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Ich möchte mich nur kurz vorstellen...

Hallo ich bin`s wieder!
Zuerst einmal: frohe Weihnachten an euch beiden, ich hoffe ihr hattet ein schönes Fest verbracht.
Ich möchte mich bei euch beiden sehr bedanken für die ehrlichen Worte.Ich hätte nie gedacht dass ich ausgerechnet im Internet auf Menschen stoße, die so viel Intresse und Mitgefühl für mich haben.In meinem Umfeld scheint sich jedenfalls ernsthaft für meine Lage zu interessieren!
Liebe Micky(es ist mir jetzt zwar sehr peinlich, aber ich dachte wirklich du wärst ein Mann) ich habe nämlich die letzte Zeit genutzt, um über deine Worte nachzudenken:
>Glaube nicht, dass du den Menschen etwas neues berichten würdest, wenn du jetzt die Wahrheit sagst. Da sind sicherlich welche dabei, die froh sind, dass du selbst zur Erkenntnis gekommen bist, dass das nicht so weitergeht.<
Ich habe mir bestimmte Situationrn durch den Kopf gehen lassen und habe dann festgestellt, dass es gewisse Leute einfach mitbekommen haben müssen, weil es teilweise einfach schon oft zu offensichtig war! ich mache natürlich niemanden einen Vorwurf daraus, denn ich bin selbst ein Mensch, der sich ungern in fremde Angelegenheiten einmischt, doch es sollte für alles Grenzen geben!
Seit den letzten Anfall von meinen Freund (an unserem Zweijährigen) hat sich in mir irgendwie alles verändert,Ich empfinde bloß noch Verachtung und irgendwie auch Mitleid für ihn, weil er sich nicht anders zu helfen weiß, als mir dauern Angst zu machen und mich zu schlagen. Die Schläge sing jedoch nicht das Schlimmste, viel schlimmer ist der ständige psychische Terror den er auf mich ausübt. Dauernd droht er mir sich, mir, seinen Eltern oder sogar meinen Eltern etwas anzutun, dazu kommt noch seine krankhafte Eifersucht. Er bildet sich ein, ich wäre die einzige Frau die er je geliebt hat und die er je lieben könnte. Wahrscheinlich meint er aber dass ich die einzige bin die er kennt, die diese Hölle so lange mitmachen würde.
Ich weiß nicht ob ich es schaffen werde, aber ich möchte bis Silvester etwas an meiner Lage verändern. Ich werde versuchen einen Schlussstrich zu ziehen, denn auf Veränderung werde ich wohl vergebens warten. Selbst wenn er sich attsächlich ändern könnte, glaub ich nicht dass ich vergessen kann was war.
Ich müsst euch dennoch keine Sorgen um mich machen.
Ich wünsch euch was
 
Hi Desideria,

schön von dir zu lesen. Sitze hier und grinse, da du nicht die Einzige bist, die meint ich wäre ein Mann. Und beileibe, wenn wir telefonieren würden, wäre der Eindruck sogar noch bestärkt, da ich eine sehr tiefe Stimme habe.*gg*

Einen Vorwurf kann man wirklich niemandem machen. Nur auf reine Vermutungen hin ist es schwer, etwas zu unternehmen. Ganz wichtig ist es, selbst zu diesen Übergriffen zu stehen, sie nicht zu beschönigen etc.. Dann erst wird es Leute geben, die zur Seite stehen und dir helfen werden. Da sind bestimmt welche bei, denen regelrecht Steine von der Seele fallen, dass du selbst zur Erkenntnis gelangt bist, dass es so nicht weiter gehen kann.

Verachtung empfinden ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Dann hast du begonnen dich von ihm zu lösen. Egal ob körperliche oder psychische Gewalt, alles ist demütigend, kränkend, verletzend, also einfach der blanke Wahnsinn. Schon alleine diese Drohungen, wie dir, den Eltern oder so etwas anzutun, ist die reinste Erpressung. Ich hoffe, du lässt dich davon nicht beeindrucken. Denn Mitleid ist in diesem Fall eher unangebracht. Darauf spekuliert er, auf Mitleid und Angst. Sprich mit deinen Eltern darüber, so sind sie gewappnet für alles, was er sich einfallen lässt. Erzähle deinen Freunden davon und allen, die euch kennen. So bist du auf jeden Fall nicht alleine und wirst die Kraft finden, endgültig einen Schlussstrich zu ziehen.

Ich drück dich mal ganz lieb und wünsche dir noch einen schönen zweiten Weihnachtstag. Ich hoffe, du wirst in im Kreise deiner Familie oder Freunde begehen.
 
Hallo Ihr beiden,

möchte zunächst auf Mickys Worte eingehen, sie haben mich sehr berührt.
Micky II meinte:
Ganz wichtig ist es, selbst zu diesen Übergriffen zu stehen, sie nicht zu beschönigen etc. Dann erst wird es Leute geben, die zur Seite stehen und dir helfen werden. Da sind bestimmt welche bei, denen regelrecht Steine von der Seele fallen, dass du selbst zur Erkenntnis gelangt bist, dass es so nicht weiter gehen kann.
Eindeutig ja! Deine guten Freunde kriegen sehr wohl mit, was da abläuft, aber sie wollen Dir nicht wehtun und müssen das Ganze hilflos mitanschauen. So haben es mir meine Freundinnen jedenfalls gesagt. Am wichtigsten ist, dass Du akzeptierst, dass nicht DU Dich schämen musst sondern er. Habe ich glaub ich bereits geschrieben, aber Du kommst nur voran, wenn Du Dich der Sache offen stellst und Dich nicht versteckst. Dabei hilft Dir auch, wie Micky so richtig schreibt, die Verachtung und Wut ihm gegenüber, der Dir das angetan hat. Also auf in den Kampf für die Gerechtigkeit: Spreche mit denen darüber, die Dir nahe sind und natürlich auch Deinen Eltern. Das wird Dich nicht nur erleichtern, sondern Dir auch den weiteren Weg ebnen.

Ich selbst habe einen ähnlichen Schritt ja erst vor 4 Monaten getan und die Zeit danach ist alles andere als einfach, Du brauchst unbedingt Beistand, verstehst Du?

Was mir persönlich noch sehr geholfen hat, war bzw. ist meine Psychologin. Wenn Dir so etwas passiert, dann sind alle Deine Werte durcheinander geworfen und Du hast keinerlei Vorstellungen mehr davon, was richtig und was falsch ist. Die Psychologin zeigt mir nach und nach wieder den richtigen Weg (nicht ihren, sondern den, den ich mir wünsche) und auch wieder meinen eigenen Wert, der bei einer solchen Demütigung einfach auf der Strecke geblieben ist.

desideria meinte:
Ich hätte nie gedacht dass ich ausgerechnet im Internet auf Menschen stoße, die so viel Intresse und Mitgefühl für mich haben.In meinem Umfeld scheint sich jedenfalls ernsthaft für meine Lage zu interessieren!
Nochmal: Ich glaube das einfach nicht! (s. o.)

desideria meinte:
...empfinde bloß noch Verachtung und irgendwie auch Mitleid für ihn, weil er sich nicht anders zu helfen weiß, als mir dauern Angst zu machen und mich zu schlagen. Die Schläge sing jedoch nicht das Schlimmste, viel schlimmer ist der ständige psychische Terror den er auf mich ausübt. Dauernd droht er mir sich, mir, seinen Eltern oder sogar meinen Eltern etwas anzutun, dazu kommt noch seine krankhafte Eifersucht. Er bildet sich ein, ich wäre die einzige Frau die er je geliebt hat und die er je lieben könnte.
Super! Das ist der richtige Anfang. Wenn die Wut dann noch stärker als das Mitleid ist, dann hast Du es geschafft. Wofür bitte verdient der denn Mitleid? Und warum überhaupt bist Du diejenige, die sich so wehtun lässt und dann auch noch glaubt, für ihn dasein zu müssen? Ich schreibe das so direkt, weil es mir ganz genauso ging. Nicht Du bist für ihn verantwortlich und wirst es nie sein, DAS IST NUR ER! Wenn er Mist baut oder es ihm schlecht geht, dann muss er das in den Griff kriegen. Das ist nicht Deine Aufgabe, ok? Versuche, Dich davon zu lösen. Er tut Dir so weh, er hat alles andere als Mitleid verdient!

Diese krankhafte Eifersucht begleitet von den Worten, dass Du die einzige bist, HA! Wie gut kenne ich das. Zuerst wirst Du geschlagen und so gedemütigt und dann kriegst Du wieder Honig um den Mund geschmiert, dass Du auch ja weißt, warum Du bei ihm bleibst. Glaube ihm das nicht mehr! Er nutzt Dich doch nur als Mittel zum Zweck, weil er ohne Dich gar nicht existieren kann. Bist Du vielleicht auch eine starke Frau und er appelliert ständig daran, dass er so hilflos ist und er Dich braucht? Nach und nach wirst Du von ihm ausgesaugt, er wird immer stärker und Du immer schwächer.

Er benutzt und manipuliert Dich zu seinem Vorteil und redet Dir dabei permanent ein, dass das nur in Deinem Interesse wäre. Ist das auch so? Wenn ja, dann stehe endlich zu Dir, lass Dich nicht mehr einlullen und gehe den Weg, den Du eingeschlagen hast, weiter.

Wir drücken Dir ganz feste die Daumen.

Ganz liebe Grüße
Vienne
 
Hallo Desideria,

wie Vienne meine Worte berühren, so tun es auch die offenen Worte von Vienne. Denn z.Z. stecke ich in einer ähnlichen Situation. Nicht, dass ich einen gewalttätigen Partner hätte, nein, ich lebe alleine, aber meine langjährige Freundin ist in der gleichen Situation.

Sie lässt sich schlagen, betrügen, demütigen und aussaugen. Alle Kontakte wurden von ihrem Partner schon systematisch kaputtgemacht. Selbst ihre Familie kommt nicht mehr an sie ran. Einzig zu mir kommt sie. Aber immer wieder lügt sie sich selbst und mir was vor. An manchen Tagen ist sie so verzweifelt, dass sie Dinge, die ich ihr sage, an sich rankommen lässt, dann aber ist es wieder so, dass er sie soweit bringt, dass sie anfängt zu lügen. Scheinbar ist sie noch nicht so weit. Leider kann ich nur sagen. Denn es ist auch für mich nicht einfach, diese ganze Misere mit angucken zu müssen. Auch er heuchelt ihr vor, doch so hilflos zu sein, dass sie die einzige Frau ist, die er liebt usw.. Doch dann tritt er sie und ihre Gefühle immer und immer wieder mit Füßen. Einfach schwer, da ruhig zu bleiben, würde gerne hingehen und ihm die Wahrheit ins Gesicht schleudern. Aber nein, davor hat sie die größte Angst, da er einfach unberechenbar ist. Keiner weiß, was er anschließend mit ihr machen würde.

Aber gerade aus diesem Grund bin ich über jeden froh, der sich aus dieser Lage befreien möchte. Immer in der Hoffnung, dass es meiner Freundin auch einmal gelingt. Ich habe es vor vielen Jahren auch geschafft und es ging und geht mir viel, viel besser. Also halte durch, gehe deinen Weg ohne ihn. So ein Kerl ist es einfach nicht wert, auch nur einen Funken Mitleid an ihn zu verschwenden.
 
Hey Micky,

bitte verzeihe, ich kann derzeit irgendwie nicht so im Forum verweilen, hab selbst gerad das Gefühl, als bekäm ich nix auf die Reihe... aber das geht vorbei (vorübergehendes emotionales Tief oder so).

Was Du da schreibst, tut mir so leid! Ich weiß doch wie es ist. Du kannst machen was Du willst, wenn der Auslöser nicht von ihr selbst kommt, wird sich daran nie etwas ändern. Du selbst schaust hilflos zu und bemühst Dich noch so sehr... dann ein Lichtblick, sie scheint zu kapieren... nur um dann später wieder in ihr Unglück zu rennen.

Das ist so schwer, dieser Tunnel in dem man in einer solchen Situation gefangen ist. Du siehst doch gar nichts mehr, wenn Du einer solchen Last (passt dieses Wort?) ausgesetzt bist.

Nein, ich denke, es ist leider so: Sie muss es verstehen und das braucht Zeit. Manche sind da vielleicht schneller, dafür schaffen es andere ihr Leben lang nicht.

Hast Du ihr vielleicht einmal dieses Forum genannt? Wenn sie hierherkommt und von so vielen ähnlichen Schicksalen liest, dann wird ihr vielleicht einiges klar? Ich wünsche es ihr wirklich.

Ganz viel Kraft für Euch beide und Dir ein wunderbares 2006,

liebe Grüße
Vienne
 

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