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Ich habe lange gesessen, da ich nicht sicher war, ob und über was ich überhaupt schreiben soll und wie ich anfangen soll.
Ein wirklicher Einleitungssatz ist mir nicht eingefallen, mein Text dient innerlich sicherlich als Hilfegesuch und äußerlich als eine Art Tagebuch. Vielleicht hilft es jemanden, vielleicht nur mir oder niemanden.
Mittlerweile glaube ich, dass ich unter einer recht schweren Depression leide, ich möchte in ehrlichen Worten meine Gefühlslage beschreiben, mein Leben, meinen Alltag und mich.
Zur Sortierung hole ich manchmal vielleicht etwas weiter aus.
Wer bin ich? Ich bin ein junger Mann von 23 Jahren und lebe im hohen Norden Deutschlands. Ich habe ein geregeltes Leben. Ich gehe einer anspruchsvollen Arbeit nach mit entsprechender Verantwortung. Lebe in einer kleineren Stadt in einer echt schönen Wohnung mit Wasserblick und bin Besitzer eines süßen kleinen Hundes.
Menschen die mich kennen beschreiben mich als sehr intelligent, dies bekräftigen auch mehrere IQ- Tests. Auch beim EQ Test habe ich überdurchschnittlich abgeschnitten.
Trotzdem habe ich nur die mittlere Reife erreicht, ich war nie ein Streber, ehr das Gegenteil, ich war faul, habe mich die kompletten Jahre durchgemogelt und nur das nötigste erledigt. Im Endeffekt war dies auch egal. Ich habe trotzdem eine Ausbildung gefunden, in welcher man sonst ehr mit einem höheren Abschluss angenommen wird.
In meiner Schulzeit war ich ehr der Introvertierte, meine Eltern waren nicht reich, Klamotten gab es aus der Kleiderspende, dennoch wird meine Kindheit zumindest bis zur Pubertät ganz normal verlaufen sein. Ich hatte nie einen großen Freundeskreis, diejenigen die ich hatte waren dann aber richtige Freundschaften. In der Pubertät fingen die Probleme dann wohl an, ich habe mich nie als schön wahrgenommen und hatte mir gegenüber immer Selbstzweifel. Während die anderen auf Feste gegangen sind, Alkohol getrunken haben und ihre ersten Erfahrungen gemacht haben, bin ich lieber zuhause geblieben, freiwillig.
Ich bin zuhause geblieben und habe das Programmieren gelernt und mir Möglichkeiten gesucht über das Internet Geld zu verdienen, erfolgreich. Es war ein langsamer Prozess der Vereinsamung, ich bin nur selten auf Feste gegangen, und nur wenn ich eingeladen wurde.
Meine Interessen gingen mittlerweile auch in ganz anderer Richtungen. Ich habe sehr viel gelesen, meine Interessenbereiche lagen bei Themen wie Politik, Wirtschaft, Weltgeschehen, Religion, auch Verschwörungstheorien und Unerklärliches gehörten dazu. Ich nehme an, auch damals (noch vor 2010) schon psychische Probleme gehabt zu haben, da ich mich auch zu diesem Zeitpunkt schon in Foren wie Dignitas herum getrieben habe.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich 2014 meine Ausbildung abgeschlossen habe, zu diesem Zeitpunkt ging es mir schon nicht mehr wirklich gut. Im Kopf habe ich mir damals eine Mauer errichtet um die schlechten Gedanken zu verdrängen, dies funktionierte auch sehr gut. Ich wurde immer als freudige Person beschrieben. Die negativen Gedanken waren mal da, mal kaum spürbar. Ich bin mit 18 Jahren vermutlich das erste Mal richtig feiern gewesen, habe dort viele Menschen kennen gelernt. Ich habe sogar jemanden kennen gelernt mit dem ich jedes Wochenende losgehen konnte. Es tat gut, ich war nie wirklich der lockere Typ, dennoch bin ich recht schnell locker geworden, habe das erste Mal im Leben getanzt und das auch sehr gerne, an diesen Abenden konnte man die Gedanken einfach mal außer Acht lassen und sich amüsieren. Es wurde sehr viel getrunken, als die Gedanken schlimmer wurden, habe auch ich diese beim Feiern mit Alkohol und Drogen betäubt. Ich habe nur beim Feiern solche Dinge zu mir genommen, ansonsten sehr auf meine Ernährung geachtet.
Beim Feiern hatte ich irgendwann auch meinen ersten kleineren Zusammenbruch, nachdem meine beste Freundin mich Minutenlang gelöchert hatte, was denn heute mit mir los sei. Irgendwann konnte ich dann auch nicht mehr zurückhalten, ein großer Fehler, da diese sofort den Krankenwagen rufen wollte und absolut über reagierte, ich denke das weiß sie gar nicht mehr, da sie am nächsten Tag einen durch Alkohol verursachten Blackout hatte. Sie und andere gingen ebenfalls durch eine schwere Zeit und ich habe mich immer gekümmert, während ich innerlich immer trauriger wurde . Ich bin eine Weile weiter losgegangen, konnte mich aber nur noch mit einem starken Alkoholpegel amüsieren.
Und jetzt? Jetzt ist es ganz vorbei, ich spüre einfach nichts mehr, egal was ich mache, egal was mir widerfährt. Es entstehen keine positiven Empfindungen mehr. Feiern gehe ich seit einem Jahr nicht mehr, da es mich nur traurig macht, zu sehen wie sich alle freuen können. Ich lese auch nicht mehr, da keinerlei Interessen mehr vorhanden sind. Ein schleichender Prozess der immer weiter fortschritt. Ich sehe mir auch keine neuen Filme mehr an, da diese in meinem Empfinden nur gespielt sind und daher sowieso nichts in mir auslösen, auch koche ich nicht mehr, sondern mache mir meist Rühreier oder andere einfache Gerichte zur Sättigung. Meine ganze Energie geht in die Aufrechterhaltung meiner Arbeit und dem Zurückhalten der Tränen bei dieser, sobald ich Zuhause bin, lege ich mich meist ins Bett und schlafe dann bis spät Abends. Vor Verabredungen drücke ich mich soweit möglich, es kostet mich enorme Anstrengung meine Traurigkeit zu verstecken. Ich spüre kein Lust empfinden, einfach nichts.
Es bleiben zwei Gefühle bestehen, Trauer über meinen Zustand und Angst das dieser für ewig bestehen bleibt. Ich kann mich erinnern wie ich versucht habe davonzulaufen, ich bin in eine Stadt gezogen, um meinen Gedanken zu entkommen, ich habe mir eine schöne Wohnung eingerichtet, ein schönes Auto gekauft und viel unternommen, nichts davon konnte mich längerfristig befriedigen. Während andere sich freuen können, ist es mir alles völlig gleichgültig mir bleiben nur Erinnerungen, wie sich solche Dinge anfühlen. Würde eine andere Arbeit etwas ändern, ein Umgebungswechsel oder eine Partnerschaft, die ich vermutlich eh nicht aufrecht halten könnte?
Ich muss mir dauernd aus alle Richtungen anhören, dass es dieser oder jener Person schlecht geht, meine Mutter leidet ebenfalls an Depressionen und ich bin am zerbrechen, kann mit niemandem reden und werde vermutlich irgendwann komplett zusammen brechen, jetzt schon kann ich kaum klare Gedanken fassen.
Nicht falsch verstehen, ich bin nicht suizidgefährdet, wie auch, meine Mutter würde mir vermutlich direkt folgen.
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Ich habe lange gesessen, da ich nicht sicher war, ob und über was ich überhaupt schreiben soll und wie ich anfangen soll.
Ein wirklicher Einleitungssatz ist mir nicht eingefallen, mein Text dient innerlich sicherlich als Hilfegesuch und äußerlich als eine Art Tagebuch. Vielleicht hilft es jemanden, vielleicht nur mir oder niemanden.
Mittlerweile glaube ich, dass ich unter einer recht schweren Depression leide, ich möchte in ehrlichen Worten meine Gefühlslage beschreiben, mein Leben, meinen Alltag und mich.
Zur Sortierung hole ich manchmal vielleicht etwas weiter aus.
Wer bin ich? Ich bin ein junger Mann von 23 Jahren und lebe im hohen Norden Deutschlands. Ich habe ein geregeltes Leben. Ich gehe einer anspruchsvollen Arbeit nach mit entsprechender Verantwortung. Lebe in einer kleineren Stadt in einer echt schönen Wohnung mit Wasserblick und bin Besitzer eines süßen kleinen Hundes.
Menschen die mich kennen beschreiben mich als sehr intelligent, dies bekräftigen auch mehrere IQ- Tests. Auch beim EQ Test habe ich überdurchschnittlich abgeschnitten.
Trotzdem habe ich nur die mittlere Reife erreicht, ich war nie ein Streber, ehr das Gegenteil, ich war faul, habe mich die kompletten Jahre durchgemogelt und nur das nötigste erledigt. Im Endeffekt war dies auch egal. Ich habe trotzdem eine Ausbildung gefunden, in welcher man sonst ehr mit einem höheren Abschluss angenommen wird.
In meiner Schulzeit war ich ehr der Introvertierte, meine Eltern waren nicht reich, Klamotten gab es aus der Kleiderspende, dennoch wird meine Kindheit zumindest bis zur Pubertät ganz normal verlaufen sein. Ich hatte nie einen großen Freundeskreis, diejenigen die ich hatte waren dann aber richtige Freundschaften. In der Pubertät fingen die Probleme dann wohl an, ich habe mich nie als schön wahrgenommen und hatte mir gegenüber immer Selbstzweifel. Während die anderen auf Feste gegangen sind, Alkohol getrunken haben und ihre ersten Erfahrungen gemacht haben, bin ich lieber zuhause geblieben, freiwillig.
Ich bin zuhause geblieben und habe das Programmieren gelernt und mir Möglichkeiten gesucht über das Internet Geld zu verdienen, erfolgreich. Es war ein langsamer Prozess der Vereinsamung, ich bin nur selten auf Feste gegangen, und nur wenn ich eingeladen wurde.
Meine Interessen gingen mittlerweile auch in ganz anderer Richtungen. Ich habe sehr viel gelesen, meine Interessenbereiche lagen bei Themen wie Politik, Wirtschaft, Weltgeschehen, Religion, auch Verschwörungstheorien und Unerklärliches gehörten dazu. Ich nehme an, auch damals (noch vor 2010) schon psychische Probleme gehabt zu haben, da ich mich auch zu diesem Zeitpunkt schon in Foren wie Dignitas herum getrieben habe.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich 2014 meine Ausbildung abgeschlossen habe, zu diesem Zeitpunkt ging es mir schon nicht mehr wirklich gut. Im Kopf habe ich mir damals eine Mauer errichtet um die schlechten Gedanken zu verdrängen, dies funktionierte auch sehr gut. Ich wurde immer als freudige Person beschrieben. Die negativen Gedanken waren mal da, mal kaum spürbar. Ich bin mit 18 Jahren vermutlich das erste Mal richtig feiern gewesen, habe dort viele Menschen kennen gelernt. Ich habe sogar jemanden kennen gelernt mit dem ich jedes Wochenende losgehen konnte. Es tat gut, ich war nie wirklich der lockere Typ, dennoch bin ich recht schnell locker geworden, habe das erste Mal im Leben getanzt und das auch sehr gerne, an diesen Abenden konnte man die Gedanken einfach mal außer Acht lassen und sich amüsieren. Es wurde sehr viel getrunken, als die Gedanken schlimmer wurden, habe auch ich diese beim Feiern mit Alkohol und Drogen betäubt. Ich habe nur beim Feiern solche Dinge zu mir genommen, ansonsten sehr auf meine Ernährung geachtet.
Beim Feiern hatte ich irgendwann auch meinen ersten kleineren Zusammenbruch, nachdem meine beste Freundin mich Minutenlang gelöchert hatte, was denn heute mit mir los sei. Irgendwann konnte ich dann auch nicht mehr zurückhalten, ein großer Fehler, da diese sofort den Krankenwagen rufen wollte und absolut über reagierte, ich denke das weiß sie gar nicht mehr, da sie am nächsten Tag einen durch Alkohol verursachten Blackout hatte. Sie und andere gingen ebenfalls durch eine schwere Zeit und ich habe mich immer gekümmert, während ich innerlich immer trauriger wurde . Ich bin eine Weile weiter losgegangen, konnte mich aber nur noch mit einem starken Alkoholpegel amüsieren.
Und jetzt? Jetzt ist es ganz vorbei, ich spüre einfach nichts mehr, egal was ich mache, egal was mir widerfährt. Es entstehen keine positiven Empfindungen mehr. Feiern gehe ich seit einem Jahr nicht mehr, da es mich nur traurig macht, zu sehen wie sich alle freuen können. Ich lese auch nicht mehr, da keinerlei Interessen mehr vorhanden sind. Ein schleichender Prozess der immer weiter fortschritt. Ich sehe mir auch keine neuen Filme mehr an, da diese in meinem Empfinden nur gespielt sind und daher sowieso nichts in mir auslösen, auch koche ich nicht mehr, sondern mache mir meist Rühreier oder andere einfache Gerichte zur Sättigung. Meine ganze Energie geht in die Aufrechterhaltung meiner Arbeit und dem Zurückhalten der Tränen bei dieser, sobald ich Zuhause bin, lege ich mich meist ins Bett und schlafe dann bis spät Abends. Vor Verabredungen drücke ich mich soweit möglich, es kostet mich enorme Anstrengung meine Traurigkeit zu verstecken. Ich spüre kein Lust empfinden, einfach nichts.
Es bleiben zwei Gefühle bestehen, Trauer über meinen Zustand und Angst das dieser für ewig bestehen bleibt. Ich kann mich erinnern wie ich versucht habe davonzulaufen, ich bin in eine Stadt gezogen, um meinen Gedanken zu entkommen, ich habe mir eine schöne Wohnung eingerichtet, ein schönes Auto gekauft und viel unternommen, nichts davon konnte mich längerfristig befriedigen. Während andere sich freuen können, ist es mir alles völlig gleichgültig mir bleiben nur Erinnerungen, wie sich solche Dinge anfühlen. Würde eine andere Arbeit etwas ändern, ein Umgebungswechsel oder eine Partnerschaft, die ich vermutlich eh nicht aufrecht halten könnte?
Ich muss mir dauernd aus alle Richtungen anhören, dass es dieser oder jener Person schlecht geht, meine Mutter leidet ebenfalls an Depressionen und ich bin am zerbrechen, kann mit niemandem reden und werde vermutlich irgendwann komplett zusammen brechen, jetzt schon kann ich kaum klare Gedanken fassen.
Nicht falsch verstehen, ich bin nicht suizidgefährdet, wie auch, meine Mutter würde mir vermutlich direkt folgen.
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