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Ich will nicht mehr - sinnloses Dasein

LariMari

Mitglied
Ich will einfach nicht mehr!

Mein Leben ist gut. Ich habe eine liebe Familie, einen fürsorglichen Partner, einen erfüllenden Job, genug Geld, eine schöne Wohnung, alles...
Und trotzdem bin ich so unglücklich. Mir macht nichts Spaß. Ich kann auch keine Ziele finden, die mich zu irgendetwas motivieren könnten, die dem Ganzen hier einen Sinn geben würden.
Ich gehe zur Arbeit, lerne fürs Studium, mache Sport, Hausarbeit, esse, schlafe. Und dann habe ich einfach so schrecklich viel Zeit noch übrig, in der in sinnlos apathisch vor mich hin existiere und mich frage, was das alles eigentlich soll. Es kann eh eigentlich nur schlechter werden, falls ich krank werde oder etwas verliere (Familie, Partner, Job,...). Und wenn ich die Nachrichten so täglich verfolge, schwant mir auch keine positive Entwicklung.

Ich möchte einfach jetzt aufhören, wenn es am schönsten ist. Nicht mehr existieren. Tot sein.

Mein Partner/ Familie verstehen das nicht. Machen sich nur selbst Vorwürfe, sie wären nicht lieb genug zu mir, wenn ich solche Gedanken aussprechen.
Hatte vor ein paar Jahren eine Art Therapieversuch, als ich noch suizidaler war. Medikamente bringen nichts, kann ich auch Smarties lutschen. Den Stress mit der Suche nach ambulanten Therapeuten tu ich mir nicht nochmal an (100+ Telefonate, Monate Wartezeit auf Kennenlern-Termin, quer durch die Weltgeschichte gurken, um dann direkt zu hören, dass man sowieso nicht ins Schema passt und der Termin nur so pro forma war). Stationär kommt für mich nicht infrage. Würde mich den Job kosten und um ehrlich zu sein, glaube ich da eh nicht dran, dass das wirklich was hilft. Hab da mal gearbeitet. Die Leute kamen einfach immer wieder.

Was kann mir helfen, mein Leben mit Inhalt zu füllen? Und diesen Inhalt auch mit Freude zu erleben?
 
... Und trotzdem bin ich so unglücklich. Mir macht nichts Spaß. Ich kann auch keine Ziele finden, die mich zu irgendetwas motivieren könnten, die dem Ganzen hier einen Sinn geben würden.
Ich gehe zur Arbeit, lerne fürs Studium, mache Sport, Hausarbeit, esse, schlafe. Und dann habe ich einfach so schrecklich viel Zeit noch übrig, in der in sinnlos apathisch vor mich hin existiere und mich frage, was das alles eigentlich soll."


Hm, wieviel freie Zeit ist denn da, die Du ausfüllen willst? Wie sieht denn so ein Tag bei Dir aus? Und das Wochenende? Unternimmst Du da Dinge mit Deinem Partner oder in Familie?
Neben Arbeit, Studium, Sport und Haushalt ... wie wäre es denn mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit?

Tierheime freuen sich immer über ehrenamtliche Helfer, Krankenhäuser freuen sich über ehrenamtliche Vorleser auf Kinderstationen ... Hospize nehmen auch gern Hilfe ... das könnte Dir den Blick auf Dein eigenes Leben verändern ...
 
Angenommen, es gäbe die Möglichkeit, daß Du Dir wünschen kannst, was Du willst. Grotesk unrealistische Dinge einmal ausgenommen (eine Privatinsel in der Karibik, George Clooney als Partner etc.).

Aber was würdest Du Dir wünschen, wenn Du könntest?
 
Ich würde auf jeden Fall eine Therapie machen.
Solche Depressionen haben oft etwas mit der Kindheit zu tun.

Es gibt schlechte Therapeuten...aber es gibt auch gute, hilfreiche und sympathische.

Wen du im Internet googelst und... Psychotherapeutensuche ...eingibst findest du Listen mit freien Therapie Plätzen.
 
Wie geht es dir denn, während du beschäftigt bist?
Ich habe/hatte auch schon leichte Depressionen, ich kann nachvollziehen was du meinst. Wenn einen einfach nichts tangiert. Dinge, die anderen Freude machen, lassen einfach nur ein leeres Gefühl zurück. Wenn die schönen Sachen nicht mehr schön sind und die schlechten noch schlechter, ist das die Hölle. Irgendwann fragt man sich, für was man überhaupt noch etwas tut.

Wichtig ist aber, dass Depressionen eine Krankheit sind und diese ist heilbar. Das musst du unbedingt verinnerlichen. Es ist nicht normal, so zu fühlen. Auch wenn dir alles sinnlos erscheint, das kann und wird sich wieder ändern. Vielleicht empfindest du das gerade ganz anders, aber du kannst mir glauben.
Ich würde dir empfehlen, zu einem Psychologen oder zu einer Psychologin zu gehen.
In deinem Gehirn werden zu wenig glücksbotenstoffe ausgeschüttet und gewisse Areale zeigen wohl eine zu geringe Aktivität. Ein Psychologe wird dir mental und auch mit Medikamenten helfen, die deine Stimmungslage wieder in ein Gleichgewicht bringen können. Diese musst du auch nicht lange nehmen, ist aber natürlich von der schwere der Depression abhängig.

Alles Gute!
 
Zitat von Chu
Du selbst kannst dir nur helfen. Da kommt nix sonst.



Dann ist das wohl mein Todesurteil.
Wenn ich mir selbst helfen könnte, hätte ich hier keinen Hilferuf gestartet.

Falsch verstanden.

Die Frage stellt sich nicht, OB Du Dir selber helfen kannst, sondern WIE Du Dir selber helfen kannst.
Sonst hättest Du keinen Hilferuf gestartet? Richtig.

Damit Du Dir selber helfen kannst, musst Du erst lernen, dazu bereit zu sein.

Die Bereitschaft orientiert sich daran, was andere tun - und vor allem lassen! - damit sie nicht in eine solche Situation hinein geraten. So etwas passiert nämlich.

An Deiner Stelle würde ich als erstes die Dinge vermeiden, mit denen man Trauer assoziieren kann. Zb Horrornachrichten.
Wären diese nämlich gut für irgend etwas, so würde ich Dir den Rat geben, alle derartigen Nachrichten der vergangenen 10 Jahre durchzuarbeiten.
Was hältst Du von meinem Tipp, diese Verweigerungshaltung zu beginnen?
 
Du scheinst gerade sehr depressiv zu sein und meiner Meinung nach ist da z.B. Dein Job völlig unwichtig. Wenn Du nicht stationär in Therapie gehen willst, dann nehme Dir trotzdem eine Auszeit und kümmere Dich um Dich. Hypnose wurde schon angesprochen, probiere es mal aus - es kann tatsächlich ganz gut helfen. Ansonsten kümmere Dich um Dich. Gehe viel Spazieren, jeden Tag einige Kilometer.....nach einigen Tagen wirst Du die Wirkung spüren. Das ist erstmal der Anfang. Mit der Kraft, die Du dann getankt hast, kannst Du weitere Veränderungen anstreben.
 

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