Kieren
Mitglied
Hallo ...
Obwohl es mir zurzeit (endlich) wieder ganz gut geht, habe ich das Gefühl, dass mit mir einfach irgendetwas nicht stimmt. Ich weiß nicht wirklich wie ich das, was in mir vorgeht erklären soll, weil das einfach Empfindungen bzw. Zustände sind, die ich nicht richtig in Worte fassen kann. Ich habe eigentlich schon immer das Problem gehabt, dass ich kein sonderlich ausgeprägtes Selbstwertgefühl habe und dass es mir schwerfällt, negative Gefühle zu verbalisieren oder diese überhaupt richtig zuzuordnen. Das war schon so als ich ein Kind war, dass ich z. B. einfach grundlos traurig war und das nicht erklären konnte. Später kamen dann ziemlich irrationale Ängste hinzu, so in Richtung soziale Phobie gehend. Bis vor ein paar Jahren war es auch so, dass ich vollkommen unfähig war, Wut zu empfinden. Ich glaube, bis ich so 14/15 war, kannte ich dieses Gefühl gar nicht. Und auch jetzt ist es noch so, dass ich zwar wütend werden kann, aber dann eher aufgrund von Provokation, also mehr so als Stressreaktion auf bestimmte Geräusche etc. ... ich bin eigentlich nie wirklich auf andere Personen wütend und mir fällt es ehrlich gesagt oft auch schwer zu verstehen warum viele Menschen sich über bestimmte Dinge so aufregen, die ich selbst nicht als schlimm empfinde. Vielem gegenüber bin ich einfach völlig gleichgültig. Was eigentlich seltsam ist, weil ich auf andere Dinge wiederum sehr emotional reagiere ... ich leide z. B. immer mit wenn jemandem etwas schlimmes passiert, außerdem fällt es mir schwer, mit Kritik umzugehen und für mich selbst einzustehen, mich anderen gegenüber zu behaupten ... ich mache dann meist komplett dicht und versuche der Situation zu entkommen.
Es ist es jetzt so, dass ich einfach oft das Gefühl habe, dass ich irgendwie "ver-rückt" bin, also das meine Art zu denken und zu empfinden gestört ist, dass meine Wahrnehmung verschoben ist und dass ich nicht wirklich "da" bin. Dass ich z. B. mit Freunden irgendwo bin und plötzlich das Gefühl habe, nicht wirklich real zu sein. So dass ich einen Moment lang wirklich daran zweifle ob ich jetzt da bin, ob die anderen auch da sind, ob ich wach bin und nicht träume, ob die anderen mich auch sehen können ... obwohl ich natürlich objektiv weiß, dass alles echt ist.
Ich habe einfach nie wirklich gelernt, mit diesen Empfindungen umzugehen, und mit meiner Unsicherheit und meiner Unfähigkeit, mich gegenüber anderen zu behaupten. Mir war das bis vor kurzem nicht wirklich klar, aber ich habe schon vor ziemlich langer Zeit in Reaktion auf diese Dinge autoaggressive Verhaltensweisen entwickelt. Als Kind habe ich mir manchmal absichtlich wehgetan weil ich traurig war und nicht wusste warum, und dann dachte, wenn ich hinfalle, dann habe ich eine Begründung warum ich weine. Später habe ich dann jahrelang an den Fingernägeln gekaut, was ich mir inzwischen zum Glück abgewöhnt habe. Dafür beiße ich mir jetzt oft die Lippen auf, manchmal zerkratze ich mir die Arme oder beiße mich. Ich habe eine Zeit lang gedacht, dass ich das auch Selbthass tue und um mich selbst zu bestrafen, aber eigentlich hasse ich mich gar nicht und ich glaube, ich mache das mehr aus Nervosiät oder weil ich das Gefühl mag.
Ich bin auch irgendwie besessen von dem Gedanken, mich selbst zu zerstören ... obwohl ich das gar nicht will. Inzwischen ist es wieder besser geworden, aber ich hatte eine Zeit lang immer wiederkehrerende sehr bildliche destruktive Gedanken. Ich habe z. B. immer diese Szene vor Augen gehabt, dass mich jemand kreuzigt und mir erst die Pulsadern aufschneidet und mir dann die Kehle durchschneidet bis ich an meinem eigenen Blut ersticke. Oder dass ich mich vor einen Zug werfe und irgendjemand meine zerschmetterten Körperteile von den Schienen aufsammeln müsste. Mir ist klar wie psycho das klingt und natürlich will ich nicht, dass sowas wirklich passiert ... diese Gedanken sind einfach da und ich kann nicht wirklich etwas dagegen tun. Ich habe gelesen, dass sowas normal ist und die meisten Menschen solche Gedanken ab und zu haben, aber manchmal macht es mir trotzdem Angst.
Ich weiß einfach langsam nicht mehr was normal ist, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich weiß nicht, wie sich das für Außenstehende anhört. Ich glaube, ich würde einfach gerne eine objektive Meinung hören.
Danke fürs Lesen.
Obwohl es mir zurzeit (endlich) wieder ganz gut geht, habe ich das Gefühl, dass mit mir einfach irgendetwas nicht stimmt. Ich weiß nicht wirklich wie ich das, was in mir vorgeht erklären soll, weil das einfach Empfindungen bzw. Zustände sind, die ich nicht richtig in Worte fassen kann. Ich habe eigentlich schon immer das Problem gehabt, dass ich kein sonderlich ausgeprägtes Selbstwertgefühl habe und dass es mir schwerfällt, negative Gefühle zu verbalisieren oder diese überhaupt richtig zuzuordnen. Das war schon so als ich ein Kind war, dass ich z. B. einfach grundlos traurig war und das nicht erklären konnte. Später kamen dann ziemlich irrationale Ängste hinzu, so in Richtung soziale Phobie gehend. Bis vor ein paar Jahren war es auch so, dass ich vollkommen unfähig war, Wut zu empfinden. Ich glaube, bis ich so 14/15 war, kannte ich dieses Gefühl gar nicht. Und auch jetzt ist es noch so, dass ich zwar wütend werden kann, aber dann eher aufgrund von Provokation, also mehr so als Stressreaktion auf bestimmte Geräusche etc. ... ich bin eigentlich nie wirklich auf andere Personen wütend und mir fällt es ehrlich gesagt oft auch schwer zu verstehen warum viele Menschen sich über bestimmte Dinge so aufregen, die ich selbst nicht als schlimm empfinde. Vielem gegenüber bin ich einfach völlig gleichgültig. Was eigentlich seltsam ist, weil ich auf andere Dinge wiederum sehr emotional reagiere ... ich leide z. B. immer mit wenn jemandem etwas schlimmes passiert, außerdem fällt es mir schwer, mit Kritik umzugehen und für mich selbst einzustehen, mich anderen gegenüber zu behaupten ... ich mache dann meist komplett dicht und versuche der Situation zu entkommen.
Es ist es jetzt so, dass ich einfach oft das Gefühl habe, dass ich irgendwie "ver-rückt" bin, also das meine Art zu denken und zu empfinden gestört ist, dass meine Wahrnehmung verschoben ist und dass ich nicht wirklich "da" bin. Dass ich z. B. mit Freunden irgendwo bin und plötzlich das Gefühl habe, nicht wirklich real zu sein. So dass ich einen Moment lang wirklich daran zweifle ob ich jetzt da bin, ob die anderen auch da sind, ob ich wach bin und nicht träume, ob die anderen mich auch sehen können ... obwohl ich natürlich objektiv weiß, dass alles echt ist.
Ich habe einfach nie wirklich gelernt, mit diesen Empfindungen umzugehen, und mit meiner Unsicherheit und meiner Unfähigkeit, mich gegenüber anderen zu behaupten. Mir war das bis vor kurzem nicht wirklich klar, aber ich habe schon vor ziemlich langer Zeit in Reaktion auf diese Dinge autoaggressive Verhaltensweisen entwickelt. Als Kind habe ich mir manchmal absichtlich wehgetan weil ich traurig war und nicht wusste warum, und dann dachte, wenn ich hinfalle, dann habe ich eine Begründung warum ich weine. Später habe ich dann jahrelang an den Fingernägeln gekaut, was ich mir inzwischen zum Glück abgewöhnt habe. Dafür beiße ich mir jetzt oft die Lippen auf, manchmal zerkratze ich mir die Arme oder beiße mich. Ich habe eine Zeit lang gedacht, dass ich das auch Selbthass tue und um mich selbst zu bestrafen, aber eigentlich hasse ich mich gar nicht und ich glaube, ich mache das mehr aus Nervosiät oder weil ich das Gefühl mag.
Ich bin auch irgendwie besessen von dem Gedanken, mich selbst zu zerstören ... obwohl ich das gar nicht will. Inzwischen ist es wieder besser geworden, aber ich hatte eine Zeit lang immer wiederkehrerende sehr bildliche destruktive Gedanken. Ich habe z. B. immer diese Szene vor Augen gehabt, dass mich jemand kreuzigt und mir erst die Pulsadern aufschneidet und mir dann die Kehle durchschneidet bis ich an meinem eigenen Blut ersticke. Oder dass ich mich vor einen Zug werfe und irgendjemand meine zerschmetterten Körperteile von den Schienen aufsammeln müsste. Mir ist klar wie psycho das klingt und natürlich will ich nicht, dass sowas wirklich passiert ... diese Gedanken sind einfach da und ich kann nicht wirklich etwas dagegen tun. Ich habe gelesen, dass sowas normal ist und die meisten Menschen solche Gedanken ab und zu haben, aber manchmal macht es mir trotzdem Angst.
Ich weiß einfach langsam nicht mehr was normal ist, aber ich habe immer mehr das Gefühl, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich weiß nicht, wie sich das für Außenstehende anhört. Ich glaube, ich würde einfach gerne eine objektive Meinung hören.
Danke fürs Lesen.