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ich habe alles, aber trotzdem...

G

Gast

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Hallo ihr,

ich werde demnächst 30 und ich habe soweit alles erreicht, was man sich so in den jungen Jahren vornimmt. Ich bin mit einem lieben Mann verheiratet, habe einen süßen kleinen Sohn, habe Abitur und studiert und derzeit reißen sich gerade zwei "Jonangebote" um mich. Wir leben in einem kleinen Haus zur Miete und haben ein Haustier,zwei Autos und mein Mann verdient genug, dass ich eigentlich noch niucht wieder arbeiten müßte.

So, jetzt kommt das trotzdem: ich habe das Gefühl,das Leben ist sinnlos. Als ich neulich mit meinem Sohn spazieren war, ging irgendwann ein etwa 10-jähriges Mädchen vor uns und ich dachte, bald findest du auch heraus, dass alles keinen Sinn macht.
Ich bin stets müde und fertig,egal wie lange ich schlafe oder was ich mache. Ich fühle mich wertlos und habe das Gefühl, dass ich nicht lieben kann. Und ich habe Angst, dass sich das auf meinen Sohn auswirkt und er später genauso wird,wie meine ganze Familie und ich,stets unzufrieden und auf der Suche nach mehr.
Meine Gedanken versuche ich mit Fernsehen und Internet zu unterdrücken. Mich jemanden anzuvertrauen kommt für mich nicht in Frage. Ich fühle mich zudem undankbar,da ich so viel habe,mehr als viele meiner Bekannten und trotzdem unglücklich bin. Ich müßte doch glücklich und dankbar sein. Stattdessen denke ich über einen Ausweg nach, finde aber keinen.

Wie soll ich glücklich werden? Noch mehr Sachen? Noch mehr anderer Leute Wünsche erfüllen? Ich selber will nichts für mein Leben,ich habe schon länger keine Ziele, Wünsche, Ideale oder so. Ich beneide Menschen die Interessen haben, eine Leidenschaft, einen Lebenstraum.
Mein Leben läuft vor sich hin und ich versuch mich nur davor zu verstecken, denn ich weiß nicht wie ich es leben soll und bin auch darüber unglücklich.

Danke fürs Lesen!
 
Hallo und guten Morgen,

die Aussage das du doch glücklich sein müsstest ist eher falsch. Ein Mensch der keine Ziele mehr hat, keine Lebensträume und sich leer fühlt kann nicht eher glücklich werden solange diese tiefgründigen Bedürfnisse gestillt sind.

Klingt für mich nach einer Depression..

Ich würde dir empfehlen offen mit deinem Mann darüber zu reden und dich gemeinsam mit ihm an dieses Problem zu setzen. Man könnte beispielsweise eine Reise unternehmen oder sich in einem Partnerkurs anmelden. Einfach wieder versuchen Interessen zu entwickeln und neue Ziele zu finden. Sport treiben soll auch gut helfen. "Heute ein Kilometer weiterlaufen, heute 10 min. länger durchhalten.." Simple Ziele die einem das Gefühl geben aktiv im Leben zu stehen und einen Sinn zu erfüllen.

Zumal du nicht vergessen solltest, dass du eben einen Sohn hast. Sorge dich um ihn und zeige ihm wie wichtig er dir ist, sodass es eben nicht dazu kommen kann, dass er sich auch eines Tages so wertlos fühlt.


Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und du verstehst nichts falsch von dem was ich schrieb..

greetz
 
Hallo,

ich bin zufällig auf dein Schreiben hier gestoßen. Du bist nicht alleine, mir z.B. geht es genauso wie dir. Ich bin vor kurzem 30 geworden, bin verheiratet, aber noch keine Kinder, wir haben eigenes neues großes Haus mit Garten, ein schönes Auto. Ich habe zwei Studienabschlüsse, ich habe Arbeit, mein Mann und ich wir beide verdienen gut. Es mangelt mir an nichts. Ich kann mir alles kaufen, was ich so gerade will. Trotz allem komme ich ständig auf Gedanken, dass alles keinen Sinn macht, es geht immer nur ums Geld. Ich kenne keinen Ratschlag, der dich trösten soll. Ich selbst versuche viel zu arbeiten, um mich von diesen blöden Gedanken abzulenken, es hilft. Ich glaube, es geht hier um eine 30-Jahre-Krise: man hat alles und weiß nicht was er damit tun soll und man versteht, dass die Jugend auch für immer vorbei ist und daher die Konfrontation. Als wir gaanz jung waren, hatten wir viele Wünsche, Ziele, Ideen aber kein Geld. Jetzt wo wir Geld haben, haben wir keine Wünsche mehr, weil wir wahrscheinlich vieles von den Jugendwünschen erlebt haben. Kopf hoch!
 
Hallo!

Ich kann Euch teilweise verstehen, da es mir auch so geht.
Ich bin 33, auch erfolgreich und lebe mit meiner Familie im Wohlstand.

Es gibt vieles, worauf ich stolz bin.
Aus irgendeinem Grund gibt es aber Tage, an dem mir all dies sinnlos erscheint. Ich denke dann, dass ich absolut wertlos bin und nichts, NICHTS erreicht habe.
Keine Ahnung, warum das so ist. Ich weiß nur, dass das furchtbar belastend ist, besonders, da es soviel gibt, wofür wir dankbar sein müssen.

Gruß

CrashAndBurn
 
Ganz so drastisch wie Rainer sehe ich es zwar nicht... aber auch ich glaube es sind die Auswirkungen unserer Zeit die diese innere Leere bei Menschen die eigentlich alles haben aufkommen lassen. Wenn man sich alles erfüllt hat nachdem man GLAUBTE streben zu müssen, folgt darauf wohl oft Ernüchterung... Kennt Ihr das Sprichwort "Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite"? All das was wir (noch) nicht haben ermöglicht uns Illusionen von großem Glück und Zufriedenheit wenn wir es doch nur erlangen könnten... Doch dann, auf dieser anderen Seite des Gartens angelangt, ist dort in Wirklichkeit auch nicht viel mehr als grünes Gras... Wenn wir heute unser ganzes Leben nur nach diesen materiellen Erfolgen ausrichten: Ehemann, Haus, Auto, Geld, Kind... und das war's, was gibt dann unserem Leben Sinn?

Heute sind die tieferen Werte in dieser Gesellschaft so sehr verloren gegangen... Für andere da sein, dem eigenen Kind wichtige Werte ins Leben mitgeben, zu einer Gemeinschaft beitragen usw... Wo ist all das in dieser Gedankenwelt? Ich selbst bin nicht religiös, glaube also demnach auch nicht, dass nur kirchliche Menschen wieder Werte finden könnten. Im Gegenteil: Jemand dem diese Werte nicht schon in einem Buch vorgegeben werden, der muss sie sich selbst erschaffen und finden, sich Gedanken machen und eigene Grundsätze erfüllen.

Ganz ehrlich, ich selbst wäre unendlich froh wenn ich hätte was Du hast, liebe Threaderöffnerin. Nicht wegen des materiellen! Sondern weil Du mit Mann und Kind die Chance auf Liebe und Wärme in Deinem Leben hast - DARAUS allein lässt sich so viel machen und so viel Sinn und "mehr" ableiten. Es könnte, so wie Du schreibst, aber auch ganz einfach sein, dass Du an einer echten Depression erkrankt bist. Deine Symptome klingen so... Müdigkeit, Taubheit, unerklärliches unzufrieden sein usw... In dem Fall gehörst Du in gute, hilfreiche Hände eines Therapeuten. Wenn Du selbst keine Lust darauf hast Dich jemandem anzuvertrauen (wie Du schreibst), dann bist Du es zumindest Deinem Kind schuldig. Denn natürlich wird es Deine Stimmung spüren und "abkriegen", Du kannst ihm mit Depressionen nicht die Energie als Mutter schenken, die es verdient. Daher such Dir bitte professionelle Hilfe.

Wenn Du das getan hast, wäre es vielleicht wirklich an der Zeit Dir zu überlegen wie Du Deinem Leben vielleicht mehr Sinn und Erfüllung schenken kannst indem Du z.B. ehrenamtlich anderen Menschen hilfst.
 
du machst dir einfach zu viele gedanken.

ich glaube dein problem ist einfach der öde alltag. ich glaube ferien würden dir wirklich gut tun. du musst dir einen platz auf der welt suchen nach dem du dich wirklich sehnst. und dann geh dorthin und machst ferien. bei mir war das new york und ich hatte das glück gehabt einmal dort ferien zu machen. es war die schönste zeit meines lebens.
 
Hallo!

Ich halte Ratschläge wie "verschenke all Dein Geld" für Unsinn und völlig am Thema vorbei.
Die Aussage in dem Thread war nicht: "Ich habe nach Reichtum gestrebt und dabei den Sinn in meinem Leben verloren", sondern: "ich bin unzufrieden, aber nicht weil es mir finanziell schlecht geht".
Ich finde es ärgerlich, wenn so vorschnell und oberflächlich über Menschen geurteilt wird. Dürfen reiche Menschen nicht unglücklich sein? Oder ist das ein Privileg der Mittellosen?

Gruß

CrashAndBurn
 
hallo,

ich habe es endlich geschafft die antworten zu lesen. Vielen Dank an alle die mir geschrieben haben!

Ich weiß nicht was ich sagen soll,

Ich finde es schön zu lesen,dass es andere Menschen gibt, denen es geht wie mir. Das macht es nicht besser, aber man fühlt sich trotzdem weniger alleine.

Ich denke nicht, dass das Problem damit gelöst ist, dass ich alles verschenke,denn auch wenn es vielleicht so rübergekommen ist, wir sind nicht reich.Mittelschicht uns geht es gut, aber unser Sofa wollte niemand haben ;-)
"ich bin unzufrieden, abet nicht weil es mir finanziell schlecht geht" trifft es.Ich weiß nicht wieso es ist wie es ist.Es ist ja nicht nur das finanzielle,ich habe auch sonst vieles (Familie,kind) wonach sich andere sehnen und das weiß ich auch. Ich versuche das zu schätzen, aber irgendwie geklingt das nicht. Es ist schwer zu beschreiben.

Ich habe Angst zun einem Therapeuten zu gehen. Angst davor, dass ich tatsächlich unter Depressionen leiden könnte, aber nochmehr Angst, dass es nicht so sein könnte. Der Weg dorthin erscheint mir zudem seeehr lang und ich kenne ihn nicht.

@Kannja
das meine ich. ich habe viele Freunde und auch Geschwister, die sich wie du nach einer Familie sehnen und mir sagen,dass ich doch glücklich zu schätzen bin. aber,naja trotzdem.... Ich fürchte auch,dass mein Sohn darunter leiden wird. ich wünschten ich könnte es einfach abstellen und jemand anders sein, der mein Leben zu schätzen und zu nutzen weiß,

Vielen Dank fürs Lesen.
 
Hallo ihr,

ich werde demnächst 30 und ich habe soweit alles erreicht, was man sich so in den jungen Jahren vornimmt. Ich bin mit einem lieben Mann verheiratet, habe einen süßen kleinen Sohn, habe Abitur und studiert und derzeit reißen sich gerade zwei "Jonangebote" um mich. Wir leben in einem kleinen Haus zur Miete und haben ein Haustier,zwei Autos und mein Mann verdient genug, dass ich eigentlich noch niucht wieder arbeiten müßte.

So, jetzt kommt das trotzdem: ich habe das Gefühl,das Leben ist sinnlos. Als ich neulich mit meinem Sohn spazieren war, ging irgendwann ein etwa 10-jähriges Mädchen vor uns und ich dachte, bald findest du auch heraus, dass alles keinen Sinn macht.
Ich bin stets müde und fertig,egal wie lange ich schlafe oder was ich mache. Ich fühle mich wertlos und habe das Gefühl, dass ich nicht lieben kann. Und ich habe Angst, dass sich das auf meinen Sohn auswirkt und er später genauso wird,wie meine ganze Familie und ich,stets unzufrieden und auf der Suche nach mehr.
Meine Gedanken versuche ich mit Fernsehen und Internet zu unterdrücken. Mich jemanden anzuvertrauen kommt für mich nicht in Frage. Ich fühle mich zudem undankbar,da ich so viel habe,mehr als viele meiner Bekannten und trotzdem unglücklich bin. Ich müßte doch glücklich und dankbar sein. Stattdessen denke ich über einen Ausweg nach, finde aber keinen.

Wie soll ich glücklich werden? Noch mehr Sachen? Noch mehr anderer Leute Wünsche erfüllen? Ich selber will nichts für mein Leben,ich habe schon länger keine Ziele, Wünsche, Ideale oder so. Ich beneide Menschen die Interessen haben, eine Leidenschaft, einen Lebenstraum.
Mein Leben läuft vor sich hin und ich versuch mich nur davor zu verstecken, denn ich weiß nicht wie ich es leben soll und bin auch darüber unglücklich.

Danke fürs Lesen!

Lieber Gast!
Jetzt sind 5 Jahre vergangen und ich würde gerne wissen wie es Dir jetzt geht und ob Dein Leben eine Wende gefunden hat.
Wenn nicht, würde ich Dir gerne helfen.
 

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