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ich mag es absolut nicht geduzt zu werden

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Gast

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hallo.
ich arbeite in einer leiharbeitsfirma und da ist dann das du an der Tagesordnung. nun wechsel ich meinen Arbeitsplatz und möchte am nächsten gesiezt werden.
ich mag es einfach nicht geduzt zu werden. ich möchte es auch als Leiharbeiter nicht.
ich mag es aber auch nicht meine kollegen oder von der Firma das personal zu duzen.
ich bin einfach ein mensch, der einfach seine arbeit machen möchte und dann wieder gehen möchte. je weniger kontakt ich habe, desto besser.
ich hatte mir schon mal überlegt, auf meine Latzhose "Herr Mustermann" zu sticken. im gunde genommen sollte ab da jedem klar sein, dass ich mit herr und somit auch mit sie angesprochen werden möchte und es auch mache.
wie seht ihr das?
 
Mit jemand, der gesiezt werden möchte hätte ich keine Lust zusammenzuarbeiten. Im Grunde ist das Sie für mich total veraltet und sollte ganz abgeschafft werden. Distanz kann man auch anders ausdrücken.
 
Du darfst Sie zu mir sagen 🙂 Bei uns im Verein ist das "du" üblich, vom Besucher bis zur Geschäftsführung und dem Vorstand. Und das finde ich gut. Da ist irgendwie die künstliche Distanz weg, die ich nicht möchte.
 
Ich persönlich mag das "Du" auch ganz gerne, zumindest im eigenen Team. Bei viel "höheren" Vorgesetzten fühlt es sich für mich immer noch sehr merkwürdig an, die zu duzen wie einen Freund.

Der TE hat aber ein Problem damit, das ist hier das Thema. Wenn jemand - eben z.B. ein neuer Kollege - mir das sagen würde, könnte ich mich daran auch halten, keine Frage, er müsste es nur eben einmal deutlich äußern 🙂
Besonders, falls der Kollege schon älter ist, würde es mich auch nicht übermäßig erstaunen, denke ich.

Auch Einzelgänger-Typen können gut in ein Team passen, so paradox das klingt, zumindest ist das meine Erfahrung. Wichtig ist, klare Worte zu finden und niemandem das Gefühl zu geben, dass man sich gar nicht persönlich einbringen möchte. Darauf reagieren Menschen im Allgemeinen gerne mit Ausgrenzung und das wiederum könnte über kurz oder lang zum Jobverlust führen...

Der Ton macht die Musik!
Wenn der stimmt, sollte das aber ohne weiteres zu arrangieren sein 🙂
 
ich war letztens in einem schwedischen möbelhaus da wurde ich auch geduzt 😛 ach über so etwas regt man sich doch nicht auf... wir duzen sogar den chef, ich glaube wenn wir den siezen würden würden alle lachen und der chef mit. 🙂
 
Ich bin mit sehr vielen Menschen per DU und finde es auch im allgemeinen angenehm.Im Kollegenkreis ist es so üblich und es arbeitet sich auch unkomplizierter miteinander.
Allerdings gibt es einige darunter, da habe ich es schon oft bereut.Inzwischen bin ich deshalb etwas zurückhaltender geworden wenn es
ums duzen geht
.
 
Mal abgesehen von unseren persönlichen Preferenzen, möchte der TE dennoch im Berufsalltag gern gesiezt werden. Das ist sein gutes Recht.

Lieber TE: Ich schlage vor, dass du dich als "Herr Mustermann" vorstellst und konsequent alle neuen Kollegen mit "Sie" und Nachnamen ansprichst. Dann wird es den anderen sicherlich klar, dass du dich gern professionell distanzierst. Das mit der Hosenstickerei fände ich sehr albern, und ich würde dich nicht für voll nehmen.
 
Ich lege ebenfalls Wert darauf, im geschäftlichen Umgang zunächst grundsätzlich gesiezt zu werden. Und auch von Fremden in meinem Privatleben. Der Wechsel vom Sie zum Du ist für mich immer noch eine bewußte Entscheidung.

Das Duzen beschränke ich auf die Menschen, mit denen ich mich persönlich verbunden fühle. Freunde, gute Bekannte, Familie, Kollegen mit denen ich auf enger kollegialer Basis verbunden bin, das kann natürlich auch ein Chef sein, Nachbarn etc.

Aber auch mit einigen Kollegen mit denen ich einen sehr vertrauten Umgang habe und mit denen ich auch sehr offene vertrauliche Gespräche führe, sieze ich mich weiterhin. Ich empfinde das nicht als hinderlich und distanzschaffend.

Mir ist dieses ständige Duzen überall unangenehm. Speziell in der Werbung oder in diesem schwedischen Möbelhaus stößt mir das immer wieder auf und hebt meine Kauflaune nicht. Die kennen mich als Person doch gar nicht. Das Du steht in Verbindung mit meinem Vornamen und mein Vornamen steht für mich in Verbindung mit mir als Privatperson.

Ich kann auch diese neumodische Sitte, auf geschäftlichen Briefen seinen Vor- und Zunamen zu nennen, nicht leiden. Bei uns ist das eigentlich durch corporate design so vorgegeben. Aber glücklicherweise wird meine altmodische Befindlichkeit toleriert, so daß ich weiterhin auf die Nennung meines Vornamens auf geschäftlichem Papier verzichten kann. (Nicht natürlich auf den Zusatz "Frau". Das gehört meiner Ansicht nach zur Klarstellung genannt, damit der Adressat auf seiner Antwort weiß, ob er "sehr geehrte Frau" oder "sehr geehrter Herr" schreibt oder wenn er sich nach mir erkundigen möchte, weiß ob er nach Frau oder Herrn ... fragt.)

Ich würde Dir empfehlen, einfach klar zu kommunizieren, daß Du auf der Arbeit gerne beim "Sie" bleiben möchtest. Ich habe damit bisher außer evtl. mal einen erstaunten Blick keine negativen Erfahrungen gemacht.
Die deutsche Sprache gibt diese Möglichkeit her. Also warum solltest Du sie nicht nutzen dürfen?
Ob Dich jemand für eigenbrötlerisch, distanziert oder altmodisch hält, wird nach gewisser Zeit und Kennenlernen nicht vom Siezen, sondern von Deinem sonstigen Verhalten abhängig sein.
 
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