hallo unbekannte Schreiberin,
zu erst einmal möchte ich dir mein Beileid zum Verlust deines geliebten Onkels aussprechen. Ich kann sehr gut verstehn, dass das für dich eine ganz furchtbare und schwere Situation ist, zumal ich meinen Lieblingsonkel im September letzten Jahres bei einem schweren Arbeitsunfall ebenfalls ganz plötzlich und unverhofft verloren habe. Auch mir macht das schwer zu schaffen.
Aus deinen Zeilen klingt aber nicht nur Trauer heraus, sondern tiefe Verzweiflung und das ist in diesem Maße, in dem du dich selbst verletzt, nicht mehr gesund. Trauer und Verlust gehören zu unserem Leben, wie Glück und Liebe - das Eine kann ohne das Andere nicht existieren - es hätte keine Bedeutung.
Du musst dir unbeding helfen lassen und ich meine nicht von deinem besten Freund. Du solltest dir proffesionelle Hilfe holen, ein Psychologe, eine Gruppe zur Trauerbewältigung oder eine Selbsthilfegruppe wegen des "Ritzens".
Außerdem redest du von Selbstmordgedanken... das ist wirklich nicht mehr zum spaßen!
Du bist 14 jahre alt, dein ganzes Leben liegt vor dir mit so vielen Dingen für die es sich zu leben lohnt... glaibst du denn dein Onkel würde wollen, dass du dein ganzes Leben kaputt machst wegen ihm? Das ist vielleicht immer leicht dahergesagt, aber es stimmt - meine Onkel wollen nur das beste für mich und so ging es deinem sicherlich auch... und auch dein Oma - ich weis nicht was sie hat oder warum sie auf der Intensivstation im Krankenhaus liegt, aber du kannst ihr nicht helfen wenn du zusätzliche Sorgen und Kummer in deinen Familie bringst. Ich wünsche ihr Gute Besserung und dass es ihr schnell besser geht und sie nach Huase darf, aber um es einmal ganz nüchtern zu betrachten - deine Oma wird sterben und zwar vor dir. Du wirst da durch müssen, nicht jetzt, aber später. Das ist der Lauf der Dinge, der Lauf des Lebens ... man kommt auf die Welt und hat vielleicht das Glück erwachsen zu werden, selbst Kinder und Enkelkinder zu haben und dann wird man setber und das Feld den jüngeren überlassen, damt sie genau das erreichen können, was man selbst schon hatte. So ist es und so soll es sein. So traurig und das auch macht, so sehr gehörtes doch zum Leben, dass uns geliebte Menschen verlassen und neue gelibete Menschen dazu kommen.
Ich habe im letzten Jahr vier Familienmitglieder und zwei gute Freunde verlohren - sehr alte und sehr junge Menschen, (wegen Krankheiten, dem Alter oder Unfällen) und in diesem Jahr werden drei neue Babys geboren. Das ist der Lauf der Dinge... ich werde die Verlohrernen nie vergessen, sie werden immer schmerzlich vermisst sein -die Gespräche mit ihnen, die Hobbies die man teilte, die gemeinsammen Abende und die glücklichen Stunden- mein Herz wird schwer und mein Kehle schnürt sich zu, doch würde keiner von ihnen wollen, dass ich mein Leben für sie gebe oder es den restlichen Familienmitgliedern (die den selben Verlust erleiden wie ich) noch schwerer mach.
Du musst dir Hilfe suchen, wegen Dir, deiner Familei, deinem Freunden udn vorallem weil du dein Onkel in dir nd deinen Gedanken weiterleben kann und so sein Gedenken in Ehren gehalten werden kann - das geht aber nur wenn du auch lebst udn es dir gut geht!
Liebe Grüße
miolo