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Ich hasse Hausarbeit und Alltagskram

  • Starter*in Starter*in Geritt
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G

Geritt

Gast
Ich komme mir vor, als wenn mir alles über den Kopf wächst man nie aus der Alltagstretmühle rauskommt. Wenn man draussen ist, hat man hinterher den gleichen Müll wieder zu machen, jeden Tag essen kochen, einkaufen, abwaschen, bügeln, Wäsche waschen, Staub wischen, ständig kommt irgendeine Behörde, die was will, Papierchen vorgekramt, sich mit denen anlegen, ob sie sich zu recht gemeldet haben, oder man selbst recht hat. Mich nervt das total und ich entwickele mit der Zeit richtigen Hass bzw. Unlust auf Haushalt und Haushaltsprobleme. Verstehe Frauen nicht, die liebendgern nebenbei noch Torten backen und gerne die Wohnung schmücken mit Dekokram und Gartenarbeit als Hobby betrachten. Bei meinen Freundinnen siehts aus wie im Katalog, sauber, ordendlich und mit Liebe der Haushalt geführt, bei mir ringeln sich die Wollmäuse unterm Schrank und die staubflocken auf dem Schrank. Die haben auch keine anderen Probleme als Staubwischen und Putzen, ich hab eine Firma, die noch nicht genug Gewinn für eine Haushaltshilfe abwirft. Momentan finde ich alles zum Kotzen, hab mir eine Kurzreise gebucht, allein, aber auch keine rechte Lust zum Fahren, da ein Haufen Bürokram wartet. Mein Mann geht auch den ganzen Tag arbeiten und hat noch eine Nebenbeifirma, er kommt von Arbeit und geht wieder zur Arbeit. Am liebsten würde ich mich einigeln, samt meinen Computer, nur für mein Unternehmen da sein und als ausgleich etwas Hobby haben und den Haushaltballast abschaffen. Geht leider nicht. :-((
 
Hehe... kenn ich :O)... UND: ich hab auch Wollmäuse. Weißt Du - es gibt einfach Leute, die gehen total auf in dieser Arbeit. Wahrscheinlich weil sie sich sonst so unnütz vorkommen. Überhaupt finde ich, dass das ganze ziemlich übertrieben wird. Naja, die Werbung geht ja auch mit dieser Masche auf Kundenfang, den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn irgendwo ein Staubkorn liegt oder nicht 10 Getränke zur Auswahl stehen, wenn unangekündigter Besuch vor der Tür steht.
Das Waschen habe ich so gelöst: Habe meinen Freund die neue Waschmaschine aussuchen lassen. Jetzt haben wir eine, die ganz toll blinkt, wenn sie das Programm runterspult und mein Freund sitzt ganz begeistert daneben. Und wer Blinkelichter sehen will.. der muss eben auch die Wäsche waschen. LOL
Bügeln tu ich schon lang nicht mehr. Aber das geht wohl nicht bei jedem. Ich könnte sowieso keinen Job machen, bei dem man gebügelt vor Kunden steht, insofern habe ich da auch keinen Konflikt.
Garten hab ich auch abgeschafft. Kann mir kein Eis auf schönen Blümchen braten, die mich stundenlange Arbeit kosten. Blümchen finde ich auch so draußen. Garten gibts nur noch mit Rasen und sonst gar nix.
Eingekauft wird nur, was konkret gebraucht wird und wenn ich wegen einem Teil in noch einen anderen Laden muss, aber dazu keine Lust mehr habe, dann lasse ich es eben. Bin deshalb bisher weder verhungert noch verdurstet.
Und da ich demnächst aufs Land ziehe, wo jeder ein bißchen Dreck aus den Ställen mit ins Haus bringt... fühle ich mich da auch noch etwas "normaler".
Aber ich muss wohl auch dazu sagen, dass mein Freund sehr vieles im Haushalt übernimmt (ein Danke mal an dieser Stelle!).
Verrückt finde ich ja, dass in einigen Haushalten NIE irgendetwas rumliegt. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit - kein paar Schuhe quer im Flur, kein liegengelassener Stift auf dem Esstisch, keine leere Tasse Kaffee neben der Spüle. Hast Du mal überlegt, ob Du Deine Anstrengungen wirklich auf das Minimum reduziert hast, das DIR ausreicht? Gut, den gesundheitsgefährdenden Bereich sollte es natürlich nicht erreichen - aber ich denke, wir verstehen uns schon richtig *g*

Gel06
 
Hallo,

stimmt, von Perfektionismen ablassen und ansonsten tun was getan werden muß.
Ich sehe Haushaltsarbeiten allerdings als willkommene Abwechslung, ein Tun mit sichtbaren Ergebnissen und eine Art Meditation. Ich höre Musik dabei, habe Spass daran Handtücher im Jackie Chan-Stil auf die Leine zu werfen....auch wenn's nicht immer so gut klappt wie bei den China-Kung-Fu-Peoplen...aber ich bin schon nicht schlecht!
Tja und dieser Effekt, das kaum dass man aufgeräumt hat schon wieder alles durcheinander ist und sich der Staub auf alles Zeugs setzt: Verdammte Entropie eben....alles strebt auf einen minimalenergetischen Zustand der Unordnung sprich Chaos hin. Und dagegen muß man leider mit einiger Mühe ankämpfen. Trick: nicht so viel Kram in der Hütte sammeln, günstige Möbel auf Beinen unter denen man bequem saugen kann und wischophile Flächen, dann ist der wöchentliche Grundputz in 2-3 Stunden erledigt.....Wollmäuse gibt's übrigens auf Teppichen nicht....
Na ja...dann bin ich halt die Samurai-Lady mit dem Wischmopp! 🙂)
Das Männer irgendwie tradigenetisch ne Abneigung gegen den "kleinen" Hauskram haben, erschwert die Sache nur leider.....Herzliches Beileid zu dieser Kulturlast lieber Gerrit. Ich denke, da du evtll. ungeübt bist dauert's bei dir länger und kostet dich mehr Mühe? Übe dich zenmönchisch in Demut und perfektioniere die Bewegungsabläufe. Der Wegn nicht das Ergebnis ist das Ziel....und: Es geht nicht um Hass, sondern um Anmut....(aus: The Bulletproof Monk)
Die innere Einstellung macht ne Menge aus.
Der Freund meiner Schwester macht grad Erziehungsjahr und sämtlichen Hauskram, macht aber den Wollmäusen ganz gut den Garaus. Nur an die Wäsche darf er nicht ran, da er (wegen absichtlichem oder unabsichtlichem ADS?) recht unsensibel Weiß- und Buntwäsche vermischt und meine Schwester mit den Ergebnissen nicht sehr zufrieden ist. Auf Blinke-Waschmaschine springt der Gute leider nicht an! Höchstens wenn super audiophile Boxen in dem Teil eingebaut wären...und die Waschküche als Disko gestylt wäre.

Humorvoller Gruß
Tyra
 
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