calaudschi
Neues Mitglied
Hallo meine Lieben!
Ich quäle mich nun schon länger mit verschiedensten Gedanken über die Beziehung zu meiner Schwester. Wir waren eigentlich immer - bis auf die Phase der Pubertät 🙂 - sehr eng miteinander und haben uns gut verstanden, was wohl auch an der gestörten Beziehung zu unserem alkoholkranken Vater lag (das verbindet ja schließlich).
Sie ist fünf Jahre älter als ich und hat mir schon in diversen Situationen weitergeholfen (wir sind zusammengezogen, als wir beide mit unseren vorherigen Freunden Schluss gemacht haben, sie hat mir Geld geliehen, damit ich nun die Kaution für meine neue Wohnung bezahlen konnte, sie hat mich nach meinem Beziehungsende oft "mitgeschleppt" damit ich nicht deprimiert daheim sitze, ...). Alles in allem doch unheimlich nett, zuvorkommend, hilfreich und so weiter von ihr. Deswegen fühle ich mich auch so schlecht, dass ich manchmal einfach negative Gedanken ihr gegenüber habe...
Es ist so, dass sie optisch schon einmal ganz anders aussieht als ich. Ich bin 1,68, habe rote kürzere Haare, Sommersprossen, dicke Beine und hatte schon immer eine stärkere Figur. Sie ist 1,81, lange schwarze Haare, dünklere Haut (keine Sommersprossen) und hat eine gute Figur (Sie hat mit 16 ziemlich viel abgenommen, da sie zuvor auch sehr dick war.).
Nun gut, abgenommen habe ich dann auch. Dann wieder zugenommen. Momentan stelle ich meine Ernährung um und habe auch schon 20 kg abgenommen.
Nun gut. Weiter geht's mit der eigentlichen Geschichte.
Ich war immer nur "Die Schwester von...". Jedes Mal, wenn ich jemanden kennen gelernt habe, die meine Schwester kannten, war ich nicht "Claudia", sondern "die Schwester von...". Treffen meine Schwester und ich gemeinsame Freunde, habe ich das Gefühl, dass ich immer 200% geben muss. Wir sind beide sehr humorvoll und, wie man in Wien sagen würde, "haben einen guten Schmäh", aber wenn sie dabei ist, muss ich immer top gelaunt, superwitzig und aufgedreht sein, damit ich neben ihr nicht untergehe...zumindest fühle ich mich so. Was meine Lust, etwas mit ihr zu unternehmen, sehr mindert, weil ich auch mal "gemütlich" etwas unternehmen möchte, ich möchte nicht immer die Unterhalterin des Tisches sein. Natürlich macht es mir Spaß, aber halt nicht jedes einzelne Mal.
Und dann, erzählt mir mein Freund vor einigen Wochen (ich habe ihn über meine Schwester kennen gelernt), dass ein Arbeitskollege zu ihm meinte, dass er "mich nur genommen hat, weil er bei meiner Schwester nicht landen konnte". Er hat dies natürlich verneint und gemeint, dass das sicher nicht so ist, aber das hat mir schon einen Stich gegeben und mich daran erinnert, wie sehr ich doch immer noch in ihrem Schatten stehe, obwohl ich die meisten Arbeitskollegen meiner Schwester gar nicht kenne, werde ich verurteilt, die "Schlechtere" zu sein.
Auf meine Nachfrage, wer das denn gesagt hätte, wollte mir mein Freund natürlich nicht antworten. Ich würde es aber unheimlich gerne wissen. Nicht, weil ich demjenigen, sollte ich ihn oder sie einmal treffen, beweisen will, dass ich auch witzig bin und dergleichen, nein, das überhaupt nicht. Ich will es aber schon wissen. Wie soll ich mich verhalten?
Was meint ihr dazu? Wie soll ich damit umgehen?
Die Geschichte ist nun schon sehr grob zusammengefasst, ich hoffe es ist trotzdem verständlich geschrieben 🙂
Liebe Grüße, eure Claudschi
Ich quäle mich nun schon länger mit verschiedensten Gedanken über die Beziehung zu meiner Schwester. Wir waren eigentlich immer - bis auf die Phase der Pubertät 🙂 - sehr eng miteinander und haben uns gut verstanden, was wohl auch an der gestörten Beziehung zu unserem alkoholkranken Vater lag (das verbindet ja schließlich).
Sie ist fünf Jahre älter als ich und hat mir schon in diversen Situationen weitergeholfen (wir sind zusammengezogen, als wir beide mit unseren vorherigen Freunden Schluss gemacht haben, sie hat mir Geld geliehen, damit ich nun die Kaution für meine neue Wohnung bezahlen konnte, sie hat mich nach meinem Beziehungsende oft "mitgeschleppt" damit ich nicht deprimiert daheim sitze, ...). Alles in allem doch unheimlich nett, zuvorkommend, hilfreich und so weiter von ihr. Deswegen fühle ich mich auch so schlecht, dass ich manchmal einfach negative Gedanken ihr gegenüber habe...
Es ist so, dass sie optisch schon einmal ganz anders aussieht als ich. Ich bin 1,68, habe rote kürzere Haare, Sommersprossen, dicke Beine und hatte schon immer eine stärkere Figur. Sie ist 1,81, lange schwarze Haare, dünklere Haut (keine Sommersprossen) und hat eine gute Figur (Sie hat mit 16 ziemlich viel abgenommen, da sie zuvor auch sehr dick war.).
Nun gut, abgenommen habe ich dann auch. Dann wieder zugenommen. Momentan stelle ich meine Ernährung um und habe auch schon 20 kg abgenommen.
Nun gut. Weiter geht's mit der eigentlichen Geschichte.
Ich war immer nur "Die Schwester von...". Jedes Mal, wenn ich jemanden kennen gelernt habe, die meine Schwester kannten, war ich nicht "Claudia", sondern "die Schwester von...". Treffen meine Schwester und ich gemeinsame Freunde, habe ich das Gefühl, dass ich immer 200% geben muss. Wir sind beide sehr humorvoll und, wie man in Wien sagen würde, "haben einen guten Schmäh", aber wenn sie dabei ist, muss ich immer top gelaunt, superwitzig und aufgedreht sein, damit ich neben ihr nicht untergehe...zumindest fühle ich mich so. Was meine Lust, etwas mit ihr zu unternehmen, sehr mindert, weil ich auch mal "gemütlich" etwas unternehmen möchte, ich möchte nicht immer die Unterhalterin des Tisches sein. Natürlich macht es mir Spaß, aber halt nicht jedes einzelne Mal.
Und dann, erzählt mir mein Freund vor einigen Wochen (ich habe ihn über meine Schwester kennen gelernt), dass ein Arbeitskollege zu ihm meinte, dass er "mich nur genommen hat, weil er bei meiner Schwester nicht landen konnte". Er hat dies natürlich verneint und gemeint, dass das sicher nicht so ist, aber das hat mir schon einen Stich gegeben und mich daran erinnert, wie sehr ich doch immer noch in ihrem Schatten stehe, obwohl ich die meisten Arbeitskollegen meiner Schwester gar nicht kenne, werde ich verurteilt, die "Schlechtere" zu sein.
Auf meine Nachfrage, wer das denn gesagt hätte, wollte mir mein Freund natürlich nicht antworten. Ich würde es aber unheimlich gerne wissen. Nicht, weil ich demjenigen, sollte ich ihn oder sie einmal treffen, beweisen will, dass ich auch witzig bin und dergleichen, nein, das überhaupt nicht. Ich will es aber schon wissen. Wie soll ich mich verhalten?
Was meint ihr dazu? Wie soll ich damit umgehen?
Die Geschichte ist nun schon sehr grob zusammengefasst, ich hoffe es ist trotzdem verständlich geschrieben 🙂
Liebe Grüße, eure Claudschi