ich nicht viel zu schreiben.

Ich hab mich in einem Forum angemeldet und eingelesen. Das hat mir sehr viel geholfen.

Fibromyalgie-Treffpunkt • Foren-Übersicht

Ziemlich am Beginn bin ich auf einen Beitrag von einer Betroffenen gestoßen, die schrieb, dass sie sich nach dem Duschen erst mal eine halbe Stunde hinlegen muss. Da hätte ich ja beinahe geheult 😀. Ich hätte nie gedacht, dass es auch anderern Leuten so geht wie mir!

Wenn man sich durch die dortigen Erfolgsberichte liest, wird klar, dass man durch die Zufuhr von Vitaminen und Mineralien ganz viel machen kann. Ich nehme jetzt jede Menge davon. Auch Schüssler Salze. Mittlerweile geht es mir entscheidend besser. Ich habe so gut wie keine Gelenkschmerzen mehr und komme mit einer Stunde Schlaf am Nachmittag durch den Tag.

Wenn ich da an noch vor zwei Wochen denke ...


Was das Gewicht betrifft; ich war letzte Woche bei einer Ernährungsberaterin. Ich muss da nur einen Teil zahlen, das sind nicht mehr als 20-30 Euro im Monat, den Rest übernimmt die Kasse. Das hat mir echt was gebracht und ich kann es dir nur empfehlen. Ich bin bei der Techniker. Aber andere Kassen werden das sicher auch übernehmen. Ruf einfach an.

Von Weight Watchers kann ich dir nur dringend abraten. Das ist was für Leute, die ein bisschen Zivilisationsspeck von 10 Kilo abnehmen wollen. Wenn du massiv Übergewicht hast - und so klingt das, was du beschreibst, - ist diese Punktemethode pures Gift für deinen Körper. Du fütterst damit nur die Esssucht. Wer viel Gewicht hat, muss viel essen, aber eben das Richtige und im richtigen Verhältnis. - Alles bei der Ernährungsberaterin gelernt 😀.

Ganz abgesehen davon sind diese Annehmrosskuren aller Weight Watchers nach meiner Erfahrung pures Gift für die Fibro. Sie sind Stress und Stress füttert die Fibro.


Was den Sport betrifft; ich fange mit Qi Gong an. Das sind ganz leichte, fließende, sanfte Bewegungen, die man auch mit schmerzenden Gelenken machen kann. Der Kurs wird übrigens auch von der Krankenkasse bezahlt.

Ich stelle überhaupt fest, dass Bewegungen zwar erst mal richtig Hammer weh tun, aber je mehr ich mich bewege, umso mehr verschwinden die Schmerzen auch.

Ob ein "ich muss jetzt aber unbedingt abnehmen"-Leistungssport für einen Körper, der sowieso massiv überstresst ist, gut ist, wage ich zu bezweifeln. Such dir was Schönes, vielleicht spazieren gehen oder wenn du magst schwimmen; aber keine Bahnen abarbeiten, sondern mehr plantschen. Spaß haben. Sich wohl fühlen.

Wenn du richtig isst, kannst du auch ohne Sport abnehmen. Es dauert länger. Aber die Ernährungsberaterin meinte, sie hat da schon einigen Leuten zum Erfolg verholfen. Ich habe wieder Hoffnung.


Und ich merke, dass es echt wichtig ist, sich jedem Stress zu entziehen. Gönn dir so viele schöne Momente wie nur möglich. Genieße dein Leben. Klingt wie Klischee, ich weiß. Mir ist klar, wie schwierig das sein kann, vor allem während einem Fibroschub.

Ich kenne deine aktuelle Situation nicht. Ich hab den großen Vorteil, dass ich zuhause arbeite. Bei mir ist es wirklich so, wenn ich erschöpft bin, lege ich mich hin. An guten Tagen gönne ich mir eine Stunde Pause auf dem Balkon mit einem Buch.

Wenn du arbeiten musst, reicht es schon, wenn du einfach mal zehn Minuten vor die Tür gehst, dir was Schönes suchst, ein Blume, Vogelzwitschern, eine Wolke. Das baut Stress ab, - und mir jedenfalls geht es dann wirklich sofort besser.



Fibromyalgie bedeutet in allem zehn Schritte langsamer zu sein. Und weißt du, ich habe für mich gelernt, es ist gar nicht nötig, immer nur zu hetzen und im Leistungsdruck unterzugehen. Man kommt auch gemütlich ans Ziel; sehr viel entspannter und man kann unterwegs eine Menge erledigen, weil einfach die Ruhe dazu da ist.

Man sagt ja, Krankheiten kommen aus der Psyche. Rückenschmerzen bekommen Leute, die zu viel zu tragen haben. Die Bronchitis erwischt Leute, die nicht genug Raum zum Atmen haben. Und die Fibro ist was für uns Stressleute. Sie zwingt dich zum Fokusieren, zum Einteilen der Kraft, sich immer wieder hinzusetzen und auszuruhen. Und letztendlich kannst du sie loswerden, wenn du kapiert hast, wie man das Leben genießt.

Man sagt die Fibro ist chronisch. Aber es gibt immer wieder Leute, die relativ schubfrei sind. Auch wenn ich so weit in keinster Weise bin, merke ich doch, es geht mir umso besser, je mehr ich mich an die Regeln halte.

Es gibt natürlich keine Garantie, dass meine Regeln auch für dich gelten. Was du aber mitnehmen solltest, ist die Tatsache, dass du etwas tun kannst, dass es besser werden kann.

Wie man dazu kommt? Ich denke, man darf sich nicht so sehr auf die Schmerzen und die Erschöpfung konzentrieren, auf die schlechten Tage, sondern man sollte über die guten Tage (oder auch nur Stunden ...) Buch führen. Vielleicht nimmst du das sogar wörtlich. Nimm dir am Abend die Zeit für dich. Schreib auf, was gut war und was schlecht lief. Dann hast du die Möglichkeit immer wieder mal zurück zu gehen und zu schauen, ob es ein Muster gibt bei den Dingen, die dir gut tun bzw. die dich stressen. Und was dich stresst, musst du konsequent abschaffen. Es kostet das ein oder andere Opfer. Aber das ist es doch wert, wenn es einem dafür besser geht, oder nicht?


Ich wünsche dir ganz viel Kraft und vielleicht sieht man sich im Fibro-Forum. Da bist du sicher besser aufgehoben. Ich für meinen Teil jedenfalls brauche echt keine Verlinkungen zu Wikipedia. Auch wenn gewisse Leute da offensichtlich ihr ganzes Wissen herholen.


Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet:
danke tuesday, für deine wirklich hilfreichen worte!
ich antworte morgen ausführlicher, werd mich erstmal von den ganzen eindrücken des tages erholen *uff*

lg zifa
 
Auch ich möchte am liebsten davonlaufen wegen meiner diversen Krankheiten.Aber einen Suizid würde ich sicher nicht machen:es ist ja so,dass wir "nur" das Leben haben und früher oder später gehen müssen.Ewig dauert unser Leben sowieso nicht:sterben ist keine Lösung!Du hast (vor Dir selber)die Aufgabe,das beste zu tun,was Dir hilft.Ich habe lange gesucht für einen Thermin bei einer guten Aerztin,aber es hat sich w i r k l i c h gelohnt.Ohne Therapie hast Du null Chancen in Deiner (auch meiner)Situation.Bitte versuche,trotz Allem einen Weg zu finden,denn irgend einmal wirst Du froh sein um Dein Leben,denn es gibt auch für Dich glückliche Zeiten.Du bist für Dich verantwortlich,deshalb einen Neustart.Du (und ich)müssen Geduld haben und uns nicht beirren lassen durch viele schwere Rückschläge:es kommt ein Tag,wo es Dir wesentlich besser geht als heute.Herzlich Vindobona.
 
Hallo zitronenfalter, erst einmal viel Kraft und viel Energie für Deinen weiteren Weg.Also ich Deinen T gelesen habe, habe ich mich in vielem wiedererkannt z.B. was Krankheiten und Übergewicht betreffen.Ich bin auch wegen einer verfluchten AI Krankheit übergewichtig geworden, was mir mein ganzes Leben versaut hat.Da helfen leider solche Sachen, wie jeder muss ein Päcken tragen und so herzlich wenig und am besten ist es dann, wenn ich Gesunde solch einen Müll sagen höre.Alles nur hohle Worte,vor allem wenn sie selber dann mal was gravierenderes haben.leider habe ich auch noch keine Lösung gefunden, obwohl ich schon unendlich viel Zeit und zehntausende von Euros investiert habe um etwas zu ändern.Wie oft habe ich schon über Selbstmord nachgedacht , weil ich keinen Partner habe, nur weil ich übergewichtig bin und arbeitslos bin und mich wie der letzte Dreck in einer extrem seltsam leistungsorientierten Welt fühle.
ein Dich im Geiste umarmender Gast
 
Hallo Zitronenfalterin,

mir ist noch was eingefallen.

Hilfreich wäre es für dich auch dich an einen Schmerztherapeuten zu wenden. Adressen bekommst du von der Krankenkasse. Dann telefoniere sie einzeln durch und frage gleich bei der Anmeldung, was der Arzt zum Thema Fibro denkt.

Es dauert lange einen Termin zu bekommen, aber auch Monate vergehen.

Bis dahin rede mal mit deinem Apotheker über Ibuprofen. Ich weiß, dass es viele im Forum nehmen und damit über die Spitzen hinwegkommen. Vielleicht sind deine Schmerzen auch noch in einem Rahmen, wo das Medikament noch greift. Man vergisst es oft, aber Apotheker sind Fachleute auf dem Gebiet der Medikamente und können einem wirklich helfen, die Zeit bis zum Termin beim Facharzt zu überbrücken.

Ich weiß, was das für Schmerzen sind und ich glaube dir gerne, dass du erschöpft und am Ende bist.

Eine Weile dachte ich auch, so das wars jetzt. Gegen die Erschöpfungszustände kann man nichts mehr machen. Schönes Leben noch. Aber lieber eher ohne mich 🙂. Aber der Austausch mit den Mitleidenden hat mir ganz viel gebracht. Es ist doch immer noch einer da, der einen Tipp hat.

Also nur Mut. Du kriegst das in den Griff.



Tuesday
 
ja, die erschöpfungszustände kenne ich auch!
ich musste jetzt sogar beruflich umdenken. habe gerade die ausbildung zu kinderpflegerin fertig und wollte danach erzieherin werden. aber da mir im praktikum öfter mal die arme oder beine weggesackt sind, ist das viel zu gefährlich, mir wäre einmal fast ein kind vom arm gefallen. zudem ist die mischung aus lärm und stess auch absolutes gift für die fibro. auch ein punkt, der mich verzweifeln lässt... ich hätte mir nie einen anderen beruf vorstellen können, als erzieherin. nun mach ich mein fachabi und danach??? ich weiß es noch nicht! bis jetzt hatte ich etwas, was ich unbedingt erreichen wollte, wofür ich gekämpft habe. aber das ist nun weg.
meinen psychischen ausgleich habe ich immer übers reiten gefunden. immer wenn es mir schlecht ging, bin ich reiten gegangen und die welt sah nicht mehr so finster aus. mein absolutes traumziel im leben war ein eigenes pferd! und nun wird es mit jedem mal schmerzhafter und bald geht es garnicht mehr. was hab ich denn dann noch, wofürb es sich zu leben lohnt? alles, was ich mir im leben als ziel gesetzt habe bricht auf einmal weg, freunde ziehen sich zurück, partner und familie verstehen einen nicht mehr.
allein der alltag ist kaum zu bewältigen, heute muss ich nur zur bank, zum frisör und nachhilfe geben und ich weiß nichtmal wie ich auch nur eins davon schaffen soll.
Ibutropfen helfen bei mir nicht, ich hab schon ziemlich alles an medis durch. im moment schlucke ich, wenn ich wieder nen schub habe, am tag 4x40 tropfen novalgin, 2 diclofenac, abends 1 tetracepam und 10mg amitriptylin. damit sind die schmerzen zwar nicht weg aber erträglich. nur heute will irgendwie nichts helfen.
nunja, nun muss ich doch mal los, bevor es wieder in stress ausartet.lieg bestimmt heut abend wieder komplett flach.

lg zifa
 
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