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Hilfe bei Depressionen und schwieriger Situation

Alisondelli

Neues Mitglied
Hallo Leute,
Ich schreibe nun hier rein, weil ich mittlerweile kaum noch weiß, was ich machen soll.
Ich habe dieses Jahr mein Abitur gemacht und bin nun auf der Suche nach einer Ausbildung.
Dieses Jahr und das Vorherige waren sehr schlimm für mich: Meine Eltern sind in der Scheidung und es herrscht schlimmer Rosenkrieg. Mittlerweile ist meine Mutter mit ihrem neuen Freund zusammengezogen, und mein Bruder ist ebenfalls ausgezogen. Jetzt wohne ich mit meinem alkoholkranken Vater alleine unter einem Dach, was kaum auszuhalten ist. Mein Zuhause fühlt sich nicht mehr wie ein Zuhause an, es ist schwierig alleine alles sauberzuhalten (mein Vater bemüht sich halt irgendwie nicht), mehrmals die Woche kann ich nicht auf die Toilette, weil mein Vater betrunken überall hinuriniert. Er ist auch sehr unberechenbar und würgte mich auch schon.
Einkaufen hält er auch nicht für notwendig und ich habe momentan nicht genug Geld um mir selbst jeden Tag warm zu kochen und den Kühlschrank zu füllen.
Während dem Abitur haben mich meine Eltern imens mit in ihre Streitereien reingezogen, was mir sehr zu schaffen gemacht hat. Es wurde nur noch gebrüllt, manipuliert und teilweise auch über mich gelästert. Ich hab das Abi zum Glück noch geschafft, habe aber wohl so viel von dem Stress mitgenommen, dass ich depressiv wurde.
Bei mir wurde eine mittelschwere Depression diagnostiziert und ich befinde mich mittlerweile in Psychotherapie.
Bislang ist jedoch kaum eine Besserung aufgetreten, da der Zustand zuhause und die Angst vor meinem Vater einfach nicht abgenommen haben.
Es ist sehr schwer für mich, das jeden Tag durchzuziehen.
Ich wollte mit der Suche nach einer Ausbildung etwas warten, da ich einfach nicht gesund bin und es mir noch nicht zutraue, es hinzukriegen.
Ich zitter nämlich sehr stark, bin sehr gereizt und habe auch Panikattacken.
Jetzt habe ich nur das folgende Problem: Wie soll ich gesund werden, wenn der Zustand zuhause so schlimm ist?
Es ist unheimlich schwer, dass alles auszublenden und sich nur auf sich selbst zu konzentrieren.
Ich finde es selbst nicht gut, nicht arbeiten zu können momentan, aber das würde mich eher mehr belasten denke ich.
Zudem ist das Haus relativ groß und ich muss mich um alles kümmern: Wäsche, Putzen, Hunde, Aufräumen.
Ich bin am Überlegen auszuziehen, um dann endlich gesund zu werden, aber ohne Ausbildung gibt es ja erstmal kein Geld. Und mit Depression leider auch keine Ausbildung. Ich bin momentan echt in diesem Teufelskreis drin, der sich immer wieder wiederholt und ich komm da nicht raus.
Ich habe mit meiner Mutter und meinem Bruder auch kein gutes Verhältnis. Unsere "Familie" war nie wirklich eine Einheit. Es war eher so als hätten alle nur vollkommen egoistisch gehandelt.
Ich wollte euch mal fragen, was ihr an meiner Stelle machen würdet?
Und ob ihr vielleicht irgendein Amt kennt, was da für mich zuständig ist, wenn ich schon 20 Jahre alt bin.
Ich meine, es kann doch nicht die Lösung sein, mit meinem Vater so zu verweilen bis ich halbwegs genug Geld durch die Ausbildung bekommen hab (was vielleicht erst in einem Jahr so sein wird). Und ein Jahr halte ich denke ich nicht mehr aus.
Die andere Option ist ja fast nur noch die Straße, und das macht mir schon gedanklich Angst.
Ich will einfach nur gesund werden, und vorallem hier raus.
Und nein, ich bin wirklich nicht faul, ich hab das Abi nicht zum Spaß gemacht, sondern weil ich wirklich einen Beruf ausüben wollte der mich weiterbringt. Es kam nur leider ganz anders durch meine Krankheit.
Ich versuche schon der Krankheit entgegenzuwirken.
Ich gehe 3mal die Woche ins Fitnessstudio, treffe mich mit Freunden, die mich ablenken, trage Zeitungen aus, versuche das Haus sauber zu halten etc.

Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann und wenn es nur Tipps sind
 
Hallo Alisondelli,

was du schreibst klingt wirklich nicht angenehm. Es tut mir Leid das du soetwas erleben musst.

Über deinen Vater muss man, glaube ich, nicht viel schreiben - das Bild was man beim Lesen von ihm bekommt sagt Alles.
Was sagt deine Mutter zu deiner Situation? Will sie dir nicht helfen?

Auf die Strasse musst du sicher nicht, keine Angst. Ich denke du solltest einmal versuchen herauszufinden ob es in deiner Umgebung irgendwo ein Frauenhaus oder soetwas in der Richtung gibt. Gewalt musst du dir nicht antun lassen! Zumindest können dir die dortigen Mitarbeiter sicherlich einen Rat oder Tip geben.

Was denkst du?

Alles Liebe und viel Kraft wünscht dir
Sandmann
 
Hallo,

ich finde es gut dass du hier nach Tipps fragst!

Sieh zu dass du schnellstmöglich ausziehst.

Da du Zeitungen austrägst geh ich mal davon aus dass du nicht krank geschrieben bist.

Aus Erfahrung mit mir selbst sowie Freunden u Freundinnen die ebenfalls Depressionen Panik und ähnliche Probleme haben wie du kann ich sagen dass eine überbrückungsmassnahme ein freiwilligendienst oder eine andere überbrückende versicherte Beschäftigung ohne leistungsdruck helfen kann wieder fit zu werden für den 1. Arbeitsmarkt.

Ich würde zur arbeitsagentur/ jobcenter gehen sagen dass du nicht fit genug bist um eine ausbildung zu beginnen wegen depressionen und nach einer überbrückungsmassnahme fragen.

Alternativ kannst du auch auf eigene faust einen
bundesfreiwilligendienst oder fsj bei einer sozialen Organisation machen dann bist du versichert und parallel harz 4 beantragen.

Bei der agentur bekommst du zuschüsse für wohnung, gebrauchte möbel usw.
Eine WG odr studentenbude ist in der Regel günstiger als eine normale wohnung.

Wenn das aus gesundheitlichen gründen nicht klappt wäre die
Alternative dich krank schreiben zu lassen, Kur beantragen und anschliessend betreutes wohnen.

Lass dich beraten, vielleicht gibt es bei dir in der gegend organisationen die dir darüber hinaus noch etwas anderes anbieten können.

Alles Gute !!!
 

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