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Ich bin dick und unzufrieden

G

Gast

Gast
Hallo

Man kann es schon gleich aus dem Titel herauslesen. Einen Großteil meines Lebens war ich schlank, doch Schicksalsschläge machten mich zum Kummeresser. Das letzte Mal, das mich dick machte, betrifft den Tod meiner Mutter. Es gab mannigfaltige Begleitumstände, sodass ich einfach vor Verzweiflung nicht mehr wusste, was tun. Ich hatte meine Mutter verloren, kein Geld, mein Abschluss hing in der Schwebe und war auch mit sehr viel Arbeit verbunden. Ich kam gar nicht mehr raus. Treppensteigen wurde durch mangelnde Bewegung, die durch meine ständige nimmer endende Schreibtischarbeit verursacht wurde, zur Riesenqual. Sogar Atembeschwerden habe ich durch die Arbeit an meiner Abschlussarbeit bekommen. Das alles ist schon über ein Jahr her, doch ich bin immer noch ein Pummel. Von Größe 40 ging es zur 44. Ich hasse meinen Körper. Ich fühle mich mehr denn je unattraktiv für das andere Geschlecht, obwohl man mir oft sagt, ich sei ja gar nicht dick.Tja, ich habe einen Vorteil, ich sehe nie so krass dick aus wie ich wirklich bin. Dennoch sehe ich all die schlanken Frau. Ich gehörte mal dazu, aber mir will es nicht gelingen auf ein anständiges Gewicht wieder zu kommen. Ich würde gern Sport treiben, doch ich arbeite immer. Morgens bin ich meist um 7 Uhr aus dem Haus und komme erst abends um 8 oder 9 wieder. Da bin ich total fertig und kann gar nichts mehr. Ein Privatleben kenne ich dadurch eher nicht. Ich habe nun meine geliebte Schoki getauscht, gegen zwei Becher Saft am Tag. So ein frischgepresster Saft wirkt bei mir wie ne Tafel Schoki...voll merkrwürdig. Trotzdem kann ich mir sogar nicht vorstellen, dass mein Körper mal drauf reagiert. Es kommt mir so vor, dass ich auch nichts essen könnte und mein Körper würde so bleiben.
 
Hi,

Ich kenne das, dass man Abends nach Hause kommt und gar nichts mehr mag und kann dich sehr gut verstehen. Ich denke, du wirst dich auf Dauer nicht dazu aufraffen können, nach 9 Uhr noch Sport zu machen. Deshalb würde ich dir vorschlagen, die Sportroutine am Morgen einzubauen. Und nein, kein Joggen! Joggen ist nämlich entgegen der üblichen Meinung keine geeignete Methode, um Fett abzubauen. Was ich dir Vorschlagen würde ist dagegen ein kurzes Muskelaufbautraining mit hoher Intensität (ca. 10min). Das spart sogar Zeit und ist erst noch effektiver. Der Vorteil davon ist, dass dabei Muskeln aufgebaut werden, die über den ganzen Tag konstant Energie konsumieren und nicht nur während des Workouts.

In Punkto Ernährung rate ich dir, keine Diät zu machen. Das verlangsamt lediglich den Stoffwechsel und führt deshalb zu einem Jojo-Effekt wenn du wieder normal essen willst. Den Stoffwechsel beschleunigen kannst du dagegen z.B. mit der Grapefruit. Diese enthält als natürlicher Antioxidant den Bitterstoff Naringenin, welcher als Signalprotein der Leber mitteilt, dass sie Fett anstatt Kohlenhydrate abbauen soll.

Zu guter letzt gibt es noch eine unangenehme Wahrheit: Fettzellen lassen sich nicht abbauen, lediglich deren Volumen kann man reduzieren! Wenn du übermässig dick warst kommst du deshalb um eine Hautstraffung vermutlich nicht herum. Im Normalbereich sollte das aber kein Problem sein.
 
Hallo,

meiner Frau geht es auch so wie dir ( ich bin auch ein Mops).

Sie ist von Grösse 34 in Grösse 44 gerutscht. In etwa 5 Jahren.

Sie hat dann aufgehört mit Limo, nichts Süsses, hat immer gesund gegessen. Das Ende vom Lied, sie wurde immer dicker. kein Jojo, sondern das Gewicht stieg weiter an. Obwohl sie sich bei geschätzen 2000 kcal Verbrauch auf 1500 pro Tag eingependelt hat.

Unerklärlich.

Jetzt endlich hat sich bei einer Blutuntersuchung die Schliddrüse gezeigt.
Heute hat sie das Medikament gegen Schilddrüsenunterfunktion bekommen.

Und damit wäre es erklärlich...

Mal sehen wie sich das entwickelt.

Lass dich beim Arzt mal durchchecken.

Rascas
 
Hallo!
Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Mein Vater ist vor 2 Jahren gestorben und dass ist immer noch teilweise sehr schwer für mich. 1 Jahr ist noch keine lange Zeit, besonders für eine sehr nahestähende Person. Mir hat eine Trauergruppe für junge Erwachsene geholfen. Vll. wäre das etwas für dich? Oder geh zu einer Psychologin oder Psychologischen Beratungstelle, es kann sehr gut tun mit jemanden zu reden. Gibt es einen Tag an dem du etwas früher von der Arbeit gehen kannst? Vll. kannst du für Abends einen Termin vereinbaren.
Auch ich würde gerne etwas abnehmen. Ich habe bereits viel abgenommen, aber bin noch nicht im Normalgewicht. Ich habe es mit hilfe von Weight Watchers geschafft, was ich wirklich empfehlen kann. Es gibt es auch Online, wenn du keine Zeit für ein Treffen hast. Hier geht es nicht um eine Diät, sondern um eine Ernährungsumstellung. Ich zähle keine Punkte mehr und besuche keine Treffen, aber kann es trotzdem schaffen weiter abzunehmen, da ich mich nun ganz anders ernähre. Habe auch schon wieder etwas zugenommen, aber immer nur wenige Kilos und dann muss man einfach nach vorne schauen und weiter machen! Ich denke du kannst es auch schaffen abzunehmen, es dauert immer bis man sieht, dass man ewas abgenommen hat. Man sieht an sich selbst nicht die Erfolge so schnell, als jemand den man mehrere Tage oder sogar Wochen/Monate nicht gesehen hat.
Und zu Wandels-Beitrag: Ich habe sehr viel abgenommen und brauche keine Hautstraffung. Wenn du Jung bist kann sich die Haut auch noch zurückbilden. Außerdem ist Gast ja nicht übermäßig Dick bei einer Kleidergröße von 44.
 
Das mit deiner Mutter kann ich sehr gut nachvollziehen. Genau die gleiche Situation hatte ich vor 4 Jahren auch, Mutti gestorben, plötzlich allein und traurig, kein Geld, Wohnung zu teuer etc... Habe 2 Jahre gebraucht um halbwegs auf die Füße zu kommen.

Nur bei mir ist es genau das Gegenteil: Ich bin zu dünn... Es ist zwar nicht so dass ich mich hässlich finde, aber manchmal gibts Tage, wenn ich Fotos von meinem Körper sehe ich dann gar nicht hingucken kann... Ich bin jetzt Mite zwanzig und selbst 16-Jährige haben mehr auf den Rippen als ich. Ich würde auch gerne was dagegen tun, nur leider haperts am Essen und den verbundenen Kosten. Ich schätze mal dass ich ca 300-400 € im Monat nur für's Essen bräuchte, kann ich mir aktuell nicht leisten, da ich noch in der Lehre bin. Als Kind war ich nie so dünn und jetzt ca. 70kg auf 1,90m.

Ich weiss gar nicht was jetzt schlimmer ist, dick oder dünn zu sein, aber zumindest versteh ich wenn man seinen Körper nicht immer gern ansieht... Das geht ziemlich auf das Selbstbewusstsein. 🙁
 
Erstmal mein Beileid zum Verlust Deiner Mutter!

Hast Du das "Kummeressen" denn jetzt im Griff? Bzw. bist Du so weit wieder auf die Füße gekommen, daß Du das in Angriff nehmen kannst?

Ich bin der Meinung, auch wenig Sport ist besser als gar kein Sport. Vielleicht schaffst Du am Wochenende ja eine kleine Radtour, oder ein bißchen laufen, oder Kraftsport... einfach das, was Dir am besten gefällt. Ich habe mit Joggen auch mal einige Kilos abgenommen. Das Problem mit dem langen Arbeitstag kenne ich übrigens. Wobei ich um 8 anfange zu arbeiten, und abends um 20 Uhr Feierabend habe. Am Wochenende arbeite ich auch, da ich selbständig bin. Ich gehe aber abends zum Sport. Mal einmal die Woche, mal dreimal, manchmal setze ich auch eine Woche aus. Ich merke, daß es mir sehr gut tut für mein seelisches Gleichgewicht. Früher konnte ich mir das nicht vorstellen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir, daß Du bald wieder zufriedener mit Deinem Leben sein kannst!
 
Hey, ich möchte bissel ergänzen,

fand sehr interessant, was Wandel gesagt hat. Schade, dass er für die Behauptung, dass die Muskeln, die durch das kurze Training aufgebaut werden, Energie von alleine verbrauchen, keine Quelle angegeben hat, denn ich würde das gerne nachlesen (keine Klugscheißerei von meiner Seite, ich finde das wirklich sehr interessant und es ist ein geiler Beitrag von ihm, zumindest für mich).

Mir leuchtet es ein, dass Muskeln Energie verbrauchen, am meisten jedoch mit Sicherheit, wenn sie gebraucht werden. Gut, der Grundumsatz an Engergieverbrauch wird mit steigender Muskelmasse wohl auch so etwas steigen.
Allerdings, ist ein "typisches Muskelaufbautraining (!)" und das ist es wohl, was du brauchst, wenn du mit Sport vorher nicht viel zu tun hattest, was die Intensität angeht, nicht im oberen Viertel angesiedelt. Im Gegenteil musst du aufpassen nichts kaputt zu machen, wenn du intensiv trainierst. Ein Krafttraining außerhalb genormter Geräte und damit außerhalb des Fitnessstudios erfordert einen recht hohen Muskeltonus, das heißt, eine gute Körperspannung und damit bereits vorhandene Muskulatur (Bandscheiben, Zerrungen, Knorpel- und Gelenkschäden lassen grüßen).

Ein anfängliches Muskelabufbautraining findet maximal bei 35-65% Maximallast und damit 35-65% Intensität statt. Wir bewegen uns damit bei einer Widerholungszahl von 25-50 Wiederholungen. Ach ich lass das jetzt...

Jedenfalls, bin ich der Meinung, dass Ausdauertraining (typischweise Joggen, Radfahren, Schwimmen aber auch vieles mehr) gerade für Anfänger immer noch am besten geeignet ist, da hier mehr als genug Muskeln aufgebaut werden und die Chance besteht, dass mit steigender Ausdauerfähigkeit auch während des Trainings, zunehmend der Fettstoffwechsel "aktiv" angeregt wird.

Fazit: Wenn du Zeit hast geh joggen! Wenn du keine Zeit oder auch wenig Motivation hast, mach genau das, was Wandel sagt, aber informier dich welche Übungen für den Anfang geeignet sind. Gerne helfe ich dir dabei und auch allen anderen in diesem Forum, die willig sind, etwas zu tun.

Lg Ccs

Ps: Psychologische Betreuung halte ich für wichtig, immer. Achja und Wandel, wenn du die Dinge anders siehst, bin immer für einen konstruktiven Streit zu haben.


Hi,

Ich kenne das, dass man Abends nach Hause kommt und gar nichts mehr mag und kann dich sehr gut verstehen. Ich denke, du wirst dich auf Dauer nicht dazu aufraffen können, nach 9 Uhr noch Sport zu machen. Deshalb würde ich dir vorschlagen, die Sportroutine am Morgen einzubauen. Und nein, kein Joggen! Joggen ist nämlich entgegen der üblichen Meinung keine geeignete Methode, um Fett abzubauen. Was ich dir Vorschlagen würde ist dagegen ein kurzes Muskelaufbautraining mit hoher Intensität (ca. 10min). Das spart sogar Zeit und ist erst noch effektiver. Der Vorteil davon ist, dass dabei Muskeln aufgebaut werden, die über den ganzen Tag konstant Energie konsumieren und nicht nur während des Workouts.

In Punkto Ernährung rate ich dir, keine Diät zu machen. Das verlangsamt lediglich den Stoffwechsel und führt deshalb zu einem Jojo-Effekt wenn du wieder normal essen willst. Den Stoffwechsel beschleunigen kannst du dagegen z.B. mit der Grapefruit. Diese enthält als natürlicher Antioxidant den Bitterstoff Naringenin, welcher als Signalprotein der Leber mitteilt, dass sie Fett anstatt Kohlenhydrate abbauen soll.

Zu guter letzt gibt es noch eine unangenehme Wahrheit: Fettzellen lassen sich nicht abbauen, lediglich deren Volumen kann man reduzieren! Wenn du übermässig dick warst kommst du deshalb um eine Hautstraffung vermutlich nicht herum. Im Normalbereich sollte das aber kein Problem sein.
 
Jedenfalls, bin ich der Meinung, dass Ausdauertraining (typischweise Joggen, Radfahren, Schwimmen aber auch vieles mehr) gerade für Anfänger immer noch am besten geeignet ist, da hier mehr als genug Muskeln aufgebaut werden und die Chance besteht, dass mit steigender Ausdauerfähigkeit auch während des Trainings, zunehmend der Fettstoffwechsel "aktiv" angeregt wird.

Ich hab mal gelesen (leider weiß ich nicht mehr wo), daß es im Grunde egal ist, WAS man macht. Ob nun Ausdauertraining oder Krafttraining, beides hat positive Auswirkungen auf den Körper, beides ist natürlich besser als kein Sport, und man soll sich das aussuchen, was man lieber mag. Ideal ist natürlich eine Ergänzung aus Kraft und Ausdauer, aber für den Einstieg soll man sich nicht überfordern.

Mir gefällt z. B. Yoga sehr gut. TE, vielleicht wäre es was für Dich, einen von der Krankenkasse gesponsorten Yogakurs zu besuchen? Das sind so 10 bis 12 Stunden, die Krankenkasse zahlt (zumindest den Löwenanteil) und Du kannst es mal ausprobieren. Ich hab mich so mal da rangetastet, weil ich viel davon gehört hab, das Yoga ja auch "für die Seele" gut sein soll.
 

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