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Ich kann so nicht mehr weiterleben..

Mary2030

Neues Mitglied
Hallo ihr Lieben, (könnte länger werden)

Vorweg erstmal: Ich bin 21 Jahre alt, Mutter einer Tochter und Stiefmutter einer weiteren. Ich leide schon seitdem ich 11 Jahre alt bin an rezidivierenden Depressionen sowie Borderline. Ich habe dieses Jahr schon einen 8 wöchigen Klinikaufenthalt hinter mir und nehme seit 4 Jahren Medikamente.
Ich komme mit meinem momentanen Leben einfach nicht klar und habe wirklich sehr häufig selbstmordgedanken und das Bedürfnis mich zu verletzen. Diesem Druck gebe ich momentan allerdings wieder das Ventil des hungerns.
Ich wollte nie so früh Mutter werden und erstrecht keine 2 Kinder.. das andere Kind wurde aus der früheren Beziehung meines Partners mitgebracht. Und da ich ein absoluter Gegner des Abtreibens bin kam meine Tochter noch dazu.
Nicht dass das falsch verstanden wird ich liebe sie mehr als alles auf der Welt und bin sowohl der Einschätzungen anderer als auch meiner eigenen eine sehr gute und reife Mutter/Stiefmutter und Person.
Dabei ist meine Tochter auch der einzige Grund für mich irgendwie durchzuhalten und mich durch meinen Alltag zu quälen.
Nach außen hin gebe ich den Anschein einer heilen Welt. Zuhause klappt alles wunderbar, sowohl der Haushalt als auch die Betreuung und Förderung der Kinder.
Doch am liebsten würde ich einfach ganz weit weg rennen und nochmal von vorne anfangen. Ich laufe seit langer Zeit nurnoch auf Autopilot, funktioniere und erwische mich häufig dabei, dass wenn ich mal ein paar Minuten für mich habe, ich einfach nur die Wand anstarre und nichts mehr empfinde.
Mein Partner hat nun seinen Traumberuf gefunden und ist mehr weg als alles andere, da er jeden Tag Überstunden macht und sogar früher zur Arbeit geht als er muss. Auch zuhause gibt es keine Ruhe und er kümmert sich noch um 10 tausend andere Dinge für die Arbeit. Anfangs habe ich mich darüber noch tierisch aufgeregt, da somit der gesamte Haushalt als auch 99% der Betreuung der Kinder an mir hängen bleibt. Doch inzwischen ist es mir egal wann er geht und wann er wieder kommt.. die Gefühle verschwinden immer mehr. Ich habe schon lange kein eigenes Leben mehr. Keine Freunde.. keine Hobbys.. keinen Schlaf.. nichts außer schmutziges Geschirr und schreiende Kinder, Tag ein, Tag aus..
ich fühle mich schrecklich einsam und unausgefüllt. Jeden Tag kommt er nach Hause erfüllt von Glück und Freude über seine Arbeit, seine gebrachten Leistungen, die inzwischen hohe Stellung welche er bekommen hat, und die Bewunderung all seiner Kollegen, Kunden und seines Chefs.
Ich unterstütze ihn bei jedem Mist damit er seine Träume verwirklichen kann. Jedoch bleibe ich dabei auf der Strecke. Doch wann soll ich so auch die Zeit für MICH finden? Und selbst wenn ich nicht mit ihm zusammen wäre wäre ich ja dennoch 24h am Tag an mein Kind gebunden und hätte somit auch keine Freizeit, noch Möglichkeiten meinen Traumberuf zu finden. Ich habe weder Familie noch Freunde die mich mit meinem Kind unterstützen könnten. Also warum nicht so weitermachen?

Ich sehe einfach keinen Ausweg.. es geht mir von Tag zu Tag schlechter und jegliche Lebensfreude ist verschwunden.
Wie würdet ihr in meiner Situation handeln?
Entschuldigung nochmal für den langen Text ich musste mir einfach mal nen bisschen was von der Seele reden..
 
hallo Mary,

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für mich ist es ganz klar: Ich würde an Deiner Stelle an der Grundlinie meines Lebens anfangen und der Frage nachgehen, was der Sinn des Lebens ist oder sein könnte. Und damit es zu keinem Mißverständnis kommt: Ich habe für mich den Sinn des Lebens gefunden und von daher bin ich der Meinung, dass es mit Geld nicht aufzuwiegen ist, wenn man den Sinn des Lebens entdeckt hat. Allerdings: Es geht nicht von heute auf morgen....

LG, Nordrheiner
 
Hallo Mary,

in einer Beziehung wird eines all zu oft "vergessen": sich selbst zu fragen, was man gerade braucht und dies dann auch deutlich zu äußern. Dieses "spürst Du nicht, was ich denke?!" funktioniert einfach nicht. Familie, Kinder, Haushalt, Partner, Job, Freunde, so viele tausend Schritte und Handgriffe, so viele gedankliche "Investitionen", damit alles am Laufen gehalten wir, aber selbst stellt man sich dann einfach in die Ecke. Gebraucht zu werden, seinen "Job" zu machen, mithalten zu können, Verantwortung zu tragen, all das gibt einem etwas. Aber man kann alles "übertreiben", zu viel von sich selbst und anderen verlangen. Für sich selbst etwas zu fordern, für sich selbst einzustehen ist manchmal unglaublich viel schwerer, als für andere.

In einer Beziehung schwemmt es immer wieder die unterschiedlichsten Dinge aus dem Innenleben an die Oberfläche. Der Zeitpunkt dafür ist selten günstig. Wenn es bei dem Partner gerade so gut läuft, kann ein wenig Neid mit spielen. Ich will Dir nichts unterstellen. So sehr man seine Kinder mag, es stimmt schon, auch diesen Job kann man satt bekommen.

Frage nach dem was Du brauchst. Schaffe Dir "kleine Pausen". Jemand anderes weiß nicht, was in Deinem Kopf vorgeht, was Dir fehlt. Um mir etwas "Luft" zu verschaffen, habe ich Eltern in der Kita oder in der Schule angesprochen, wenn sich die Kids gut vertragen haben. Mal kamen die Kids zu mir, mal ging meine Tochter weg. Zwei oder drei Stunden helfen. Um Hilfe zu bitten ist manchmal nicht leicht.
 
Hallo,

erstmal Hut ab: du leistest (für dein Alter & mit deiner Erkrankung noch dazu!) ganz schön viel! Wow!
Auch wenn es schlimm für dich grad ist, bin ich erstmal baff und (sorry) begeistert, dass du das alles bewältigen kannst, ehrlich!

Das du allerdings ausgelaugt und völlig fertig bist, kann ich gut verstehen und das ist auch ziemlich menschlich.

Ich fände es wichtig, dass du es auf jeden Fall schaffst, dass du Zeit für dich bekommst - dein Freund kann auch mal die Kinder nehmen.
Du unterstützt ihn und kümmerst dich noch um seine Tochter (was ist denn mit der Mutter oder den Großeltern des Kindes?), dann kann er dir auch mal einen Tag oder wenigstens Abend die Kids abnehmen...und wenn es erstmal unregelmäßig ist, das kann man trotzdem planen.

Als Mutter seinen Traumberuf zu finden, ist schon schwer, immerhin ist man sehr eingeschränkt.
Gehen deine Kinder denn schon zur Kita oder zu einer Tagesmutter?
Gibt es da die Möglichkeit, zu arbeiten?

Ansonsten könntest du auch je nach Alter Kontakte in Krabbelgruppen, Spielgruppen, etc. finden, um einfach mal raus zu kommen, einen Kaffee mit anderen Müttern zu trinken und da vielleicht auch wen zu finden, der dir ab und zu mal die Kids abnehmen kann....
 
Hi Mary2030 ;


Stelle dir vor. Deine Kind und deine Mann mit Kind wären nicht da.

Was würdest du machen so alleine ??? Was wäre Besser ???

Nachdem was du erzählt hast,würdest du erstarren und viellicht nie wieder nach rechts und links schauen..Du würdest nicht mehr aufstehen,jegliche Gefühle und jeglicher Überlebens Kampf würde mit erstarren..Du würdest nicht mehr Leben können so..du wärst un-lebendig.
Zumindest nicht ohne Hilfe.
Wenn man dich so finden würde...wäre es wahrscheinlich zu Spät.Du wärst schon gestorben oder man würde Dich einweisen und aufpäppeln.
Weißt du was bedeuten würde,wieder Leben in Dich hinein zu bekommen?? Es wären wohl Jahre,wenn es überhaupt je wieder selbst bestimmend klappen würde..

Möchtest du das? .. ist es das was Du suchst ??

Ich weiß es ist jetzt Hart von mir..Entschuldige,ich weiß ja das hinter dieser Todes ähnlichen Starre,ganz viel Leid Steckt,
Deine Geschichte,warum du in Starre gehen möchtest,ist deine Geschichte und Sie muss auch irgendwann tief aufgearbeitet werden,
bereite Dich darauf langsam vor,

Sie wird Dir nie verloren gehen. Es gilt jetzt diese deine Geschichte,dein Leid..zu tragen.
Du kannst Sie tragen,so wie du es bisher getan hast, Es wird Sie nie jemand ändern können,das ist das traurige,was du akzeptiern musst,
Doch,ist es eine ungemeine Erleichterung,wenn es auch nix ändert, darüber zu sprechen,sprechen sprechen.Das kannst du mit einer ambulanten Therapeutin ,die dir Halt gibt die nächsten Jahre.

Aber für mehr ist die Zeit nicht noch nicht Reif. Du hast dich für ein Kind Entschieden und diese Zeit mit deinem Kind hat vor Rang.

Nenne es Schicksal,sonst würdest du vielleicht nicht mehr lange Leben.
Du hast jetzt erstmal die Aufgabe und alle Zeit der Welt für deinen kleine süßen Zwerg da zu sein,eine starke taffe Mutter,die aufpasst das es deiner Tochter nie so ergehen wird ,wie Dir mal als Kind ergangen ist.

Ich habe das selber erlebt,so ähnlich wie Du,deswegen die langen Zeilen.Meine Kleine ist heute groß.Mein ganzer Stolz,Sie hat sich prächtig Entwickelt hatte eine wunderschöne Kindheit und wir lieben und respektieren uns.
Man wächst daran.,man wächst mit dem Kind und du erfährst eine Liebe die du vielleicht selber nie so kennen gelernt hast. Du lernst und wächst mir deinem Kind.Das wirst du so nie wieder erleben.
Es sei denn Du willst jetzt stehen bleiben und erstarren.?!
Es wird Dir Wunden trösten und dir die Kraft geben zu leben,die Du sonst alleine nicht mehr hättest.Verstehst du ?

Habe bitte die Einsicht und Kraft das eine vom anderen zu Unterscheiden.
Die Kleine oder die kleinen geben dir die Lebendigkeit,die du dir selber alleine versagen würdest..

Vielleicht hast du Traumas erlebt..da zieht es einen immer wieder in Todes ähnliche Haltungen,Körperlich wie Geistig,Erkenne dein Muster was sich immer wiederholt.
Kämpfe dich dann wieder heraus oder begebe dich erst gar nicht so weit hinein. Eine Übung die dir später leichter fällt. Später,kannst du Dir die richtige klinik und Therapie raus suchen,dann hast du dich selber besser kennen gelernt.Wenn die Kleine Goß ist,
Es wird eine Jahrelange Arbeit an dir sein,
Jetzt kannst du kleine Schritte dafür machen,ohne das es dich dermaßen aus den latschen haut.Erhole dich zwischen durch.genieße die Zeit mit dem Kind,Sie geht so schnell vorbei. Schaue nicht auf dein Partner,ist der Tag am Ende,gebt euch Kraft und Liebe,Er ist nicht das Problem.

Schreibe abends wenn die Kinder schlafen..extra in nur ein Buch für deine Gedanken,wenn du magst.
Wenn die Kinder groß sind,wirst du es vllt brauchen für die eigentliche Therapie. Dann ist es Zeit für Dich.
Ich würde Dir Raten eine gezielte Therapie (evtl.Trauma Therapie,das musst du raus finden,mit deiner Therapeutin) in der Klink an zu fangen,damit du in guten Händen bist.
Alleine kannst du das nicht bewältigen.

Dann erst hast du die Zeit dafür..Jetzt ist dein lebensweg noch ein anderer.Sehe es nicht als Belastung,sondern als ein Gewinn für Dich.

Ich hoffe,meine Erfahrung können Dir ein wenig Helfen,Das Problem liegt in deiner Seele die so Verletzt und ist,nicht in den Kindern oder Mann.
Das alles hat wahrscheinlich viel mehr Bedeutung und Richtigkeit,wie du jetzt erahnen kannst.

Ps. es gibt schöne Mutter -Kind Kuren,direkt am Strand,alle 2 Jahre v.d Krankenkasse,damit Du auch mal auf andere Gedanken kommst und Dich körperlich erholen kannst.


Lieben Gruß
Schokoschnutte*

 
Du brauchst definitiv mehr Zeit für dich.

Besorgt euch eine Putzfrau, dann hast du wenigstens ein paar Stunden in der Woche Ruhe.
 
In 1-2 Jahren können die kleinen locker in den Kindergarten,dann könntest du nebenbei etwas jobben und unter Menschen sein,,oder Du überlegst Dir ob eine Schulung ,oder Ausbildung anfangen könntest..
Manche Betriebe unterstüzen junge Erwachsene Mütter..Überlege dir was Du noch gerne machen würdest..

..die ersten 2 Jahre verlangen kinder sehr viel ab ,danach wird es immer einfacher.Du wirst es Merken^^
Es wird nicht immer das selbe bleiben ,wie es jetzt ist.
 
Mit 21 Jahren bist du noch so jung.
Wenn du immer nur für andere Leute da sein musst und nur noch für Andere funktionierst, kann man schnell in eine Depression rutschen.

Versuche dir Entlastung zu schaffen.
Dein Mann könnte eine Putzkraft und einen Babysitter bezahlen.
Versuche Zeit für dich alleine zu gewinnen.
Vielleicht könntest du beim Arzt eine Kur für dich beantragen.
Möglicher Weise könntest du andere Mütter finden mit denen du dich mit der Kinderbetreuung abwechseln kannst.

Vielleicht könnte dir auch ein sympathischer Therapeut helfen.
Über das Jugendamt könntest du einen Familienhelfer beantragen,der dich mit den Kindern entlastet..
Im Internet gibt es auch einen Oma Babysitterservice,den man kostenlos in Anspruch nehmen kann...googel mal danach.
 

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