Meeresklang
Mitglied
Mir ist alles zu viel und ich bekomme von niemanden Unterstützung. Anfang des Jahres habe ich meine Kündigung erhalten. Der Beruf hat mir nie Freude bereitet und ich habe nur auf Druck von außen (besonders von meinen Eltern) nicht abgebrochen. Da ich meine Ausbildung im Coronajahr 2020 abschloss nahm ich das Übernahmeangebot vorerst an. Die Situation im Elternhaus war ebenfalls angespannt und ich mietete eine Wohnung.
Ein Jahr später hatte ich zum ersten Mal Suizidgedanken und informierte mich über entsprechende Methoden. Einige Freunde waren so besorgt, dass sie die Polizei riefen. Ich wurde in eine Einrichtung gebracht und spielte alles herunter. Ein paar Stunden später konnte ich gehen.
Es folgten immer wieder Phasen in denen es mir schlecht ging. Ich wollte mir immer mal wieder Hilfe holen. Verwarf aber den Gedanken aus Scham. Außerdem habe ich generell nicht die besten Erfahrungen mit Menschen gemacht (jahrelanges Mobbing, früher Verlust von wichtigen Bezugspersonen), sodass mein Vertrauen in andere Menschen angeschlagen ist.
Letztes Jahr entschied ich mich den Arbeitgeber zu wechseln. Eine neue Ausbildung oder ein Studium war mir aus finanzieller Sicht nicht möglich. Daher hoffte ich, dass eine neue Stelle bei einem neuen Arbeitgeber besser werden würde.
Leider wurde es schlimmer. Es gab sehr nette Kolleg*innen, aber auch einige die es nicht gut meinten. Es wurde gepetzt und oft versucht mich auflaufen zu lassen. Ich versuchte trotzdem zur Arbeit zu gehen, aber es war mir einfach nicht immer möglich. An meinem Geburtstag, wenige Tage vor Ablauf der Probezeit erhielt ich meine Kündigung. Zunächst wurde mir eine andere Stelle in Aussicht gestellt, aber am Tag der Vertragsunterzeichnung erhielt ich trotzdem die Kündigung.
Ich war an dem Tag haarscharf davor mich umzubringen. Doch zum ersten Mal erkannte ich, dass es ohne fremde Hilfe nicht mehr weiter geht. Ich wies mich in eine Einrichtung ein und konnte schon am Folgetag meine Behsndlung beginnen. Allerdings verschwieg ich die Suizidgedanken, da ich nicht auf die Geschlossene verlegt werden wollte.
Bei mir wurde eine schwere Depression, übersteigerter Perfektionismus und eine Impulskontrollstörung diagnostiziert.
Ich begab mich wenig später in tagesklinische Behandlung und habe dort eine berufliche Perspektive entwickelt. Noch wenige Tage später bewarb ich mich für eine schulische Ausbildung und wurde noch angenommen. Der eigentliche Bewerbungsschluss war einige Wochen zuvor. Leider war zu dem Zeitpunkt die Finanzierung noch nicht geklärt, aber ich wollte so schnell wie möglich einen Neuanfang und noch diesen Sommer starten. Es heißt schließlich von vielen Personalern, dass sich Lücken im Lebenslauf nicht gut machen.
Jedenfalls wandte ich mich daraufhin an verschiedene Stellen, um die Finanzierung zu klären und erntete überall Absagen. Bürgergeld bzw. Arbeitslosengeld bekomme ich nicht, da ich mit dem Beginn einer Ausbildung dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe. BaföG kommt ebenfalls nicht in Frage, da ich bereits eine Ausbildung abgeschlossen habe. Meine einzige Möglichkeit ist ein Gutachten seitens der Agentur für Arbeit, dass ich in meinen alten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Ich habe dafür gesorgt, dass das entsprechende Gutachten schnellstmöglich auf den Weg gebracht wird und es hat nicht bis zum Ausbildungsstart funktioniert. Bei mir besteht zum Glück die Möglichkeit noch später zu beginnen.
Letzten Freitag erkundigte ich mich erneut nach dem Stand des Gutachtens und fiel vom Glauben ab. Das Gutachten liegt bereits seit fast drei Wochen vor und niemand hat mir Bescheid gesagt. Das Ergebnis gibt es nur mit Termin vor Ort, da es sich in einem versiegelten Umschlag befindet und nur vor Ort vorgelesen wird.
Mir läuft langsam die Zeit davon. Ich darf nur eine bestimmte Zahl an Fehltagen haben. Niemand interessiert sich einen Dreck für mich. Meine Eltern lehnen jegliche finanzielle Unterstützung ab. Der Staat versteht nicht, dass ich arbeiten möchte, aber in meinen alten Beruf nicht zurück kann. Meine Mitmenschen halten mich für eine Schmarotzerin, die nicht arbeiten möchte. Zwar sagt es mir niemand ins Gesicht, aber die ständigen Nachfragen, wie es mir ginge und ob ich wieder arbeiten wolle, zeigen es mir. Das ich teilweise nichtmal die Kraft habe mir etwas zu Trinken zu holen und nicht einschlafen kann, weil ich ständig weinen muss, oder an meine nutzlose Existenz denke, sieht niemand.
Ich habe versucht mir einen Psychologen zu suchen, aber niemand hat freie Kapazitäten. Es ist auch belastendend bei einem Erstgespräch auszupacken und dann eine Absage zu bekommen.
Irgendwie habe ich auch nichts wofür es sich zu leben lohnt. Keine eigene Familie, keinen Job und keine Perspektive. Merke, dass ich mit Mitte 20 schon alles verhauen habe. Noch dazu kann ich aufgrund meines Perfektionismus ohnehin nichts genießen und richtig machen.
Die wichtigste Frage isr für mich gerade, wann werde ich endlich erlöst?
Ein Jahr später hatte ich zum ersten Mal Suizidgedanken und informierte mich über entsprechende Methoden. Einige Freunde waren so besorgt, dass sie die Polizei riefen. Ich wurde in eine Einrichtung gebracht und spielte alles herunter. Ein paar Stunden später konnte ich gehen.
Es folgten immer wieder Phasen in denen es mir schlecht ging. Ich wollte mir immer mal wieder Hilfe holen. Verwarf aber den Gedanken aus Scham. Außerdem habe ich generell nicht die besten Erfahrungen mit Menschen gemacht (jahrelanges Mobbing, früher Verlust von wichtigen Bezugspersonen), sodass mein Vertrauen in andere Menschen angeschlagen ist.
Letztes Jahr entschied ich mich den Arbeitgeber zu wechseln. Eine neue Ausbildung oder ein Studium war mir aus finanzieller Sicht nicht möglich. Daher hoffte ich, dass eine neue Stelle bei einem neuen Arbeitgeber besser werden würde.
Leider wurde es schlimmer. Es gab sehr nette Kolleg*innen, aber auch einige die es nicht gut meinten. Es wurde gepetzt und oft versucht mich auflaufen zu lassen. Ich versuchte trotzdem zur Arbeit zu gehen, aber es war mir einfach nicht immer möglich. An meinem Geburtstag, wenige Tage vor Ablauf der Probezeit erhielt ich meine Kündigung. Zunächst wurde mir eine andere Stelle in Aussicht gestellt, aber am Tag der Vertragsunterzeichnung erhielt ich trotzdem die Kündigung.
Ich war an dem Tag haarscharf davor mich umzubringen. Doch zum ersten Mal erkannte ich, dass es ohne fremde Hilfe nicht mehr weiter geht. Ich wies mich in eine Einrichtung ein und konnte schon am Folgetag meine Behsndlung beginnen. Allerdings verschwieg ich die Suizidgedanken, da ich nicht auf die Geschlossene verlegt werden wollte.
Bei mir wurde eine schwere Depression, übersteigerter Perfektionismus und eine Impulskontrollstörung diagnostiziert.
Ich begab mich wenig später in tagesklinische Behandlung und habe dort eine berufliche Perspektive entwickelt. Noch wenige Tage später bewarb ich mich für eine schulische Ausbildung und wurde noch angenommen. Der eigentliche Bewerbungsschluss war einige Wochen zuvor. Leider war zu dem Zeitpunkt die Finanzierung noch nicht geklärt, aber ich wollte so schnell wie möglich einen Neuanfang und noch diesen Sommer starten. Es heißt schließlich von vielen Personalern, dass sich Lücken im Lebenslauf nicht gut machen.
Jedenfalls wandte ich mich daraufhin an verschiedene Stellen, um die Finanzierung zu klären und erntete überall Absagen. Bürgergeld bzw. Arbeitslosengeld bekomme ich nicht, da ich mit dem Beginn einer Ausbildung dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe. BaföG kommt ebenfalls nicht in Frage, da ich bereits eine Ausbildung abgeschlossen habe. Meine einzige Möglichkeit ist ein Gutachten seitens der Agentur für Arbeit, dass ich in meinen alten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Ich habe dafür gesorgt, dass das entsprechende Gutachten schnellstmöglich auf den Weg gebracht wird und es hat nicht bis zum Ausbildungsstart funktioniert. Bei mir besteht zum Glück die Möglichkeit noch später zu beginnen.
Letzten Freitag erkundigte ich mich erneut nach dem Stand des Gutachtens und fiel vom Glauben ab. Das Gutachten liegt bereits seit fast drei Wochen vor und niemand hat mir Bescheid gesagt. Das Ergebnis gibt es nur mit Termin vor Ort, da es sich in einem versiegelten Umschlag befindet und nur vor Ort vorgelesen wird.
Mir läuft langsam die Zeit davon. Ich darf nur eine bestimmte Zahl an Fehltagen haben. Niemand interessiert sich einen Dreck für mich. Meine Eltern lehnen jegliche finanzielle Unterstützung ab. Der Staat versteht nicht, dass ich arbeiten möchte, aber in meinen alten Beruf nicht zurück kann. Meine Mitmenschen halten mich für eine Schmarotzerin, die nicht arbeiten möchte. Zwar sagt es mir niemand ins Gesicht, aber die ständigen Nachfragen, wie es mir ginge und ob ich wieder arbeiten wolle, zeigen es mir. Das ich teilweise nichtmal die Kraft habe mir etwas zu Trinken zu holen und nicht einschlafen kann, weil ich ständig weinen muss, oder an meine nutzlose Existenz denke, sieht niemand.
Ich habe versucht mir einen Psychologen zu suchen, aber niemand hat freie Kapazitäten. Es ist auch belastendend bei einem Erstgespräch auszupacken und dann eine Absage zu bekommen.
Irgendwie habe ich auch nichts wofür es sich zu leben lohnt. Keine eigene Familie, keinen Job und keine Perspektive. Merke, dass ich mit Mitte 20 schon alles verhauen habe. Noch dazu kann ich aufgrund meines Perfektionismus ohnehin nichts genießen und richtig machen.
Die wichtigste Frage isr für mich gerade, wann werde ich endlich erlöst?