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Ich hasse mich und wünsche mir nur das schlimmste

S

SnowWhiteDark

Gast
Ich weiß nicht, niemand versteht mich. Ich habe irgendwie seit Jahren so einen Selbsthass auf mich. Meine Freunde behandeln mich nicht gut. Ich habe so viel Pech. Ich habe so viel durch eigenes Verschulden verhauen. Ich habe eine Freundin, die beste und schönste. Tief in meinem inneren weiß ich aber das sie sich bei mir unter Wert verkauft hat.

Verhaue ich etwas, mache ich etwas falsch, passiert etwas blödes denke ich sofort daran mich zu bestrafen durch Schmerz, meist körperlich. Ich weiß nicht woher das kommt.

Meine Mitmenschen sagen ich habe viele positive Seiten uns Talente aber ich kann sie irgendwie nicht sehen. Ich war auch schon bei einem Therapeuten aber keiner kann mir so Recht helfen.

Ich weiß wirklich nicht woran das liegt? Bin ich wirklich so wertlos?
 
Huhu,

nein, du bist nicht wertlos.
Ja, ich weiß, du magst mir jetzt nicht glauben.
Ich kannte das auch. Bis ich gelernt habe, dass nur weil etwas nicht funktioniert, ich trotzdem geliebt werde.

So ist es bei dir auch. Deine Freundin liebt dich so wie du bist.
Für sie bist du, mit das wertvollste, was sie hat, sonst wäre sie weg.

Jeder Tag, bietet dir eine neue Chance, etwas besser zu machen.
Selbst wenn es kleine Schritte sind.

Du bist wertvoll und liebenswert, das zeigt dir deine Freundin.
Sie ist, möglicherweise, dein größter Schatz.

Alles Gute
 
Hey, niemand versteht irgendwen komplett - das ist ganz normal so. Warum denkst du so schlecht von dir und kannst nicht annehmen wenn jemand dich mag? Deine Freundin zum Beispiel. Falls dein "bei mir unterm Wert verkauft hat" heißen soll "wenn die Person mich erstmal wirklich tief im innern kennen würde könnte sie mich nicht mögen / lieben" ist Bullshit - lass dir das zu widerlegen zu ... und überstrapaziere ihre emotionale Kapazität nicht indem du dich selbst verletzt bitte! Selbstverletzendes Verhalten ist (auch wenn du das nicht so meinst) letztlich emotionale Erpressung der Menschen, die dich u.U. mögen und ein heischen nach Aufmerksamkeit - stell dir dir Situation umgekehrt vor. Kannst du mit jemandem offen umgehen der dir am Herzen liegt, sich aber oft selbst verletzt "ohne plausiblen Grund"? Hättest du dann nicht Angst deine Meinung frei zu äußern und irgendwas zu triggern was in Selbstverletzung jener Person mündet? Keine menschliche Gemeinschaft und schon gar keine gesunde Beziehung kann sowas auf Dauer aushalten oder gar daran wachsen. Ich will dir nicht zu Nahe treten, aber deine Schreibe erinnert mich an eine Frau mit Borderline die ich mal sehr geliebt habe und dieses "Meine Freunde behandeln mich nicht gut. Ich habe so viel Pech. ... Bin ich wirklich so wertlos?" sind komische Fragen die in solche Richtungen deuten... also ich meine konkret: wenn dich deine Freunde schlecht behandeln, kannst du das irgendwie konkretisieren (Beispiele bringen) oder ist es so, dass sie deine Erwartungen nicht (immer) erfüllen können und du deswegen den Begriff "Freunde" hier nicht loslassen kannst? Also vereinfacht gesagt: wenn mich jemand schlecht behandelt, dann nenne ich ihn/sie nicht Freund... und du solltest das auch nicht tun imho. Aber die Leute die dich offensichtlich mögen oder gar lieben (Deine Freundin), denen solltest du vertrauen und auch ein bisschen nachsichtig mit ihnen sein können... so wie sie's mit dir sind. Alle Gute dir, bitte lass das mit dem Selbstverletzen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Schneeweißchen, deine dunklen Gedanken sind so, diese haben genau so eine Form und so sehen diese aus. Die kann man nicht ändern, wie man auch nicht die Farbe Blau ändern kann. Hass ist Hass, blue is blue..white is white.

Rede mal ( zb während einer Autofahrt, wenn du alleine bist) mit, was du hörst. Oder einfacher, geh mit Stift und Zettel voll in diese Geschichte hinein, die da abgeht. Schreib alles auf, unzensiert, brutal, hemmungslos sei das Böseste, der Hass persönlich, mit extra argen, unflätigsten Ausdrücken.

Nachher mach deine Arbeit weiter, die du begonnen hast und erinnere dich an deine Ziele, denen geh deine Zeit widmen und wenn du wieder hochhassend bist, dann setz dich hin und schreib mit..

Dann merkst du gleich einmal, dass das eher eine Laune ist, eine Regung, der du dich hingibst und in die du dich halt gern hineinsteigerst.
 
Das funktioniert auch super mit Selbstmitleid, oder triefende Bekümmertheit, oder sogar Wutanfälle usw.
Kurioserweise versucht man, an dieser Wut etwas zu ändern, das wäre, wie wenn man aus Wasser Steine formen möchte, das geht nicht. Das ist, wie wenn man sich ausdenkt, ich bin ein Frosch und ab da quakst du, hüpfst du, bist du gefühlt so ein Frosch. Du nimmst diese Gestalt an, musst dich nur hineinsteigern, dann bist du das voll und ganz.
Die Kunst ist, das anzunehmen, dann wieder abzulegen, dann wieder reingehen, wieder heraustreten aus dieser Regung. Bewusst und absichtlich richtig viel Selbstmitleid ausleben, mit aller Kraft weinen über alles, dann aufstehen und die Fensterblumen zupfen und gießen gehen und sich nachher einen Kuchen gönnen, mit Genuss...
Komm ins Hassen, steigere dich da komplett hinein, hasse absichtlich und echt wie in echt, dann mach nachher mal auf Kummer, hab so richtig arg Kummer, nachher liebe es, deine Zähne zu pflegen, unmittelbar nach dem Kummerhaben und schon merkst du, wie das geht. Das ist wie schwimmen lernen, hast du das einmal raus, dann bist du Herr über "die Gezeiten". Das ist spannend, das ist irrsinnig lehrreich, wenn man mit seinen Regungen herumspielt und mit diesen bewusst und absichtlich jongliert und arbeitet und experimentiert.
Von wegen du bist nur immer in Hass-Regung. Du kannst auch den Liebenden abgeben, oder den, der einfach mit dem Radl zum Gehsteig fährt, es drüber hebt und abstellt. Vorbei mit Radlfahren, jetzt gehts zu Fuß weiter. Vorbei mit Zutreten, jetzt wird fünf Minuten Wurstsemmel gejausnet und Mietze gestreichelt. Natürlich kannst du auch anders.
 
Hallo SnowWhiteDark,

so blöd das klingen mag, aber Du musst mit diesen Gedanken aufhören, denn sie schaden nur Dir selbst. Konzentriere und fokussiere Dich auf wichtigere und sinnvolle Aspekte Deines Lebens, denn das sind nur Gedanken, mehr nicht. Aber sie haben Auswirkungen. Sich mit dem Hammer auf die Finger zu hauen ist nicht hilfreich, aber genau das tust Du mit Deinen Gedanken. Wenn Dir ein "Umdenken" nicht möglich ist, dann hole Dir bitte Hilfe von Therapeuten.
 

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