Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich hoffe es klingt nicht allzu lächerlich

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
G

Gast

Gast
Ich muss mir hier einfach grad' mal ausheulen. Ich bin 18 Jahre alt und weiblich. Ich bin hier zwar registriert, aber mir ist das zu peinlich als das ich es mit meinem Account schreiben würde.
Ich bin letztes Jahr im November ausgezogen, damit meine Familie endlich wegziehen kann. Mein Vater wollte mit seiner Freundin zusammen und seinen anderen 2 Töchtern(meine schwester und halbschwester) weiter weg wohnen, weil die Freundin nicht hierher ziehen wollte. Finde ich ziemlich egoistisch von ihr, aber lassen wir das mal.
Gelernt wie man aufräumt oder Ordnung hält, habe ich nie. Bis ich 10 war wußte ich ja nicht mal, dass man sich regelmäßig die Zähne putzt. Nun.. jetzt wohne ich in meiner Wohnung. Das Bad war von Anfang an kaputt. Durch dem dunklen (keine Lampe war vorhanen) konnte man das jedoch nicht sehen. Warum ich das sage? Dazu komme ich noch.
Seit ich hier wohne fühle ich mich hier nicht wohl. Alles war von anfang an verdreckt und ich wollte nicht duschen, weil ich mich vor dem Bad geekelt hat. Und irgendwie bin ich jetzt einem totalen Teufelskreis verfallen. Ich versuche daraus zu kommen, aber ganz ehrlich? Ich bin alleine. Meine Mutter ist in einer Psychatrie und mein Vater führt sein ach so perfektes Leben mit diesem.. Weib.. woanders. Ich weiß nicht weiter. Ich habe vor Dreck schon eine Fliegenplage vom höchsten Ausmaß. Ich kann Nachts nicht schlafen, weil überalla uf mir eine Fliege sitzt. Ich habe immer wieder versucht, in kleinen Schritten, einen Teil aufzuräumen und anzufangen. Dann verdreckte aber wieder der rest. Ich weiß nicht weiter. Wirklich nicht. Alles aufeinmal ist mir psychisch zuviel. Ich halte das nicht aus. Ich kann nicht erklären, wieso das so ist.. aber ich schaff das alles alleine nicht. Eigentlich habe ich genug Zeit, denn ich bin Arbeitslos. Seit ich hier wohne, habe ich vielleicht 20x geduscht (seit November), 5x den Müll runtergebracht (aber dann tütenweise) und .. ja. Ich weiß eigentlich ist das alles total einfach, aber wenn ihr in meinem Kopf wärt... vielleicht würdet ihr das verstehen. Ich meine.. ich kam auch psychisch nicht damit klar, dass 1 Monat nachdem ich ausgezogen bin mein Vater direkt weg war. Ich dachte er bleibt wenigstens ein halbes Jahr in der Nähe um mir noch ein wenig unter die Arme zu greifen, damit ich eine Routine in mein Leben reinbringe.. Aber das war wohl nichts. Immer dieses Gerede von "Du schaffst das schon." Ja, das sieht man, Papa. Ich schaffe das total gut! Ich bin völlig gesund im Kopf und kriege alles auf die Reihe. Das habe ich ja schon immer.

Weiß einer eine Lösung? Ich weiß.. ich weiß wirklich nicht mehr weiter! Ich bin einfach nur noch verzweifelt.. Mein Tagesablauf sieht auch so aus, dass ich aufstehe... entweder was esse oder dann gar nichts esse den ganzen Tag.. und dann am PC sitze oder Fernsehe. Aus Angst weiter zu machen. Ich hoffe für euch hört sich das nicht allzu lächerlich an. Für mich ist das jedenfalls ein hartes Stück...

Danke für's lesen. <3

Anonym
 
Huhu,

ich finde das überhaupt nicht lächerlich. Im Gegenteil. Es ist ein Problem bei dem du Hilfe benötigst.
Hast du irgendjemanden den du Vertrauen kannst, der dir eventuell bei deinem Haushalt helfen kann, oder der dir zumindest den "ansporn" geben kann, damit du das Problem in den Griff bekommst?

Ansonsten hilft es vielleicht wenn du dir einen Wochenplan erstellst.
Zum Beispiel am Montag Küche aufräumen, Dienstag das Bad, usw. Das kann dir eventuell auch wieder mehr Selbstvertrauen geben in dem du siehst das du etwas "schaffst". Plane dir aber nicht nur Pflichten ein, sondern gönne dir auch mal etwas schönes.

Wichtig ist das du wieder lernst eine Routine im Leben bzw. im Haushalt zu bekommen.

Vielleicht haben andere User ja auch noch ein paar Vorschläge. Im Moment fällt mir leider nichts mehr ein wie ich dir zumindest mit Rat zur Seite stehen kann.

Liebe Grüße
SchwarzeSeele
 
Die Wohnung kann schon schmuddelig aussehen, solange du arbeiten gehen würdest oder irgendwas machst, dass dich weiterbringt.

Geld zu haben steht an erster Stelle. Hast du zwar, aber davon einigermaßen leben zu können ist schon hart.

Dein Vater hat es richtig gemacht dich ins eiskalte Wasser zu schmeißen so lernt man am besten.
 
Hallo,

ich finde das auch nicht lächerlich. Ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst, wenn du so plötzlich ganz auf dich allein gestellt bist, kaum Erfahrung mit einer eigenen Wohnung hast und gewöhnt warst, mit deiner Familie zusammen zu leben. Das ist jetzt wohl alles ein bißchen zu viel auf einmal und du weißt deshalb vielleicht auch nicht so richtig, wo du anfangen sollst.

In deinem Alter hatte ich mal Liebeskummer und auch meine eigene erste Wohnung. Und so wie ich mich gefühlt habe, sah es dann auch in meiner Wohnung aus. Einen Lichtblick gab es für mich erst, als ich dann die Sache beim Schopf gepackt habe und nach und nach Ordnung geschaffen und mich dann auch wohler gefühlt habe. Ich weiß noch, dass ich den Sessel mit Bergen von Wäsche als erstes in Angriff genommen habe 🙂.

Meine Idee wäre noch, da du ja ohnehin anonym schreibst, deine kleinen Erfolgsschritte hier mitzuteilen und bei Problemen zu fragen, wie man das am besten löst. Vielleicht nimmst du dir erstmal das Badezimmer vor? Und denke bitte auch daran zu Essen, das ist sehr wichtig! und solltest du nicht vernachlässigen.
Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht.

LG
 
Das mit dem Putzplan ist ein guter Ansatz, aber du musst ihn auch absolut verbindlich nehmen, wie Schule oder Arbeitsstelle, evtl knüpfst du bestimmte Belohnungen für die Einhaltung. Putzbeginn sollte spätestens 8 Uhr morgens sein.
Das arbeitslos ist nicht nur ein Problem wegen Geld sondern auch wegen Disziplin, meine Erfahrungen mit der ersten Wohnung waren so, dass ich neben Arbeit und anderen Dingen den Haushalt oft besser auf die Reihe bringe als wenn ich wochenlang daheim bin und eigentlich gar nichts mache.
Besuch in der Wohnung ist ein guter Motivator zum putzen, lade dir mal jemand ein, dann hast du einen guten Grund vorher zu putzen.
Das Kaputte im Bad ist Aufgabe des Vermieters, sprich mit ihm darüber, du kannst dich auch nach einer anderen Wohnung umsehen, und sei es vorrangig um beschäftigt zu sein und abschätzen zu können, was mit deinem Budget so geht.
 
Ich finde nicht, dass es richtig war dich in's kalte Wasser zu schmeißen.

Mit 18 braucht man schon gewisse Tips von Erwachsenen wie man einen eigenen Haushalt führt.

Ohne Putzplan wirst du keine Ordnung in dein Chaos bringen.

Nimm dir jeden Tag eine Aktion vor.In kleinen Schritten wirst du es schaffen.
Das Wichtigste ist, dass du zuerst deinen ganzen Müll entsorgst, damit die Fliegenplage aufhört.

Abgesehen von deiner Wohnung. Warum bist du arbeitslos? Planst du eine Ausbildung?
Hast du Freunde,Verwandte oder lebst du völlig isoliert?
Schreib doch mal weiter, wie du zurechtkommst.
 
ich hab selbst eine tochter in deinem alter und weiß wieviel man da noch "eltern" brauch.
aber es ist wohl so, dass du jetzt auf eigenen füßen stehn must.
zeit erwachsen zu werden.
die trauer, dass dein vater die anderen bevorzug kann man ja deutlich raushören.
fühlst dich bestimmt sehr abgeschoben und ungeliebt.
fang an dich selbst zu lieben! man liest deutlich raus das du das nicht tust.
um sich selbst zu lieben muss man morgens aufstehen, sich zähne putzen, haare kämmen seine wohnung in ordnung halten. sich was schönes zu essen machen.
das mit den plan hört sich gut an.
ja wenn deine besten freunde nicht di fliegen bleiben sollen must du was tun.
überfordere dich nicht!
nehme dir jeden tag eine sache vor. morgen ist zum beispiel erst mal ein teil vom müll drann.
dann belohne dich dafür...vielleicht mit was süßen?
so mache jeden tag erstmal eine sache.
ein tag müll. nächster tag einkaufen. dann klo putzen etc.
und ich denke langsam hat das dreckige bad und du die gleiche bazillenanzahl.
wenn nicht duschen magst nehme doch einen waschlappen und schrub dich mal ab.
seh zu dass raus kommst unter menschen ..isoliere dich nicht. und suche im internet nach jobs...oder fahre rum und frag überall danach.
wenn du sehr einsam bist und irgendwann deine wohnung wieder auf vordermann gebracht hast kannst dir ja ne katze holen, damit nicht so alleine bist. aber das ist auch arbeit ....katzenklo muss geputzt werden und die katze brauch essen.

lg
 
Ich will nicht, dass ihr denkt ich lese es nicht. Ich kann mir das morgen erst alles in Ruhe durchlesen. Ich bedanke mich aber jetzt schon mal dafür. ♥
 
Hallo Liebes,
ich versteh dich echt gut. Ich bin mit 17 ausgezogen (das ist jetzt 5 Jahre her) und meine beiden Elternteile waren auch plötzlich weg und zwar von heute auf morgen. Beide wohnen mehr als 3 Stunden von hier entfernt. Meine Wohnung sah aus wie Sau und an manchen Tagen ist es immer noch so.
Ich habe weiter vorn etwas von einem Wochenplan gelesen. Super Idee. und wenn du dich vor deinem Bad ekelst dann lass es so richtig knallen.
Lege deine Lieblingspartymusik ein. Schnapp dir den Mob und tanz mit ihm. So mach ich das immer. Putzen kann wirklich Spaß machen. das wäre Plan A. Das mache ich meistens wenn ich es nicht mehr aushalte und das verändert sich ständig, inzwischen bekomme ich schon die Krise wenn irgendwo ein schmutziges Glas steht oder etwas auf dem Boden liegt.
Plan B: meine mutter hatte eine lustige und ziemlich nervige Methode, wenn du mich frägst, bei meiner Schwester, aber es hat funktioniert. Wenn du aufräumen willst und überall liegt etwas rum und du weißt nicht wohin mit dem Kram, leg es auf deinen Lieblingsplatz und zwar immer schön auf einen Haufen. Turmhoch wenn es sein muss. und du darfst dich erst hinsetzten wenn der Haufen weg ist. ... Ziemlich fies. Aber effektiv!
Plan C: klappt bei mir am besten. Stress aufräumen. Lade jemanden ein. Irgendjemand, den du kaum kennst, aber natürlich magst oder eine Freundin, bei der du dich genieren würdest, wenn sie das Chaos sehen würde. Du rennst durch die Wohnung wie eine Wilde. Du schrubbst, räumst auf, putzt als wäre der Teufel hinter dir her.
Plan D: Sieh dir deine Umgebung an, wenn alles sauber ist. Ein herrliches Gefühl und du willst dieses Hochgefühl dann immer haben. Wenn du weg bist und dir denkst, juhu jetzt geht's Heim.
Plan E: Haushaltsplan, wie schon erwähnt.
Plan F: Aufräumtag. Hattest du es einmal ordentlich, und zwar komplett, dann ist es einfacher die Ordnung zu halten.
Hat bis jetzt alles geklappt.
Es dauert eine Zeit lang bis du dich eingespielt hast. Kein Meister fällt vom Himmel.

Kommt Zeit, kommt Rat.
Gib nicht auf.
Lieben Gruß
Alec 🙂
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
D Probleme mit Leistungsdruck - Ich weiß nicht mehr weiter Ich 9
Schutzhuette Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll? Ich 74
Weisheit92 Im Leben nicht angekommen. Ich 9

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 1) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben