Mein geliebter Schatz hat den Freitod gewählt.
Ich bin in erster Linie leer. Zeitlos bin ich auch. Schaue auf die Uhr und gefühlte drei Minuten später sind 4 Stunden vergangen. Ich bin ganz überrascht, dass mein Freund schon 7 (!) Tage tot ist. Weiss gar nicht, wo die Zeit hin ist. Funktioniere einfach. Wiederbelebungsversuche, Notarzt rufen, Fragen der Polizei beantworten, seinen besten Anzug für den Sarg raussuchen, Karten schreiben, Anrufe abwimmeln, Trauerbesuch empfangen, Grabstein aussuchen...bald ist Beerdigung.
Am ersten Tag stand ich noch unter Schock. O.k. dachte ich - kommt später bei mir an. Danach die Tage zwischen Starre und Heulkrämpfen. Ja, heute ist es auch noch so. Im Prinzip aber habe ich nur einen Gedanken "Wenn die Beerdigung vorbei ist, kommst Du endlich zur Ruhe".
Auf ihn bin ich nicht wütend. Er war krank. Zerrissen. In seinen Augen konnte ich seinen Seelenschmerz sehen. Selbst dann, wenn er lachte.
Ich bin auf alle anderen um mich herum wütend. Seine Familie, seine Freunde, die nervige Sarg-Blumen-Frau, es gibt nur wenige, auf die ich nicht wütend bin. Ja - auf die Menschen, die MIR nahe stehen - auf die habe ich keine Wut.
Zwei Fragen, die mich verrückt machen: Warum bin ich auf ein paar Leute "seiner" Familie und Freunde wütend?
Warum erleide/erlitt ich keinen Zusammenbruch, als ich ihn (mit einer weiteren Person aus seiner Familie) fand?
Ich bin in erster Linie leer. Zeitlos bin ich auch. Schaue auf die Uhr und gefühlte drei Minuten später sind 4 Stunden vergangen. Ich bin ganz überrascht, dass mein Freund schon 7 (!) Tage tot ist. Weiss gar nicht, wo die Zeit hin ist. Funktioniere einfach. Wiederbelebungsversuche, Notarzt rufen, Fragen der Polizei beantworten, seinen besten Anzug für den Sarg raussuchen, Karten schreiben, Anrufe abwimmeln, Trauerbesuch empfangen, Grabstein aussuchen...bald ist Beerdigung.
Am ersten Tag stand ich noch unter Schock. O.k. dachte ich - kommt später bei mir an. Danach die Tage zwischen Starre und Heulkrämpfen. Ja, heute ist es auch noch so. Im Prinzip aber habe ich nur einen Gedanken "Wenn die Beerdigung vorbei ist, kommst Du endlich zur Ruhe".
Auf ihn bin ich nicht wütend. Er war krank. Zerrissen. In seinen Augen konnte ich seinen Seelenschmerz sehen. Selbst dann, wenn er lachte.
Ich bin auf alle anderen um mich herum wütend. Seine Familie, seine Freunde, die nervige Sarg-Blumen-Frau, es gibt nur wenige, auf die ich nicht wütend bin. Ja - auf die Menschen, die MIR nahe stehen - auf die habe ich keine Wut.
Zwei Fragen, die mich verrückt machen: Warum bin ich auf ein paar Leute "seiner" Familie und Freunde wütend?
Warum erleide/erlitt ich keinen Zusammenbruch, als ich ihn (mit einer weiteren Person aus seiner Familie) fand?