G
Gast
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Ich habe ein großes Problem und zwar bin ich eine Memme und dass kommt bei niemanden an und bringt mich nicht weiter für den Beruf.
Ich fühle mich wie der letzte Versager, der nie wirklich was zu Stande gebracht hat. Nach dem Abitur kam der kurze Urlaub im Zivildienst, also sowas wie eine Phase der Unterforderung und der betriebsverodneten Faulheit, und dann vor 2 Jahren das Studium. Seit dem Studiumbeginn habe ich Probleme mit dem Druck umzugehen. Ich fühle mich immer wie ein Versarger, da ich nicht richtig in die Offensive gehen kann. Andauernd versinke ich in Selbstmitleid, weil das Studium nicht so läuft und ich den Anschluss verpasst habe an die Kollegen. Die Noten sind gut, aber es ist verdammt hart, da es nicht mein Fach ist. Ich bin aber niemand, der sich vorstellen kann, sich nach dem Studium auf den Bau als Hilfsarbeiter zu stellen oder Toiletten zu reinigen, weil er ein brotloses Fach studiert hat. Ein einfacher Job wäre im Prinzip ok, aber selbst sowas wie Pförtnerstelle oder eine Stelle bei MC Donalds in der Küche bekommt man ja nicht mit einen Studium. Deshalb kommt ein Wechsel nicht in Frage. Ich habe die verdammte Angst, am Ende vor dem Scherbenhaufen meines Lebens zu stehen und alle anderen haben Erfolg und bin mal wieder der Versager schlechthin. Entweder hat man Glück im Spiel und Pech in der Liebe oder andersherum oder man ist ein Versarger, wie es bin, der in beiden kein Glück hat. Vor dem Scherbehaufen stehe ich nun seit fast 24 Jahren, dass reicht doch irgendwann mal oder nicht?
Aber diese Angst wird auch durch mein jetziges Studium nicht richtig gelöst.
Das geht nun seit 3 Semestern so, dass erste Semester war noch ok, auch wenn es noch nie Spaß gemacht hat. Aber sowas wie Spaß ist sowieso ein weiter Begriff, den ich selbst nie erleben durfte und nie erleben werde. Dazu ist es alles viel zu traurig und viel zu ernst.
Und ich habe nur das Studium im Kopf, kann mich aber auch nicht darauf konzentrieren, was dass ganze noch zusätzlich verlängert. Wie gerne würde ich nutzlosen Dreck ausschalten, ich habe nunmal keine richtigen sozialen Kontakte, na und? Bin ich eine Memme, die sowas braucht? Wenn ich sie hätte, wäre ich eh nicht geeignet sich aufrechtzuerhalten, da ich langweilig bin und nichts besonderes darstelle oder kann. Ich habe kein Geld und ich kann Nichts, was andere nicht können. Ich bin mehr oder weniger nutzlos.
Warum kann ich nicht das alles mal ausblenden? Dann kommt das noch größe Problem dazu: Die Angst zu versagen und diese schrecklichen, düsteren Gedanken. Manchmal wirkt der Gang zur Uni schon so düster, bedrohlich, ich weiß nicht, woran es liegt. Ich habe vor jeder Vorlesung Angst, dass ich irgendein wichtiges Detail verpasse, was mir am Ende vielleicht eine bessere Note bringen würde, wenn ich genau das schreibe, was der Prof. umbedingt hören will.
Psychisch und Physisch drohe ich am Studium zu zerbrechen. Sowas wie einen geregelten Tagesablauf gibt es nicht, ich wache nachts auf und denke: Scheiße, ich habe nur noch 2,5 Monate um mich auf die Klausur vorzubereiten und dann geht die Vorbereitung mitunter mitten in der Nacht um 2 Uhr morgens los. Am nächsten Tag bin ich irgendwann geschwächt und fertig.
Ich weiß nicht, wie ich endlich Unwichtiges ausblenden kann, abgehärtet werde und mich voll auf Studium konzentrieren kann.
Die Angst lähmt mich und macht mich nervös. Und manchmal gibt es auch ganz widersprüchliche Phasen, da verschiebe ich auch Angst und den fehlenden Interesse am Fach die Sachen einfach nach hinten. Verdammt, was soll so ein Verhalten? Kann ich mich nicht einfach mal zusammenreißen? Dann wird der Zeitdruck irgendwann wirklich real. Ich bekomme das alles nicht richtig gebacken.
Mein Wunschvorstellung wäre es, jeden Morgen um 7.00 Uhr aufzustehen, einen Kaffee zu trinken, zur Uni zu fahren, zwischen durch was zu Essen, 4-5 Studen zu lernen und den Tag abends um 21 Uhr ausklingen zu lassen und in der Nacht durchzuschlafen und am nächsten Morgen ausgeschlafen ans Werk gehen zu können. Am Wochenende würde der Teil mit der Uni wegfallen, ich würde gerne 7-8 Stunden am Samstag etwas lernen und nehme mir den Sonntag "frei" und schlafe einfach aus oder arbeite um Geld zu verdienen. Wie wäre so ein Leben schön.
Die Realität sieht leider anders aus. Ich bin angespannt, richtig nervös, weiß nicht was ich zuerst und zuletzt machen soll, fangen irgendwelche Sachen an, mache sie nicht zu Ende, fange dann doch etwas anderes an, es geht hin und her und abends kann ich den Tag nicht ausklingen lassen. Ich denke 24 Stunden rund um die Uhr ans Studium und Mahlzeiten fallen manchmal aus, weil ich so unter Zeitdruck stehe bzw. in mir selbst mache. Ich glaube manchmal auch, dass ein Job mir helfen würde, mich mal abzulenken und die Angst um das Geld mildern würde. Außerdem müsste ich den Tagesablauf umstellen, würde vielleicht sowas wie ein geregeltes Leben bekommen und würde endlich sehen, dass ich nicht ganz so nutzlos bin, wie es mir so oft erscheint.
Meine Eltern können mir kein Geld zahlen, das Bafoegamt zahlt auch nicht genug und jobtechnisch bin ich nicht interessant genug, da ich keine Berufserfahrung habe und nicht die Netzwerke, die andere haben, um an Arbeit ranzukommen. Ich werde von jeder Firma abgelehnt. Selbst die Zeitarbeiterfirmen, MC Donalds, Burger King und die üblichen verdächtigen Arbeitgeber haben kein Interesse. Bin ich so dumm, dass ich nicht mal dort Arbeit finde? Ja! Und dann frage ich mich, was die Leute haben, die keinen Schulabschluss haben und trotzdem Arbeit finden? Bitte nicht falsch verstehen, ich gönnen ihnen die Arbeit vom Herzen und bin auch nicht neidisch oder so. Aber anscheinend braucht mich wirklich niemand und ich kann machen was ich will und noch so gut sein, am Ende kann ich damit keinen Blumentopf gewinnen und dass ist irgendwie deprimierend.
Dann habe ich noch einen KFW-Kredit am Hals, den ich irgendwann zurückzahlen muss und das verdüstert dass Bild noch mehr. Ich fühle mich gefangen, in die Ecke eines dunklen Raums getrieben, meine eigene negativen Gedanken nehmen mir die Luft zum atmen. Wie werde ich endlich härter und wie komme ich aus diesen Teufelskreis raus?
Ich fühle mich wie der letzte Versager, der nie wirklich was zu Stande gebracht hat. Nach dem Abitur kam der kurze Urlaub im Zivildienst, also sowas wie eine Phase der Unterforderung und der betriebsverodneten Faulheit, und dann vor 2 Jahren das Studium. Seit dem Studiumbeginn habe ich Probleme mit dem Druck umzugehen. Ich fühle mich immer wie ein Versarger, da ich nicht richtig in die Offensive gehen kann. Andauernd versinke ich in Selbstmitleid, weil das Studium nicht so läuft und ich den Anschluss verpasst habe an die Kollegen. Die Noten sind gut, aber es ist verdammt hart, da es nicht mein Fach ist. Ich bin aber niemand, der sich vorstellen kann, sich nach dem Studium auf den Bau als Hilfsarbeiter zu stellen oder Toiletten zu reinigen, weil er ein brotloses Fach studiert hat. Ein einfacher Job wäre im Prinzip ok, aber selbst sowas wie Pförtnerstelle oder eine Stelle bei MC Donalds in der Küche bekommt man ja nicht mit einen Studium. Deshalb kommt ein Wechsel nicht in Frage. Ich habe die verdammte Angst, am Ende vor dem Scherbenhaufen meines Lebens zu stehen und alle anderen haben Erfolg und bin mal wieder der Versager schlechthin. Entweder hat man Glück im Spiel und Pech in der Liebe oder andersherum oder man ist ein Versarger, wie es bin, der in beiden kein Glück hat. Vor dem Scherbehaufen stehe ich nun seit fast 24 Jahren, dass reicht doch irgendwann mal oder nicht?
Aber diese Angst wird auch durch mein jetziges Studium nicht richtig gelöst.
Das geht nun seit 3 Semestern so, dass erste Semester war noch ok, auch wenn es noch nie Spaß gemacht hat. Aber sowas wie Spaß ist sowieso ein weiter Begriff, den ich selbst nie erleben durfte und nie erleben werde. Dazu ist es alles viel zu traurig und viel zu ernst.
Und ich habe nur das Studium im Kopf, kann mich aber auch nicht darauf konzentrieren, was dass ganze noch zusätzlich verlängert. Wie gerne würde ich nutzlosen Dreck ausschalten, ich habe nunmal keine richtigen sozialen Kontakte, na und? Bin ich eine Memme, die sowas braucht? Wenn ich sie hätte, wäre ich eh nicht geeignet sich aufrechtzuerhalten, da ich langweilig bin und nichts besonderes darstelle oder kann. Ich habe kein Geld und ich kann Nichts, was andere nicht können. Ich bin mehr oder weniger nutzlos.
Warum kann ich nicht das alles mal ausblenden? Dann kommt das noch größe Problem dazu: Die Angst zu versagen und diese schrecklichen, düsteren Gedanken. Manchmal wirkt der Gang zur Uni schon so düster, bedrohlich, ich weiß nicht, woran es liegt. Ich habe vor jeder Vorlesung Angst, dass ich irgendein wichtiges Detail verpasse, was mir am Ende vielleicht eine bessere Note bringen würde, wenn ich genau das schreibe, was der Prof. umbedingt hören will.
Psychisch und Physisch drohe ich am Studium zu zerbrechen. Sowas wie einen geregelten Tagesablauf gibt es nicht, ich wache nachts auf und denke: Scheiße, ich habe nur noch 2,5 Monate um mich auf die Klausur vorzubereiten und dann geht die Vorbereitung mitunter mitten in der Nacht um 2 Uhr morgens los. Am nächsten Tag bin ich irgendwann geschwächt und fertig.
Ich weiß nicht, wie ich endlich Unwichtiges ausblenden kann, abgehärtet werde und mich voll auf Studium konzentrieren kann.
Die Angst lähmt mich und macht mich nervös. Und manchmal gibt es auch ganz widersprüchliche Phasen, da verschiebe ich auch Angst und den fehlenden Interesse am Fach die Sachen einfach nach hinten. Verdammt, was soll so ein Verhalten? Kann ich mich nicht einfach mal zusammenreißen? Dann wird der Zeitdruck irgendwann wirklich real. Ich bekomme das alles nicht richtig gebacken.
Mein Wunschvorstellung wäre es, jeden Morgen um 7.00 Uhr aufzustehen, einen Kaffee zu trinken, zur Uni zu fahren, zwischen durch was zu Essen, 4-5 Studen zu lernen und den Tag abends um 21 Uhr ausklingen zu lassen und in der Nacht durchzuschlafen und am nächsten Morgen ausgeschlafen ans Werk gehen zu können. Am Wochenende würde der Teil mit der Uni wegfallen, ich würde gerne 7-8 Stunden am Samstag etwas lernen und nehme mir den Sonntag "frei" und schlafe einfach aus oder arbeite um Geld zu verdienen. Wie wäre so ein Leben schön.
Die Realität sieht leider anders aus. Ich bin angespannt, richtig nervös, weiß nicht was ich zuerst und zuletzt machen soll, fangen irgendwelche Sachen an, mache sie nicht zu Ende, fange dann doch etwas anderes an, es geht hin und her und abends kann ich den Tag nicht ausklingen lassen. Ich denke 24 Stunden rund um die Uhr ans Studium und Mahlzeiten fallen manchmal aus, weil ich so unter Zeitdruck stehe bzw. in mir selbst mache. Ich glaube manchmal auch, dass ein Job mir helfen würde, mich mal abzulenken und die Angst um das Geld mildern würde. Außerdem müsste ich den Tagesablauf umstellen, würde vielleicht sowas wie ein geregeltes Leben bekommen und würde endlich sehen, dass ich nicht ganz so nutzlos bin, wie es mir so oft erscheint.
Meine Eltern können mir kein Geld zahlen, das Bafoegamt zahlt auch nicht genug und jobtechnisch bin ich nicht interessant genug, da ich keine Berufserfahrung habe und nicht die Netzwerke, die andere haben, um an Arbeit ranzukommen. Ich werde von jeder Firma abgelehnt. Selbst die Zeitarbeiterfirmen, MC Donalds, Burger King und die üblichen verdächtigen Arbeitgeber haben kein Interesse. Bin ich so dumm, dass ich nicht mal dort Arbeit finde? Ja! Und dann frage ich mich, was die Leute haben, die keinen Schulabschluss haben und trotzdem Arbeit finden? Bitte nicht falsch verstehen, ich gönnen ihnen die Arbeit vom Herzen und bin auch nicht neidisch oder so. Aber anscheinend braucht mich wirklich niemand und ich kann machen was ich will und noch so gut sein, am Ende kann ich damit keinen Blumentopf gewinnen und dass ist irgendwie deprimierend.
Dann habe ich noch einen KFW-Kredit am Hals, den ich irgendwann zurückzahlen muss und das verdüstert dass Bild noch mehr. Ich fühle mich gefangen, in die Ecke eines dunklen Raums getrieben, meine eigene negativen Gedanken nehmen mir die Luft zum atmen. Wie werde ich endlich härter und wie komme ich aus diesen Teufelskreis raus?