Seufz. Im Moment haben wir wieder sehr viele geistliche "Baustellen" hier im Forum, aber nun denn (auch wenn dieses Thema schon mal einen thread füllte):
Ja, es ist richtig, dass aus biblischer Sicht Homosexualität nicht Gott gewollt ist.
Gott nennt sie selbst ein "Gräuel" und sie wird sowohl im AT als auch im NT scharf verurteilt. Sie - NICHT der Mensch.
Man muss hier auch klar unterscheiden zwischen VERANLAGTER und PRAKITIZIERTER Homosexualität.
Sprich: Menschen, weil alle in Sünde und als Sünder geboren seit Adam und Eva, können reell so sein oder werden.
Zunächst einmal können sie relativ wenig dafür, weil es in ihnen angelegt oder durch ihre Lebensumstände gewachsen ist.
Doch haben sie die ENTSCHEIDUNGSFREIHEIT, diese Homosexualität zu leben oder eben auch nicht, weil sie Gott gehorsam sein wollen.
Mittels Therapie ist auch in etlichen Fällen Heilung möglich, aber durchaus nicht immer - manche leben damit bis zum Tod.
Um nun nicht als "Homohasserin" dazustehen, die (scheinbar) "keine Ahnung von der Materie" hat:
Ich selbst bin, wie wohl nun inzwischen alle wissen, überzeugte Christin und möchte Gott folgen.
Trotzdem - weil eben "nur" (schwacher) Mensch - habe ich vor 10 Jahren entdeckt, dass ich homosexuell veranlagt bin und bin regelrecht in eine Beziehung zu einer Frau hinein getappt.
Es war eine der schlimmsten Zeiten meines Lebens, denn ich spürte mit zunehmender Intensität, dass mich diese Beziehung immer mehr von Gott entfernte und ich wusste, dass Gott eine Entscheidung forderte: Meine Freundin oder Er.
Es war ein Kampf, denn ich liebte diesen Menschen ja - doch Gott liebe ich noch mehr und eine Trennung auf ewig von Ihm war NICHT der Weg, den ich gehen wollte.
Es kam der Moment, in dem Gott klar sagte (zu meinem Herzen und zu dem meiner Freundin, ebenfalls Christin):
Entscheide dich JETZT für mich oder für sie und zieh die Konsequenzen - so oder so.
Wir entschieden uns beide für Gott. Ja, es tat zunächst brutal weh und letztlich hat die Freundschaft (sie bestand schon länger als die Liebesbeziehung) dem auch nicht stand gehalten; sie zerbrach einige Zeit später.
Aber die innere Befreiung, die kurz darauf einsetze, die Nähe zum Herrn, die wir wieder erfuhren, das spürbare Ja, dass Er dann sagte - das war und ist es wert und ich weiß, es lohnt, Gott treu zu sein.
Inzwischen ist die Homosexualität eher einer Neutralität gewichen und möglicherweise wird eines Tages - so ganz jung bin ich ja nicht mehr😉 - , auch daraus eine Heterosexualtiät. Wer weiß.
Dafür lebe ich sehr intensiv mit Gott und bin dankbar, dass er mich damals so intensiv mahnte.
LG quasimodo