Es gibt den Podcast „ Ich bin die dritte Frau“. Da berichten ausschließlich Frauen über Männer, die narzisstische Verhaltensweisen aufweisen. Die Moderatorin des Podcasts bespricht in jedem Gespräch, die systematischen Gewaltformen dieser Beziehungsysteme (soziale Gewalt, physische Gewalt, sexuelle Gewalt, psychische Gewalt, finanzielle Gewalt). Vielleicht erkennst du durch diese Erfahrungsberichte der interviewten Frauen. Ähnlichkeiten.
Festlichkeiten bieten Narzissten häufig einen Anlass, völlig auszuticken. Beim Weihnachtsfest steht die Gemeinschaft (Familie, etc.) im Mittelpunkt und nicht der Narzisst, dem dadurch seine narzisstische Zufuhr entzogen wird, was ihn sehr verärgert (nur eine mögliche Erklärung – es gibt noch andere). Es folgt Drama. Das anschließende Verschwinden ist meist silent treatment (als Strafe gedacht oder als Manipulation, um wieder Kontrolle herzustellen).
Der Ratschlag der Polizei, sich um sich selbst zu kümmern, ist sicherlich nicht verkehrt. Während seiner Abwesenheit gilt es, erst einmal herunterzukommen und eventuell überlegte Wege für einen Exit zu überlegen (das bedeutet nicht, dass sofort ein Exit stattfinden muss). Vielleicht muss man dafür Unterlagen sichten, kopieren, ein Notgepäck bereitstellen (falls deine körperliche oder psychische Unversehrtheit auf dem Spiel stehen sollte) oder sich Gedanken über eine zukünftige Wohnsituation zu machen und schon einmal die Möglichkeiten zu eruieren (wie komme ich aus dem gemeinsamen Mietvertrag raus, wer zieht aus, wo kann ich eventuell wohnen?).
Es gilt auf jeden Fall sehr überlegt zu handeln, denn die narzisstische Wut kann sehr gefährlich sein.
Sein soziales Umfeld zu mobilisieren, kann durchaus auch sehr wertvoll sein, insofern der Narzisst einen nicht schon völlig von Familie und Freunden isoliert hat.
Wenn du sagst, welche Form des Austausches du wünschst, kann dir hier besser geholfen werden.