Lieber Gast,
ersteinmal eine kleine Frage. Du schreibst du hättest diese Stichworte aus einem (Lehr)Buch. In jedem guten Biobuch taucht im hinteren Teil ein so genanntes Glossar auf, in dem man gerade solche Begriffe nachschauen kann.
Und für Begegriffe wie Osmose gibt es manchmal komplette Kapitel die solche Begrifflichkeiten erklären.
Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Sachverhalte in Büchern wenig schülerfreundlich dargestellt werden.
Ich versuche mal mein Glück an den Definitionen, schaue diese aber bitte selber nocheinmal nach! Ich empfehle dir mal nach dem Schülerduden Biologie ausschau zu halten, die sind ziehmlich gut!
Osmose/ osmotisch : Teilchen, in einer Lösung streben eine möglichst gleichmässige Verteilung
(Konzentration) an. Das heisst sie bewegen sich, (sie diffundieren) in die Richtung, in der am wenigsten Teilchen vorhanden sind. (Beispiel ein Tropfen Tinte ins Wasserglas, zuerst hast du am Glasboden eine hohe Konzentration an Farbstoffmolekülen; mit der Zeit verteil sich der Farbstoff gleichmässig im Wasser, dass dan komplett blau ist)
Die Osmose ist ein Sonderfall der Diffusion, bei der sogenannte permeable (durchlässige) oder semipermeable (halbdurchlässige) Membranen eine Rolle spielen. Eine in lebenden Systemen wichtige Membran ist die Zellmebran. Das besondere an diesen Membranen ist, dass sie nur bestimmte, meist sehr kleine Teilchen, durchlassen. Wenn du außerhalb der Zelle eine große Konzentration eines Moleküls wie Zucker hast (hypertonische Konzentration) und innerhalb der Zelle eine niedrige Konzentration (hypotonische Konzentration) gibt es zwei Möglichkeiten einen Ausgleich der Konzentrationen ( isotonischer Zustand) zu erreichen. Entweder wird aktiv unter Energieverbrauch Zucker über spezielle Transportmechanismen in die Zelle zu bringen. Oder es wird über so-genannte "osmotische" Prozesse ohne Aufwendung von Energie erreicht. Wasser kann die semipermeable Membran überwinden, deswegen strömt Wasser vom hypotonischen Bereich in den hypertonischen Bereich. Dies geschieht so lange, bis durch die Verdünnung aussen die selbe Konzentration wie innen herrscht.
Zellplasma : Ich gehe mal aus, dass du dich grob mit dem Zellaufbau beschäftigt hast. Eine Zelle ist von (bei Pflanzen zusätzlich Zellwand)/ Zellmembran umgeben und enthält verschiedene Organellen, wie Zellkern, Mitochondrien usw. Diese Organellen schwimmen im sogenannten Zellplasma, dass eine hochkonzentrierte viskose(zähe) wässrige Lösung von Proteinen, Salzen und Zuckern ist.
pulsierend?
Vakuole? Vakuolen sind Zellorganelle die hauptsächlich in Pflanzen auftauchen. Dabei handelt es sich um einen Membranumschlossenen Teil des Zellplasmas, der so vom übrigen Zellplasma abgetrennt ist. In Pflanzen dient die Vakuole u.a. als Speicherorganell. Die pulsierende Vakuole (kontraktile Vakuole) ist ein Sonderfall, der bei einigen Einzellern auftritt. Diese haben das Problem, dass auf Grund osmotischer Prozesse ständig Wasser in die Einzeller strömt. Damit sie nicht irgendwann platzen, entfernen sie über die pulsierenden Vakuolen aktiv, das Wasser aus dem Zellinneren
Ionen-Konzentration? Ionen sind geladene Teilchen (Na(+)-Ionen, Cl(-)-Ionen. Die Ionenkonzenztration gibt an welche Stoffmenge (mol) in welchem Volumen (Liter) enthalten sind. Die Einheit mol, falls du sie nicht kennst, gibt an wieviele Teilchen es sind
Zwischenflüssigkeit? Hab ich so noch nie gehört, in welchem Zusammenhang taucht der Begriff auf?
Protonephridien? Dabei handelt es sich um die "Vorgänger" der Nephridien. Es sind einfach strukturierte Auscheidungsprgane, wie sie bei gewissenen frühen Lebewesen auftauschen (Würmer etc.). Funktionsweise und Aufbau entnimm bitte einem entsprechenden Buch, das würde hier den Rahmen etwa sprengen. Wenn du allerdings was nicht verstehst kannst du gerne noch mal fragen.
Andere Weichtiere besitzen so genannte Metanephridien, die als Vorgänger der Nephriden zu betrachten sind.
Nephridien : Singular Nephridum. Ist ein Sammelbezeichnung für Ausscheidungsorgane, die giftige Stoffe aus einem Organismus entfernen. Beim Menschen und anderen Säugetieren ist dies die Niere.
Malpighische Gefäße? Das sind die Auscheidungsorgane, die man bei Insekten und ähnlichen Tieren wiederfindet.
Urogenitalsysten? Bei Wirbeltieren fasst man die Geschlechtsorgane und die Ausscheidungsorgane unter dem diesem Begriff zusammen.
Was ist mit ,,passiver Strömung" gemeint? Hm, auch dieser Begriff sagt mir so nix. Meinst du vielleicht passiver Transport? Ich meine mal gelesen zu haben, dass manche kleine Moleküle im Wasserstrom der durch osmotische Prozesse erzeugt wird sich einfach ins Zellinnere/ nach aussen mit treiben lassen können. Da bin ich mir aber nich 100% sicher.
So ich hoffe du kannst damit erstmal was anfangen, sonst frag einfach nochmal. Eigentlich solltest du dich mit solchen Fragen an die jeweilige Lehrperson richten. Es ist deren Aufgabe euch sowas beizubringen.
Falls wir nicht vorhei voneinander lesen sollten. Dir noch ganz viel Glück bei deiner Klausur.