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Ich alleinerziehend ... was ist mit mir los

selinna

Mitglied
Hallo liebes forum. Ich bin 28 und habe einen 6 jährigen sohn. Es lief bis heute alles gut. Ich war eine über mama. Ich habe mich perfekt um ihn gekümmert. Die zeit mit ihm sehr genossen. Hatte keine probleme.
Zum kindsvater geht er jedes wochende seit 6 monaten . Ich gehe in der zeit nur aus mit freunde .. habe momentan den drang oft weg zu gehen.. war jahre lang nur zuhause. Zudem habe ich momentan ein liebeskummer was mich belastet und ich am wochenende einfach nur die flucht in eine andere stadt suche. Da wohnen meine ganzen freunde ... ich würde auch gerne wegziehen aber habe angst das mein kind nicht damit klar kommt ... momentan ist es so dass ich oft an mein früheres leben denke ohne kind. Wie frei ich war. Oft kommt der gedanke dass ich ihm den papa abgeben soll.. aber das wärs dan für immer. Meine familie würde mich verstossen. Obwohl ich jedes wochenende kindsfrei habe bin ich nicht glücklich im leben. Finanziell geht es mir auch gut
 
Liebe Selinna,

es gibt Phasen im Leben, in denen wir gefühlsmässig den Eindruck haben, aus unserer Welt, mit den eingefahrenen Gleisen, ausbrechen zu müssen, weil wir etwas nachzuholen haben. Es sind Gefühle.

Tatsächlich kann es sein, dass Du durch frühere Fehlentscheidungen bedingt etwas verpasst hast. Aber damit sollten wir deswegen leben, weil wir die Zeit nicht zurückdrehen können. Ein Wechsel der Lebensumstände müsste schon vernünftig sein, wie z.B. Wechsel der Firma, weil der Verdienst bei der neuen Firma deutlich besser ist oder weil die alte Firma ein schlechtes Betriebsklima hat.

Wenn Du jetzt Deinen Sohn komplett an den Vater abgibst, wird der Sohn leiden. Es wäre eine Vernachlässigung Deiner Verantwortung. Das ist dann evt. genauso falsch, als wenn sich eine junge Frau mit 20 J. hochverliebt in die falsche Beziehung stürzt. Auch hier wieder: (nur) Hören auf die Gefühle.

Warum bist Du eine Übermutter? Könnte es sein, dass Du durch ein Zuviel ausgleichen wolltest, was Du vorher auf einem anderen Gebiet zu wenig getan hast?

Meine Empfehlung: Suche in allen Dingen die goldene Mitte.

Dein Empfinden, nicht glücklich zu sein, hängt n.m.M. davon ab, wie gut Du den Begriff verstehst. Machst Du Dein Glück nur an Deinen Gefühlen fest, hast Du (wieder) ein Problem.

Wir sprechen zwar von Glücksgefühlen, aber wir vergessen dabei zu erwähnen, dass diesen Glücksgefühlen etwas vorausging. Meistens hat das Glück etwas Erkenntnis von Zusammenhängen, mit Überlegen zu tun und mit den daraus resultierenden richtigen Entscheidungen.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Selinna,

zu einer solchen Entscheidung gehört Mut und Entschlossenheit, denn ja, sie wird Folgen haben. Mit Sicherheit hat es aber auch Folgen, wenn Dich Deine Unzufriedenheit "überrollt" und Du Deinen Sohn, ob nun bewusst oder unbewusst, als "Klotz an Deinem Bein" empfindest. Ich will Dir nichts unterstellen. Wirklich wichtig ist es in einer solchen Situation die Dinge beim Namen zu nennen, denn Du und Dein Sohn müssen damit leben.

Darf ich fragen, ob Du arbeiten gehst und ob Dein Sohn schon in der Schule ist? Dies würde Dir zumindest Vormittags etwas mehr Möglichkeiten geben, "raus" zu kommen, oder? Vielleicht wäre der Vater Deines Sohnes auch bereit, den Jungen statt zwei auch drei Tage zu sich zu nehmen? Hast Du ihn schon gefragt? Nach dem ich Deine Zeilen nun nochmals gelesen habe, scheint es mir, als ob ein Kompromiss, gleich welcher Art eher nicht Deinem Wunsch entspricht, täusche ich mich da?

Wenn Dich Deine Familie aufgrund Deiner Entscheidung verstoßen könnte oder würde, dann ist da wohl noch so manches andere im Argen, kann das sein? Sie leben nicht Dein Leben, Du schon.

Es ist eine Sache, zu erkennen, was man aufgegeben hat, um eine Familie zu haben. Das gehört einfach dazu und die Frage, ob man wirklich etwas verpasst hat, ist eine ganz individuelle Angelegenheit. Wäre es möglich, dass Du Deine Rolle als "Über-Mutter" auch ein wenig zu ernst genommen und zu sehr "ausgefüllt" hast? Hast Du vielleicht Deine Bedürfnisse und Wünsche (warum auch immer) zu sehr vernachlässigt?

So oft im Leben fühlt sich eine Entscheidung nach einer "Entweder - Oder" - Situation an. Stattdessen wäre auch ein "UND"-Entscheidung möglich, wenn man sich etwas "Freiheit im Kopf" einräumt. Kompromisse fallen einem oft nicht in den Schoss, sie wollen erarbeitet werden. Aber manche Kompromisse sind auch nur eine Verzögerung der Katastrophe und verlängern nur das Leid. Was davon auf Dich zutrifft, kannst nur Du sagen. Aus einer Laune heraus sein Kind aufzugeben käme für eine "Über-Mutter" sicher nicht in Frage. Verzeih mir bitte meine provokative Frage: warum betonst Du Deine Perfektion als Mutter doch etwas überdeutlich? Weil Du innerlich schon Brücken abreißt?

Als Kind für das "aufgezwungene" Leben seiner Eltern oder eines Elternteils verantwortlich gemacht zu werden, richtet großen Schaden an. So weise und "abgeklärt" ist kaum jemand, als das ein "fauler Kompromiss" nicht Folgen auf Dein Verhalten hätte, und seien sie auch noch so im Verborgenen, was sie oft nur noch hinterhältiger und subtiler macht. Deswegen ist es sehr, sehr wichtig, dass Du ehrlich zu Dir bist und Deine Grenzen und Herzenswünsche kennst und wahrnimmst. Das berühmte "Ende mit Schrecken" ist doch dem "Schrecken ohne Ende" vorzuziehen.

Es ist auch nichts Verwerfliches daran, einige Gedanken in seinem Kopf zu bewegen und auszusprechen. Das macht Dich weder zu einem schlechten Menschen, noch zu einer schlechten Mutter und sollte Dein Sohn zu seinem Vater gehen, kannst Du ihm dennoch eine gute Mutter sein, egal was die Verwandschaft sich genötigt fühlt, dazu zu sagen.

Mach Dich in Deinem Kopf frei für verschiedene Wege und wäge die Folgen ab. Sprich mit dem Vater Deines Kindes und entscheidet gemeinsam (falls dies möglich ist). Schiebe Deine Verantwortung nicht ab, mehr kann man nicht verlangen.
 
Mein sohn ist jedes wochenende von freitag bis dienstag früh um 7 bei seinem vater..
Danach hole ich ihn ab und bringe ihn in den kindergarten. Ich arbeite bis 14uhr. Gehe oft abends zum sport meine eltern wohnen in der nähe. Eigentlich habe ich freiheit genug abet ich bin unglücklich. Habe liebeskummer ohne ende .. kriege den kopf nicht frei bin nur genervt .. früher habe ich mit meinem sohn sehr viel unternommen. Ich hasse den vater.... das ist mein problem ich will mit ihm nie etwas zu tun haben. Wenn ich mein sohn ansehe dann merke ich wie er immer mehr den papa ähnelt.. ich fühle in dem moment gar nichtss.... ich schäme mich für den vater.. es war der fehler meines lebens das ich diesen mann geheiratet hab. Ich habe ihn auch nach 1 jahr verlassen. Wurde ungeplant schwanger
 
Puh, selinna, besonders den letzten Post von dir finde ich heftig... du überträgst offenbar den Hass den du für den Vater empfindest, auf deinen Sohn. Das ist schlimm.
Das Kind kann schließlich nichts für das Verhalten des Vaters.
 
Dein Sohn lebt drei Tage die Woche bei dir und an 4 Tagen beim Vater. In der Zeit in der dein Sohn bei dir ist gehst du oft abends weg zum Sport und lässt ihn bei deinen Eltern. Du bereust deinen Exmann und das Kind bekommen zu haben.

Ja, ich finde, du solltest deinen Sohn ganz zu deinem Exmann geben. In der Tat wohnt er doch schon bereits mehr bei ihm als bei dir. Dein Sohn tut mir leid. Eine perfekte Mutter bist du ganz sicher nicht. Ich kenne auch keine (gute) Mutter, welche sowas von sich sagen würde.
 
Hallo selinna,

du solltest das Kind abgeben. Dein aktuelles Verhalten ist einfach unfair deinem Sohn gegenüber und kann ihm ggf. das ganze Leben nachhaltig versauen. Sich einzugestehen, dass man sich nicht als Mutter eignet (oder eignen will) ist auch nichts schlimmes.

VG
Gast
 
Hallo Selinna,

danke für Deine aufrichtigen und offenen Worte. Es ist nicht leicht, sich so etwas einzugestehen, vor allem, wenn man selbst nicht so gut dabei "weg kommt".

Offenbar trägst Du einen großen Groll in Dir und hast einige falsche Entscheidungen getroffen. Für Kompromisse scheint mir die Zeit, nach Deinen eigenen Worten, abgelaufen zu sein. Du möchtest am liebsten das Rad der Geschichte zurückdrehen und so manches ungeschehen machen und weist selbst, dass das nicht geht. Ein "gutes Zureden" scheint angesichts Deines Zorns zu wenig zu sein.

Zwei Themenkreise gilt es ganz sachlich und nüchtern zu klären, um einer Lösung näher zu kommen:
1. Wäre Dein Ex-Mann bereit und in der Lage, seinen Sohn zu sich zu nehmen und geht es ihm dort gut?
2. Wie viel Kontakt willst Du noch zu Deinem Sohn?

Wenn Du Deinen Zorn und Deine Ablehnung gegen Deinen Ex-Mann auf Deinen Sohn überträgst, und das tust Du bereits, dann musst Du entweder ganz schnell lernen, zwischen Deinem Sohn und Deinem Ex-Mann zu unterscheiden (=Therapie), oder Du musst zwischen Dir und Deinem Sohn Abstand schaffen. Ich formuliere das bewusst so "kühl" wie möglich, weil mir Kinder sehr am Herzen liegen. Ich wiederhole mich, aber es ist furchtbar für ein Kind, wenn es von den Eltern für deren Fehler und falsche Entscheidungen auf die Dauer verantwortlich gemacht wird. Du scheinst mir noch nicht genug Selbstreflektion zu besitzen, als dass Du diese Unterscheidung wirklich treffen und leben könntest. Das an sich selbst zu erkennen, ist schon einmal ein großer und wichtiger Schritt, aber nur der Anfang.

Ich kann verstehen, dass Du auf Deinen Ex-Mann wütend bist. Es ist schon erschreckend, dass manche Paare die gegenseitige Fähigkeit, einander seelisch zu verletzen doch nicht von einer Beziehung abhält. Aber zumindest sollte einen die Vernunft eines Erwachsenen dazu veranlassen, vernünftige und liebevolle Regelungen für das gemeinsame Kind zu finden und sich so lange "zusammenzureißen".

Wenn Du also wirklich von Herzen Mutter bist, dann redest Du mit Deinem Ex-Mann und stehst zu dem, was nun einmal Deine Situation ist. Und Du entscheidest VOR DIESEM GESPRÄCH, was DU bereit bist zu tun. Machst Du eine Therapie, die Dir hilft, DEINEN MIST DEINER Ex-Beziehung von Deinem Sohn und seinem Leben fernzuhalten? Wenn Nein, dann wird es Zeit, Deiner Illusion von der "Über-Mutter" Lebewohl zu sagen.

Ich verstehe auch, dass Deine Eltern den Kontakt zu ihrem Enkel nicht verlieren möchten. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass Dein Ex-Mann diesen Kontakt weiterhin unterstützt? Auch für ihn ist eine weitere "Anlaufstelle" sicher immer wieder von Vorteil, wenn es mit Terminen mal wieder knapp wird.

Es scheint mir, dass Dich falscher Stolz dazu bringt, keine Entscheidungen zu fällen und das ist in Deiner Situation sehr verantwortungslos, denn Dein Sohn muss das alles ebenfalls ertragen. Wenn Du schon solche Worte findest, glaubst Du wirklich, Dein Sohn könnte das nicht sein ganzes Leben lang spüren?

Es wird höchste Zeit, dass Du Dein Wunschdenken durch verantwortungsvolle Entscheidungen ersetzt und wirklich in Dein Herz siehst, wie viel Liebe für Deinen Sohn darin zu finden ist. Du musst ja den Kontakt zu Deinem Sohn nicht komplett abbrechen und aus seinem Leben verschwinden, aber vor Deinem Hass solltest Du ihn schützen, ob in seiner Nähe oder aus der Entfernung.

Es stehen einige schwerwiegende Entscheidungen an, um die ich Dich nicht beneide. Hier ist Dein Herz als Mutter gefragt, und erst in zweiter Linie Dein Verstand. Du kannst Lösungen finden, die gute Kompromisse sind oder zumindest das kleinere Übel. Leicht ist es in keinem Leben.

Alles Gute
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich danke euch für eure antworten.
Es ist ja nicht so dass ich ihn vernachlässige. Ich kümmere mich um ihn. Sieh zu das er sauber gekleidet ist. Ich putze oft und schaue das alles sauber ist.. überfordert bin ich nicht aber irgendwie bin ich unglücklich. Klar die aktuelle situation das ich liebeskummer habe trägt vieles bei . Aber wenn das vergeht bin ich mir sicher dass ich wieder frei im kopf bin. Auch möchte wegziehn von meinem wohnort der tag ist immer das selbe alle so monoton...
 

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