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Ich achte meine Grenzen nicht

SvenUndSvenja

Neues Mitglied
Hallo an alle!

Ich habe mich gerade erst hier angemeldet, aber ich dachte vielleicht schreib ich einfach mal darüber was in meinem Leben immer wieder zu Problemen führt.

Wenn ich jemanden kennenlerne, dann versuche ich die negativen Aspekte an den Verhaltensmustern dieses Menschen zu ignorieren. Ich denke dann: "das meint sie sicher nicht so" ,oder "Sie versucht nur irgendwie cool zu sein" oder ich ignoriere einfach mein "Ich hab da ein schlechtes Gefühl".
Das ich so handele führt dann dazu das sich ihre negativen Verhaltensmuster immer weiter steigern. Ich meine damit das im laufe der Zeit in der ich mit ihr zusammen bin Ihre mir unangenehmen Verhaltensmuster, immer heftiger werden, bis zu dem Punkt an dem sie meine Empfindungen komplett ignoriert oder meine Wahrnehmung in Frage stellt.
Das ist mir in meinem Leben mehrfach passiert, und irgendwie bin ich immer wieder überrascht davon wie kaltschnäutzig ich z.B. belogen werde. Inzwischen beende ich so eine Beziehung bevor es zum Fremdgehen oder Mobbing mir gegenüber kommt, aber ich hätte natürlich auch gern ( wenigstens ein mal in meinem Leben ) eine Beziehung die auf gegenseitigem Vertrauen und respekt und Anerkennung der Empfindungen beruht. Ich habe Verlustängste, was dazu führt das ich sehr weit gehe um in einer Beziehung zu bleiben. Aktuell suche ich nach den nächsten Schritten die ich in meinem Leben gehen kann um vielleicht doch eine Beziehung zu haben in der auch ich glücklich bin. Dazu habe ich mit der Opferhilfe kontakt aufgenommen, da meine letzte Beziehung für mich seit 1 Monat, für Sie bereits seit 6 Monaten, zu ende ist, und ich immernoch darüber nachdenke was ich falsch gemacht habe, und wieso ich das nicht früher beendet habe. Ich habe mich in meinem Leben noch nie mit jemandem darüber unterhalten, daher denke ich das hier schreiben, vielleicht ein guter Anfang ist.

Liebe Grüße!
 
Hallo und Willkommen hier. Bist Du in Therapie? Wenn nein, wäre das eine gute Idee.

Was genau kann die Opferhilfe für Dich machen? Was raten sie Dir?

Ist das ein Muster aus Deiner Kindheit, dass du Dir negative Dinge schön geredet hast bzw. sie nicht wahrnehmen wolltest oder konntest?

Es klingt als könntest Du schwer für Dich einstehen und Grenzen setzen bzw. dass Deine Verlustangst von Menschen ausgenutzt wird, die kein gutes Verhalten haben.
Da wäre es erstmal wichtig die Gründe aufzuarbeiten, warum du Dich so verhältst. Lernen, Dir selbst so wichtig zu sein und Dich so wertvoll fühlen, dass Du Dich so nicht mehr behandeln lässt.

Menschen spüren oft sehr schnell, mit wem sie ihr Spiel treiben können und wen sie ausnutzen oder belügen/betrügen können. Manche genießen das Gefühl, Macht über einen Menschen zu haben und Deine Verlustangst und Dein Bedürfnis nach Nähe und einer Beziehung macht Dich da leider zu einem Opfer.

Ich würde mit einer Therapie anfangen und vielleicht auch Tagebuch schreiben - das kannst Du auch in diesem Forum machen.

Auf jeden Fall ist es ein guter Schritt, hier zu schreiben.
 
Es ist ein guter Anfang, dass du um deine Probleme weißt. Jedesmal wenn du dich da erwischst, kannst du zu dir sagen "da bist ja wieder, jetzt mache ich das anders".
Was auch eine Hilfe ist sind die Videos bei youtube von Stefanie Stahl. Sie hat auch 2 Bücher herausgeggben, die sehr interessant sind. Eines davon ist ein Arbeitsbuch zu dem Buch "Das Kind in dir muss Heimat finden". Also einmal das Taschenbuch und einmal das Arbeitsbuch. Es geht in den Büchern darum, die Kindheit aufzuarbeiten. Das ist in den Büchern aber anders als in einer Therapie. Das Buch hat mir sehr viel weitergeholfen, vielleicht hilft es anderen ja auch. Einen Versuch ist es wert.
 
Ich finde das schrecklich, wenn man zum Raten anfängt, was man nicht alles falsch macht.
Im selben Moment, wo man eine Grenze vorfindet, hat man bei JENEM erfahren, halt, falsch. Der Nächste gibt vielleicht wegen dem Zuneigung total, WEIL man so macht(e).

Für jeden ist man nicht geschaffen, wenn ja, dann merkt man das, wenn nein, dann ebenso.
 
Das Leben besteht auch aus Fehlern, Irrtümern, hat nicht nur gute Seiten- Sonnenseiten. Du musst mit gerne professioneller Hilfe deine Probleme selber erkennen, nach und nach aufarbeiten, ohne dich zu sehr selber schlecht zu reden. Man sollte aus Fehlern, die man selber erkennt, lernen und es beim nächsten Mal anders, besser machen. Und man kann so oder so Glück haben oder auf die Nase fallen.
 
Hallo SvenundSvenja!

Danke fürs Teilen deiner Gedanken! Ähnliches kenne ich auch aus meiner Lebensgeschichte....

Es gibt immer diesen ersten Moment, in dem eine leise Stimme warnt. Ein komisches Gefühl im Bauch, eine kleine Irritation, ein kurzes Zögern. Und trotzdem blieb ich. Nicht, weil ich blind war, sondern weil ich gehofft habe. Weil ich dachte, dass Geduld und Verständnis irgendwann erwidert werden müssen....

Aber Verlustangst macht nachgiebig. Sie hält einen an Beziehungen fest, die nicht auf Gegenseitigkeit beruhen, sondern auf dem stillen Aushalten. Und wenn es vorbei war, immer dieselben Gedanken: Hätte ich mehr tun können? Habe ich etwas übersehen? Wieso habe ich das nicht früher beendet? Dabei lag der Fehler nie darin, dass ich zu viel gefühlt habe. Sondern darin, dass ich irrtümlich glaubte, meine Rücksichtnahme würde irgendwann zurückkommen...

Es war eine merkwürdige (aber befreiende) Erkenntnis für mich, dass Loslassen manchmal mehr Zugehörigkeit bringt als Festhalten. Dass die richtigen Verbindungen nicht erkämpft werden müssen. Es gibt Menschen, die verstehen, ohne dass man sie überreden muss. Die nicht die eigenen Empfindungen in Frage stellen, sondern sie sehen. Und solche Menschen kommen erst dann ins Leben, wenn man anfängt, sich selbst ernst zu nehmen. Wenn man nicht mehr hofft, dass jemand sich ändern wird, sondern sich stattdessen fragt: Ist das, was gerade da ist, genug für mich? Und wenn die Antwort "nein" ist,- geht...

Vielleicht ist die wichtigere Frage nicht, warum diese Dinge immer wieder passieren, sondern was geschieht, wenn sie es nicht mehr tun. Wenn statt Kampf eine Ruhe eintritt, die nicht bedrohlich ist, sondern sanft. Wenn das eigene „Nein“ nicht mehr mit Angst belegt ist, sondern mit Klarheit. Beziehungen, die man nicht aus Mangel eingeht, sondern aus Wahl, fühlen sich anders an. Vielleicht beginnt alles damit, zu erkennen, dass man längst genug ist – auch allein. 🌺

Ich wünsche dir alles Liebe!
 
"Wenn ich jemanden kennenlerne, dann versuche ich die negativen Aspekte an den Verhaltensmustern dieses Menschen zu ignorieren. Ich denke dann: "das meint sie sicher nicht so" ,oder "Sie versucht nur irgendwie cool zu sein" oder ich ignoriere einfach mein "Ich hab da ein schlechtes Gefühl"."

Genau dieses Gefühl, ignoriere es niemals.
Auch wenn es vielleicht unangenehm ist,
Aber es weist oft instinktiv darauf hin, dass etwas nicht in Ordnung ist und da du im Endeffekt genau solche Erfahrungen gemacht hast und diese so eingetroffen sind, kannst du deinem Gefühl absolut vertrauen.

Ansonsten würde ich das Warum und Wieso auch therapeutisch aufarbeiten, wieso du so etwas immer ignorierst.

Alles Gute.
 
Hey @SvenUndSvenja
mach doch mal eine Liste an Dingen, die dir in einer Partnerschaft wichtig sind und eine Liste mit red Flags, Dingen, die du nie wieder in einer Partnerschaft erleben möchtest. Und wenn die nächste Kandidatin eine red Flag bricht, oder dir zwei Dinge deiner Wunschliste sehr eindeutig nicht erfüllen will oder kann, dann bist du weg.

Ich denke, du solltest die Prioritäten verändern. Wahrscheinlich suchst du immer nach der hübschen, coolen, abenteuerlichen Frau, dabei hättest du lieber eine liebe, verlässliche Frau. Aber auch eine liebe, verlässliche Frau kann sich mal hübsch machen, cool sein und abenteuerlustig. Da hättest du dann ein Gesamtpaket. Achte mehr auf dich und deine wahren Wünsche, dann wird das schon. 🍀
 
Vor meinem Fenster ging gerade die Anna vorbei, eine sehr alte, gebückte Bäuerin.
Diese hatte EINEN Mann in ihrem Leben. Bevor sie heirateten, überprüfte man, ob sie gebärfähig ist und weil sie schwanger wurde, wurde das Aufgebot bestellt. Am Tag der Hochzeit verlor sie das Kind. Nachher gabs noch zwei Kinder- sie erzählte mir, mit etwa 25 Jahren hatte sie "etwas am Unterleib" und ab da gab es keine Intimitäten mehr. Nie wieder.
Ihr Ehemann war ein grantiger, zorniger, sehr ungehaltener Mann, vielleicht, weil ihm das "Gesamtpaket" fehlte.

Vielleicht ist das wie beim Lotto- man kann Pech haben, man kann zufällig richtig getippt haben mit seiner Wahl.
 

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