Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier im Forum. Ich habe es eher zufällig gefunden und ein bisschen durch ältere Beiträge gelesen. Manche davon sind schon so alt, dass ich da selbst noch ein Kind war. Irgendwie ist es verrückt, wie lange es diese Community schon gibt vielleicht sind hier noch Menschen unterwegs, die das vielleicht verstehen, was ich gerade durchmache. Zu mir: Ich heiße Miriam, bin 20 Jahre alt und studiere seit letztem Jahr.
Und ehrlich gesagt… ich weiß im Moment nicht mehr, wer ich eigentlich bin.
Früher war ich total ehrgeizig, diszipliniert, motiviert. Ich hatte super Noten, klare Ziele, war positiv eingestellt. Ich war oft die, die anderen geholfen oder zugehört hat, nie die, die selbst über Probleme gesprochen hat. Ich hab immer funktioniert, durchgezogen, alles irgendwie geschafft. Aber in letzter Zeit ist alles anders.
Ich bin müde. Nicht nur körperlich, sondern so komplett leer. Ich habe keine Energie mehr, nicht mal für Dinge, die ich früher gerne gemacht habe. Selbst Kleinigkeiten wie aufräumen, Uni oder mit Leuten schreiben fühlen sich anstrengend an. Ich ziehe mich zurück, sage Treffen ab, obwohl ich gleichzeitig auch nicht allein sein will. Das alles ist total widersprüchlich und macht mich fertig.
Ich habe das Gefühl, als ob mich alles einholt, was ich früher weggeschoben habe.
Meine Kindheit war nicht leicht. Mein Vater ist Alkoholiker, es gab oft Stress, Streit, Unsicherheit aber ich habe das nie jemandem erzählt. Ich hab so getan, als wäre alles okay.
Und jetzt, wo eigentlich alles ruhig sein sollte, kommt dieser ganze alte Mist hoch.
Ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Ich bin ständig traurig, fühle mich allein, und irgendwie so, als würde ich mein eigenes Leben nur beobachten. Als würde ich gar nicht richtig mitmachen.
Ich frage mich oft, ob das jemals besser wird. Ich halte mich irgendwie über Wasser, aber es fühlt sich an, als würde ich feststecken. Ich dachte immer, mit 20 hätte man das Leben zumindest ein bisschen im Griff aber ich hab einfach das Gefühl, dass ich gerade alles verliere, was mich mal ausgemacht hat. Und dabei habe ich nie gelernt, Hilfe zu holen oder offen über sowas zu reden.
Ich hab keine Ahnung, ob das hier der richtige Ort ist. Aber ich hoffe einfach, dass vielleicht jemand mitliest, der sowas kennt oder mir sagen kann, dass das nicht für immer so bleibt. Vielleicht jemand, der älter ist, oder jemand, der ähnliche Phasen durchgemacht hat.
Danke fürs Lesen,
Miriam
ich bin ganz neu hier im Forum. Ich habe es eher zufällig gefunden und ein bisschen durch ältere Beiträge gelesen. Manche davon sind schon so alt, dass ich da selbst noch ein Kind war. Irgendwie ist es verrückt, wie lange es diese Community schon gibt vielleicht sind hier noch Menschen unterwegs, die das vielleicht verstehen, was ich gerade durchmache. Zu mir: Ich heiße Miriam, bin 20 Jahre alt und studiere seit letztem Jahr.
Und ehrlich gesagt… ich weiß im Moment nicht mehr, wer ich eigentlich bin.
Früher war ich total ehrgeizig, diszipliniert, motiviert. Ich hatte super Noten, klare Ziele, war positiv eingestellt. Ich war oft die, die anderen geholfen oder zugehört hat, nie die, die selbst über Probleme gesprochen hat. Ich hab immer funktioniert, durchgezogen, alles irgendwie geschafft. Aber in letzter Zeit ist alles anders.
Ich bin müde. Nicht nur körperlich, sondern so komplett leer. Ich habe keine Energie mehr, nicht mal für Dinge, die ich früher gerne gemacht habe. Selbst Kleinigkeiten wie aufräumen, Uni oder mit Leuten schreiben fühlen sich anstrengend an. Ich ziehe mich zurück, sage Treffen ab, obwohl ich gleichzeitig auch nicht allein sein will. Das alles ist total widersprüchlich und macht mich fertig.
Ich habe das Gefühl, als ob mich alles einholt, was ich früher weggeschoben habe.
Meine Kindheit war nicht leicht. Mein Vater ist Alkoholiker, es gab oft Stress, Streit, Unsicherheit aber ich habe das nie jemandem erzählt. Ich hab so getan, als wäre alles okay.
Und jetzt, wo eigentlich alles ruhig sein sollte, kommt dieser ganze alte Mist hoch.
Ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Ich bin ständig traurig, fühle mich allein, und irgendwie so, als würde ich mein eigenes Leben nur beobachten. Als würde ich gar nicht richtig mitmachen.
Ich frage mich oft, ob das jemals besser wird. Ich halte mich irgendwie über Wasser, aber es fühlt sich an, als würde ich feststecken. Ich dachte immer, mit 20 hätte man das Leben zumindest ein bisschen im Griff aber ich hab einfach das Gefühl, dass ich gerade alles verliere, was mich mal ausgemacht hat. Und dabei habe ich nie gelernt, Hilfe zu holen oder offen über sowas zu reden.
Ich hab keine Ahnung, ob das hier der richtige Ort ist. Aber ich hoffe einfach, dass vielleicht jemand mitliest, der sowas kennt oder mir sagen kann, dass das nicht für immer so bleibt. Vielleicht jemand, der älter ist, oder jemand, der ähnliche Phasen durchgemacht hat.
Danke fürs Lesen,
Miriam