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Hund verstorben.

Diego16

Neues Mitglied
Hallo, ich bin neu hier.
30 jahre und mittlerweile am ende. Ich musste meinen seelenhund vor knapp einem halben jahr aufgrund eines tumors am herzen einschläfern lassen. Ich weiß oft nicht mehr weiter weil ich ständig anfange zu weinen wenn ich an ihn denke. Egal ob bei der arbeit, zu hause oder unterwegs. Es ging alles so schnell und er hätte vor kurzem seinen 8en Geburtstag gehabt.
Meine welt ist in diesen 3 tagen zusammen gebrochen.
Dazu kommt noch das ich mich sehr verändert habe seit dem und auch sehr reizbar bin, nicht weiß wohin mit meiner trauer und dem frust.
Ich lass es Jetzt an Personen aus die ich liebe und auch an mir selber indem ich oft gar nicht mehr aus dem haus will.
wie komme ich mit dieser trauer klar? Und wie schaff ich es, es zu akzeptieren? Ich hätte alles dafür gegeben um ihm zu helfen aber leider gab es keine chance 😪
 
Hallo und erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum😊

Es tut mir sehr leid um Deinen Seelenhund🕯

Die Trauer können viele Menschen nachvollziehen.

Meien Erfahrung ist, dass Trauer die Zeit braucht, die es braucht.
Setz Dich nicht unter Druck.

Vielleicht hast Du ein paar Rituale, mit denen Du Dich verabschieden kannst?
Oder vielleicht täte es gut, im Tierheim mit Hunden Gassi zu gehen oder Katzen zu bekuscheln?

Du bist mit Deinem Schmerz nicht alleine💜
 
Hallo Diego,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie traurig du bist. Als wir damals unseren Weimaraner gehen lassen mussten hatte der auch einen handballgroßen Tumor in der Milz. Da dieser zu platzen drohte und unser Grauer dann auch elendiglich verblutet wäre musste ich damals auch die Entscheidung treffen und ihn einschläfern lassen. Solche Momente braucht kein Mensch in seinem Leben und doch gehören sie dazu. Du hast deinen Freund in der bittersten Stunde nicht allein gelassen - er ist jetzt an einem besseren Ort und wacht dankbar über dich.

Trauer tut weh, sehr weh so gar. Und man muss sie sich zugestehen. Manchmal kommt man schneller darüber hinweg, manche Menschen brauchen deutlich länger. Auch das ist normal.. und okay. Allerdings würde dein Hund nicht wollen, dass du traurig bist - denk mal an ihn zurück. Garantiert war er so, dass er - wenn es dir mal schlecht ging - zu dir kam und dich angestupst hat, um dich aufzumuntern. So sind sie, diese traumhaften Geschöpfe und ich wette, deiner war genauso.
Tu ihm diesen Gefallen - versuche, die schönen Erinnerungen für dich zu bewahren. Wir haben ein Foto von ihm vergrößern lassen und so ist er doch irgendwie bei uns. Mich persönlich hat das getröstet und doch habe ich immer mal wieder ein Tränchen verdrückt, wenn ich an ihn gedacht habe.. als das tollste Tier auf dieser Welt.
 
Dein Seelenhund wird in deinem Herzen immer bei dir sein, du wirst ihn nie vergessen. Er wacht- schaut von oben auf dich herab, ist traurig über deine Trauer, das wollte- will er nicht wirklich. Er konnte nicht mehr, musste gehen, es war eine Erlösung, so sieht er das von oben, seinem Hundehimmel. Was würde er von dir wollen, jetzt gerade? Er sendet dir Kraft, Mut, dankt für deine Liebe und hat nichts dagegen, wenn du dir ein anderes Tier wieder gönnst, vielleicht einem Tier aus einem Tierheim damit helfen kannst. Dein Freund da oben will nicht, dass du verzweifelst oder gar deinen Frust an anderen auslässt. Wir Alle hier stehen da zu dir!
 
Du hast ihn aus Liebe gehen lassen, damit er nicht leiden muss. Das war gut und richtig und das letzte, das du noch für ihn tun konntest und musstest. Diese Verantwortung tragen alle Hundebesitzer, von der ersten Impfung beim Tierarzt, bis zum letzten Atemzug des Tieres.

Ich habe meine beiden Hunde vor 5 bzw 3 Jahren erlösen müssen. Die ersten Monate habe ich bei jedem minimalen Anlass geheult, ein Hund im Fernsehen, ein Bild auf dem Smartphone, das Spielzeug das noch irgendwo herumlag. Dutzende Trigger pro Tag. Mit jedem Jahr wurde es besser, jetzt ( 3 Jahre später) weine ich nur noch selten, zb wenn ich ganz bestimmte Musik höre oder es mir nicht gut geht, ich mir Bilder anschaue. Häufiger kommen jetzt Bilder der Erinnerung hoch, von den schönen Zeiten, schöne Bilder. Wie die Hunde Faxen machen, wir miteinander spielen, herumtollen, Späße machen, was sie Lustiges in der Pubertät angestellt haben 😁.

Es wird besser, Tag für Tag. Aber es dauert.

Meinen ersten Hund habe ich vor vielen Jahren einschläfern müssen. Damals habe ich dann binnen 3 Monaten 2 Hunde aus der Tiernothilfe übernommnen, ungeplant weil Notfall. Dadurch hatte ich keine Zeit zu trauern, die Hunde haben mir definitiv sehr geholfen. Es hat aber auch viel Kraft gekostet, sich direkt auf die neuen Hunde einzulassen ( ich hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber meines verstorbenen Hundes🤔), mein Mann hat dieses Defizit dann zum Glück abfedern können.

Nach dem Tod meines letzten Hundes bin ich somit seit 3 Jahren ohne Hund, konnte richtig lange und ausgiebig trauern, vermisse es aber die ganze Zeit, einen Hund um mich zu haben. Diese Sehnsucht ist inzwischen so groß, das ich mich bald wieder auf die Suche nach einem Hund begeben werde, der mich braucht und froh und dankbar ist, das er endlich adoptiert wird.

Und genau das hätten meine verstorbenen Hunde sich von mir gewünscht, das ich meine Liebe, die sie erfahren haben weitergebe, an die nächste Fellnase, die sie genauso dringend braucht.

Also, nimm dir die Zeit zu trauern und irgendwann werden die schönen Erinnerungen überwiegen und du wirst nur noch Dankbarkeit verspüren, deinen Hund gekannt und diese Jahre mit ihm verbracht zu haben, auch wenn man dann hin und wieder eine Träne verdrückt. Das nennt sich Liebe. Und die Liebe, die stirbt nie.🤗

geh mal auf You Tube auf "Brief aus dem Regenbogenland". Sooo schön, traurig, tröstend.....🤗😭🤗
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, Diego.
Ich bin gerade in der gleichen Situation, muß meinen Spatzi jetzt bald gehen lassen.
Ich verstehe Dich so gut.
Wenn ich ein Heilmittel habe, gebe ich es Dir gerne weiter…….
 
Hallo Diego,
uns steht dieser Schritt vermutlich dieses Jahr auch noch bevor.
Sein Vorgänger fiel beim Spielen einfach tot auf der Wiese um, obwohl er gerade mal 6 Jahre alt war.

Ich habe nach dem Tod jedes Hundes einige Wochen jeden Tag eine Kerze angezündet. Hat mir geholfen.
Und bei uns zog immer schnell wieder ein anderer TSch-Hund ein. Nicht als Ersatz. Keiner konnte oder sollte den Vorgänger ersetzen. Aber wir haben einen (hoffentlich) guten Platz für erwachsene Hütehunde.
Ich schaue mir immer wieder gerne, auch mit Tränchen in den Augen, die Fotos unser verstorbenen Hunde an. Aber es bringt auch die schönen, lustigen Augenblicke zurück!
Machst du dir Vorwürfe, dass du den Tumor nicht früher erkannt hast?
 
Hallo, ich bin neu hier.
30 jahre und mittlerweile am ende. Ich musste meinen seelenhund vor knapp einem halben jahr aufgrund eines tumors am herzen einschläfern lassen. Ich weiß oft nicht mehr weiter weil ich ständig anfange zu weinen wenn ich an ihn denke. Egal ob bei der arbeit, zu hause oder unterwegs. Es ging alles so schnell und er hätte vor kurzem seinen 8en Geburtstag gehabt.
Meine welt ist in diesen 3 tagen zusammen gebrochen.
Dazu kommt noch das ich mich sehr verändert habe seit dem und auch sehr reizbar bin, nicht weiß wohin mit meiner trauer und dem frust.
Ich lass es Jetzt an Personen aus die ich liebe und auch an mir selber indem ich oft gar nicht mehr aus dem haus will.
wie komme ich mit dieser trauer klar? Und wie schaff ich es, es zu akzeptieren? Ich hätte alles dafür gegeben um ihm zu helfen aber leider gab es keine chance 😪

Tiere und vor allem die seelenverwandten sind Familie und ähnlich wie bei einem Menschen durchläufst du die Phasen der Trauer. Manche schneller und manche langsamer.
Versuch dich an die schönen Momente mit deinem treuen Freund zu erinnern. Was ihr für tolle Zeiten hattet.

vielleicht ist es auch eine gute Idee sich selbst und einem neuen Vierbeiner eine Chance zu geben.

Ich verstehe deine. Schmerz, habe diesen nun schon 3 mal durch und es tut immer erneut weh. Aber jedes dieser Leben war ein schönes. Ich habe meine immer aus dem Tierheim und die Liebe die ich bei meinen verspürt habe half mir über den Schmerz hinweg zu kommen.
 
Was für wunderschöne Beiträge!
Ich lese hier still mit
und hoffe von Herzen, dass dich, @Diego16, der eine oder andere ein bisschen trösten oder auffangen konnte.
Alles Liebe,
Missy
 

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