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Hilfe, meine Tochter ritzt sich...

  • Starter*in Starter*in Bärli1234
  • Datum Start Datum Start
B

Bärli1234

Gast
Hallo,
ich bin sehr verzweifelt und ich schreibe mal von Anfang an...

Ich bin 40 Jahre alt, meine Tochter ist 15. Ich bin alleinerziehend, seit 11 Jahren geschieden.
Von Anfang an gab es keine Mutter-Kind-Beziehung zwischen uns. Es gibt seit Jahren
nur Streit zwischen mir und meiner Tochter. Wir beide sind seit Jahren in Therapie und seit ein paar Monaten ist meine Tochter übergangsweise in einer Einrichtung, wo Jugendliche hin können, wenn es zuhause nicht mehr geht. Zwischendurch kam sie immer wieder nach Hause, was aber gar nicht klappte, weil wir nur Streit hatten.

Ich hatte einen Zusammenbruch, musste meine Arbeit aufgeben. Seit vielen Jahren habe ich Depressionen und Ängste.

Mittlerweile geht es mir so schlecht, dass ich keine Kraft mehr habe, mich noch weiter um meine Tochter zu kümmern und habe entschieden, sie in eine Wohngruppe zu geben.
Wir haben alles versucht, uns überall Hilfe geholt, wo man Hilfe bekommen kann.
Heute habe ich durch Zufall gesehen, dass meine Tochter sich ritzt, und sie natürlich darauf angesprochen. Sie sagte, dass sie es schon seit mehreren Jahren macht.
Mir ist das nie aufgefallen und ich fühle mich deshalb schuldig.
Nun habe ich Angst, dass sie sich noch mehr antun könnte...
Von der Familie bekomme ich nur Vorwürfe zu hören, was ich alles falsch gemacht habe....
Der Vater hatte nie Interesse an seinem Kind. Er will nicht, dass sie in eine Wohngruppe geht, würde aber auch nicht seinen Job aufgeben oder etwas anderes suchen, damit sie vielleicht bei ihm leben kann. Er ist unter der Woche im Ausland tätig.

Vielleicht habt Ihr ein paar Tipps für mich, oder vielleicht gibt es Gleichgesinnte, mit denen ich mich austauschen kann?

Über Meldungen würde ich mich freuen.

Bärli
 
"Von Anfang an gab es keine Mutter-Kind Beziehung zwischen uns ".
Das lag sicher nicht an dem Kind.
Sie ritzt sich, damit der körperliche Schmerz den seelischen übertönt. Das verschafft ihr Erleichterung.
Es würde auch wenig helfen, wenn sie beim Vater leben würde, der das vermutlich weder auffangen kann noch möchte, sonst hätte er es schon getan.
Vorwürfe holen das Kind nicht aus dem Brunnen.
Sie würde einen stabilen Platz brauchen, an dem sie sich wertgeschätzt fühlt.
Vielleicht kann sie dann allmählich ein wenig heil werden.
Und unabhängig vom Wunsch des Vaters ist es vielleicht das, was du für sie tun kannst, daß du einen solchen Platz für sie organisierst.

PS: Das Ritzen ist ja nur die Spitze vom Eisberg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst Dir ihre Sorgen anhören,
auch wenn es Dir weh tun wird.
Praktischer Tip: verbanne alle Gegenstände,
mit denen sie sich wenigstens zuhause ritzen könnte.
Es gibt andere Skills. Wie kaltes Wasser oder Gummiband schnippen lassen.

Und sie bracht einen Therapieplatz.
Vielleicht sogar eine Klinik,
aber das alles muss Deine Tochter wollen !
Unter Zwang läuft da garnichts.

Viel Glück.🙂
 

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