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Ich bin des Lebens und der Menschen überdrüssig

G

Gast

Gast
Ich liege in meinem Bett und kann einfach nicht einschlaffen, allerlei Gedanken schwirren durch meinen Kopf.

So langsam habe ich das Spiel, welches sich Leben nennt mit samt aller Mitspieler satt. Es ist nur noch eine Qual.

Außerhalb meiner Wohnung treffe ich nur Menschen die mit aller Kraft versuchen eine Fassade zu erhalten und ich gehöre dazu. Die lästigen Gespräche über das Wetter und anderes unsinniges Zeug wiedern mich nur noch an. Ich habe gar kein Interesse mehr am Gegenüber und würde am besten nur noch weg gehen sobald ich wieder mit sinnlosem Zeug belästigt werde. Das Leben der anderen interessiert mich einen Dreck.

Ich war eben in der Küche um mir ein paar Brote zu schmieren und als mein Bruder anfing etwas von Wetter, Verkehrsstaus zu erzählen wollte ich mir am Liebsten das Messer in meiner Hand in den Kopf rammen, bloß damit er aufhört und mich in ruhe lässt.

Ich habe mich mittlerweile komplett aus dem sozialen Leben zurückgezogen zu meinen Freunden habe ich keinen Kontakt mehr. Es fällt mir einfach zu schwer Kontakte zu pflegen. Deshalb habe ich auch nur ein Paar Menschen zu denen ich noch aktiv Kontakt halte. Am liebsten würde ich mich für immer in meinem Zimmer einschließen damit ich von den Menschen nicht mehr belästigt werde.

Seit fünf Jahren bewege ich mich langsam aber sicher auf den Abgrund zu und es ist mir erst jetzt so richtig klar geworden, dass ich so nicht weiterleben möchte.
 
Hallo,

ich kann Dich voll verstehen, denn mir geht es exakt genauso. Habe einen gescheiterten Selbstmordversuch hinter mir, und es könnte irgendwann einen weiteren Versuch geben. Problem: Meine Frau liebt mich abgöttisch und würde u.U. auch einen Selbstmord machen, wenn ich ginge. Das ist eine verzwickte Lage.

VG. - Moro
 
Hallo Gast!

Es ist schon so, dass man sich leicht in einem Umfeld sieht, in dem man von negativen Menschen umgeben ist. Ich will damit nur sagen, dass es durchaus viele Menschen gibt, die einem nicht gerade Hoffnung in Bezug auf die Menscheit geben. Beispielsweise können einen Menschen, die ausschliesslich materialistisch eingestellt sind, nicht gerade aufbauen. Im Prinzip sind das glücksgeile Tiere.

Dennoch halte ich es für falsch, sich ganz aus dem sozialen Leben zurückzuziehen. Alleine wird man nur selten glücklich.

Ich persönlich mag zB Kinder. Die sind in gewisser Hinsicht noch unschuldig und symphatisch. Die können Hoffnung machen.

Ich nehme an, dass Du noch sehr jung bist (unter 18?). Ein einziger guter Freund könnte Dir aus Deiner gewissen Isolation und Frustration heraushelfen.

Und selbst wenn man alleine ist. Man kann widerständig sein. Man kann gegen die Negativitäten des Lebens Widerstand leisten und daraus sogar eine gewisse Befriedigung beziehen. Der Wert eines Menschen bemißt sich nicht nach der Anzahl seiner Freunde.

Falls es stimmt, dass Du noch sehr jung bist, würde ich Dir empfehlen, Dir eine Art (Über)Lebenskonzept zu erstellen. Dein Berufsziel könnte hier eine größere Rolle spielen.

Lass Dich bloß nicht von den negativen Leuten Deiner Umgebung herunterziehen!

Übrigens finde ich so ein Alltagsgequacke übers Wetter etc. (Dein Bruder!) gar nicht so schlimm. Schlimmer fände ich es, wenn Dein Bruder schweigen würde. Aber Du hast bestimmt Deine Gründe, wenn Du dabei auf 180 kommst.

Also ich finde, Du brauchst eine neue Perspektive. So soll es nicht weitergehen. Und ich glaube, dass es auch nicht so weitergehen muss.
 
Hallo Allersamt,

ich bin der Threadersteller. Beruflich halte ich mich für relativ erfolgreich, hab meine Ausbildung sehr gut abgeschlossen, hab ein gutes Abi und fange höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr zu studieren, an. In meiner derzeitigen Position habe ich auch gute aufstiegschancen, in 5 bis 10 Jahren könnte Ich meine eigene Abteilung haben.

Nur kann ich mich über keinen Erfolg so richtig freuen, was bringt es mir? Geld macht mich nicht glücklich, die Menschen die ich kenne und je kannte konnten es auch nicht. So wie bis jetzt kann ich auf keinen Fall weitermachen, es wird auf die eine oder andere Weise enden.

Hab mir schon mal einen Termin bei meinem Hausarzt geholt, mal schauen was er dazu sagt.

P.S.: Ich bin 24.
 
Geld und materieller Erfolg
sind irgendwann nicht mehr erfüllend.

Was wir dann brauchen
ist mehr Liebe in unserem Leben.

Und hier vor allem die Liebe zu uns selbst.

🙂
 
hallo gast,
ich rede auch nicht gern über das wetter - es ist eben wie es ist nicht wahr?😉 ich glaube viele menschen fangen an übers wetter zu reden, weil sie nicht wissen, wie sie sonst ein gespräch beginnen sollen. da muss man eben versuchen, das gespräch umzulenken...

aber ich denke, das ist auch gar nicht dein problem. denn wenn es dir gut gehen würde, würdest du dir einfach denken "jaja, blabla" und weitergehen.

gibt es denn nichts in deinem leben, was dir freude bereitet? klar, ein gutes abi, ein toller job und gute zukunftsaussichten sind super und können schon sehr beruhigend wirken. aber das allein ist ja nicht LEBEN.

der termin beim hausarzt ist auf jeden fall der richtige schritt, eventuell empfiehlt der dir einen therapeuten, vielleicht hast du aber auch einfach nur einen mangel an irgendwelchen spurenelementen oder vitaminen. es muss nicht immer gleich eine depression oder so dahinterstecken, manchmal sind es klitzkleine rein körperliche ursachen!

alles gute!
 
aber ich denke, das ist auch gar nicht dein problem. denn wenn es dir gut gehen würde, würdest du dir einfach denken "jaja, blabla" und weitergehen.

gibt es denn nichts in deinem leben, was dir freude bereitet? klar, ein gutes abi, ein toller job und gute zukunftsaussichten sind super und können schon sehr beruhigend wirken. aber das allein ist ja nicht LEBEN.

Ich kann im Moment an sogut wie garnichts Freude gewinnen. Die wenigen Sachen die mir mal Freunde gebracht haben habe ich schon vor Jahren aufgegeben und kann sie nicht mehr machen. Jedes Mal wenn ich mich anstrenge meine Lebenssituation ins Positive zu verändern, scheitere ich nach wenigen Wochen, was mich wiederrum noch weiter runter zieht.

Leider weiß ich immernoch nicht was Leben ist, meine Umgebung suggeriert mir, dass die Ehe, Kinder, Karriere und ein Haus der Grund allen Lebens ist. Für Ehe und Kinder sehe ich schwarz, ohne Kinder brauche ich auch kein Haus also bleibt nur die Karriere.

Lilly~ meinte:
Ich glaube du suchst dein Glück zu sehr im aussen, bei anderen Menschen, von denen du dann natürlich enttäuscht oder genervt bist.

Dein Glück ist in dir selbst, wenn du das erkannt hast, dann reagierst du anderen Menschen gegenüber gelassener und ihr Gebrabbel tangiert dich nicht mehr so.

Das hört sich Sinnvoll an. Ich weiß leider nicht wo ich nach dem Glück suchen soll, das einzige was ich in mir finde ist Leere.
 
Hallo, ich kann dass ganze Thema voll und ganz verstehen! Ich für meinen Teil habe in der Gesellschaft und Beziehung nur schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb habe ich mein komplettes hab und gut verkauft und lebe jetzt als Nomade mit einem umgebauten Pferde Transport Lkw. Seit ich das ganze so mache und im Endeffekt ein komplettes leben auf Work and travel ausgelegt habe bin ich zumindest nie lange an einem Ort. Ich bin dadurch glücklich geworden und zudem zufrieden und habe einen Hund als Begleiter, zudem ist es eine gewisse Flucht aus der Gesellschaft. Ich hoffe es hilft jemanden Hoffnung zu schöpfen dass es besser werden kann!
 

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