C
Christiane Mayer
Gast
Ich hab tierisch Angst davor, hier bei euch zu Reden, hab Angst verurteilt zu werden. Ich erzähle euch einfach mal meine Geschichte.
Vor 10 Jahren habe ich meine jetzige bessere Hälfte kennengelernt. Vor fast 8 Jahren haben wir geheiratet und unsere Kinder sind 5 und 7 Jahre alt. Eigentlich müßte man denken ich sollte glücklich sein, mit dem was ich habe. Aber ich bin´s einfach nicht! Hier sitzte ich und heule, daß ich die Buchstaben schon fast nicht mehr sehen kann.
Mein Sven ist einer der Männer, die alles für einem tuen. Er arbeitet viel, er bügelt, wäscht Geschirr u.v.m. Aber dennoch fehlt etwas.
Als unser 2. Junge zur Welt kam, war alles noch in Ordnung. Aber als er mit einem 1/4 Jahr an Krebs erkrankte, war nichts mehr wie vorher. Wir waren mehrere Monate voneinander getrennt, Sven mit dem einen Kind zu Hause und ich mit dem anderen in der Klinik. Viel Hoffen und Bangen mußten durchlebt werden, doch als wir wieder zu Hause waren, hatte sich alles verändert. Ich kann nachdenken und nachdenken, aber mir fehlen einfach die Gründe.
Das schlimme kommt aber jetzt erst. Vor drei Jahren traf ich einen alten Bekannten wieder, mit dem ich mich auf Anhieb gut verstand (war nie anders gewesen). Wir lachten den ganzen Abend, und am nächsten Morgen kribbelte es immer noch in meinem Bauch. Ich dachte na ja ein Flirt, das wird schon wieder vergehen. Aber es wollte sich eben nichts daran ändern. Wir trafen uns öfter im Internet und plauderten über Gott und die Welt. Und ich war glücklich. Als wir uns im vorigen Jahr wieder auf einem Fest trafen, war es einfach unumgänglich. Als wir in der Nacht nach Hause liefen mußte ich ihm einfach sagen, wie glücklich es mich macht ihn zu kennen. Ich sagte ihm wie gut er mir tut und er bestätigte das. Wir küßten uns, doch mehr durfte nicht sein. Wir sprachen beide aus, was wir wußten. Aus uns würde nie ein Paar werden. Und als ich ihm am nächsten Morgen nochmals per E-Mail meine Liebe erklärte kam die folgende Nachricht zurück: Ich bin mit meinem Leben so zufrieden wie es ist. Du hast Dich da in etwas rein gesteigert, daß niemals sein wird. Ich redete mit meinem Mann darüber, was passiert war. Er war natürlich ziemlich verstöhrt. Ich habe ihm gesagt, daß das schlimme nicht ist, das wir uns geküßt haben, sondern daß das schlimme ist, das mein Herz an dem anderen Mann hängt. Wir redeten die ganze Nacht und fanden beide, wir sollten das was wir haben nicht aufgeben. Wir wollten es wieder miteinander versuchen. Von dem anderen Mann hörte ich nun Wochen nichts mehr, und wir gaben uns alle Mühe. Doch mein Herz hatte sich in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte für meine Familie, die andere für Michael. Irgendwann fing die ganze Sache wieder von Vorne an. Ich traf in im Internet und wir redeten und es tat so gut. Doch diesmal fand mein Mann eine E-Mail an Michael und die Kacke war am dampfen (Sorry). Michael zog sich wieder zurück. Ich glaube auch zu verstehen warum. Mein Mann und er kennen sich schon von klein auf. Aber was soll ich tun. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich nehme mir immer vor, nicht mehr an ihn zu denken. Aber es vergeht keine Minute des Tages an dem ich es nicht tue. Wir können Kontakt haben oder nicht, es hört einfach nicht auf. Vor kurzem habe ich Michael ein Gedicht geschickt, daß das ganz gut trifft:
Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist Unglück, sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst.
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist lächerlich, sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig, sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Doch wie auch immer. In meinem Kopf tummeln sich tausend Fragen. Liebe ich meinen Mann noch? Liebe ich Michael wirklich? Liebt er mich? Was soll ich tun? und und und....
Ich habe Angst vorm alleine sein, ich hab Angst vor all den Konsequenzen, den Reaktionen, dem Ärger und Frust. Ich habe Angst zu verletzen und den falschen Weg zu gehen. Was ist richtig? Was ist Recht und was Unrecht?
Ich bin nicht nur für mich selbst verantwortlich, ich habe auch zwei Kinder um die es geht? Mein Papa, der von nichts weiß, fragt mich in regelmäßigen Abständen, warum ich so traurig schaue. Und ich frage ihn nur, was denn sein soll? Ich weiß nicht mehr weiter. Vielleicht hat irgend jemand auch schon so etwas erlebt oder mir kann jemand einen Rat geben, damit ich den Faden wieder finde. Ich liebe einen anderen Mann nun schon seit drei Jahren und bin so unglücklich, aber es hört nicht auf. Bitte helft mir!
Vor 10 Jahren habe ich meine jetzige bessere Hälfte kennengelernt. Vor fast 8 Jahren haben wir geheiratet und unsere Kinder sind 5 und 7 Jahre alt. Eigentlich müßte man denken ich sollte glücklich sein, mit dem was ich habe. Aber ich bin´s einfach nicht! Hier sitzte ich und heule, daß ich die Buchstaben schon fast nicht mehr sehen kann.
Mein Sven ist einer der Männer, die alles für einem tuen. Er arbeitet viel, er bügelt, wäscht Geschirr u.v.m. Aber dennoch fehlt etwas.
Als unser 2. Junge zur Welt kam, war alles noch in Ordnung. Aber als er mit einem 1/4 Jahr an Krebs erkrankte, war nichts mehr wie vorher. Wir waren mehrere Monate voneinander getrennt, Sven mit dem einen Kind zu Hause und ich mit dem anderen in der Klinik. Viel Hoffen und Bangen mußten durchlebt werden, doch als wir wieder zu Hause waren, hatte sich alles verändert. Ich kann nachdenken und nachdenken, aber mir fehlen einfach die Gründe.
Das schlimme kommt aber jetzt erst. Vor drei Jahren traf ich einen alten Bekannten wieder, mit dem ich mich auf Anhieb gut verstand (war nie anders gewesen). Wir lachten den ganzen Abend, und am nächsten Morgen kribbelte es immer noch in meinem Bauch. Ich dachte na ja ein Flirt, das wird schon wieder vergehen. Aber es wollte sich eben nichts daran ändern. Wir trafen uns öfter im Internet und plauderten über Gott und die Welt. Und ich war glücklich. Als wir uns im vorigen Jahr wieder auf einem Fest trafen, war es einfach unumgänglich. Als wir in der Nacht nach Hause liefen mußte ich ihm einfach sagen, wie glücklich es mich macht ihn zu kennen. Ich sagte ihm wie gut er mir tut und er bestätigte das. Wir küßten uns, doch mehr durfte nicht sein. Wir sprachen beide aus, was wir wußten. Aus uns würde nie ein Paar werden. Und als ich ihm am nächsten Morgen nochmals per E-Mail meine Liebe erklärte kam die folgende Nachricht zurück: Ich bin mit meinem Leben so zufrieden wie es ist. Du hast Dich da in etwas rein gesteigert, daß niemals sein wird. Ich redete mit meinem Mann darüber, was passiert war. Er war natürlich ziemlich verstöhrt. Ich habe ihm gesagt, daß das schlimme nicht ist, das wir uns geküßt haben, sondern daß das schlimme ist, das mein Herz an dem anderen Mann hängt. Wir redeten die ganze Nacht und fanden beide, wir sollten das was wir haben nicht aufgeben. Wir wollten es wieder miteinander versuchen. Von dem anderen Mann hörte ich nun Wochen nichts mehr, und wir gaben uns alle Mühe. Doch mein Herz hatte sich in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte für meine Familie, die andere für Michael. Irgendwann fing die ganze Sache wieder von Vorne an. Ich traf in im Internet und wir redeten und es tat so gut. Doch diesmal fand mein Mann eine E-Mail an Michael und die Kacke war am dampfen (Sorry). Michael zog sich wieder zurück. Ich glaube auch zu verstehen warum. Mein Mann und er kennen sich schon von klein auf. Aber was soll ich tun. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich nehme mir immer vor, nicht mehr an ihn zu denken. Aber es vergeht keine Minute des Tages an dem ich es nicht tue. Wir können Kontakt haben oder nicht, es hört einfach nicht auf. Vor kurzem habe ich Michael ein Gedicht geschickt, daß das ganz gut trifft:
Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist Unglück, sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst.
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Es ist lächerlich, sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig, sagt die Erfahrung.
Es ist was es ist, sagt die Liebe.
Doch wie auch immer. In meinem Kopf tummeln sich tausend Fragen. Liebe ich meinen Mann noch? Liebe ich Michael wirklich? Liebt er mich? Was soll ich tun? und und und....
Ich habe Angst vorm alleine sein, ich hab Angst vor all den Konsequenzen, den Reaktionen, dem Ärger und Frust. Ich habe Angst zu verletzen und den falschen Weg zu gehen. Was ist richtig? Was ist Recht und was Unrecht?
Ich bin nicht nur für mich selbst verantwortlich, ich habe auch zwei Kinder um die es geht? Mein Papa, der von nichts weiß, fragt mich in regelmäßigen Abständen, warum ich so traurig schaue. Und ich frage ihn nur, was denn sein soll? Ich weiß nicht mehr weiter. Vielleicht hat irgend jemand auch schon so etwas erlebt oder mir kann jemand einen Rat geben, damit ich den Faden wieder finde. Ich liebe einen anderen Mann nun schon seit drei Jahren und bin so unglücklich, aber es hört nicht auf. Bitte helft mir!