Hallo, ich hab mich hier neu angemeldet, weil ich seit ich denken kann Probleme mit meinem Bruder habe und Rat brauche.
Erstmal zu mir ich bin 26 Jahre alt und werde bald zum 1. mal Mama (vielleicht deshalb auch etwas sensibler momentan).
Mein Bruder wurde als Baby und Kleinkind schon verhaltensauffällig. Die Ärzte meinten er könne sich "nicht spüren", müsste seine Umwelt anders erkunden (z.B. unter einen Tisch legen und diese mit den Füßen hochdrücken). Er hatte keinen Sinn für Empathie, konnte angeblich nicht deuten warum jemand traurig ist, wenn er ihm was wegnimmt. Er wurde immer als schwierig empfunden von Lehrern, Kindergärtnern usw. Meine Eltern waren total überfordert, Gewalt war die Lösung. Meine Mutter arbeitete im Schichtdienst und hatte ständig Kopfschmerzen, musste viel Schlafen, mein Vater sah keinen anderen Weg als uns aufs Zimmer zu schicken und mit dem Gürtel auf den A.. zu hauen. Das zog sich wie ein Looping durch meine Kindheit. Mein großer Bruder (28J.) schlug mich, nahm mir was weg, zerstörte irgendwas von mir (zerschnitt meinem Lieblingskuscheltier den Kopf), nahm alles für sich in Anspruch ohne Rücksicht auf andere, da gibt es tausende Geschichten. Und ich weinte als kleines Kind meistens. Dann wurden meine Eltern sauer, weil ich geweint habe und wir wurden beide bestraft. Nie wurde ein Streit geklärt, auch nicht im Nachhinein und wie das bei Geschwistern ist, war irgendwann wieder alles ok. Bis zum nächsten Streit. Den es täglich gab. Ich spüre heute noch den Schmerz und kann es kaum an meine Eltern adressieren ohne in Tränen auszubrechen. Meine Eltern sagen ohnehin nur ich hätte mir die Gewalt meiner Eltern ausgedacht und ich solle nicht nachtragen seine. Sie verstehen meinen Schmerz nicht. Heute ist mein Bruder abhängig von Gras, hat seine Ausbildung geschmissen, keine Perspektive im Leben und lebt ein ganz anderes Leben als ich. Ich kann nicht in einem Raum mit ihm sein, weil ich diese innere Wut sofort spüre, die Wut auf damals, dass er sein Leben so wegwirft und mir einfach peinlich ist. Er hat immer noch diesen komischen tick, dass er immer dazwischen nuschelt, wenn jemand redet. Das macht mich ultra wütend. Generell all sein Verhalten heute macht mich so wütend, dass ich bei jeder Familienfeier oder beim Familienfrühstück nur noch Hass und Wut verbreite und das tut mir für alle anderen beteiligten auch Leid. Ich bin die Nachtragende, die mehr beten sollte damit alles besser wird (laut Eltern). Ich solle verzeihen lernen. Dieser Mensch widert mich an, aber ich liebe trotzdem den Rest meiner Familie. Meinen Eltern könnte ich noch eher verzeihen und das tat ich auch schon, aber meinem Bruder kann ich nicht verzeihen. Es ist anstrengend einem Geschwisterteil aus dem Weg zu gehen, wenn man die anderen Mitglieder der Familie gerne sieht. Letztes Jahr habe ich Weihnachten nicht zuhause verbracht, weil er dort war. Hat jemand eine Idee? Meine Therapie startet bald. Achso und heute benimmt er sich so, als wäre nie was passiert und ist über freundlich (liegt vielleicht am Gras Konsum)
PS: Ob und welches Krankheitsbild er hat konnte nie ein Psychiater und Arzt sagen. Meine Mutter erzählt nur, dass er als Baby schon einen sehr starken Muskeltonus hatte und man ihn zu zweit Wickeln musste, weil er so unkontrollierbar war.
Erstmal zu mir ich bin 26 Jahre alt und werde bald zum 1. mal Mama (vielleicht deshalb auch etwas sensibler momentan).
Mein Bruder wurde als Baby und Kleinkind schon verhaltensauffällig. Die Ärzte meinten er könne sich "nicht spüren", müsste seine Umwelt anders erkunden (z.B. unter einen Tisch legen und diese mit den Füßen hochdrücken). Er hatte keinen Sinn für Empathie, konnte angeblich nicht deuten warum jemand traurig ist, wenn er ihm was wegnimmt. Er wurde immer als schwierig empfunden von Lehrern, Kindergärtnern usw. Meine Eltern waren total überfordert, Gewalt war die Lösung. Meine Mutter arbeitete im Schichtdienst und hatte ständig Kopfschmerzen, musste viel Schlafen, mein Vater sah keinen anderen Weg als uns aufs Zimmer zu schicken und mit dem Gürtel auf den A.. zu hauen. Das zog sich wie ein Looping durch meine Kindheit. Mein großer Bruder (28J.) schlug mich, nahm mir was weg, zerstörte irgendwas von mir (zerschnitt meinem Lieblingskuscheltier den Kopf), nahm alles für sich in Anspruch ohne Rücksicht auf andere, da gibt es tausende Geschichten. Und ich weinte als kleines Kind meistens. Dann wurden meine Eltern sauer, weil ich geweint habe und wir wurden beide bestraft. Nie wurde ein Streit geklärt, auch nicht im Nachhinein und wie das bei Geschwistern ist, war irgendwann wieder alles ok. Bis zum nächsten Streit. Den es täglich gab. Ich spüre heute noch den Schmerz und kann es kaum an meine Eltern adressieren ohne in Tränen auszubrechen. Meine Eltern sagen ohnehin nur ich hätte mir die Gewalt meiner Eltern ausgedacht und ich solle nicht nachtragen seine. Sie verstehen meinen Schmerz nicht. Heute ist mein Bruder abhängig von Gras, hat seine Ausbildung geschmissen, keine Perspektive im Leben und lebt ein ganz anderes Leben als ich. Ich kann nicht in einem Raum mit ihm sein, weil ich diese innere Wut sofort spüre, die Wut auf damals, dass er sein Leben so wegwirft und mir einfach peinlich ist. Er hat immer noch diesen komischen tick, dass er immer dazwischen nuschelt, wenn jemand redet. Das macht mich ultra wütend. Generell all sein Verhalten heute macht mich so wütend, dass ich bei jeder Familienfeier oder beim Familienfrühstück nur noch Hass und Wut verbreite und das tut mir für alle anderen beteiligten auch Leid. Ich bin die Nachtragende, die mehr beten sollte damit alles besser wird (laut Eltern). Ich solle verzeihen lernen. Dieser Mensch widert mich an, aber ich liebe trotzdem den Rest meiner Familie. Meinen Eltern könnte ich noch eher verzeihen und das tat ich auch schon, aber meinem Bruder kann ich nicht verzeihen. Es ist anstrengend einem Geschwisterteil aus dem Weg zu gehen, wenn man die anderen Mitglieder der Familie gerne sieht. Letztes Jahr habe ich Weihnachten nicht zuhause verbracht, weil er dort war. Hat jemand eine Idee? Meine Therapie startet bald. Achso und heute benimmt er sich so, als wäre nie was passiert und ist über freundlich (liegt vielleicht am Gras Konsum)
PS: Ob und welches Krankheitsbild er hat konnte nie ein Psychiater und Arzt sagen. Meine Mutter erzählt nur, dass er als Baby schon einen sehr starken Muskeltonus hatte und man ihn zu zweit Wickeln musste, weil er so unkontrollierbar war.