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Ich habe keine Intakte Familie und fühle mich sehr allein

Eulaliasuppengrün

Neues Mitglied
Ja wo fang ich an....Leider habe ich keine so gut intakte Familie da meine Eltern beide Alkohol und Drogen abhängig waren. Ich wär viel alleine und irgendwann hat meine Mutter einen neuen Mann kennengelernt. In diese Familie passte ich dann nicht rein. Jetzt mit 37 übermannt mich das alles. Ich habe Verlustängste und schwere PTBS. Menschen die mir helfen wollen stoße ich oft vor den Kopf obwohl ich es wirklich nicht böse meine. Ich habe so sehr den Wunsch nach einer Ersatz Familie die einfach nicht geht und bleibt auch wenn das Päckchen was ich trage sehr groß ist. Aber ich arbeite auch daran! Gehe zur Therapie, habe eine geregelte arbeit usw. Aber dieses gefühl von einsam sein macht einen einfach noch mehr kaputt.
 
Mir ging es in meiner Kindheit und Jugend ähnlich. Meine Eltern waren beide alkoholkrank und ich ohne Selbstbewusstsein und sehr einsam. Mit 29 ging ich dann in eine Selbsthilfegruppe für erwachsene Kinder von Alkoholikern. Und da platzte der Knoten. Du schreibst, du seist in Therapie. Warst du schon mal in einer Selbsthilfegruppe (SHG)?

Eine "Ersatzfamilie" kommt leider nicht geflogen. Der Wunch danach ist verständlich. Für mich war es wichtig, Selbstbewusstsein aufzubauen, damit ich mich anderen Menschen öffnen kann. Nicht zufällig konnte ich mich endlich richtig verlieben, als ich in die SHG ging. So etwas ist natürlich nicht für jeden, aber für mich war es das Beste, was ich in meinem Leben getan habe.

Ich drücke dich mal, wenn du möchtest und wünsche dir alles Gute.
 
Ja, wo fängt man an ... die Frage an dich wäre natürlich: wobei können/sollen wir hier unterstützen oder behilflich sein?
 
Ich danke euch für die Antworten. Danke Bitterschokolade eine Selbsthilfegruppe habe ich noch nicht ausprobiert. Werde ich mal nach suchen.
Ich würde gerne wissen ob ihr etwas ähnliches kennt wie naja leihomas oder so...das gibt es ja für kleine kinder aber für Erwachsene hab ich noch nie von gehört.
 
Kann ich nachvollziehen. Mein Elternhaus war die Katastrophe. Aber ich habe mich mit der Vergangenheit ausgesöhnt und das Glück mittlerweile ein gutes Verhältnis zu meinen Geschwistern zu haben. Wie kann man dir hier im Forum helfen?
 
Ich würde gerne wissen ob ihr etwas ähnliches kennt wie naja leihomas oder so...das gibt es ja für kleine kinder aber für Erwachsene hab ich noch nie von gehört.
Hm, also es kommt ja schonmal vor, dass auch Erwachsene noch adoptiert werden.

Wenn es in deiner Gegend keine Selbsthilfegruppe gegen Einsamkeit gibt, könntest du ja selbst eine gründen. Eine Bekannte in ähnlicher Lage hat in der lokalen Zeitung nach anderen gesucht, die auch gerne gemeinsame Aktivitäten planen – da hat sich eine recht große Gruppe zusammengefunden, die immer wieder was zusammen unternommen haben.
 
Hat jemand eine Ahnung wo es soetwas wie Ersatz Omas und Opas gibt zb ?
Naja in dem Sinne wie für Kinder wahrscheinlich nicht.
Also das Oma(Opa das Kind beschenken, es bespassen, lieb zu ihm sein.
Als Erwachsene müsstest du schon eine Gegenleistung anbieten.
Es gibt viele alte menschen, die allein leben und jemand brauchen zum reden und kleine Hilfeleistungen. Daraus könnte sich dann durchaus eine gegenseitige Bereicherung ergeben.
Wie man das findet? Gute Frage.
Bei Sozialverbänden nachfragen, unter Nachbarschaftshilfe, eine Annonce aufgeben z.b.
 
Hat jemand eine Ahnung wo es soetwas wie Ersatz Omas und Opas gibt zb ? Ich weiß das es das für Kinder gibt. Aber gibt es auch ein Pendant für Erwachsene?
Es gibt auf jeden Fall ja WG´s die Extra gemischt sind mit jungen und alten Menschen. Vielleicht wäre so etwas für dich und du hättest dort dann deine neue Familie. Ich weiß nur nicht ob dir das denn möglich ist.

Ansonsten kann man glaube eine Familie an vielen Orten finden aber offizielle Stellen gibt es glaube nicht dafür
 
Hey, ich verstehe, wie es dir geht und du gerne diese Geborgenheit nachholen würdest, aber ich denke, dass es so wie du es dir vorstellst nicht in dem Sinne möglich ist, weil so eine Bindung, die du suchst, ein Urvertrauen, kann man denke ich, nicht nachholen. Ich hatte das auch nicht und wüsste nicht wie. Urvertrauen entwickelt sich in den ersten zwei Lebensjahren und das scheint mir das zu sein, was dir fehlt.

Was du vielleicht machen könntest, ist eine Freiwilligenarbeit mit älteren Menschen, wenn du dir ein wenig Bindung in der Richtung von Großeltern wünschst. Vielleicht könnte da etwas entstehen, das für dich wie für die Person gegenüber eine schöne, vertraute Zeit gibt.
 

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