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Ich bin traurig und sprachlos

Trauer ist ein sehr langwieriger Prozeß so schnell sie auch da ist aber sie lässt sich sehr viel zeit mit dem gehen.
Auch ich trauere noch um meinen Freund und um die Schwester meiner Freundin.
Aber die Schuld für ihr/sein Tun dürfen wir nicht auf uns laden, dann zerbrechen wir.
Mit der zeit weicht die Trauer der Erinnerung.
Nicht mehr trauern heisst ja nicht das wir sie vergessen,nicht mehr an sie denken, vielmehr geben wir ihnen einen Platz in unserem Herzen,bis wir selber sterben,irgendwann.
 
Sber den Gedanken kann man ja nicht einfach abstellen so nach dem ne ist nicht meine schuld.ich habe das Gefühl ich hätte hellhöriger sein müssen.etwas intensiver zuhören vielleicht hat er was gesagt ich Habs nur nicht verstanden.deswegen lese ich ja immer wieder seine Nachrichten durch!
 
Diese Fragen stellen sich alle Hinterbliebenen von Suizidopfern, aber beantworten kann man sie nicht.
Auch ich habe mir diese Frage gestellt wieder und wieder aber keine Antwort gefunden.
Meine Erfahrung ist folgende: Wer sich festentschlossen das Leben nehmen will macht es.
Selbst wenn du ihn oder sie 24h am Tag überwachst (was ja nicht möglich ist) aber selbst wenn findet er den zeitpunkt zur Handlung und nutzt ihn, du kannst es nicht verhindern.
Mein Freund und ich wir haben über dieses Thema lange und oft gesprochen, ich wusste er würde es tun, aber verhindern konnte ich es nicht.
Zurück bleiben wir beladen mit Schuldgefühlen und tiefer Traurigkeit aber unschuldig.
Und auch du bist genau wie ich und alle anderen unschuldig, es war nicht zu verhindern.
Auch die Liebe verhindert nicht den Tod,nie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe einen Brief geschrieben,aber ich weiß nicht wohin mit ihm?
Morgen bzw heute fahre ich zu "ihm"
Ich möchte an seiner Haustür klingeln.in der Hoffnung das er dich die Tür öffnet.
Auch wenn es ein Wunsch denken ist.und ich möchte zu der Stelle,wo er sich auf die Gleise gelegt hat,wo er seinen letzten Atemzug gemacht haben soll.
Allein wenn ich daran denke fange ich an zu zittern.
Vielleicht kann ich dann glauben,abschalten respektieren.ich weis es nicht.vielleicht zerbreche ich dann komplett,keine Ahnung.
Im Moment sind meine anderen Probleme nur noch nebensächlich und zugleich zerfalle ich immer mehr.
Wie soll es weitergehen?
 
Den Brief würde ich ihm mit ins Grab geben.
Du darfst nicht zerbrechen, ich weiß das es sich blöd anhöhrt aber unser aller leben geht weiter.
Die Trauer weicht der Erinnerung aber es dauert lange, auch ich trauere noch nach 5 Monaten.
So schwer es sein mag, aber unser Leben höhrt nicht auf, die Welt in der wir leben dreht sich unaufhöhrlich weiter und wir mit ihr.
Wenn wir zerbrechen sterben auch wir und ich möchte nicht das du oder sonst wer stirbt.
Der eigene Tod kommt früh genug,irgendwann nur nicht jetzt.
 
Ich wollte heute dem grauen Gedanken entgegen gehen.also bin ich zu seiner Wohnung gefahren,habe dort gestanden geklingelt und geklingelt aber er kam nicht,er öffnete mir nicht die Tür.
In mir zerbrach ein kleines Stück Hoffnung das es vielleicht nur ein böser Traum ist!
Ich bin erst durch die Gegend gefahren und Gabe mich dann entschlossen zu der Stelle zu fahren wo er si h das leben genommen hat.ich bin ausgestiegen und zu den schienen gegangen,es standen Kerzen da,es lagen blumen da,und ein Bild von ihm.
Keine Ahnung was ich in der Anfangszeit gemacht habe,ich kann mich nicht wirklich daran erinnern.
Ich habe mich ins gras gelegt und jetzt habe ich begriffen,er wird nie wieder kommen,ich werde nie wieder von ihm lesen,hören.ich werde nie wieder seine Nähe spüren.es ist vorbei.er kommt nicht mehr zurück!
Ich zittere am ganzen Körper,ich Weine immer wieder.
Es kamen immer wieder züge...und ich weinte.
Allein diese Vorstellung..es ist schmerzhaft.
Um 16.45 kam dann der Zug der ihn aus dem leben genommen hat,am liebsten hätte ich etwas gemacht...ihn zum stoppen gebracht..oder so was.
Immer wieder habe ich mit mir gerungen.
Ich zittere noch immer am ganzen Körper,mir ist schlecht und ich habe Kopfschmerzen.ich kann nicht schlafen.
Ich bin sooo traurig.ich Weine immer wieder..
Er fehlt mir so.ich will die Zeit zurück drehen.ich habe das Gefühl ich bin schuld,ich hâtte was merken müssen,er war dich mein bester Freund!ich bin eine so schlechte Freundin...
 
Ach Kartoffelbrei,

Du bist keine schlechte Freundin! Ganz sicher nicht! Wie hättest Du es denn merken sollen? Wie denn? Das konntest Du nicht!
Schau mal, in diesem moment, jetzt... Mir geht es sehr sehr schlecht, mein Mann schläft drüben im Wohnzimmer, er hat immer angst das ich mir was antun könnte... Wenn ich mir jetzt das Leben nehmen würde, hätte er auch solche Gedanken! Doch Schuld wäre er nicht! WEnn ich mir jetzt das Leben nehme, bin ich schuld weil ich nicht zu ihm gegangen bin und ihm gesagt habe wie schlecht es mir geht!
WEnn sich jemand das Leben nehmen will, kann leider niemand etwas ändern! Das ist hart und grausam und ich verstehe Dich vollkommen, wirklich!
DochDu bist nicht schuld!
 
hallo, kartoffelbrei!!eben alles gelesen, ich bin sehr bestürzt und recht sprachlos.
so, wie du schreibst, hast du dich super um deinen freund gekümmert, und er scheint großes vertrauen zu dir gehabt zu haben. aber - eben nicht genug. jedoch ist das NICHT deine schuld. sag, kennst du denn angehörige deines verstorbenen freundes? vielleicht kannst du dich mit einem dieser menschen treffen, und ihr könnt euren schmerz teilen, reden, schweigen, an vergangenes denken...einfach gemeinsam trauern..sich in den arm nehmen... ich drück dich, deine frara
 
Ja ich kenne seine Eltern und seine cousen und Cousinen.
Seine Eltern möchten antworten von mir,,ich war seine beste Freundin.auch wenn wir so weit auseinander gewohnt haben.
Ich kann ihnen aber keine Antwort geben...Weil ich selbst keine habe und finde.ich möchte nicht zu seiner beisetzung gehen,ich habe Angst vor meiner Reaktion.
Ich habe gestern verstanden dass er nicht zurück kommt aber zusehen wie er in die Erde gelassen wird...nein das kann ich nicht.
Glaube ich,ich weiß es nicht.
Ich bin froh wenn ich Sllein bin,dann kann ich mich gehen lassen..
 

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