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Ich glaub, unsere Tochter liebt uns nicht :-((

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Gast

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Hallo liebes Forum,

mein Mann und ich (er 38, ich 35) sind Eltern einer 11-jährigen Tochter.
Ich gebe zu, zuerst konnte ich sie nicht so lieben wie man ein Baby vielleicht lieben muss. Es war eine sehr schwere Geburt, bei der ich durch hohen Blutverlust fast verstorben wäre. Ich muss danach noch 2 Wochen in der Klinik bleiben.
Danach hatte ich mit schweren Depressionen zu kämpfen. Ich habe unsere Tochter nie vernachlässigt, habe aber wenig mit ihr geschmust. Doch meine Mutter, die als Oma sofort vernarrt in ihre Enkelin war, hat alles wettgemacht. Sie war im ersten Lebensjahr unserer Tochter sehr oft bei uns, half mir auch im Haushalt.
Die Kleine war auch von Anfang an nicht so auf uns als Eltern fixiert. Wenn wir morgens oder nach ihrem Mittagsschlaf in ihr Zimmer kamen, lächelte sie nie oder streckte uns nie die Ärmchen entgegen. Sie spielte dann meistens mit ihren Fingerchen in der Luft und ließ sich durch nichts stören. Gefüttert zu werden war ihr oft lästig so das sie dabei meistens wieder einschlief.
Andere beneideten uns um unser pflegeleichtes Baby. Mein Mann sagt heute noch oft, wir hätten sie wahrscheinlich statt in ihr Bett in eine Holzkiste legen können und sie hätte sich nicht beschwert.
Ab dem 4. Lebensjahr, kam sie ab und zu am Sonntagmorgen zu uns ins Bett, aber sonst blieb sie sehr auf Distanz. Wenn sie Schmerzen hatte oder traurig war, kam sie nicht um sich trösten zu lassen.

Als unsere Tochter älter wurde, kam es auch desöfteren mal zu teilweise unvermeidlichen Trennungen von uns.
Kindergarten im Alter von 3 Jahren war überhaupt kein Problem. Sie weinte auch in der Anfangszeit kein einziges Mal, wenn ich sie dort hinbrachte. Die Erzieherin sagte, die Kleine wäre sehr ruhig, ließe sich aber manchmal nicht gut in ein Spiel integrieren oder zum Basteln animieren. Das führte dann schon mal zu Tobsuchtsanfällen.
In der Grundschulzeit war sie desöfteren mal für ein Woche weg von zu Hause. Einmal musste sie für eine Woche ins Krankenhaus. In den Ferien brachten wir sie schon mal zu meiner Schwester und ein anderes Mal fuhr sie mit ihrer Freundin und deren Eltern an die Nordsee, weil wir in dem Jahr kein Geld für einen Urlaub hatten. Im 3. Schuljahr fuhr sie mit ihrer Klasse für 5 Tage in die Jugendherberge.
Kein einziges Mal hat sie geweint oder uns im nachhinein gesagt das sie Heimweh hatte.
Im letzten Jahr erzählte mir die Mutter ihrer Freundin leider das sie mitbekommen hat, wie unsere Tochter sagte das sie ihre Omas und Opas lieber hätte als Mama und Papa!

Kann es sein das unsere Tochter uns überhaupt nicht liebt und wir ihr gleichgültig sind?
Kann die Anfangszeit wirklich so viel kaputt gemacht haben zwischen uns?
 
Kann die Anfangszeit wirklich so viel kaputt gemacht haben zwischen uns?

Ich kann mir das durchaus vorstellen. Kinder beruhigen sich z. B., wenn sie den Herzschlag der Mutter hören. Ich glaube, daß die Natur das schon mit Sinn so eingerichtet hat, daß man bei Babys den "Reflex" hat, sie zu knuddeln und im Arm zu halten.

Eure Tochter ist doch jetzt in einem Alter, in dem sie das schon langsam verstehen kann, wenn man ihr erklärt, warum es damals für Dich schwer war, Deine Liebe zu ZEIGEN. Versuch doch, ihr zu erklären, daß Du sie dennoch lieb hast. Vielleicht könnt Ihr Euch ja annähern.
 
Auch wenn das vielleicht blöd klingt, aber ich würde die Kleine mal konkret fragen, ob sie euch denn lieb hat. Oder dass man es ihr selbst mal sagt, wie lieb man sie habe. 🙂 Vielleicht seid Ihr auch zu distanziert ihr gegenüber und es ist eine Art Teufelskreis. 🙂🙂🙂 Ich war bei meinen Eltern auch nie übertrieben liebevoll - weil ich auch immer merkte, dass sie viel mit Anderem beschäftigt waren. d.h. aber nicht, dass keine Liebe da war oder ist. 🙂

Kinder haben auch Phasen, wo sie die Großeltern lieber haben. Z.B. lassen viele Großeltern einfach mehr durchgehen. Das heißt aber nicht, dass das Kind für die Eltern keine Liebe übrig haben muss. 🙂 :blume: Vielleicht ist das eine Phase.

Wie ist denn eure Tochter euch gegenüber sonst so? Sprecht ihr viel miteinander?
Vielleicht müsst ihr irgendwie eine neue Bindung aufbauen. Zu spät ist es nicht. Ich habe zu meinem Vater in der Teeniephase auch nicht mehr den tollen Bezug gehabt... im früheren Erwachsenenalter auch nicht (bin jetzt 29). Seitdem meine Mama verstorben ist (19. Juni dieses Jahr) hat sich das Blatt zwischen uns gewendet.
Das muss also alles nichts heißen. 🙂

Ich kann es aber sehr verstehen, dass ihr down seid, speziell du. :blume:
 
Den Satz, weil wir kein Geld für einen Urlaub hatten. Ich glaube das letzte was ein Kind interessiert ist Urlaub.

Aber war nur so ein Gedanke. Ich denke vielleicht ist es bei euch allgemein etwas gefühlskalt. Sie war im Krankenhaus. Sicher habt ihr sie jeden Tag besucht. Oder?

Vielleicht ist sie auch einfach nur ein nicht so kuschelmensch. Gibt es ja oft. Ich denke mal, liebe beruht sich auf Gegenseitigkeit. Und wenn du sie wirklich liebst, dann kannst du dir sicher sein, dass sie das auch macht. Vielleicht nur einfach mehr im stillen.
 
Ich schließe mich Ausrufezeichen an. Bei mir im Elternhaus war es auch eher kühler; aber man wusste, dass durchaus Gefühle da sind 🙂🙂🙂🙂
 
Mag sein, dass eure Tochter euch nicht liebt.
Es ist ein Märchen, dass jedes Kind seine Eltern liebt. Wenn es zu wenig Zuneigung und Geborgenheit zu Hause bekommt, kann es kein Vertrauen aufbauen und hat somit auch keine innigen Gefühle für die Eltern.
Da scheint schon jede Menge zerstört worden zu sein.

Wenn es dir wichtig ist, könntet ihr versuchen, das Verhältnis durch eine Familientherapie zu verbessern.
 
Ich muss mich gerade ganz schön zusammen reißen, denn es ging mir wie deiner Tochter. Deine Tochter zeigt ganz klare Symptome von emotionaler Vernachlässigung, die durch ihre Lebensumstände entstanden sind. Das Gefühl ein Oma-Kind zu sein, sich von den eigenen Eltern ungeliebt fühlen, wie auf´s Abstellgleis geschoben, unbedachte Äußerungen gegenüber deiner Tochter, all das kann ohne therapeutische Aufarbeitung lebenslange Spätfolgen haben bis hin zu Borderline-Störungen, mehrschichtigen Persönlichkeitsstörungen, Suchtverhalten aller Art bis hin zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen, weil die Seele dann den Körper krank macht.

Es geht hier nicht darum, dass du von deiner Tochter erwarten kannst, dass sie dich liebt. Es geht darum, dass deine Tochter deine Liebe dringend benötigt.

Wenn du deiner Tochter etwas gutes tun möchtest, zeige ihr, dass du ihr bedingungslose Liebe geben kannst und ich meine hier wirklich bedingungslos! Suche mit ihr einen Psychologen auf, der möglichst eine Schematherapie anbieten kann und wenn möglich noch eine homöopathische Ausbildung hat.

Bitte nimm dir meine deutlichen Worte als Betroffener von emotionaler Vernachlässigung zu Herzen, schon deiner Tochter zuliebe.

liebe Grüße
Momo
 
Bitte hilf ihr ganz schnell!
Ich konnte immer schon an einer Hand abzählen, wie oft innerhalb eines Jahres ich in den Arm genommen wurde, manchmal jahrelang gar nicht.
Sowas tut unheimlich weh, auch wenn Oma und Opa übernehmen.
So war das bei mir auch.
Bin heute 21 (Depressionen, Soziale Phobie) und wünsche mir manchmal immer noch einfach Umarmungen oder Zeichen von "hey meine Tochter, ich hab dich lieb".
Ich wollte nie soviel materielles Zeug, in den Urlaub oder sonst was... ich wollte nur Umarmungen und Nähe meiner Mutter! (meine Eltern sind geschieden, weswegen mein Vater sowieso wegfällt)
bitte bitte gib ihr viiieel Liebe, Aufmerksamkeit und HÖRE IHR ZU!
Geh wenigstens abundzu mal zu ihr und frage sie, ob alles okay ist. Wie es ihr geht, wie ihr Tag war.
Interessiere dich für sie. Setze dich gemeinsam mit ihr aufs Bett, mach irgendwas, bitte!
Ich möchte nicht, dass sie so endet wie ich.
Sei einfach für sie da... nicht nur bei Krankheit oder materiellen Wünschen... ich flehe dich an.
 

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