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marienkäfer88
Gast
Hallo zusammen,
ich brauche dringend einen Rat und hoffe ihr könnt mir helfen.
Erstmal zu mir, ich bin 21 und hatte im Januar 2007 zum ersten Mal Depressionen und Panikattacken. Auslöser war damals eine OP meiner Mutter. Ich hatte Angst sie zu verlieren, habe nachts kontrolliert ob sie noch atmet etc. Nach und nach wurde dann aus der Angst vor ihrem Tod, eine Angst vor dem Sterben generell. Deshalb habe ich zunächst vom Hausarzt Citalopram (Antidepressivum) und Tavor (Beruhigungsmittel) verschrieben bekommen. Bevor das Citalopram richtig gewirkt hat, hatte ich wieder einmal eine Panikattacke – diesmal aber so schlimm, dass meine Mutter nicht mehr weiterwusste und einen Krankenwagen gerufen hat. Die Sanitäter wollten mich in eine psychiatrische Klinik bringen aber das wollte ich nicht. Stattdessen kam ich in ein „normales“ Krankenhaus. Dort wurde ich nur medikamentös (Tavor) behandelt und überwacht (wegen der Selbstmordgefährdung, die aber bei mir quasi nicht-existent war, denn vor dem Tod hatte ich ja Angst). Danach war ich beim Psychiater, der meinte, ich sollte eine Therapie machen. Einen Platz habe ich nicht gefunden, deshalb war ich – eigentlich nur übergangsweise – in einer psychologischen Beratung des Sozialdienstes. Dort habe ich aber eigentlich nur über die Beziehung zu meinem Vater und die Scheidung (da war ich 10) meiner Eltern gesprochen. Nachdem ein paar Wochen vergangen, und die Übergangstherapie vorbei war, ging es mir wieder gut. Deshalb machte ich keine weitere Therapie, sondern nahm nur die Medikamente (nur noch Antidepressivum) weiter. Irgendwann im Sommer habe ich sie dann abgesetzt. Lange ging alles gut, fast ein Jahr. Bis zu den Abiturprüfungen 2008. Die erste schriftliche Prüfung ging gut, dafür hatte ich viel gelernt. Aber vor der zweiten – mein LK-Fach, für das ich irgendwann kein Interesse mehr hatte und auch dementsprechend wenig gelernt habe – kam wieder eine Panikattacke. „Was ist, wenn ich durchfalle“… Meine Mutter gab mir Schüsslersalze und so habe ich die Prüfung mitgeschrieben. Dann ging mein grübeln weiter: „Was mache ich jetzt? Was will ich eigentlich?“… Meine Mutter (ich muss sagen, sie hat mir immer sehr geholfen) hat mich dann mit dem Vorschlag doch Englisch Deutsch auf Lehramt zu machen, insoweit beruhigt. Aber irgendwann merkte ich dann, dass ich das nicht will. Ich wollte seit Jahren in Richtung Journalismus gehen, hatte aber keine Praxiserfahrung und mein Schnitt würde nicht gut genug sein das zu studieren. An eine Ausbildung hab ich keinen Gedanken verschwendet, mir war immer klar, dass es ein Studium sein soll. In Kunst war ich immer gut, deshalb habe ich mich irgendwann für einen Mappenkurs angemeldet. Danach wollte ich Mode- oder Kommunikationsdesgin studieren. Meine Mutter war dagegen aber ich habe mich durchgesetzt und wochenlang gearbeitet um die Gebühren dafür zu bezahlen. Dann ging der Kurs los: Es hat mir Spaß gemacht, aber ich habe bald gemerkt, dass ich Malen und Zeichnen nur als Hobby sehe, nicht als Beruf. Darum habe ich nur ein Semester gemacht und im Februar aufgehört. Also was jetzt? Ich kam wieder auf Journalismus, habe eine Uni ohne Zulassungsbeschränkung für Kommunikationswissenschaften gefunden und ein Praktikum gemacht. Drei Monate war ich bei einer Zeitung und es war toll. Parallel kam ich dann auf die Idee Pädagogik zu studieren. Kowi war nur als Nebenfach möglich, deshalb habe ich mich zusätzlich für Pädagogik beworben (zulassungsbeschränkt). Für Journalistik habe ich mich auch beworben, aber nur Absagen bekommen. Aber dann kam ich ins Grübeln: Pädagogik für Journalistik? Das passte nicht so recht, deshalb wollte ich Anglistik als Hauptfach und Kowi und Päd als Nebenfach machen. Die Zusage für Päd kam und ich musste mich entscheiden. Fast all meine Freunde, naja Bekannten, Freunde habe ich eigentlich keine, haben gesagt Pädagogik wäre eine „brotlose Kunst“ und Englisch würde ich auf jeden Fall schaffen. Deshalb schrieb ich mich online für Englisch ein und ließ die Frist für Päd verstreichen. Damit war ich dann ganz glücklich, obwohl ich Angst vor Englisch hatte – ich war ja über ein Jahr aus der Übung. Letzte Woche war ich dann an meinem neuen Studienort und habe mir WGs angeschaut. Alles war S****, nur eine war richtig toll. Von der bekam ich aber eine Absage… Da ging es wieder los. Zuerst nur “Was ist wenn ich kein Zimmer finde?“ dann die Panik vor dem Studium selbst: Drei Fächer? Dabei war ich nie ein großer Lerner… Und am schlimmsten, die inzwischen riesige Panik vor Englisch… Ich bin total blockiert, kann an nichts anderes denken, kann nicht mal Radio hören, weil da englische Songs laufen und ich mich dauernd frage “Was heiß das? Was heißt das?“. Ich will eigentlich gar nicht mehr studieren, aber für Bewerbungen für eine Ausbildung ist es schon viel zu spät. Deshalb Gestern habe ich mich für Englisch eingeschrieben und es hat sich so falsch angefühlt... Noch ein Jahr verschwenden ist schon schlimm genug, aber ich plane schon das Studium wieder abzubrechen und ein Zimmer habe ich auch noch nicht. Aber was wenn ich abbreche? Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, kann nachts nicht schlafen, es ist als würde jemand auf meiner Brust sitzen. Nicht studieren und ein Jahr rumsitzen kann ich auch nicht. Deshalb nehme ich seit gestern wieder Citalopram. Ich suche andauernd nach Berufen, die mir gefallen würden: Erzieherin zum Beispiel, aber da gibt es keine richtigen Lehrstellen sondern nur Akademien und ich habe Angst danach nichts zu finden. Oder Hotelfachfrau? Oder Arzthelferin?
Ich weiß einfach nicht weiter. Bitte, sagt mir, was ihr dazu denkt.
ich brauche dringend einen Rat und hoffe ihr könnt mir helfen.
Erstmal zu mir, ich bin 21 und hatte im Januar 2007 zum ersten Mal Depressionen und Panikattacken. Auslöser war damals eine OP meiner Mutter. Ich hatte Angst sie zu verlieren, habe nachts kontrolliert ob sie noch atmet etc. Nach und nach wurde dann aus der Angst vor ihrem Tod, eine Angst vor dem Sterben generell. Deshalb habe ich zunächst vom Hausarzt Citalopram (Antidepressivum) und Tavor (Beruhigungsmittel) verschrieben bekommen. Bevor das Citalopram richtig gewirkt hat, hatte ich wieder einmal eine Panikattacke – diesmal aber so schlimm, dass meine Mutter nicht mehr weiterwusste und einen Krankenwagen gerufen hat. Die Sanitäter wollten mich in eine psychiatrische Klinik bringen aber das wollte ich nicht. Stattdessen kam ich in ein „normales“ Krankenhaus. Dort wurde ich nur medikamentös (Tavor) behandelt und überwacht (wegen der Selbstmordgefährdung, die aber bei mir quasi nicht-existent war, denn vor dem Tod hatte ich ja Angst). Danach war ich beim Psychiater, der meinte, ich sollte eine Therapie machen. Einen Platz habe ich nicht gefunden, deshalb war ich – eigentlich nur übergangsweise – in einer psychologischen Beratung des Sozialdienstes. Dort habe ich aber eigentlich nur über die Beziehung zu meinem Vater und die Scheidung (da war ich 10) meiner Eltern gesprochen. Nachdem ein paar Wochen vergangen, und die Übergangstherapie vorbei war, ging es mir wieder gut. Deshalb machte ich keine weitere Therapie, sondern nahm nur die Medikamente (nur noch Antidepressivum) weiter. Irgendwann im Sommer habe ich sie dann abgesetzt. Lange ging alles gut, fast ein Jahr. Bis zu den Abiturprüfungen 2008. Die erste schriftliche Prüfung ging gut, dafür hatte ich viel gelernt. Aber vor der zweiten – mein LK-Fach, für das ich irgendwann kein Interesse mehr hatte und auch dementsprechend wenig gelernt habe – kam wieder eine Panikattacke. „Was ist, wenn ich durchfalle“… Meine Mutter gab mir Schüsslersalze und so habe ich die Prüfung mitgeschrieben. Dann ging mein grübeln weiter: „Was mache ich jetzt? Was will ich eigentlich?“… Meine Mutter (ich muss sagen, sie hat mir immer sehr geholfen) hat mich dann mit dem Vorschlag doch Englisch Deutsch auf Lehramt zu machen, insoweit beruhigt. Aber irgendwann merkte ich dann, dass ich das nicht will. Ich wollte seit Jahren in Richtung Journalismus gehen, hatte aber keine Praxiserfahrung und mein Schnitt würde nicht gut genug sein das zu studieren. An eine Ausbildung hab ich keinen Gedanken verschwendet, mir war immer klar, dass es ein Studium sein soll. In Kunst war ich immer gut, deshalb habe ich mich irgendwann für einen Mappenkurs angemeldet. Danach wollte ich Mode- oder Kommunikationsdesgin studieren. Meine Mutter war dagegen aber ich habe mich durchgesetzt und wochenlang gearbeitet um die Gebühren dafür zu bezahlen. Dann ging der Kurs los: Es hat mir Spaß gemacht, aber ich habe bald gemerkt, dass ich Malen und Zeichnen nur als Hobby sehe, nicht als Beruf. Darum habe ich nur ein Semester gemacht und im Februar aufgehört. Also was jetzt? Ich kam wieder auf Journalismus, habe eine Uni ohne Zulassungsbeschränkung für Kommunikationswissenschaften gefunden und ein Praktikum gemacht. Drei Monate war ich bei einer Zeitung und es war toll. Parallel kam ich dann auf die Idee Pädagogik zu studieren. Kowi war nur als Nebenfach möglich, deshalb habe ich mich zusätzlich für Pädagogik beworben (zulassungsbeschränkt). Für Journalistik habe ich mich auch beworben, aber nur Absagen bekommen. Aber dann kam ich ins Grübeln: Pädagogik für Journalistik? Das passte nicht so recht, deshalb wollte ich Anglistik als Hauptfach und Kowi und Päd als Nebenfach machen. Die Zusage für Päd kam und ich musste mich entscheiden. Fast all meine Freunde, naja Bekannten, Freunde habe ich eigentlich keine, haben gesagt Pädagogik wäre eine „brotlose Kunst“ und Englisch würde ich auf jeden Fall schaffen. Deshalb schrieb ich mich online für Englisch ein und ließ die Frist für Päd verstreichen. Damit war ich dann ganz glücklich, obwohl ich Angst vor Englisch hatte – ich war ja über ein Jahr aus der Übung. Letzte Woche war ich dann an meinem neuen Studienort und habe mir WGs angeschaut. Alles war S****, nur eine war richtig toll. Von der bekam ich aber eine Absage… Da ging es wieder los. Zuerst nur “Was ist wenn ich kein Zimmer finde?“ dann die Panik vor dem Studium selbst: Drei Fächer? Dabei war ich nie ein großer Lerner… Und am schlimmsten, die inzwischen riesige Panik vor Englisch… Ich bin total blockiert, kann an nichts anderes denken, kann nicht mal Radio hören, weil da englische Songs laufen und ich mich dauernd frage “Was heiß das? Was heißt das?“. Ich will eigentlich gar nicht mehr studieren, aber für Bewerbungen für eine Ausbildung ist es schon viel zu spät. Deshalb Gestern habe ich mich für Englisch eingeschrieben und es hat sich so falsch angefühlt... Noch ein Jahr verschwenden ist schon schlimm genug, aber ich plane schon das Studium wieder abzubrechen und ein Zimmer habe ich auch noch nicht. Aber was wenn ich abbreche? Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, kann nachts nicht schlafen, es ist als würde jemand auf meiner Brust sitzen. Nicht studieren und ein Jahr rumsitzen kann ich auch nicht. Deshalb nehme ich seit gestern wieder Citalopram. Ich suche andauernd nach Berufen, die mir gefallen würden: Erzieherin zum Beispiel, aber da gibt es keine richtigen Lehrstellen sondern nur Akademien und ich habe Angst danach nichts zu finden. Oder Hotelfachfrau? Oder Arzthelferin?
Ich weiß einfach nicht weiter. Bitte, sagt mir, was ihr dazu denkt.