Hallo Gast 1986,
auch ich rate dringend von der Idee ab.
Welpe und Baby ist eine ganz doofe Kombi. Das kann gut gehen, aber meistens ist es total anstrengend und man wird keinem gerecht. Zum Ende der Schwangeschaft hast Du anderes zu tun, als dich darum zu kümmern, einem Welpen das Einleben in die Familie zu erleichtern, ihm die Regeln beizubringen, ihn stubenrein zu bekommen. Außerdem wirst du zwangsläufig etwas unbeweglicher, was bei einem quirligen Welpen, der da unten auf dem Boden rumwuselt und dem Du Deine besten Schuhe aus dem Mund nehmen möchtest, äußerst unpraktisch ist.
Und wenn das Baby da ist, hast du sowieso anderes zu tun.
Es gibt nichts Schlimmeres als ein Welpe, für den keiner Zeit hatte, weil gerade ein Baby in der Familie angekommen ist, sich das ganze Familienleben im Umbruch befindet, und den daher keiner erzogen hat. Der tanzt später als erwachsener Hund allen auf der Nase herum.
Auch Kleinkind und Welpe finde ich nicht so toll. Ist aber eher zu bewältigen.
Ich plädiere eher für Kind ab Kindergarten- oder Grundschulalter plus vernünftiger, erwachsener, entspannter Hund aus dem Tierheim. Den man in Ruhe kennenlernen kann. Bei dem man gucken kann, ob er in die Familie paßt. Und dann eine Rasse, die in sich ruht, nicht jagt und möglichst keine ausgeprägten Territorialeigenaschaften hat. Dann kann auch das Kind mitentscheiden, zu welchem Hund es sich hingezogen fühlt. Obwohl auch dann natürlich Erziehung des Hundes und Arbeit an den Erwachsenen hängenbleiben.
Also laß Dir Zeit mit der Hundeanschaffung. Später ist das super, wenn Kind und Hund miteinander aufwachsen. Dann gibt es nichts Schöneres.