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hilfe, meine tochter 15 jahre leidet an depressionen

  • Starter*in Starter*in mutterß6
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M

mutterß6

Gast
Hallo,
ich bin neu hier in diesem Forum, aber ich brauche dringend einen Rat, bzw. ein bischen Hoffnung.
Meine 15 jährige Tochter (wird in einem Monat 16) bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Ich bin Mutter von 6 Kindern, unsere Grosse wird 16 ,die Kleinsten sind gerade 2 1/2 (Zwillinge). Meine älteste Tochter war immer schon kein einfaches Kind, aber seit der Pubertät ist alles aus dem Ruder gelaufen. Mitlerweile ist unser Verhältnis sehr abgekühlt und Probleme darf ich gar nicht ansprechen. Sie zieht sich nur zurück, nimmt nicht mehr am Familienleben teil, lässt alles liegen und ist ständig von allem und jedem genervt. Schule läuft so lala und ansonsten ist nur das Handy wichtig. Seit einiger Zeit verschlimmert sich ihr zustand und eine Lehrerin hat mit uns deshalb ein Gespräch geführt. Meine Tochter äusserte, sie wisse nicht warum sie überhaupt lebe, ihr leben sei S**** und langweilig und am liebsten möchte sie nur noch schlafen. Sie selbst hält sich für unausstehlich, ein Monster und es ist besser, wenn keiner zu nah an sie ran kommt. Sie glaubt gefühlskalt und leer zu sein. Wir haben dann in einer Beratungsstelle einen Termin gemacht und nun geht sie seit 3 Wochen allein dort hin. Sie möchte auf gar keinen Fall mit mir oder ihrem Vater darüber reden, was sie bedrückt. Das geht uns nix an. Scheinbar hat sie mit diesem Berater auch über das Thema ritzen gesprochen und seit einer Woche zerschneidet sie sich nun ihren arm. als ich sie darauf angesprochen habe, hat sie mich aus dem zimmer geschmissen, es sei schliesslich ihr leben. da sie auch unter extremen schlafstöhrungen leidet (Was alles bei Depressionen eine rolle spielt), habe ich für die kommende Woche zusätzlich einen termin bei einer Psychologin gemacht, wo meine tochter auch hingehen möchte. ich hatte grosse Hoffnung, das wir auf dem richtigen weg sind,...bis heute.
heute morgen rief mich unsere zweite tochter auf dem Handy an, völlig aufgelöst, da ihre grosse schwester scheinbar betrunken in der schule randaliert. ich habe daraufhin mit der grossen gesprochen und ihre Freundin hat mich gebeten zu kommen und sie von der schule abzuholen.
als ich sie eingesammelt habe, war sie stark alkoholisiert und hat dann auch zugegeben, dass sie vodka getrunken hat. hat sie beim Supermarkt an der schule gekauft (ganz ohne ausweis!). warum sie das gemacht hat: Sie fühlte sich deprimiert und elend und hatte keine lust auf schule. Ich habe soetwas noch nie erlebt und es hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Zuhause habe ich dann auch noch ein paket Zigaretten bei ihr gefunden. So langsam glaube ich, erkenne ich mein Kind nicht wieder. ich habe immer versucht ihr zu verstehen zu geben, dass sie mit allem zu mir kommen kann und ich ihr immer helfe, egal was ist. leider macht sie jetzt total dicht und lässt mich mit meiner Angst und Verzweiflung im ungewissen. Ich bin mit meinen nerven so am ende. ich liebe meine tochter so sehr und muss dabei zusehen, wie sie ihr leben und ihre Zukunft wegschmeisst. Da sie ihr leben so hasst, habe ich natürlich auch angst, dass sie sich etwas antun könnte.
das macht mich so fertig, dass ich nur noch heulen könnte und meine anderen kinder müssen auch darunter leiden. ich kann nicht unbeschwert herumtollen, weil mich die sorgen auffressen. ich hoffe irgendjemand in diesem Forum kennt so etwas, von sich selbst, oder vom Kind und kann mir einen Hoffnungsschimmer geben, dass es irgendwann auch wieder aufwärts geht. Vielleicht hat jemand auch schon mal eine solche Depression in dem alter mitgemacht und durch hilfe von aussen überwunden, das würde mir zumindest im Moment helfen. was könnte ich noch tun um es besser zu machen? würde mich über viele antworten freuen.
 
Ich beziehe mich auf deine letzte Frage. Was kannst du tun? Stelle sicher, dass du deine Tochter ernst nimmst und mache dies in dem Gebrauch deiner Sprache auch deutlich. Mit sie glaubt sie sei ... machst du nur deutlich, dass das was sie denkt unerheblich ist, also dass du sie eben nicht ernst nimmst. Dann könntest du sie entweder ent- oder belasten. Das kommt auf eure bisherige Situation an. Ansonsten überlass die Therapie den Profis. Abgesehen davon kônntest du aufhören dich selbst zu bemitleiden und vor allem die Folgen dieses Selbstmitleids deiner Tochter als Verursacherin vorwerfend in Verantwortung zu stellen. Außerdem bedenke doch bitte 15 Jahre. Das ist kein Alter. Das muss an Hoffnungsschimmer reichen!
 
herzlichen Dank für die nette Antwort! Es unheimlich hilfreich, wenn man sich grosse sorgen um ein Kind macht, alles versucht ihm zu helfen, einem dann gesagt wird man würde das selbstmitleid an seiner Tochter ablassen. Ich glaube nicht, dass ich mich selbst bemitleide, ich bin einfach völlig ratlos und verzweifelt und hätte mich über hilfreichere antworten und ein wenig Mut mehr gefreut. Das sie erst 15 ist, heisst nicht, dass zwangsläufig alles wieder gut wird, es haben auch schon jüngere Kinder Selbstmord begangen, weil sie in einer tiefen Depression gesteckt haben!
 
herzlichen Dank für die nette Antwort!/QUOTE]
Bitte
und repeat:
Ich beziehe mich auf deine letzte Frage. Was kannst du tun? Stelle sicher, dass du deine Tochter ernst nimmst und mache dies in dem Gebrauch deiner Sprache auch deutlich. Mit sie glaubt sie sei ... machst du nur deutlich, dass das was sie denkt unerheblich ist, also dass du sie eben nicht ernst nimmst. Dann könntest du sie entweder ent- oder belasten. Das kommt auf eure bisherige Situation an. Ansonsten überlass die Therapie den Profis. Abgesehen davon könntest du aufhören dich selbst zu bemitleiden und vor allem die Folgen dieses Selbstmitleids deiner Tochter als Verursacherin vorwerfend in Verantwortung zu stellen. Außerdem bedenke doch bitte 15 Jahre. Das ist kein Alter. Das muss an Hoffnungsschimmer reichen!

Wieso wiederhole ich meine Antwort?
Weil ich sie nochmal in Bezug zu dem stellen will worauf sie sich bezog:

ich hoffe irgendjemand in diesem Forum kennt so etwas, von sich selbst, oder vom Kind und kann mir einen Hoffnungsschimmer geben, dass es irgendwann auch wieder aufwärts geht … was könnte ich noch tun um es besser zu machen?

Bei meinem Antwortverhalten hatte ich vor allem folgende Aussagen im Blick:

… aber ich brauche dringend einen Rat, bzw. ein bisschen Hoffnung.
Meine 15 jährige Tochter (wird in einem Monat 16) bringt mich an den Rand der Verzweiflung. Ich bin Mutter von 6 Kindern, unsere Grosse wird 16 ,die Kleinsten sind gerade 2 1/2 (Zwillinge). Meine älteste Tochter war immer schon kein einfaches Kind … Sie glaubt gefühlskalt und leer zu sein … warum sie das gemacht hat: Sie fühlte sich deprimiert und elend und hatte keine Lust auf Schule. Ich habe so etwas noch nie erlebt und es hat mir den Boden unter den Füssen weggezogen. Zuhause habe ich dann auch noch ein Paket Zigaretten bei ihr gefunden. So langsam glaube ich, erkenne ich mein Kind nicht wieder. … leider macht sie jetzt total dicht und lässt mich mit meiner Angst und Verzweiflung im ungewissen. Ich bin mit meinen Nerven so am Ende. Ich liebe meine Tochter so sehr und muss dabei zusehen, wie sie ihr Leben und ihre Zukunft weg schmeisst. Da sie ihr Leben so hasst, habe ich natürlich auch Angst, dass sie sich etwas antun könnte.
Das macht mich so fertig, dass ich nur noch heulen könnte und meine anderen Kinder müssen auch darunter leiden. Ich kann nicht unbeschwert herumtollen, weil mich die Sorgen auffressen. …

Ich habe also auf dein Verhalten geschaut, denn

Ich bin Mutter von 6 Kindern, unsere Grosse wird 16 ,die Kleinsten sind gerade 2 1/2 (Zwillinge). … Wir haben dann in einer Beratungsstelle einen Termin gemacht und nun geht sie seit 3 Wochen allein dort hin. Sie möchte auf gar keinen Fall mit mir oder ihrem Vater darüber reden, was sie bedrückt. … habe ich für die kommende Woche zusätzlich einen Termin bei einer Psychologin gemacht, wo meine Tochter auch hingehen möchte. …

Das einzige das DU noch tun (also darüber hinaus, euch/ihr von außen Hilfe zu holen) KANNST ist erleichternd zu unterstützen. Dafür ist es notwendig, dass DU dich in den Griff bekommst.

Da du meine Antwort nicht hilfreich finden konntest bringt es nichts weiter zu erklären.
Aber mein Feedback erspare ich dir nicht: Du liest nur was du lesen willst. Es ist ein wertvoller Ratschlag sich auch im Sprachgebrauch darum zu bemühen seinem Gegenüber zu zeigen, dass er/sie ernst genommen wird. Es kann mehr als hilfreich sein den Druck, den man auf ein Kind ausübt, indem man es verbal bereits abschreibt mit „wie sie ihr Leben und ihre Zukunft weg schmeisst“, zu unterlassen.

ICH hatte nämlich dein Problem ernst genommen, habe die Worte die du benutzt hast dagegen abgewogen und war zu dem Urteil gelangt, dass du deiner Tochter nur helfen möchtest und nicht weisst was du tun könntest.

Jetzt stellt sich für mich die Sachlage anders dar! Die Worte nämlich sind ernst gemeint, während du dein tatsächliches Anliegen dahinter verschleierst. Dein Anliegen ist: Wie biege ich meine Tochter zurecht? Wie kann ich auf sie einwirken, dass sie keinen Ärger macht? Wie kann ich erreichen, dass meine Tochter so wird, dass ich mich nicht mehr für sie oder wegen ihr schämen muss? Wie halte ich meine Familie zusammen obwohl sie doch immer so viel Arbeit macht, so aufsässig ist? Und was ist, wenn die anderen Kinder jetzt auch noch so viel Ärger verursachen? Und überhaupt, hab ich das verdient? Wieso kann meine Tochter nicht glücklich sein?
(Befrage mal deine Tochter ob sie die „nervigen Besorgniserregungen“ ihrer Mutter so empfindet! Und wenn sie das tut, reagiere nicht empört! Wenn sie das so empfindet, und das aber gar nicht so sein sollte, dann liegt es an dir sie davon zu überzeugen, dass dem nicht so ist. Wie willst du sie anders als mit Sprache davon überzeugen? Wieso bespricht sie denn ihre Probleme mit ihrer „fürsorglichen Übermama“ nicht? Fehlt da das Vertrauen? Ist die Mutter zu dumm? Ist deine Tochter überheblich? Ich sage dir, selbst wenn du empört und verletzt sein solltest, dann lass das nicht an deiner Tochter aus! Denn die Wahrheit ist, dass die Empörung in direktem Maße darauf zurück zu führen ist, dass sie etwas, das DU missverständlich ausgedrückt hattest, wegen deiner Unzulänglichkeit, nicht begreifen konnte! Sie ist das Kind. Du bist die Erwachsene.)

Und trotzdem, kann ja sein, dass ich in deine Unfähigkeit zu viel hineinlese, deswegen:
… Ich glaube nicht, dass ich mich selbst bemitleide, ich bin einfach völlig ratlos und verzweifelt und hätte mich über hilfreichere Antworten und ein wenig Mut mehr gefreut …
Du bemitleidest dich selbst. Das mag auch ganz ok sein. Ist aber der Situation abträglich, außerdem lähmt sie. Wenn man ratlos und verzweifelt ist, hilflos und besorgt, dann ist man doch zwangsläufig im Selbst das mit Leid gefüllt ist. Also ist man in diesem Zustand irgendwo selbstmitleidig gefangen. Hilfe muss man auch annehmen! Wie wäre es, wenn du dir selbst auch Hilfe besorgst, selbst auch zur psychologischen Beratung gehst? Selbst einen Psychologen/Psychiater aufsuchst?
Selbsthilfegruppe für Verwandte von Betroffenen … gibt so viele Hilfsangebote, die garantiert alle besser sind als sinnlose Kommentare in einem Internetforum ...
 

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