Hallo Gast,
vor ca. 14 Jahren ging mir es ähnlich ....
vor 1 Jahr verfasste ich dieses kleine Stück Prosa, da ich mich endlich meiner Vergangenheit stellen wollte.
Nun ist die Sonne wieder ganz aufgegangen und aus der Zeit ist nichts übriggeblieben, denn ich bin endlich wieder sehr glücklich. Ich weiß zwar nicht, was die Zukunft mir noch bringt, aber eins habe ich gelernt, irgendwann geht die Sonne wieder auf.
Ich wünsche Dir, egal was noch kommt, dass Deine Sonne wieder hell erstrahlt.
So hier nun das kleine Stück Prosa :
Lang ist es her und an die Geschehnisse dieser Tage kann ich mich mehr genau erinnern. Ich saß einfach da und eine eiskalte Hand legte mich um mein Herz und ließ mir keinen Platz mehr zum Atmen. Was war nur geschehen? Die Wut und der Zorn des letzten Streits waren verflogen und Hoffnung keimte langsam wieder auf, aber er kam gut gelaunt aus dem Seminar zurück. Sie war blond und 10 Jahre jünger als ich, nur ihren Namen weiß ich nicht mehr. Was hatte ich nur falsch gemacht? Die Kralle drücke mir alle Gefühle aus dem Leib, während ich da saß, und „One more night ...“ aus dem Radio dröhnte. Mutlos ließ ich mich in meinem Schmerz fallen, unfähig diesen Albtraum zu beenden. Er war weg und nahm alle meine Träume mit. Zurück blieben nur Tränen und der schale Nachgeschmack eines unerfüllten Lebens. Am nächsten Morgen ging die Sonne auf und lachte mir voller Hohn ins Gesicht. Wie konnte sich nur die Erde weiterdrehen, als wäre nichts? Wir hatten uns doch ewige Liebe geschworen, aber nicht mal die Zeit blieb stehen. Das Leben ging weiter nur ich war bewegungslos geworden, starr in der Sinnlosigkeit meines Daseins. Da saß ich nun, verloren im Strudel des Selbstmileids, um Hilfe schreiend, aber niemand hörte mich. Gefangen in Selbstvorwürfen und Schmerz, unfähig aufzustehen, vergingen so unzählige Tage und Nächte. Doch eines Tages, ganz unverhofft, verirrte sich ein kleiner, zarter Sonnenstrahl in mein Herz und ganz vorsichtig strengte er die Ketten. Ich konnte auf einmal wieder Luft holen und ging, schwach lächelnd, die ersten Schritte. Ich stand auf, öffnete die Tür und machte mich angstvoll auf dem Weg ins Ungewisse. Zurück blieb lediglich eine eiskalte Hand, die ein Stück Herz festklammerte. Die Jahre danach waren erfüllt von großen und kleinen regenbogenfarbige Gefühlen, auf der ständigen Suche nach einem unwirklichem Traum. Nur wusste ich damals nicht, dass es der Beginn meines rechtlichen Lebens war. Das Leben einer Seele, die in den tiefsten Abgrund geblickt hat und nie wieder hoch fliegen wird.