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Gel06
Gast
Mir ist gerade aufgegangen, dass ich als Kind gar nicht für alles zu blöd war, wie man es mir immer vorwarf und ich deshalb auch an allem, was mich umgab Schuld trug - genau genommen ging es nur darum, dass ich niemand anderem diese Schuld geben konnte, wenn ich sie mir selbst gab. Zu diesem Blickwinkel gezwungen, alleine gelassen, immer... von Klein auf, mit Problemen, die ich mir angeblich selbst machte, mit beiläufigen Blicken kommentiert und schnell Ad Acta gelegt. Zu dumm für diese Welt, zu faul, zu dickköpfig, nicht untergeben genug und unwichtig dazu. Erwachsen müsste man erst werden, dann wisse man, was Probleme sind. Nein, es waren Schreie nach Hilfe - aus dieser Verzweiflung, weil ich nicht dumm genug war, die Lügen zu glauben. Warum versuchte ich bis gestern noch meine Erfolge die Vergangenheit zu bewältigen den Verantwortlichen zu widmen, damit sie nur ein einziges mal stolz auf mich sind? Es ist Zeit zu akzeptieren, dass die wichtigsten und liebsten Menschen der Kindheit auch nur Menschen sind, die das Ziel haben, an nichts, was zerstörte Menschlichkeit betrifft, Schuld haben zu wollen, damit die eigene Verdrängungsmaschine funktioniert. Nein, ich werde schweigen, die Realität hat mein Kind zerstört, sie muss nicht auch die Mutter mitnehmen. Aber schreien werde ich dort, wo ich nichts damit anrichten kann. Vielen Dank, dass Ihr hier diesen Raum lasst.
Gel06
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