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Ich liebe meinen Job

H

herzsprung

Gast
Hallo ihr Lieben,
nach "Ich hasse meinen Job" möchte ich euch mal erzählen wie es mir so geht.
Ich habe einen beruflichen Werdegang hingelegt der voller Fehlentscheidungen getragen war.
Am Anfang stand die Lehre, die mein Vater mir aufgedrückt hat. Ich mußte in die Chemie, "Mädchen, da liegt die Zukunft", ich war so unglücklich. Nach erfolgreichem Abschluß meiner Lehre und vor allem als ich 18 war, habe ich einfach meinen Beruf gewechselt und meinen vermeintlichen Traumberuf erlernt, Erziehrin. In diesem Job ging ich auf, bis ich eigene Kinder hatte. Durch einen Umzug mußte ich mich umorientieren. Ich bin vorübergehend in den Verkauf gegangen. Das war nun überhaupt nicht mein Ding aber ich habe ihn trotzdem durchgezogen, immer mit dem Anspruch das Beste herauszuholen. Irgendwann kam mein Mann auf die Idee sich selbstständig zu machen. Also zog ich wieder mit und übernahm die Büroarbeit, suchte Baustellen und rechnete selber die Gehaltsabrechnungen. Neun Jahre später konnte ich das nicht mehr. Jeden Tag, 24 Stunden war die Firma das Thema. Die Firmen zahlten immer schlechter, wenn überhaupt. Mich hat das angekotzt der Kohle hinterherzulaufen. Also gab ich auf und blieb für 1 Jahr zu Hause um mich neu zu orientieren. Da ich kein Typ bin der ganz aufhören kann etwas zu tun, habe ich mich dann ehrenamtlich in einem Flüchtlingsheim gearbeitet. Ferien- und Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder, das war toll. Ich hatte das Gefühl echt wa gutes zu tun. Es dauerte nicht lange und ich wurde gefragt ob ich nicht Vollzeit in diesem Beruf arbeiten wolle. Ich hab zugestimmt, ein berufsbegleitendes Studium begonnen und auch abgeschlossen. Irgendwann wurde die Stelle nicht mehr finanziert und ich war wieder weg vom Fenster. Was nun? Jetzt arbeite ich seit 3 Jahren in einem Bildungsträger und ich muß sagen, ich habe die Erfüllung meiner Träume. Ich berate, ich unterrichte, ich mache Statistik und Verwaltungsarbeit, ich habe Kontakt zu Firmen.Es ist so abwechslungsreich und aufregend. Jeden Tag was Unerwartetes.Natürlich spielt auch das Team eine große Rolle. Wir sind ein tolles, witziges Team.Der Beruf ist wie eine Ehe. Es muß einfach alles passen. Immerhin verbringt man 8-10 Stunden am Tag mit den Kollegen.Ich hab grad 2 Wochen Urlaub und so richtig passt mir das garnicht. Gestern riefen die Kollegen an und haben mich heute zum grillen eingeladen. Sie zeigen mir, das sie mich auch vermissen.Manchmal muß man einfach auf die Leute zugehen und nachfragen. Keiner sitzt gern den ganzen Tag stumm vor einem PC.Natürlich kommt von meinen Vorgestzen aus den oberen Etagen auch nicht viel Anerkennung. Das hab ich mit einer Anforderung auf ein Zwschenzeugnis mal kurz überprüft und prompt kam ein Anruf ob ich vorhabe die Firma zu verlassen. Vielleicht ist das eine gute Möglichkeit mal zu prüfen wo man steht.😉
 
Na, da hast Du ja wirklich Glück... Ich habe jahrelang versucht, auch einen Job zu finden von dem ich sagen könnte, ich liebe ihn. Aber es ist mir bis heute nicht geglückt.

Und so flüchte ich mich halt weiterhin von einem Urlaub in den nächsten...
 
Na, da hast Du ja wirklich Glück... Ich habe jahrelang versucht, auch einen Job zu finden von dem ich sagen könnte, ich liebe ihn. Aber es ist mir bis heute nicht geglückt.

Und so flüchte ich mich halt weiterhin von einem Urlaub in den nächsten...

Hallo Knuddel40,
hast Du denn einen Traum?Vielleicht kannst Du ihn nur schrittweise erfüllen und versuchen wenigstens die Richtung einzuschlagen in die Du willst. Wenn man ein Ziel hat dann erleichtert einen das auch die Arbeit die notwendig ist um das Ziel zu erreichen. Ich hatte mal einen Teilnehmer in einer Maßnahme der angefangen hat zu studieren und das in eine Fachrichtung die ihm überhaupt nicht lag. Er hat einfach alles hingeschmissen und ist auf den Bau als Helfer gegangen. Auch das lag ihm nicht und er hat auch wieder alles geschmissen. Am Ende war er im ALG II gelandet und bei mir in der Maßnahme. Wir haben dann beide einfach mal angefangen zu spinnen. Sein Traum war es Filme zu drehen. Dokumentationen über die Umwelt usw. Ich hab ihm gefragt warum er es nicht einfach mal probiert. Wir haben ihm dann einige Wettbewerbe für Amateurfilmer rausgesucht an denen er sich beteiligt hat, zunächst nur als Hobby. Er hat den ein oder anderen gewonnen, ein Konzept entwickelt, es einem Umweltverein angeboten und nun dreht er beruflich mit Jugendlichen solche Dokumentarfilme. Er tut etwas für die Umwelt, lehrt Kindern und Jugendlichen etwas vernünftiges und dreht Filme. Manchmal muß man einfach nur mal geschupst werden.
 
Sein Traum war es Filme zu drehen. Dokumentationen über die Umwelt usw. Ich hab ihm gefragt warum er es nicht einfach mal probiert.


Hallo Herzsprung!

Ja, Träume habe ich einige. Und, so seltsam es klingen mag, das Drehen von Dokumentationsfilmen gehört auch dazu. Diese Art von Aufgabenstellung würde nämlich sehr gut zu meinen Interessen und zu meiner Persönlichkeitsstruktur passen.

Sollte ich typische Eigenschaften meiner Persönlichkeit nennen, dann wären vermutlich folgende Punkte mit dabei:
- ein etwas unstetes, nomadenhaftes Wesen
- immer neugierig bzw. wissbegierig
- ich liebe es, mich mit vielen unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen
- Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit

Erfahrungsgemäß interessieren mich übrigens folgende Themen besonders stark:
- Film/Fotografie
- Sprachen
- Theater, klassische Musik und Oper
- Geografie + Reisen
- Zeitgeschichte
- Menschen und ihr Alltag
- Verkehrsmittel (Flugzeuge, Eisenbahnen,...)
- Medizin
- Psychologie

Mit den meisten "normalen" Berufen komme ich leider nicht gut zurecht, da sie zu "monothematisch" sind: man soll sich Jahr und Tag mit ein und demselben Sachverhalt beschäftigen, aber das kann ich nicht. Früher oder später quält mich starke Langeweile. Darüber hinaus habe ich Schwierigkeiten mit reinen Büroberufen, denn das tägliche Herumsitzen im Büro löst Gefühle von Gefangenschaft und Platzangst aus. Sehr schwierig, unter diesen Umständen einen passenden Beruf zu finden...
 
Hallo Herzsprung!

Ja, Träume habe ich einige. Und, so seltsam es klingen mag, das Drehen von Dokumentationsfilmen gehört auch dazu. Diese Art von Aufgabenstellung würde nämlich sehr gut zu meinen Interessen und zu meiner Persönlichkeitsstruktur passen.

Sollte ich typische Eigenschaften meiner Persönlichkeit nennen, dann wären vermutlich folgende Punkte mit dabei:
- ein etwas unstetes, nomadenhaftes Wesen
- immer neugierig bzw. wissbegierig
- ich liebe es, mich mit vielen unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen
- Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit

Erfahrungsgemäß interessieren mich übrigens folgende Themen besonders stark:
- Film/Fotografie
- Sprachen
- Theater, klassische Musik und Oper
- Geografie + Reisen
- Zeitgeschichte
- Menschen und ihr Alltag
- Verkehrsmittel (Flugzeuge, Eisenbahnen,...)
- Medizin
- Psychologie

Mit den meisten "normalen" Berufen komme ich leider nicht gut zurecht, da sie zu "monothematisch" sind: man soll sich Jahr und Tag mit ein und demselben Sachverhalt beschäftigen, aber das kann ich nicht. Früher oder später quält mich starke Langeweile. Darüber hinaus habe ich Schwierigkeiten mit reinen Büroberufen, denn das tägliche Herumsitzen im Büro löst Gefühle von Gefangenschaft und Platzangst aus. Sehr schwierig, unter diesen Umständen einen passenden Beruf zu finden...

Du kennst Dich sehr gut. Im Grunde weißt Du ganz sicher auch schon was Du tun willst aber irgendwas bremst Dich. Du könntest ein Risiko eingehen und einfach mal was anderes ausprobieren. Wie wäre es zum Beispiel in der Entwicklungshilfe, einfach mal 1 Jahr weg, andere Menschen, andere Kulturen, Sprachen, Bilder...etc.?Muß ja nicht gleich 1 Jahr sein. Oder wie mein Teilnehmer, beteilige Dich an Wettbewerben. Wenn Du Deinen Job warum auch immer im Moment nicht aufgeben kannst dann mach Dir Deinen Traum erstmal zum Hobby. Du brauchst einen Ausgleich.
 
Die Idee mit der Entwicklungshilfe ist gut. Ich dachte nur bisher immer, man müsse Arzt oder Krankenpfleger oder etwas ähnlich nützliches sein um als Entwicklungshelfer arbeiten zu können.

Ansonsten: um bei Wettbewerben teilnehmen zu können muss man ja erstmal etwas produziert haben was man präsentieren kann. Was das Thema Dokumentationsfilm betrifft: ich habe noch nie einen derartigen Film gemacht. Ich würde dies am liebsten zunächst mit jemandem gemeinsam machen, der schon Erfahrungen gesammelt hat. Aber ich finde solche Leute nie. Kein Mensch in meiner Umgebung hat auch nur annähernd ähnliche Ambitionen. Die meisten sind zufrieden mit ihrem Bürojob und haben kein Interesse an solchen Aufgaben oder Themen.
 
Die Idee mit der Entwicklungshilfe ist gut. Ich dachte nur bisher immer, man müsse Arzt oder Krankenpfleger oder etwas ähnlich nützliches sein um als Entwicklungshelfer arbeiten zu können.

Ansonsten: um bei Wettbewerben teilnehmen zu können muss man ja erstmal etwas produziert haben was man präsentieren kann. Was das Thema Dokumentationsfilm betrifft: ich habe noch nie einen derartigen Film gemacht. Ich würde dies am liebsten zunächst mit jemandem gemeinsam machen, der schon Erfahrungen gesammelt hat. Aber ich finde solche Leute nie. Kein Mensch in meiner Umgebung hat auch nur annähernd ähnliche Ambitionen. Die meisten sind zufrieden mit ihrem Bürojob und haben kein Interesse an solchen Aufgaben oder Themen.

Auch in der Entwicklungshilfe werden Menschen benötigt die nicht unbedingt eine medizinische Ausbildung haben. Informiere Dich im Internet. z.B. auf den Seiten von Vereinen die sich mit diesen Themen beschäftigen, der Carritas z.B.

Mit dem Filmen kenne ich mich nicht so gut aus. Vielleicht gibt es einen Verein, eine Gruppe in Deiner Nähe und Du weißt es nur nicht. Bei uns gibt es einen lokalen TV- Sender. Der macht alles über den PC und sucht immer neue Beiträge über unser Dorf. Da sitzen Profis. Die haben jetzt einen Verein gegründet um diese ganz alten Filmrollen wieder aufzuarbeiten. Sie sammeln einfach alles aus der alten Zeit. Ich würde als erstes mal das Internet abgrasen, bei der Gemeinde oder Stadt nach solchen Vereinen fragen und wenn nichts von dem geht dann gründe doch selber so einen Verein. Setz z.B.eine Annonce in die Zeitung. Vielleicht klappt das ja.
 

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