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Ich habe einfach keine Lust mehr

Kieren

Mitglied
Hi...

Kennt ihr das Gefühl wenn ihr denkt, dass eigentlich gar nichts wirklich einen Sinn hat und ihr einfach Tag für Tag euer Leben lebt und nicht seht was das letztendlich eigentlich bringen soll? Ich fühle mich seit ein paar Monaten so und sehr ich versuche dagegen anzukämpfen, fällt es mir im Moment echt schwer, die Motivation zu finden, überhaupt irgendetwas zu tun. Ich könnte den ganzen Tag nur im Bett liegen und schlafen. Mir fällt es oft schon schwer in die Uni zu gehen, und wenn ich hingehe, kann hah mich nicht konzentrieren und hab auch irgendwie keine Lust, mich irgendwie aktiv zu beteiligen. Und es liegt nicht am Studiengang, sondern einfach daran, dass ich null Motivation habe, etwas zu tun. Ich würde am liebsten einfach alles hinschmeißen.
 
Hallo Kieren,

Ja das kenne ich sehr gut sogar. Im Moment ergeht es mir ähnlich.
Trotzdem trete ich mich in den Hintern und ziehe mein Ding durch.
Denn gerade wenn es mir schlecht geht, macht es stolz wenn ich alles geschafft
habe. Sonst würde ich mich wahrscheinlich noch mieser fühlen.

Liebe grüße
SchwarzeSeele
 
Es geht mir ähnlich wie dir.

Ich weiß auch nicht zu recht, was ich groß im Leben machen soll.
Meine Ausbildung ist bald zu Ende, ich weiß nicht zu recht ob ich den Beruf weiter oder später ausüben soll.
Bezahlung ist kacke, Arbeitsbedingungen sind kacke, und außerhalb eine Stelle zu finden wird auch nicht leicht sein.
Ich bin schon eher am Selbstzweifeln, ob das was ich die Jahre getan habe, auch richtig waren. Weil eigentlich kann ich viel mehr, aber mir fehlt auch die Motivation bzw mir fehlen die Perspektiven. Ich möchte eben einen Job haben, wo ich mich nicht kaputt arbeiten muss und gut über die Runden komme. Viele, nicht nur in meinem Betrieb, müssen ihren Lohn durchs Amt aufstocken. Und ich habe mir mal gesagt, wenn ich arbeiten gehen will, dann bitte ohne vom Amt abhängig zu werden, aber das sieht langsam nicht danach aus. Früher hat man gesagt, "geh arbeiten um dich zu ernähren", aber jetzt würde man sagen "Arm trotz Arbeit", ich würde wahrscheinlich noch mit 80 Jahren arbeiten müssen.

Und ja letzte Woche habe ich per Zufall viele alte Bekannte wieder gesehen, die mit mir auf der Schule bzw in der Kindheit waren und alle haben irgendwie einen guten bezahlten Job, Frau, Mann, Kind Familie eben, wo ich hingegen gar nichts vorzuweisen habe. Ich habe keine Familie, wenig Freunde, einen Job, den man eher als Sklavenarbeit bezeichnen könnte. Und ja langsam reicht es mir. Ausbildung mache ich selbstverständlich noch zu Ende, aber was meine Zukunft bringen soll, das weiß ich ehrlich gesagt nicht.
 
Hallo Kieren,

Dass du dich schon seit ein paar Monaten fühlst stelle ich mir sehr belastend vor. Ich kenne solche Phasen. Hattest du das schon öfter? Es ist ja schonmal eine wichtige Erkenntnis, dass die Motivationslosigkeit nicht am Studiengang an sich liegt, wobei man sich da in solchen Stimmungstiefs auch leicht einreden kann. Vielleicht hast du eine Art depressive Verstimmung oder gar eine Depression und du solltest das auf jeden Fall beobachten. Vielleicht kannst du dich erinnern, wieso du mit dem Studium angefangen hast und auch ein bisschen stolz darauf sein? Auch wenn alles gerade schwer von der Hand geht und du nicht die Leistung erbringst, die du dir wünschst, trotzdem hast du einen Studienplatz der deinen Vorstellungen entspricht. Dass du dich nicht gut konzentrieren kannst und kaum beteiligst ist bei deiner momentanen Stimmungslage sehr verständlich. Konzentrationsschwierigkeiten sind ein Symptom von depressiven Verstimmungen. Aber schmeiß nicht hin, wenn alles gerade sinnlos erschneint, dieser Gefühlszustand kann sich ändern! Auch, dass du am liebsten im Bett liegen bleiben würdest versteh ich. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass die Stimmung dadurch nicht besser wird. Sicher kann man diesem Drang manchmal nicht wiederstehen, wenn man sich so bedrückt fühlt.Trotzdem kann man prinzipiell sagen, dass Aktivität besser ist als Passivität. Es klingt für mich so als müsste irgendwas in dir wieder etwas in Schwung kommen. Tatsächlich hilft es vielen Menschen Sport zu treiben, oder wenn das zu viel ist (denn natürlich ist auch die Motivation hierfür schwierig) geh regelmäßig eine Runde spazieren. Achte darauf, dass du in Bewegung kommst und bleibst. Für mich ist Yoga und Spazieren/Joggen eine gute Lösung - und es hilft mir momentan dabei nicht in totale Stimmungstiefs abzurutschen. Habe Geduld mit dir, belohne dich mit etwas Schönem wenn du in der Uni warst oder etwas erreicht hast - denn für dich ist es momentan anstregender als für andere, deshalbd darfst du dich auch mehr belohnen. Wenn es irgendwas gibt, das dir gut tut, dann tu das. Du musst erst dafür sorgen, dass es dir besser geht, bevor du wieder an der Uni Hochleistung erbringen kannst oder gar deine gesamte Zukunft planen kannst. Liebe Grüße und alles Gute.
 
geht mir ähnlich.
auch wenn die antwort im ersten moment nicht sonderlich hilfreich erscheint, aber ich glaube, du wirst im wesentlichen allein herausfinden müssen, wie man da wieder rauskommt.

vielleicht hast du ja lust, mal folgendes auszuprobieren, wenn es dir nicht total sinnlos erscheint:
versuche mal, einige zeit lang deinen geist aufmerksam zu beobachten während du dich motivationslos im zimmer befindest.
einfach nur beobachten, sonst nichts - versuche, das beobachtete nicht in "gut" oder "schlecht" einzuteilen.
werde dir aller aktivität deines geistes bewusst, wonach er sich sehnt, was er ablehnt, welche vergleiche er anstellt, welche vorstellungen er von einem "glücklichen leben" hat.
in dem moment, wo dir auffällt, dass du mal wieder in gedanken abgeschwiffen warst, bist du aufmerksam.
nicht aufgeben und immer weiter aufmerksam bleiben. das kann auch spaß machen, wenn man entdeckt, welche absurden dinge da zum vorschein kommen können 😉

bist du denn "nur" motivationslos oder auch häufig traurig?
du hast doch sicher auch was, was dich begeistert? wofür brennst du ?

ich hatte heute zum ersten mal dieses richtig tiefe gefühl der sinnlosigkeit.
bin seit einigen monaten leicht depressiv und häufig traurig.
ich wusste heute einfach nicht mehr, was nun dieses außerordentliche phänomen, was wir leben nennen, jetzt eigentlich noch zu bedeuten hat.
aber gut - ich wollte meine probleme jetzt nicht unbedingt in deinen thread schleppen 🙂

aber hey - zum optimismus gibts jetzt auch nicht wirklich ne alternative, oder?
ich wünsche dir auf jedenfall, dass es bald wieder bergauf geht!
 
Irgend etwas ist falsch an deinem Gemütszustand. Ab zum Arzt und ein großes Blutbild verlangen. Nicht rormal dein Zustand in deinem Studienalter.
 
Also eigentlich interessiert mich gar nichts mehr so wirklich ... ich gebe mir schon Mühe, in der Uni aufzupassen und den Stoff wenigstens irgendwie nachzuarbeiten, wieder mehr zu unternehmen etc. ... aber ich bin inzwischen dazu übergegangen, wirklich den Großteil des Tages im Bett zu liegen, muss ich zugeben ... die Anwesenheitspflicht in der Uni wurde jetzt auch abgeschafft, was dem jetzt leider auch nicht gerade entgegenwirkt. Ich weiß auch einfach nicht mehr wie ich das wieder in den Griff kriegen soll. Klar kann ich mich dazu zwingen aufzustehen und was zu machen, aber meine Konzentration liegt einfach bei null und ich bin einfach nur müde.
Ich hatte dieses Jahr eine Phase, in der es mir nicht so gut ging ... mit starken Stimmungsschwankungen, Zwangsgedanken etc. Jetzt geht es mir eigentlich wieder ganz gut, aber irgendwie bin ich emotional jetzt total abgeflacht, also eigentlich das genaue Gegenteil von dem, was vorher war ... Ich weiß jetzt nicht ob das irgendwie ein psychisches Problem ist oder ein körperliches, oder ob ich mir das nur einbilde weil ich gerade nichts Sinnvolles zu tun habe.
 
Hab ich schon ... die Ergebnisse waren jetzt nicht ganz optimal, aber ich weiß nicht ob das meine Antriebslosigkeit erklärt.
Tut es nicht. Meine Werte waren auch nicht optimal, also habe ich meine Ernährung umgestellt, habe Sport getrieben und Ergänzungsmittel geschluckt. Hat es irgendwas gebracht? Nö. Anti-Depressiva funktionieren auch nicht.
 
Und wieder ein depressiver Student !

Willkommen im Club !
Mein Studium hat mich mitlerweile so zermürbt, dass ich ohne Antidepressiva quasi gar nicht mehr überlebenssfähig wäre.
Die Lernerei ist für mich unerträglich geworden.
Liege nachts wach, weil ich nicht weiß, wie ich die nächsten Prüfungen schaffen soll.
Habe keine Freizeit, kein Geld. Und unerträgliche Zukunftsängste.

Hätte ich das damals gewusst, hätte ich niemals ein Studium begonnen sondern hätte eine Lehre gemacht.

Ich kann Dir weder einen Ratschlag geben oder Dir helfen.
Aber vielleicht hilft es, wenn Du merkst, dass es vielen anderen auch so geht.

Was Deine Depressionen angeht solltest Du unbedingt ärztliche Hilfe aufsuchen !
Suche Dir einen Therapeuten.
Ohne Hilfe wird es immer schlimmer !
 

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