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Ich fühle nichts

Smi95

Neues Mitglied
Hallo

Ich muss ehrlich sagen, ich weiss nicht warum ich das hier schreibe, ich mache mir nicht besonders Hoffnung dass jemand hier mir helfen kann aber egal.

Zu mir : Ich bin 22 Jahre, wohne momentan bei meinem richtigen Vater, mit dem ich aber wenn es gut geht 2-3x die Woche rede da unser Verhältniss nicht sehr gut ist und wir zu oft verschiedener Meinung sind. Ich bin momentan leider arbeitslos, habe aber ein Abitur Abschluss hier in Luxemburg, finde nur kein Job.
Meine Kindheit bestand hauptsächlich aus Gewalt, da meine Mutter depressiv ist und immer nur draufgehauen hat wenn meine Geschwister und ich nicht so gemacht haben wie sie wollte und mein Stiefvater ist Alkoholiker und wurde dann, hauptsächlich mit mir weil er mich nie leiden konnte, auch immer aggressiv.
Jeder Tag bestand aus Angst und Mobbing. Da ich aus Angst wenn ichs Maul aufreiss, eine kriegen würde, war ich immer sehr scheu und deswegen wurde ich dann gemobbt und bekam auf die Fresse in der Schule und dann zuhause nocheinmal weil dann z.B flecken auf der Jacke war weil ich durch den Dreck gezogen wurde.

Dann als ich dann in die 8. Klasse hörte wenigstens das mobben auf, aber zuhause gabs immer wieder nur Streit mit mir oder durch mich (weil dann meine Mutter und mein Stiefvater wegen mit gestritten haben, weil ich kiffe oder sonstiges). Solange, bis ich dann vor 2 Jahren entschieden habe zu meinem Vater zu ziehen, weil ich nicht wollte dass meine Geschwister andauernd diesen Streit mitbekommen und eventuell wäre irgendwann die Scheidung gekommen und ich hätte schuld gehabt.

Ich denke dass ich depressiv bin, weil glücksgefühle empfinde ich nicht bis kaum. Seit wann ich das habe, weiss ich nicht. Aufgefallen ist es mir mit 16, als ich geburstag hatte, und eine kleine Party im Garten hatte, und meine Mutter mir nach der Party gesagt hat, dass sie gemerkt hat dass ich mich irgendwie nie würde über irgendetwas freuen, und da ist mir halt aufgefallen dass ich mich überhaupt nicht freuen kann. Ich habe auch nie Lust auf irgendetwas. Nicht mal mehr auf zocken oder Serien schauen. Ich will nicht allein sein, ich bin 80% von meiner Zeit allein und einsam.

Weinen mache ich regelmässig, manchmal wein icj und weiss nicht mal wieso. Auch Schmerz empfinde ich noch, aber sonst wirklich nichts, auch wenn ich das hier schreibe, spüre ich nur Leere in mir. So krank es klingt, und ich hoffe ich werde nicht gesteinigt deswegen, aber nur das kiffen und saufen hilft. Nur hasse ich Alkohol durch meinen Stiefvater deswegen kiffe ich regelmässig, um mir selbst zu zeigen was Gefühle sind. In denen 1-2 Stunden ist die Welt farbig und nicht grau, deswegen mache ich es.

Freundin hatte ich noch nie, noch nie einen Kuss und von Sex bin ich weiter entfernt als vom Mount Everest. Ehrlich gesagt bedrückt mich das sehr, und viele werden sagen dass das noch alles kommt und nicht wichtig ist, aber wenn man 22 ist und der einzige im ganzen Freundeskreis ist, der noch nichts zu erzählen hat, fühlt man sich lächerlich.

Sry der Post ist recht durcheinander, ich hoffe jeder versteht irgendwie wie es mir geht und kann mir vllt paar Tipps geben.
 
Hallo,

mein erster Gedanke war, klar fühlst du nichts, in dir ist so eine große Wut, soviel Trauer, das willst du gar nicht fühlen, dann lieber gar nichts fühlen. Das ist ein Notbehelf aber keine Dauerlösung.
Für deinen psychischen Zustand solltest du dir wirklich jemanden suchen, wo du reden kannst, wo du loslassen kannst, wie das in Luxemburg geregelt ist weiß ich nicht, aber vielleicht gibt es auch soziale Einrichtungen, wo du dich erst mal beraten lassen kannst, was dir helfen würde, bzw. wer in deiner Gegend in Frage kommt.

Wenn du Abitur hast, könntest du dich um einen Studienplatz oder eine Ausbildung bemühen. Bis das soweit ist, könntest du ein Praktikum machen oder vielleicht gibts bei euch auch sowas wie ein freiwilliges soziales Jahr oder freiwilliges ökologisches Jahr, das wird zwar nicht so gut bezahlt, aber du kämst aus deinem Trott, deinem Sumpf und deinem Grübeln. Du hättest eine Aufgabe, würdest neue Leute kennenlernen und hättest viel mehr Kontakte als jetzt. Da gibt es auch Stellen, wo du ein Jahr dort mehr oder weniger mitwohnst. Das könnte dir auch gut tun, du wärst endlich mal von allem Elternstress weg.
Wenn du weißt in welche Richtung du willst, kannst du gezielt suchen, ich kann dir auch gerne dabei helfen und dir ein paar Links heraussuchen, wenn du das möchtest.
Kiffen ist etwas, das dir die ganze Motivation raubt, du lässt alles schleifen und nichts passiert außerdem verstärkt es das was dich runterzieht um ein Vielfaches.
Du kannst eine Menge tun, es wird dir auch geholfen, aber den ersten Schritt musst du tun, du musst dich aufraffen, das kann dir keiner abnehmen.

LG
 
Hallo und sorry Smi95,

das x-te gleichartige posting im Forum. Es scheint so zu sein, daß junge Menschen mit ihrem Leben einfach nichts anzufangen wissen. Zocken, "online" - das war's?

Den Streit zwischen Deiner Mutter und Deinem Stiefvater hast Du nicht zu verantworten. Wenn sie miteinander nicht klar kommen, ist das nicht Dein "Bier". Vmtl. kommen da von Seiten des Stiefvaters so Vorwürfe wie "Dein Sohn" bzw. "Deine Tochter" an die Adresse Deiner Mutter gerichtet, wenn es mal wieder Anlaß zu Kritik gibt. Liege ich damit richtig?
Das bedeutet aber, daß der Stiefvater Dich nicht wirklich "angenommen" hat. Er "mußte" Dich mit "heiraten", weil er Deine Mutter wollte und Du nun mal schon da warst. Oder verhält es sich anders? Du siehst schon, es fehlen in Deiner Beschreibung doch wichtige Details.
Wenn Du Deine Einsamkeit beenden willst, da tu' es. Wer sonst außer Dir kann das? Geh' unter Leute, melde Dich in einem Verein, einem Club oder im Fittness-Center an. Dort lernst Du neben dem, was die Einrichtung bietet, auch soziale Kompetenz.

Und nochwas zum Schluß: auch Du begehst den Fehler Dich zu vergleichen: der oder die hat schon so und so viele Male... Nimm diesen Druck von Dir. Wenn Du dem anderen Geschlecht begegnest dann bitte ohne den Hintergedanken "es muß". Es "muß" gar nichts. Je eher Dir das bewußt wird, umso besser sind Deine Erfolgsaussichten.

Viele Grüße
 



Hallo Smi95;

Gott sei Dank kannst du noch Weinen,auch wenn es nicht schön ist,aus diesen Gründen.Doch wer noch Weinen kann,ich nicht komplett abgestumpft und wenn sich dein Leben in die Richtige Richtung dreht und du auf eigene Beine kommst,wirst du auch wieder Lachen können.

Durch deine täglichen Demütigungen/Schläge und Unverständnis auf deine Gefühle und Gedanken,musstest du Dich zu machen,quasi aus Selbstschutz.
Wenn das über lange Jahre so geht,kann tatsächlich auch schon eine De-press-sion vorhanden sein.

All das was Du ertragen musstest,ist unausgesprochen.Es liegt dir quasi auf der Seele. Leider hat danach auch nie jemand gefragt. Das ist sehr sehr Traurig.

Nun bist du in einem Alter ,wo du es nicht mehr ertragen musst und es ändern kannst.Du weißt nur alleine nicht genau wie, was ich völlig Verstehe,zumal auch der Antrieb und das Ziel fehlt.

Ich glaube es wäre gut ,wenn du da Raus kommst,und umziehst,(z.B betreutes Wohnen)damit du siehst das es in der Welt auch durchaus Freude/Liebe/Hilfe gibt.
Erst wenn du Offen/Frei Leben kannst,ohne die ständigen Demütigungen,wird sich das Problem mit Liebe, zu den Frauen auch Öffnen.

Ich würde Dir den Link mit geben,damit du eine Ansprechperson hast,mit der Du Reden kannst und ihr zusammen schaut,was ihr als erstes machen könnt um deine Wohnsituation zu ändern und dann auch eine Gesprächstherapie machst,die ich für sehr Wichtig halte,weil deine Gefühle noch in vielen Schreck Momenten und Verletzungen fest hängt. Es muss gesprochen werden,darüber.
Dir ist immerhin lange Zeit viel Unrecht geschehen,und dir sind Liebevolle Seiten und Verständnis der Menschen zu Wenig bekannt.

Es tut mir sehr Leid das du das alles ertragen musstest.Es wird nun Zeit, das nach und nach zu ändern.

*** Hole Dir Hilfe:
https://www.caritas.de/glossare/hilfen-fuer-junge-volljaehrige

**** Zentrale: Hier werden Sie an die Ansprechpartner der Abteilungen vermittelt. Telefon: 0761 200-0, info@caritas.de (Hab etws Geduld,Sie müssen erst schauen,wer dafür Zuständig ist,in deiner Region.

Rufe da an,oder sende Ihnen deine Zeilen von hier, plus deine Telefonnummer .Besser ist aber ist ein Anruf.Nur Mut.

Es würde dir sicher sehr Helfen,einen Anfang zu finden,endlich dein Leben selbst bestimmend zu Leben,und lernst damit auch wieder positive Gefühle zu haben,und auch Dinge/Arbeit findest die Dich Stolz machen.


Ich wünsche es Dir.Kopf*Hoch und Konzentrieren auf die neue Ziele,zusammen mit Hilfe schaffst du das.

Lieben Gruß
Schokoschnutte*
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erstmal für die Antworten, wirklich sehr lieb und ich musste wirklich heulen, weil ich nicht dachte dass es noch Menschen geben würde die mich verstehen, aber ein paar Dinge haben es echt auf den Punkt getroffen.

Nun also es wurde von Wohnsituation gesprochen, die Sache ist dass ich momentan ja wie gesagt bei meinem Vater wohne, und ich rede kaum mit ihm, deswegen meine Ruhe habe ich hier schon, und meine Mutter und Stiefvater seh ich kaum noch. Daran liegt es meiner Meinung nach nicht. Ich kann es mir auch nicht leisten alleine zu wohnen, die Wohnungen hier in Luxemburg sind sehr teuer, ich habe auch nicht genügend Geld auf der Seite da ich ja keinen Job habe.

Ich weiss dass es nur an mir liegt, dass ich allein bin, aber ich bin auch nicht so ein offener Mensch der einfach so Freunde machen kann. Oft bekomme ich zu hören „Wie komisch“ ich doch beim kennenlernen wäre, da ich nicht so offen reden würde. Durch das mobbing habe ich oft Angst mich zu blamieren, weil ich es einfach Leid bin ausgelacht zu werden. Ich rede auch nicht sehr laut, sodass ich nicht wirklich auffalle in der Gruppe. Jeder meiner Freunde sagt immer es wäre schade, weil niemand mich kennenlernen würde, weil ich halt anfangs komisch aber wenn man mich bis kennt bin ich sehr nett, obwohl ich mich nie anders verhalte.

Mehr Details zum Stiefvater. Er ist ein relativ strenger Mensch der in der Bundeswehr arbeitet. Und anfangs als meine Schwester noch nicht lebte war er immer nett aber als dann die Prinzessin zur Welt gekommen ist war ich das A*******. Ich musste viel im Haushalt helfen, was ich nie schlimm fand, und es war nie gut genug. Er und meine Mutter habe es fertig gebracht, dass ich heute noch immer nicht gut genug bin für alles. Deswegen will niemand aus der Familie mich, kein Arbeitgeber und auch keine Frau, wieso auch.
 
Nun also es wurde von Wohnsituation gesprochen, die Sache ist dass ich momentan ja wie gesagt bei meinem Vater wohne, und ich rede kaum mit ihm, deswegen meine Ruhe habe ich hier schon,

Ich weiss dass es nur an mir liegt, dass ich allein bin, aber ich bin auch nicht so ein offener Mensch der einfach so Freunde machen kann. Oft bekomme ich zu hören „Wie komisch“ ich doch beim kennenlernen wäre, da ich nicht so offen reden würde.

Mehr Details zum Stiefvater. Er ist ein relativ strenger Mensch der in der Bundeswehr arbeitet. Und anfangs als meine Schwester noch nicht lebte war er immer nett aber als dann die Prinzessin zur Welt gekommen ist war ich das A*******. Ich musste viel im Haushalt helfen, was ich nie schlimm fand, und es war nie gut genug. Er und meine Mutter habe es fertig gebracht, dass ich heute noch immer nicht gut genug bin für alles. Deswegen will niemand aus der Familie mich, kein Arbeitgeber und auch keine Frau, wieso auch.

Also ich finde es eine sehr bedrückende Wohnsituation mit jemandem so nah zu leben, mit dem man aber kaum reden (kann).

Nicht gleich offen zu reden beim Kennenlernen ist einfach ein Selbstschutz, der sehr sinnvoll ist. Daher reden viele auch gerne über das Wetter oder sonstige unverfängliche Dinge. Vielleicht würde es dir helfen dich ein bisschen in Sachen Small-Talk zu trainieren. Worüber kann man reden, ohne dass man sich preisgibt?

Insgesamt scheint deine Situation förmlich nach einer großen Veränderung zu rufen und nach Erfahrungen, die dir andere Botschaften übermitteln, als dieses "nicht gut genug" zu sein.
Welche Möglichkeiten sich in Luxemburg bieten, weiß ich nicht, aber du bist da ja nicht festgetackert, kümmere dich um sämtliche Varianten, die für dich in Frage kämen. Bleib nicht sitzen in diesem inneren Sumpf mit den falschen Überzeugungen, suche dir Hilfe, suche Ideen, suche nach einem echten Leben für dich, das dir lebenswert erscheint. Du brauchst dringend neue Erfahrungen.
Wenn du nur erst mal ein paar Monate Abstand gewinnen kannst zu dem, wie du jetzt lebst, wird das Veränderungen in Gang setzen. Den ersten Schritt dazu kannst allerdings nur du tun.

LG
 

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