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Gast

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hallo,

ich mach nun schon seit 1 1/2 jahren eine ausbildung als Bürokauffrau. Ich wollte den Beruf nie lernen mein Vater hat mich dazu gezwungen. Er meint das ist der perfecte Beruf, geregelte arbietszeiten, gute weiterbildungschancen. Aber ich haße diesen Beruf. Ich bin auch nicht geeignet dazu, ich bin eine Niete in Rechtschreibenung. Ich bin komplett überfordert, ich schaff es noch nicht mal die einfachsten wörder richtig zu schreiben. Ich hatte am liebesten Abi gemacht. Hatte realschulabschluss mit 2,1. Das durfte ich nicht, dann wollte ich eine Ausbildung im Pflegebereich machen. Operationstechniche Assistentin, Krankenschwester, Rettungsassistent und so. Auch in den Berufen hat man eine große Weiterbildungsmöglichkeit wenn man das möchte. Leider durfte ich das nicht, wegen den arbeitszeiten und so. Nun sitz ich in einem Beruf der mir kein spaß macht. Eigendlich bin ich nur eine billige putze, ich putz oder mach ablage. Ich könnte echt heulen wenn ich als arbeiten muss. Die berufschule ist horor für mich, es ist so langweilig mich interessiert bwl und so halt eifach nicht. Was soll ich denn jetzt machen ich mein ich bin schon zimlich weit mit der ausbildung also ist abbrechen nicht so gut außerdem dürfte ich es nicht, und nach der ausbilung oder abitur kann ich mir nicht leisten weil ich ja acuh mal ausziehen will, zuhause bei mir ist es nicht schön, vorallem würd mei vater mich auch rauswerfen wenn ich krankenschwester oder so was lernen würde. Ich bin wirklich verzweifelt ich will nicht im Büro enden. Hat jemand ein tipp für mich?

liebe grüße
 
Hallo Gast,
ein Rauswurf dauert nur kurze Zeit, einen
ungeliebten Beruf musst du unter Umständen
dein Leben lang ausüben ... nein, jetzt im
Ernst: du bist nicht die Einzige, die in der
Ausbildung für "niedere Dienste" eingesetzt
wird - und du wärest nicht die Erste, die
nach der Erstausbildung noch eine zweite
hinterher macht. Als Krankenschwester in
Ausbildung gibt es oft auch Wohnheime, so
dass du nicht mehr auf Zuhause angewiesen
wärst.
Ich würde mich an deiner Stelle heimlich be-
werben - auf einen Zeitpunkt nach Beendigung
der jetztigen Ausbildung. Und dann die Zähne
zusammenbeißen und durchhalten, die miesen
Tage ignorieren und die guten feiern. Und vor
allem: Selbst deine Entscheidungen treffen und
dich von niemandem mehr zwingen lassen,
etwas zu tun, das du nicht willst.
Wenn du mal zwei fertige Ausbildungen hast,
erhöhen sich deine Berufschancen deutlich
und falls du mal Stationsschwester bist oder
so, wirst du für viele Sachen dankbar sein, die
du heute lernst.

Alles Gute!
Werner
 
Hallo!
Ich würde Dir raten, die "Zähne zusammenzubeissen" und die Ausbildung zu beenden. Du bist ja schon 1,5 Jahre dabei. Schaffst Du einen Abschluss........super!
Wenn nicht, würde ich sofort die evtl. weitere Ausbildung stoppen.
Jetzt würde ich schon mal in den nächsterreichbaren Krankenhäusern / Pflegeheimen usw. Informationen einholen, welche Möglichkeiten Du dort hättest.
Mach doch einfach mal telefonisch einen Termin für ein Gespräch mit dem Personalchef/ der Personalchefin. Du kannst auch kirchliche Träger ansprechen (Diakonisches Werk, usw.).

Dein Vater hat Dich "gezwungen", weil er Dich liebt und Dir eine Basis geben wollte (glaube ich jedenfalls).
 
Ja Eltern wollen ein oft mal zu was zwingen weil sie meinend as es das "beste" wäre, aber dus cheinst ja total unglücklich zu sein mit deinem Beruf, ich würde mich eifnach auch heimlich bewerben, aber abzubrechen und ohne etwas dazustehen wäre nicht so gut.
 
Denk daran, dass Deine chancen für eine andere Ausbildung höher sind, wenn Du die jetzige Ausbildung mit guten Noten abschließt. Also wenn dir das lernen mal wieder langweilig ist, dann denk daran, dass du es für die gute Note lernst. Denn die öffnet dir eher die Türen in die nächste Ausbildung, als ein verhageltes Zeugnis.

Ansonst würde ich auch empfehlen, die jetzige Ausbildung fertig zu machen, und erst dannach zu wechseln. Eine Argumentation für das Wechseln kann man dann ja auf die Beine stellen.

Und daran erkennt man auch, dass Du als Mensch gewachsen bist:
- zuerst schreibt der dominante Papa etwas vor, und du machst
- dann wächst Du als MEnsch und reifst heran, woraufhin du dann Deinen eigenen wunsch durchsetzt und nun das machst, was dich wirklich interessiert.

das ist machbar,
alles Gute,
lionhead
 

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