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Ich will aus dem Trott rauskommen

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G

Gast

Gast
Ich hab das Gefühl, das mir seit längerer Zeit bald der Kopf platzt, wenn ich nicht aus meiner gewohnten Umgebung ausbrechen kann.
Ich habe immer den gleichen Tagesablauf, ich fahre jeden Tag zu meinen Eltern, ich bin 35! Ich wohne in einer kleinen Wohnung, ich bin nicht selbständig.
Freunde habe ich auch nicht, ich möchte einfach nur raus aus meiner Stadt, ich ertrage diesen Trott nicht länger, ich traue mich aber nicht, weil ich niemand weh tun möchte!
Mein Leben ist einfach sinnlos, so wie es jetzt ist. Da ich keine Familie habe, wär es einfach, aber ich will meinen Eltern nicht weh tun.
Ich kann halt schlecht los lassen, wie kann ich diesen Teufelskreis durchbrechen, eine Arbeit habe ich leider im Moment auch nicht, die mich ausfüllen könnte.
 
nicht hoffnungslos

Lieber Gast,

was Du hast , ist Deine Unzufriedenheit. Das ist ein guter Motor um Wagnisse und neue Wege einzugehen !

Du bringst die Barrieren ( um diese Wege zu beschreiten) selbst auf den Punkt:

einerseits möchtest Du Deinen Eltern nicht weh tun, andererseits hast Du selbst Angst ( sie ) loszulassen.

Manchmal im Leben muss man Menschen "weh tun" ( es braucht ja nicht so absolut zu sein…) um sich
selbst zu werden. Hat man aber aus verständlichen Gründen selbst ( unbewusst ) Angst vor so einem
Schritt, dann kann die Spirale abwärts gehen, gerade wenn man arbeits- und freundeslos ist. Aus eigener
Erfahrung kann ich Dein Dilemma nachvollziehen. Mir hat eine Psychotherapie geholfen ( und hilft noch..)
die Angst meinen ureigenen Weg zu beschreiten. Wenn ich jemandem eine Psychotherapie empfehle,
muss ich gleich beifügen, dass sie in der Auswahl des Helfers sehr vorsichtig sein muss, was heissen
kann , die Geduld aufzubringen, zu jemandem zu gehen, dem Du vertrauen kannst. In der Regel kann man
das nach ein paar Stunden beurteilen. Möglicherweise braucht es auch länger und mehrere Versuche. Also
bitte immer Deine innere Stimme, Dein Bauchgefühl, konsultieren, wenn Du es mit einem Seelenhelfer zu
tun hast. Es sollte ein Mensch sein, der bei Dir ist, der Dir hilft Deine Stimme ernst zu nehmen und die
Angst zu verlieren.

Ich wünsche Dir alles Gute und vergiss nicht: Deine spürbare Unzufriedenheit ist auch Dein Motor…Desdemonaschall
 
Das wichtigste was du realisieren musst ist, dass eine Veränderung immer mit einem Opfer verknüpft ist. Und zwar opferst du dein Wohlbefinden! Veränderung bedeutet immer Stress und Unwohlsein. Wenn du nicht ausreichend mental darauf vorbereitet bist wirst du dich ganz schnell wieder zurück in die Komfortzone verkriechen.

weil ich niemand weh tun möchte!
Du wirst jemandem ganz besonders weh tun: Dir! Also lerne damit zu leben 🙂

Du musst bereit sein, dein Wohlbefinden an zweite Stelle zu stellen! Denk bitte darüber nach was das heisst! Das heisst nämlich, dass dir etwas wichtiger sein muss, als wie du dich fühlst! Für die meisten Leute gibt es nichts wichtigeres. Und so wie du schreibst gehörst du auch nicht gerade zu der anderen Sorte 🙂. Aber daran kann man arbeiten!

Einen Ratschlag, den ich dir auf den Weg geben kann ist folgender: Male dir ganz genau die Situation aus, in der du dich sehen willst. Visualisiere das Ziel! Werde dir klar darüber, was du erreichen willst.

Dann unterteilst du den Weg zum Ziel in kleine Schritte. Der nächste Schritt muss immer in Reichweite liegen. Wenn das nicht der Fall ist, unterteilst du den Schritt immer weiter bis sie Alle happenweise vor dir liegen. Im schlimmsten Fall ist der nächste Schritt der, dass du deine Füss am Morgen neben das Bett stellst.

Noch ein Tipp: Wenn du dich nicht dazu überwinden kannst, den nächsten Schritt zu machen hilft es manchmal, sich vorzustellen dass man gerade dabei ist. Auch wenn es gar nichts mit dem Ziel zu tun hat! Nehmen wir an du hängst vor der Glotze. Dann sagst du zu dir: "Hiermit arbeite ich an der Erfüllung meines nächsten Teilziels, welches darin besteht dass [blabla..]." Mir hilft das, weil ich mein Denken damit aufs Teilziel richten muss und gleichzeitig das Gefühl habe, schon etwas dafür zu machen. Denn es heisst ja immer "Aller Anfang ist schwer!". Darum: Warum überhaupt anfangen etwas zu tun und nicht bereits "dabei sein"?
 
Huhu,

damals habe ich mich auch aus gewissen Lebensumstaenden befreit weil ich das Gefühl hatte das nichts mehr geht. Irgendwie tritt man auf der Stelle und macht gleichzeitig Rückschritte weil ein persönliches weiterkommen nicht mehr möglich ist.

Ich hatte wahnsinnige Angst vor dem was kommen könnte. Es war auch nicht leicht. Es gab Zeiten wo ich mich heftig mit der Familie gestritten hatte und weitere Tiefschlaege die mir zugesetzt haben. Ja und es tat weh und ich habe einige vor den Kopf gestoßen. Aber ich brauchte das zu meiner Weiterentwicklung.
Aber nachdem alles geklärt wurde, wurde es besser.

Ich bekam Luft zum Atmen. Es ging wieder vorwärts. Ok, bei mir gestaltet sich das auf Grund meiner Depressionen (noch) schwieriger voran zu kommen, da ich bzw die Depression, mir oft im Wege steht.. Aber solange man sich nicht selbst unter Druck setzt, geht alles nach und nach.

Wenn du das Bedürfnis hast aus deinem Leben auszubrechen wird es Zeit für Veränderungen.
Ich weiß nicht ob deine Eltern es wollen das du jeden Tag vorbei schaust. Selbst wenn es nicht so ist, ein oder zwei mal die Woche reicht völlig aus.
Du bist erwachsen und kannst dein Leben selbst bestimmen.
Wenn dir irgendwas nicht gefällt dann ändere es.

Hab Mut und vorallem Selbstvertrauen. In dir steckt mehr als du wahrscheinlich glaubst. Du schaffst das, da bin ich mir sicher.

Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
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