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Ich weiß nicht was ich tun soll....

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Ich studiere seit dem Sommersemester 2008 Hotelmanagement und bin mir nicht sicher, ob ich das Studium abbrechen soll oder nicht. Es ist eine komplizierte Situation für mich, in meinem Kopf herrscht Chaos und ich komme einfach nicht weiter. Es begann damit, dass ich eine Freundin aus Spanien kennenlernt und sie einmal in Barcelona und einmal in Paris besuchte. Dort machte sie ihr erstes Praktikum - beim Studium Hotelmanagement. Ich war beeindruckt, wollte auch so etwas machen, wollte reisen, und war auch schon immer gut in Sprachen (und wusste nur nicht, was genau ich damit anfangen sollte). Hotel schien mit eine gute Lösung - etwas konkretes, nicht wie trockene BWL, man sieht die Welt,... Das Programm an sich ist toll: ein Auslandsstudienjahr, 2 Praktika, komplett englischer Unterricht, viel Praktisches. Ich wollte es unbedingt und habe mich durchgesetzt bei meinen Eltern, obwohl sie und viele andere mir von der Hotellerie abgeraten haben und das Studium pro Jahr mehrere 1000 Euro kostet. Nun habe ich zumindest ein halbes Stipendium bekommen, da ich ein Abi von 1,3 habe. Ich hatte hier von Anfang an mit Heimweh zu kämpfen. Ich dachte, das renkt sich ein, aber ich fühle immer noch, das mir etwas fehlt. Ich komme gut über die Runden und es gibt auch gute Tage und ich habe auch nette Freunde gefunden (wohne aber allein). Trotzdem fühle ich mich oft sehr einsam. Das ich mal weg wollte von zu Hause, war mir klar. Das Problem ist, dass der Ort, wo ich studiere, 450 km von zu Hause entfernt ist UND dann kommen die Auslandssemester hinzu! Ich wäre also 4 jahre von zu hause weg. ich dachte immer schön redend: das wird schon! Aber es fällt mir sehr schwer, weil ich wohl doch eher bodenständig und ein Familienmensch bin. Noch dazu wohnt mein Freund zu Hause und wir sehen uns selten. Er ist auch nciht der Typ, der weit weg geht zum Studium, denke ich... Und ich bin schon jemand, der an einer langen Beziehung interessiert ist und der sich nicht einfach jemand anderen sucht.
Außerdem bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Hotellerie das Richtige für mich ist. Ich habe noch nie im Hotel gearbeitet, nur als Teilzeitkraft in Restaurants u.ä. Jetzt denke ich, dass dieses unstete Leben (wechsel von Orten später im Berufsleben), lange Arbeitszeiten, auch Wochenende und Feiertage, wie ich gehört habe keine gute Bezahlung für die viele Arbeit (nicht mal im Management) und als Frau hat man es auch nicht so leicht, dann noch Kinder zu bekommen... Man kann natürlich später auch etwas anderen mit dem Dipl-Betriebswirt anfangen, aber dann muss ich ja nicht extra DAS studieren. Und dann wüsste ich auch nicht, wo ich mal lande... BWLer gibt es aber auch genug, sodass das vielleicht auch keine richtige Alternative wäre. Sprachen sind ein großes Interesse von mir aber ich habe das Gefühl, dass man da nicht so gute Jobaussichten hat. In meiner Verzweiflung habe ich mich jetzt kurz vor Bewerbungsschluss für Internationales Management beworben und für Zahmedizin. Ich wollte zwar nie in einem Krankenhaus arbeiten (deswegen fiel Medizin weg) aber Zahnmedizin ist ja schon anders und mein Vater ist Zahntechniker. Allerdings war ich in Naturwissenschaften nie herausragend, meistens in Bio eine 2 und in Chemie und Physik mit etwas mehr Mühe auch eine 2. Nach der 10. Klasse habe ich allerdings 2 der Naturwissenschaften abgewählt. Der Beruf scheint mir aber auch interessant, ich hätte eine sicherere Zukunft und vielleicht kann man da auch mal ein Auslandssemester machen (das macht dann nicht so viel aus, denn Zahnm. könnte ich in der Nähe von meiner Heimat studieren).
Ich bin jeden Tag am Abwägen der Vor-und Nachteile und habe das Gefühl, dass genausoviel dafür und dagegen spricht, weiterzumachen oder aufzuhören. Ich glaube andere machen sich viel weniger Gedanken und lassen einfach alles auf sich zukommen (obwohl sie teilweise auch nciht so zufrieden sind hier).
Wenn, dann muss ich es allerdings jetzt abbrechen, sonst geht zu viel Zeit und Geld verloren. Ich habe Angst, wenn ich etwas neues anfange, dass ich dann auch wieder unzufrieden bin. Denn an sich ist das Studium ja hier nicht schlecht und es überfordert mich nicht. Ich habe nur nie darüber nachgedacht was NACH dem studium kommt. und es ist mir einfach zu weit.

was sagt ihr dazu? hat jemand einen rat?

vielen dank.
 
du willst doch nach Hause und das lese ich aus deinen Sätzen. Vielleicht bist du für einen Beruf der so unstet ist und dich immer an andere Orte bringt, nicht das was du wirklich willst.

Wärst du meine Tochter würde ich sagen überlege dir diesen Schritt genau und wenn es das wirklich nicht ist was du willst, dann komm nach Hause.


Und wenn du dich entschieden hast dann würde ich an deiner Stelle in einem Gespräch mit einem Berater herausfinden wo deine Stärken sind.Mein Sohn der hat 3 verschiedene Lehren gemacht um herauszufinden was er wirklich wollte. Einen Beruf muß immer gut ausgewählt werden, denn man verbringt dort sein halbes Leben und das bis zur Rente. Und dann sind da auch die Überlegungen kann ich später dies mit Familie, Kinder Mann tun oder diese Beschäftigung in Teilzeit. Überlege gut und handle klug.


Karma
 
Hallo,

das hört sich so an, als wenn Du mit Deinem Studium gar nicht so recht zufrieden seist. Kann Dir die Entscheidung leider nicht abnehmen, nur ein paar hoffentlich hilfreiche Anregungen:

1) Vllt. kann sich Deine derzeitige Situation bessern, wenn Du Dir eine WG suchst? Manche Menschen sind einfach nicht für alleine wohnen geschaffen, mir haben drei Monate in einer neuen Stadt damals gereicht!
2) Solltest Du Dich aber entscheiden, etwas anderes machen zu wollen, ist das kein Beinbruch, sondern eine ärgerliche, aber notwendige Umstellung. Und hey: Du bist erst im 2. Semester!
3) Ich bin mir nicht sicher, was Internationales Management beinhaltet, aber könnte das Deinem Heimweh nicht auch ein wenig in die Quere kommen? (also, falls das jetzt auf Auslandsaufenthalte etc. ausgerichtet ist)
4) Was die Sprachen anbelangt: Sicherlich sind die Aussichten da nicht so rosig wie etwa in der Wirtschaft, aber, da Du nur von einer allg. Sprachbegeisterung schreibt, wie wäre es mit einer etwas ausgefalleneren Sprache wie etwa Russisch oder Chinesisch? Niemand kennt die Zukunft, aber in dem Bereich werden wohl in Zukunft mehr Leute gesucht als Franz oder Spanisch. Sprachen lassen sich auch wunderbar kombinieren mit anderen Fächern, wie z.B. BWL.
5) Was Deine Beschreibung zu Zahnmedizin anbelangt, so scheinst Du nicht grade überzusprudeln vor Begeisterung. Und solide Berufe gibt es auch andere... Man kann bei genug Motivation jedes Studium schaffen, aber meines Wissens ist das Studium recht hart, a) wg. Naturwissenschaften und b) wg. langer Studiendauer. Sollte also keine Notlösung sein. Übrigens: Wenn Du die Uni nach einer Nähe zur Heimat aussuchst, solltest Du auch Orte im Umkreis einbeziehen, vllt. lässt Dein Freund ja mit sich reden, wenn der Ort nicht allzu weit entfernt ist.
Rede am Besten einmal mit der Studienberatung Deines Vertrauens.


Hoffe, ich habe Dich jetzt nicht ganz verwirrt und wünsche alles Gute für die Entscheidung!

Gruss, SW
 
Hallo...
ich kann NICHT bestätigen, dass man in der heutigen zeit bis zur rente in dem ein und demselben job arbeitet... man sollte sogar vor der berufs/studiumwahl genau abwägen: welche möglichkeiten sind noch gegeben? ich habe selber hotelfach gelernt und bin mittlerweile bei einer bank... im nachhinein kann ich nur sagen, dass mir meine hotellehre einige wege eröffnet hat... weil das einfach eine sehr umfangreiche ausbildung ist...
zum hotelmanagementstudium kann ich allerdings wenig sagen... ich lese hier eher raus, dass "angst" vorm weit weg sein da ist, als der drang, zu reisen und die hotelwelt kennen zu lernen. soll kein vorwurf sein, ich kann das durchaus nachvollziehen, vorallem wenn der freund und die familie im background sind...ich musste auch früh erkennnen, dass sich hotel & familie zusammen kaum vereinbaren lassen...
ich meine, zwei semester sind jetzt wirklich nicht so viel, daher ist noch nicht viel zeit verloren... ich denke, es ist allgemein besser, erst mal in den beruf zu kommen (durch eine lehre), danach kann man jederzeit an ein fachbezogenes studium anknüpfen... man weiß dann einfach, worauf man sich in etwa einlässt... die idee, jetzt auf "zahnmedizin" einfach umzusteigen, weil es der vater ja auch macht,
finde ich von daher eine "vom-regen-in-die-traufe-idee"...
wende dich, wie schon hier erwähnt, an den studienberater...
und wenn die zweifel sich verstärken, dann brich das studium ab! es bringt nichts - ausser verschwendete zeit!
p.s. eine bekannte hat ihr grundstudium BWL absolviert, dann ihre banklehre halbes jahr verkürzt durchgezogen und jetzt gehts mit dem hauptstudium weiter... mal als beispiel...
lg lilia
 
danke für eure antworten.

also am liebsten mache ich spanisch von den fremdsprachen her. englisch natürlich sowieso (mein aktuelles studium ist komplett englisch) und französisch kann ich auch. naja aber sprachen mit wirtschaft... ist vllt so ein bisschen schwammig... wo landet man da mal? und BWLer gibt es so viele. wegen internationalem management: dafür hab ich mich jetzt noch beworben, weil es ähnlic ist wie hotelm, nur nicht so aufs hotel bezogen.... nen auslandsaufenthalt würde ich schon mal machen, wie gesagt... nur will ich nicht so lang weg sein wie ich es hier wäre.
eine perfekte lösung kann ich jetzt wohl nicht finden. und ich hoffe dass etwas anderes nicht nur eine notlösung wird. denn wenn ich jetzt etwas neues anfange, sollte ich es dann auch durchziehen.
was sind denn deiner meinung nach noch "solide jobs"?

lg
 
Hallo,

meines Erachtens nach solltest Du in erster Linie schauen, was DU interessant findest, und dann kannst Du schauen, was es für "solide" Möglichkeiten gibt, wenn Dir dies wichtig ist. Im Notfall bleibst Du halz noch ein wenig eingeschrieben bis Du eine neue Idee hast. Wenn Du alleine nicht weiterkommst, sprich mit der Studien-/Berufsberatung und überlege Dir vorher eine Liste an Präferenzen und Möglichkeiten. Vllt. stösst Du dabei auf Berufs
felder, von denen Du bisher nichts weisst.

LG
 

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