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Ich ertrage mein Leben nicht mehr

Rattle_Snake

Mitglied
Ich ertrage es nicht mehr. Ich komm über meinen Partner nicht hinweg der sich 2012 das Leben genommen hat. Ich war die letzten zwei Jahre in einer Beziehung das hat mir etwas hält gegeben obwohl es reines Chaos war . Er hat ein starkes Drogenproblem und wollte für uns aufhören. Er meinte das er mich liebt und für uns kämpfen möchte. Mit Sicherheit hat er das in diesem Moment auch ernst gemeint. Nur gekämpft hat er nicht. Er hat mich ständig belogen und das teilweise wegen schwachsinnigen Sachen. Er hat mich vor einer Woche verlassen. Mir zieht es den Boden unter den Füßen weg. Es ist als ob es wieder 2012 ist... alle Gefühle und all der schmerz sind wieder da. Ich pack das nicht. Seit fünf Tagen esse ich schon nicht mehr. Es wieder mich richtig an. Ich will nicht immer und immer wieder jemanden verlieren. Ich versteh nicht warum man Menschen so egal werden kann und ich dagegen nicht aufhören kann zu Lieben. Diese extremen Gefühle bringen mich noch um...ich bin nur noch am heulen und weiß nicht weiter. Ich hab niemandem mehr. Keinen der einen mal in den arm nimmt. Ich komm mit dieser Welt und dieser Gesellschaft nicht klar. Menschen werden einfach weggeworfen wie Müll statt zu kämpfen.

Ich weiß das mein verstorbener Partner mich über alles geliebt hat und ich ihn. Trotzdem schleicht sich ständig dir Frage in meinen Kopf warum ich ihm nicht genug Kraft geben könnte. Ich versage in allem was ich anfange. Ich kann nicht mehr.
 
Ich möchte nicht gefühllos erscheinen. Aber rein von der Natur sind dauerhafte Beziehungen gar nicht vorgesehen. "Liebe" sind hormonelle Ausschüttungen, die bezwecken sollen, dass man sich so lange bindet, bis der Nachwuchs da ist. So dass sie Frau einen Versorger hat. Ganz platt gesagt. Dann kommt der Nächste und das Spiel beginnt von vorne. Macht auch Sinn, denn die Population ist gesünder, wenn sich die einzelnen Individuen durchtauschen. Von der Gesellschaft und der Kirche/Religion ist es aber so eingebürgert worden, dass man sich lebenslang bindet. Wohl um Streitigkeiten zu unterbinden und das Zusammenleben zu erleichtern, weil wenn man offiziell verpaart ist durch Heirat o.ä., hat niemand mehr Ansprüche anzumelden. Dass das nicht unbedingt gut funktioniert zeigt sich darin, dass es dann immer wieder Seitensprünge gibt und die Scheidungsrate ist ja hierzulande, wo sowas von Gesetz her geht, ja auch ziemlich hoch. Darüber hinaus werden in den Faschingsbüttenreden ja auch dauernd die Schwanks gemacht, von wegen wie lange dass man schon verheiratet ist und die Frau / der Mann nervt.

Damit möchte ich nicht deine Gefühle und besonders nicht dein Leiden klein machen. Ich denke, du solltest dir keine Vorwürfe machen für den Partner, der 2012 gegangen ist. Es war seine Entscheidung, weil er aus irgendwelchen Gründen mit seinem Leben nicht klar gekommen ist. Und du solltest dir auch keine Vorwürfe machen für den Jetzigen. Wenn er gehen will, dann muss man ihn lassen und das Drogenproblem muss er auch selber bewältigen. Oder es lassen. Es ist sein Leben.

Mein Tipp, kümmere dich um dich, mach Seelenhygiene. Ich wünsche dir, dass dein Zukünftiger mit sich im Reinen ist und ihr dann eine harmonische Beziehung durchleben könnt. Die dann vielleicht auch 40 Jahre oder länger hält und man zusammen glücklich ist. Sowas wird es vermutlich auch geben können.

Alles Gute!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Rattle_Snake, Freud' und Leid gehören zum Leben, eines jeden Leben. Menschen kommen und gehen, auch das ist völlig normal. Das hat erstmal nicht mit werten oder verachten, wegwerfen oder lieben zu tun. Das Leben ist so und man sollte Dich (eigentlich) darauf vorbereitet haben. Deine Verluste machen mich betroffen. An dem Suizid trägst Du sicher keine Schuld. Und auch die Drogensucht Deines Exfreundes ist nicht Dein Fehler. Oft können wir die Menschen nicht halten, die wir lieben. Der Verlust schmerzt jedes Mal auf's Neue - und ich kann Dir versichern: man stumpft auch nicht ab. Doch es kommen wieder bessere Zeiten, andere Menschen. Gib Deiner Trauer Raum jedoch ohne Selbstzerfleischung. Vorwürfe bringen Dir nichts, sie machen Dich nur klein. Viele Grüße
 
Es kann Situationen im Leben geben wo einem die Lage total aussichtslos vorkommt. Man verzweifelt an allem und niemand ist da, der einen unterstützt, tröstet oder einfach mal in den Arm nimmt. Und dann sucht man vielleicht noch die Schuld bei sich und stellt alles in Frage. Du bist leider in genau eine Situation geraten und steckst da fest. Meiner Meinung nach ist es sehr schwer da alleine wieder raus zu kommen, daher rate ich dir Hilfe zu holen. Ich weiß leider nicht, was dir am besten hilft. Vielleicht probierst du verschiedene Sachen aus, mir fallen spontan ein: Selbsthilfegruppe, soziale Einrichtungen oder Therapeuten.

Ich denke du solltest auf jeden Fall zwei Dinge tun: Erstens der Verlust verarbeiten bzw. Trauer zulassen und zweitens dich sammeln und wieder Kraft tanken. Ich hab dich so verstanden, dass du momentan komplett neben der Spur bist und deshalb wäre es gut, wenn dich jemand ein Stück begleitet. Es ist absolut verständlich, dass es dir so geht. Und es trifft ganz bestimmt auch nicht zu, dass du versagt hast. Aber du fühlst dich nun mal so und jetzt sollte dir jemand helfen, da wieder Ordnung rein zu bringen.

Was dir bestimmt auch hilft (und das kannst du ganz leicht herausfinden indem du er ausprobierst) alles raus zu lassen z.B. in Form von Text. Wenn du das öffentlich magst oder auch Feedback dazu haben möchtest, dann kannst du das gerne hier machen. Du kannst aber auch einfach Briefe im stillen Kämmerlein schreiben und die dann nicht abschicken.

Und noch was: Fühl dich virtuell in den Arm genommen.

LG
 
Wer hat oder hatte denn ein Drogenproblem. Dein verstorbener Partner oder der mit Dir Schluß gemacht hat.
Ich steige nicht so richtig durch Deinen Text.

Früher hat mich soetwas auch immer sehr mit genommen. Ich fühlte mich als Opfer: keiner liebt mich und das Leben/Schicksal meint es nicht gut. Ich verstand die Welt nicht mehr. Derzeit habe ich alles abhängig von einer Beziehung gemacht: mein Selbstwertgefühl vor allen Dingen.

Man muß erkennen, daß man kein Opfer ist, sondern sein Leben unabhängig eines Mannes leben kann bis wirklich "der richtige" Partner im Leben kommt. Mit Gewalt kann man das nicht erreichen. Wenn ich heute bedenke, was ich mir mein Leben mit Liebeskummer selbst schwer gemacht habe, bedauere ich es sehr.

Ich war auch einmal mit einem Drogenabhängigen zusammen. Es war die intensivste aber auch die schwerste Zeit. Wir haben heute auch noch Kontakt und er bedankt sich oft, daß ich so an seiner Seite stand. Er ist heute noch mein "Schatz". Er hat es letzendlich ohne mich geschafft clean zu werden. Drogenabh. lügen...das hat meiner auch gemacht, so daß sich die Balken gebogen haben. Wir liebten uns, aber er hat es auch nicht geschafft für uns die Finger von den Drogen zu lassen. Der zigste Knastaufenthalt läuterte ihn. Er blieb dann in der Stadt, wo die JVA war und hat es alleine geschafft. Wir waren immer in Kontakt. aber mit einem Drogi zusammen zu sein, ist schon eine Hausnummer.

Viell. solltest Du auch psycholog. Rat suchen, wenn Du den Tod Deines damaligen Partners nicht überwunden hast. Dann bist Du auch noch nicht reif für eine neue Beziehung und jeder Partner merkt doch, daß Du trauerst.

Kolya
 

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