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Ich weiss nicht wie ich es ihnen sagen soll.

  • Starter*in Starter*in Bell
  • Datum Start Datum Start
B

Bell

Gast
Hallo.
Ja, nun bin ich hier,weil ich nicht mehr weiter weiss. Ich dachte ich könnte es alleine klären, doch nun bin ich doch auf Tipps o.ä. von euch angewiesen. Ich wünschte ihr könnt mir helfen. Also ich bin im 2. Lehrjahr zur Altenpflegerin. Und nunja, ich hab da ein Problem was ich nun schon so lange geheim halten konnte, doch nun ist mein Praxisanleiter mittlerweile genervt von mir (mein Eindruck). Ich habe mich geritzt und das nicht ohne. Man sieht die Narben an beiden Armen. Das Problem liegt darin, dass ich mit Strickjacke arbeite. Was nicht erlaubt ist aus hygienischen Gründen, doch ich wollte nie das jemand meine Arme sieht. Ich habe die Ärmel nur so hoch gezogen wie es grade eben ging. Naja, und ich möchte meine Prüfung später im Wundberreich machen was heißt OHNE Jacke. Ich habe angst dass meine Patienten es sehen (bin im ambulanten Dienst). Nun muss ich ab morgen mit T-Shirt arbeiten. Es sind fast 30° draußen und ich trage immer Jacke, nun darf ich nicht mehr. Ich habe heute bei einem Patienten die Ärmel komplett hoch gemacht, ich dachte mir Augen zu und durch, doch ich hatte solche angst, dass ich alles falsch gemacht habe. Es kann sein das mein Praxisanleiter es auch schon gesehen hat und nichts sagt. Ich wollte es ihm heute sagen, doch mir kamen die Tränen und dann habe ich lieber nichts gesagt. Doch was soll ich morgen machen? Wie soll ich es ihm sagen? Morgen sieht er es auf jedenfall. Er wird es auch dem Chef sagen, dass weiss ich. Meine Arme sind ein Kündigungsgrund. Aber ich bin keine schlechte Azubine. Ich weiss auch dass das der einzige Beruf ist den ich erlernen will. Und ich bin auch nicht krank oder so. Ich hatte halt nicht die Kindheit die andere haben durften. Doch wer glaubt das schon jemanden der sich mal geritzt hat? Ich habe angst. Der Beruf ist auch genau das richtige für mich und dem Stress bin ich schon lang gewachsen, das was mir zuschaffen macht ist nur mein Privatleben, Familie und so, aber nicht die Arbeit. Wie kann ich es ihm am besten sagen? Ich weiss nicht mehr wohin mit meinen Worten ... Ich will auch nicht vor ihm weinen -.-... Könnt ihr mir helfen? Ich habe richtig angst vor morgen... Manchmal denk ich mir "scheiß drauf ich arbeite jetzt ohne Jacke" und dann bekomm ich doch zu viel angst... schönen abend noch und danke schon mal
 
Hallo Bell,

ich habe da mal ein paar Fragen, die mir so im Kopf rumgehen.

Weißt du, warum du dich geritzt hast?
Tust du es noch immer?
Hast du diese Probleme jemals aufarbeiten können?

Gibt es eine andere Stoffart, als die Strickjacke, welche dein Chef in hygienischer Hinsicht akzeptieren könnte?
Warum sind deine sichtbaren Narben ein Kündigungsgrund? Infektionsgefahr, die Befürchtung, dass du dem Druck des Berufes nicht standhältst, "ästhetische" Gründe?

Du schreibst:
"...das was mir zu schaffen macht ist nur mein Privatleben, Familie und so, aber nicht die Arbeit...."

Nur dein Privatleben? Wenn es hier harkt, sosehr, dass man sogar beginnt, sich zu ritzen... . Ist diese Situation bereinigt, oder besteht sie noch?

Ich vermute, du hast noch in der Zukunft einen großen Batzen aufzuarbeiten.

Für morgen erst mal, würde ich versuchen eine Alternative zur Strickjacke zu finden, welche du deinem Chef anbieten kannst.

Die Situation belastet dich, da ist es normal, dass man weint. Ich finde, dass du eigentlich sogar froh darüber sein kannst, dass du weinen kannst... . Vielleicht zeigen deine Tränen ja deinem Chef auch, wie sehr dich das ganze belastet und er ist kompromissbereiter?

Schämen solltest du dich für deine Narben nicht, finde ich. Sie gehören zu dir und sie sind Teil deiner Geschichte.

Ein Brainstorming wird das hier sicherlich nicht mehr.
Ich hoffe, das eine oder andere hilft dir weiter.

Und sollten wirklich alle Stricke reißen, was ich mir nicht vorstellen kann, dann vergiss nicht: Wenn sich eine Tür schließt, dann öffnen sich IMMER mehrere neue.

Alles Gute für morgen.
Würde mich freuen, von dir zu lesen.

NewMan
 
hallo bell

mein vorposter hat schon ziemlich viel geschrieben, was ich dir jetzt auch schreiben würde.

ich habe auch mal geritzt, habe zwar narben, aber nicht so viele.

kann verstehen, dass du angst hast vor der situation heute.
doch ein kündigungsgrund ist das sicherlich nicht.
du sagst du bist nicht krank, aber wieso meinst du das?
du hast dich früher geritzt und nie über deine kindheit gesprochen, es wäre aus eigener erfahrung sehr hilfreich doch eine therapie zu machen, auch wenn du der meinung bist, dass eigentlich "alles verarbeitet" ist. tief im innern ist es nicht so und in gewissen situationen wirst du wieder mit deiner vergangenheit konfrontiert.
ich hab das selbe erlebt und mach nun eine therapie, weil ich gemerkt habe, dass meine vergangenheit mich heute in vielen situationen hindert beim handeln oder so.

ich möchte dir auch sagen, dass dein chef, der dies sehen wird für dich sorgen wird/muss.

hab da mal nen beispiel: wenn ein arbeitnehmer alkoholkrank ist, darf der chef ihn nicht kündigen, erst nach 3 mahnungen und nach erfolgloser therapie.
dass heißt, der chef und der betriebsrat sind dafür verantwortlich, dass es dem arbeitnehmer gut geht und müssen dafür sorge tragen, dass er eine therapie macht.

ähnlich ist das bei dir.
wegen deiner psyche wirst du nicht gekündigt.
das ist nicht rechtens.
ich hab es nicht nachgelesen oder sonst was, aber ich hab es stark im gefühl, dass es so ist.

ich wünsche dir viel glück für heute und würde mich freuen, wenn du uns darüber berichtest, wie es gelaufen ist.

LG
 
Die Fragen meiner Vorrednerinnen finde ich auch teilweise sehr wichtig um dir helfen zu können.
Aber ich setze jetzt einfach mal voraus, dass du dich nicht mehr ritzt.
Wenn dem so ist würde ich dir raten mit deinem Chef ein offenes und ehrliches Gespräch zu suchen.
Ich bin auch "Chef" 🙂 und ganz ehrlich, Mitarbeiter die mit ihren Sorgen und Problemen zu mir kommen (und zwar so früh als möglich) wurden noch nie abgewiesen, geschweige denn gekündigt. Solche Menschen finde ich sympathisch und , naja menschlichh halt.
Sorgen und Nöte vertuschen, sie ewig lange mit sich rumschleppen bringt niemand was. Wie du selbst schon gemerkt hast, lässt deine Konzentration vor lauter Angst schon nach.
Mach einen schnellen Termin bei Cheffe und wenn du weinen musst, dann weine halt. ICH kann mir nicht vorstellen, dass da ein Chef in deinem Fall so hart durchgreift und dich kündigt, gerade wenn er um Hilfe gebeten wird.
Mach hin und ganz viel Glück für dich....

LG
Criollo
 
Bell 1 weil ich mit dem anderen Namen nicht mehr rein komme -.-

Hallo ihr.

Erstmal vielen Dank für eure Antworten. Der eine Tag ist vorbei gegangen und ich habe gearbeitet mit den Gedanken "Augen zu und durch". Bei einer Grundpflege habe ich die Strickjacke ausgezogen und mein Praxisanleiter wird es definitiv gesehen haben. Dann sollte ich noch einen Verband wechseln und da hatte ich definitiv das Gefühl, dass er es gesehen hat, weil er kurz abwesend war als ich ihn was fragte und er ihn meine Richtung blickt, aber gesagt hat er nichts. Und die anderen Tage habe ich auch ohne Jacke gearbeitet, weil es mit dem Wetter schon alleine nicht mehr auszuhalten war, so wie heute, doch wieder sagte er nichts. Das beruhigte mich irgendwie, ich habe angst, wenn er mich mit Fragen löchert. Naja, nun wird er es wissen und ich weiss aber nicht ob er zum Chef gehen wird. Mein Chef hat zur Zeit Urlaub und klar will ich mit ihm reden, wollte ich die ganze Zeit, schon am Bewerbungstag. Mein Chef ist ein so toller Mensch und so llieb und nett, aber meine Narben sind etwas wofür ich mich schäme und somit verlässt mich jedesmal der Mut. Und ich weiss auch nicht wie ich es sagen soll, weil sich sowas nicht leicht sagen bzw. erklären lässt. Also wegen dem Kündigen: Ich hatte mich mal in einem anderen Forum erkundigt und dort hat man mir gesagt, wenn das rauskommt flieg ich. Kann ich verstehen, denn welcher Pflegedienst will eine Pflegekraft die sowas vorweisen kann?! Nachher haben alle angst ich tuhe denen was an oder so. Ich habe immer die Bedenken, dass die Arbeitswelt dafür noch nicht bereit ist. Dass das niemand versteht. Was ist, wenn ich sage, dass ich das nicht mehr mache und das auch nicht mehr vorkommt. Wer soll mir das glauben? Vorallem ist es für mich beängstigend meinem Chef zu erzählen warum es vorgefallen ist. Wie sieht das denn aus, wenn ich da hin gehen und ihm das sage und er erfährt wie ich misshandelt wurde, was meine Mutter bzw. ihe Exfreund mit mir gemacht haben, dass ich meinen kleinen Bruder verloren habe, dass NIE jemand für mich da war, als papa,oma und opa starben, dass ich seitdem ich 7 bin auf mich allein gestellt bin und mit niemanden reden konnte, meine ganze Kindhiet/Jugend nicht. Es war niemals jemand für mich, jeder hat sich um sich selbst gekümmert bzw. um meinen kranken Bruder. Aber ich war allen immer egal bzw. bin es ja immer noch. Meiner Mutter sind die Narben egal, stattdessen kam sie mal an und sagte "Soll ich dir noch den Rücken aufschneiden? Da kommst du ja nicht dran!" Es ist für mich eine Qual nach hause zu kommen. Mein Leben hat sich in keinster weise gebessert, aber seitdem ich meine Ausbildung habe, schließe ich immer mit meiner "Familie" ab. Es verleiht mir ein ganz neues Lebensgefühl. Wahrscheinlich liegt es daran, weil es mich einfach ablenkt und mich nicht ständig grübeln lässt. Mir ist auch klar dass ich nichts verabeitet habe, wie auch?! Eine Therapie... Oh man ich komme mir so lächerlich vor, wie soll man denn bitte dann über mich denken? Ich bin doch eine gute Azubine und das will ich nicht aufs Spiel setzen. Und ich weiss nicht wie mein Chef reagiert, wenn er das jetzt erfährt, nach so langer Zeit, denn damals sagte er mir dass man immer mit offen Karten spielen muss und ehrlich sein soll und ich? Ich schweige. Vor kurzem meinet er noch zu einem Dozenten der kurz zu Besuch kam, dass ich mit ihm über alles reden kann, damit der Dozent weiss, wenn was ist dass ich dann zu ihm gehen kann. Ja toll. Ich würde gerne, aber ich weiss nicht wie und ehrlich dazu fehlt mir der Mut. Naja, ich bin immerhin soweit und arbeite so dass man meine Arme sehen kann, darrauf bin ich schon mal stolz. Hätte ich damals gelernt wie man mit Krisen umgeht so wäre das alles niemals passiert. Klar gehören die Narben zu mir, aber es wird wohl ewig so bleiben, dass ich mich dafür schäme. Was soll ich sagen, wenn mich Patienten danach fragen? Das war meine Katze?! haha ich hab nicht mal eine ... oh man davor habe ich auch angst. Ich merke auch immer wie angespannt ich bin, weil ich ja weiss dass mein Praxisanleiter dahin schaut. Und das mit dem weinen... Ich denke immer es ist ein zeichen von schwäche, wenn ich darüber rede und anfange zu weinen... Vielleicht denken alle anderen ich sei nicht geeignet für den Beruf oder ich werde wieder rückfällig... Das will ich ja auch nicht. Viele halten einen Menschen der das hat für krank... Das weiss ich, denn ich habe genug erfahrungen damit gemacht und ich will auch nicht als die kranke Azubine da stehen... oh man warum muss das alles auch so schwer sein... Inmoment bin ich froh dass er nichts sagt. Das beruhigt mich, vorerst. Sollte ich echt mal mit meinem Chef reden, wenn er aus dem Urlaub wieder da ist? Oder soll ich lieber einen Brief schreiben? Schriftlich fällt es mir sicher leichter darüber zu reden... Was denkt ihr?

Danke noch mal
Bell
 
AW: Bell 1 weil ich mit dem anderen Namen nicht mehr rein komme -.-

Hallo Bell,

ich muss sagen, ich habe deinen Eintrag mit sehr gemischten Gefühlen gelesen.
Einerseits freue ich mich riesig für dich, dass du den Mut aufgebracht hast, die Strickjacke abzulegen.:blume::blume:
Herzlichen Glückwunsch hierfür!!!

Andererseits, die Gründe, die zum Ritzen geführt haben, oh mann 😕🙁
Das tut mir sehr leid.

Ich finde, du solltest mit deinem Chef reden, so bald wie möglich.
Deine Überlegung, das mit einem Brief zu machen, finde ich sehr gut.
Bitte gleich morgen um ein Gespräch mit ihm am Montag, weil du Zeit brauchst, um das Ganze schriftlich festzuhalten.
Bei derart persönlichen, schwierigen Themen, macht sich die Schriftform sehr gut. Man hat Zeit, zum Formulieren, kann beim Schreiben seinen Tränen freien Lauf lassen, setzt sich beim Schreiben mit dem Thema sehr intensiv auseinander und kommt so vielleicht zu neuen Erkenntnissen und spart sich so manche Träne, während man sich offenbart.
Das alles ist keine Vermutung, sondern das weiß ich aus eigener Erfahrung.😱😱
Ich finde, du könntest dich auf diesem Wege mit deiner gesamten Vergangenheit auseinandersetzen.

Nachdem ich alles aufgeschrieben hatte, fühlte ich mich regelrecht befreit. Fix und fertig, alles andere als glücklich, aber irgendwie befreit, oder sagen wir, erleichtert.😱

Wenn ich dich richtig verstehe, dann möchtest du den Chefs deine ganze Geschichte erzählen?
Ich würde dir raten, gib ihnen nur eine entschärfte Version. Auch wenn sie nett und lieb sind, sie sind trotzdem deine Chefs!!
Und, dass du "erst jetzt damit kommst"? Es gibt nun mal Themen, über die kann man nicht so leicht sprechen- das werden auch deine Chefs wissen.

Du hast die Befürchtung, darüber zu reden, wäre ein Zeichen von Schwäche??
Neee, es ist ein Zeichen von Stärke!! Von großer Stärke. Von Befreiung.
Und du wirst die Erfahrung machen, dass es sehr wohl Menschen gibt, die sich für dich interessieren, denen du nicht egal bist.


Was du Patienten sagen kannst, wenn sie fragen, oder auf deine Narben starren? Wie wäre es mit:
"Ich hatte leider eine schwere Vergangenheit, aber mittlerweile gehe ich mit der Erinnerung anders um."?
Apropos, wenn du noch nie eine Therapie gemacht hast und dich nicht mehr ritzt, wie gehst du denn jetzt mit deinen inneren Narben um, hast du ein weniger zerstörerisches Ventil gefunden?

Verstehe ich das richtig, dass du noch bei deinen "Eltern" wohnst???
Sorry für die Anführungsstriche, aber die kann ich mir nicht verkneifen:mad::mad::mad:.
Du musst da raus!!!!!!!!
Du hast doch sicher Anspruch auf Kindergeld, Wohngeld, Lehrgeld.
Mach, dass du dort weg kommst. Es gibt definitiv Orte, an denen es dir besser gehen wird.

Nach dem Ende deiner Lehre finde ich solltest du unbedingt eine Therapie machen. Du musst einen Weg finden, mit deiner Vergangenheit auf gesunde Weise umzugehen, und das geht nur mit einer Therapie, mit fachkundiger Hilfe. Daran ist absolut nix Lächerliches. Unter Umständen werden das auch deine Chefs zu einer Bedingung für deine Weiterbeschäftigung machen. Das ist nicht nur sinnvoll für deinen Arbeitgeber, sondern auch wichtig für dich.
Eventuell solltest du die Therapie schon im Gespräch ankündigen, oder deine Chefs um ihre Meinung bitten.

Du hast noch einen weiten Weg vor dir.
Aber selbst eine kilometerweite Reise beginnt mit dem ersten Schritt- und der liegt bereits hinter dir.

Weiterhin viel Kraft und alles Gute

NewMan

PS Wie meinst du das, du kommst nicht rein?


 
Zuletzt bearbeitet:
Also erstmal hab ich jetzt ein neues PW (; irgendwie ging das nicht mehr keine Ahnung warum.

So nun möchte ich dir noch mal danken für deine Antwort. Dass du das gut findest mit dem Brief freut mich und ich werde mich so schnell wie möglich damit ausseinander setzen. Mein Chef hat noch Urlaub 3 Wochhen, aber ich werde diese zeit nutzen um iihm zu schreiben. Ich denke so viel Zeit werde ich brauchen. Klar kann ich ihm nicht alles sagen was mir passiert ist, doch einen Teil sollte er wissen um mich auch besser verstehen zu können.

Mein Freund riet mir auch dazu, nach der Ausbildung eine Therapie zumachen. Und ich habe für mich beschlossen das in Angriff zu nehmen, wenn ich ausgezogen bin. Mal sehen ob das was bringt. Naja, wenn ich das Gefühl bekomme ich müsset mich wieder ritzen, dann versuche ich mich so gut wie möglich abzulenken. Meistens rede ich mit meinem Freund und erzähle ihm warum es mir so schlecht geht oder er geht auch mit mir zum Sport, damit ich mich mal richtig auspower und so. Klar, ich habe immer diese Aggressionen in mir, jedene Tag. Schon ewig. Doch es ist wie es ist, man lernt damit umzugehen und jegliche Gefühle gegenüber der Familie zu unterdrücken. Ja, ich wohne noch zuhause, aber ich schaffe es nicht zu gehen. So oft wollte sie mich rausschmeißen, so oft wollte ich selber gehen, aber es geht nicht, ich weiss nicht warum. Vielleicht ist es die angst alleine zu sein, die angst dann einfach alles verloren zu haben. Das finde ich selber schlimm. Aber ich bin überwiegend bei meinem Freund, seine Eltern lieben mich wie ich bin und das zeigen sie mir auch jedesmal. Seine Mama nahm mich öfters in den Arm als meine eigene. Ich hoffe auch dass mein Leben besser wird sobald ich hierweg bin. Es ist so schwer, wenn man meine Situation nicht miterlebt. Mein Freund könnte meine Mum wohl jeden Tag erschlagen... Naja und ich? Bin so feige und bleibe hier. Dafür hasse ich mich selber und ich weiss auch dass es mir hier nicht gut geht. Doch mir fehlt der Mut zum letzten Schritt.

Danke dass du dir mein Problem *anhörst (liest) okai ich werde dieses WE erstmal wegfahren um mal wieder den Kopf frei zu bekommen und um darüber nach zu denken wie ich den Brief anfange, ich hoffe es geht positiv aus.... Naja das wird die Zeit ja zeigen. Ich wünsche dir auch erstmal ein schönes und erholsames WE 🙂

Danke noch mal 🙂
Bell
 

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