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  • Starter*in Starter*in kathi35
  • Datum Start Datum Start
K

kathi35

Gast
Sehr sehr Traurig

Hallo ,ich heiße Kathrin bin 35 jahre alt . Ich weis nicht mehr weiter . Ich konnte jetzt nicht mehr schlafen . Mir gehen so viele Sorgen durch den Kopf. Eins am meisten es holt mich wieder ein und muß wieder dran denken, vor ca 2 Jahren war ich um diese zeit Schwanger als ich in der 16 woche zur Vorsorgeuntersuchung ging freute ich mich den heute werden zum ersten mal die Herztöne von meinem kleinem Etwas abgehörtaber vorher war der Ultraschall und das war von einer auf die andere Minute sehr schlimm für mich als mein Frauenarzt mir sagte "Es ist leider tot ,Sie müssen sofort ins Krankenhaus es muß sofort raus sonst überleben sie es auch nicht" Es war schon einige Tage in meinem Bauch tot und da ich etwas hohen Blutdruck hatte wurde ich in der 12. woche behandelt mit Tabletten. Mein Bauch war schon vergifftet innen . Was ich noch im Krankenhaus erlebt habe . Ich war innerhalb2 Stunden im Krankenhaus aber vorher mußte mein Dienstwagen und die Schlüssel auf meine Arbeit und meine Chefin mußte auch informiert werden. Nach 2 sunden hat man mich untersucht und ich habe ein Bild bekommen das war aber nur von hinten zu sehen , Ich sollte sofort operiert werden ich lag noch 16 stunden bis ich dran kam ich habe erbrochen , habe nur geweint man hat mich eifach mir selbst überlassen , Mein einzigster Trost war mein Mann und die Seelsorgerin die mein Mann dann geholt hat von allein hat mir niemand was angeboten in diesem Krankenhaus.Ich wollte mein Kind sehen egal wie es aussieht und wollte wissen was es geworden wäre keiner hat mir das gesagt ,ich hätte mich leicher verabschieden können wenn ich es nur mal vor meinen Augen gesehen hätte,jetzt erinnert es mich immer noch daran und das zum 2. Mal und am 1.Aprilwurde es mir rausgeholt 2003.Der Schmerz kommt immer näher es tut immer mehr weh wenn dieser Tag kommt der 1.April.Ich muß immer wieder dran denken und mir kommen ab und zu die Tränen. Ich habe auch keine Lust bzw habe Angst nochmal sowas Duchzumachen. Es ist etwas schade das meine Tochter kein Geschwisterchen mehr bekommt sie hat auch drunter gelitten sie ist jetz 6 jahre und sie kommt jetzt in die Schule. Eine Freundin hier habe ich nicht mit der ich mich austauschen kann sie wohnt weit weg von mir. Ich hätte gern eine Freundin aber es wird immer schwerer eine zu finden ich ziehe mich immer mehr in mich zurück , Der einzigste Trost ist hier das Internet da chattet man etwas mit Leuten aber über alles zu reden mit jemandem das habe ich nicht gefunden.Was ich noch gemacht habe ist den Frauenarzt gewechselt,aber ich habe noch immer Angst vor diesem weil es auch ein Mann ist . Wenn hier jemand ist eine Freundin ,ich möchte so gern eine richtige Freundin, so melde Dich da können wir uns über alles Austauschen und auch mit den Kindern mal Treffen. Es grüßt Euch Kathrin
 
Liebe Kathrin,

was Sie erlebten ist wirklich schrecklich und für eine werdende Mutter die sich auf ihr Baby freut unfassbar, aber leider in Ihrem Fall Realität. Gefühle, ob die einer werdenden Mutter, oder auch sonstiges, gehen schlicht und einfach in der Hektik des Klinikalltages unter. Es ist sehr traurig, aber so!

Liebe Kathrin, ich wünsch Ihnen von ganzem Herzen, das Sie eine Freundin finden, die Ihnen durch Gemeinsamkeiten und Gesprächen helfen kann, wenn gleich ich befürchte, dass Sie sich auf diesem Weg äußerst schwer tun werden. Warum? Ich fürchte das Sie im besten Fall auf jemand treffen dem das Gleiche oder ähnliches widerfuhr, aber da jeder Mensch "individuell" anders ist und daher auch dem entsprechend empfindet, werden Sie bestenfalls Trost finden. Wirkliche Freundschaften sind, wie Sie bestimmt wissen in der heutigen Zeit rar geworden, und selbst wenn man sie findet hat auch diese nur einen begrenzten Wert, weil diese bestenfalls den Schmerz nur lindern.

Da es auf diesem Forum für mich sehr schwer ist Ihnen zu versuchen zu helfen, biete ich Ihnen gerne an, wenn Sie möchten, mich privat anzumailen - (marlenekuhn@hotmail.de) - . Ich würde mich freuen von Ihnen bald zu hören.

Bleiben Sie bis dahin stark. MK
 
hallo kathrin,

du kannst dir gar nicht vorstellen, wie gut ich dich verstehen kann. ich hatte letztes jahr im sommer auch eine fehlgeburt (7ssw). und ich wurde im krankenhaus ebenso allein gelassen wie du.
wenn du dich darüber intensiver unterhalten willst, dann schick mir doch eine pn!!!

ich wünsch dir viel kraft und alles liebe
sg

ps: bin auch 35j
 
Hallo Kathi!
Es ist traurig zu lesen, dass es dir so schlecht geht. Dieser Schmerz, diese Wut, diese Trauer, sie ist so stark. Versuche diese Trauer nochmals zu verarbeiten. Besorge dir Bücher wie zb. Gute Hoffnung jähes Ende von Hannah Lotrop, Bücher über das Leben danach.... Es hilft dir bestimmt. (Schau unter www.schmetterlingskinder.de - dort gibt es Foren, dort findest du auch Hilfe)

Vielleicht helfen dir Rituale:
- gehe auf den Friedhof, verabschiede dich
- schreib dem Baby einen Brief, oder führe Tagebuch (schreib alles hinein, was dich belastet, frage ihm warum, ....)
- rede viel darüber, erzähle von deinen Baby
- gib dem Baby einen Namen !!
- rede mit dem Baby

Wenn du traurig bist, dann stelle dir vor, du hälst dein Baby in den Arm.
Es hilft mir sehr, nur der Gedanke daran. Ich habe Mario in der 25.SSW verloren und ich habe ihm leider nicht berühren können. Ich hatte Angst. Aber in meinen Gedanken, halte ich ihn, und das gibt mir ein schönes Gefühl und Kraft.

Liebe Kathrin, ich bin für dich da, wenn es dir schlecht geht, dann melde dich bei mir!!!
Es grüsst dich, deine Freundin Marion
 
so wären wir nun schon zu dritt :-(

mir gehts zur zeit echt auch beschissen, und da kommen dann die erinnerungen umso mehr hoch. ich hätte jetzt im april entbindungstermin - das wird nochmals hart werden.

ich wünsch euch ein schönes we....

sg
 
Ja ,es tut sehr weh ,wenn dann der Termin naht liebe sg ,den schmerz kann man nicht beschreiben . Dich liebe sg, drücke ich ganz lieb und wir beide trösten uns Gegenseitig. Danke für Deine Mail. es grüßt dich Kathrin Ps: Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende sowie eine gute Woche . Bis Bald.
 
Day of Candle lighting


weltweiter Gedenktag für alle verstorbenen Kinder

Damit ihr Licht für immer leuchte, stellen jedes Jahr, immer am 2. Sonntag im Dezember, um 19:00 Uhr Betroffene auf der ganzen Welt im Gedenken an ihre verstorbenen Söhne, Töchter, Brüder, Schwestern, Nichten, Neffen, Enkel brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle den gesamten Globus umschließt. Diese Aktion geht von den „Compassionate Friends“ aus den USA aus. Diese Organisation findet in Deutschland ihre Entsprechung in der Bewegung „Verwaiste Eltern“.

Ich finde dieser Gedanke ist ein einzigartig schöner, zu wissen das unser gesamter blauer Planet ins Universum erstrahlt und die Welle des Lichtes das verlorene Leben leben läßt. Jahr für Jahr.

Vielleicht ist es etwas verfrüht daran zu erinnern, doch die Gedanken und Gefühle, sie fragen nicht nach Zeit und Raum. Dieser Tag, den gestalte ich - mit dem Wissen das ich traurig sein werde - einfach weil ich trauern möchte.

Kathi und Sadhowgirl ich habe sehr lange überlegt ob ich dies bei Euch Poste oder einen neuen Thread eröffne. Doch am Ende ist es gleich wo es gelesen wird. Ihr seid ja fleißige Leser und Helfer. ;-)

Als Mann kann ich Euern Schmerz nicht nachempfinden, dass hat mir die Natur nicht gegeben. Als betroffener, verwaister Vater, ja, rede aber nicht gerne drüber. Ob nun hier oder anderswo, wir Männer sind, wenn es um Emotionen geht, immer in der Minderheit. Warum? Sind wir nicht fähig uns selbst einzugestehen das wir auch Halt brauchen in solch schwerer Stunde. Sind wir einfach nur zu feige gegenüber anderen zu zeigen das man schwach ist, noch immer schwach ist? Fragen die ich gerne im realem Leben an Männer stellen würde, ohne das Sekunden später über Fussball geredet wird um abzulenken. Oh je, manchmal denke ich ich bin ein Weichei, wenn es darum geht meinem Gegenüber klar zumachen das es noch mehr als Fussball und Formel 1 gibt.

Ach Kathi, ich denke schon das Du jemanden zum Austausch findest. Die Vorgeschlagenen Rituale,... von Gast Freundin Marion., versuche es. Das Hilft, auch wenn es anfangs schwer fällt.

@ Sadhowgirl: Der Termin naht, denke dann bitte an den 12.12. Schau, mir hilft es und Gemeinsamkeiten verbinden. Hm.
Man wird also von der ganzen Welt umarmt. Lass diesen Globalen Gedanken in Deine Trauer mit einfließen! *kopfstreichel*


herzliche Grüße

Knut
 
hallo knut,

am 12. dezember brannten auch bei mir die kerzen. aber nicht um 19:00uhr sondern später... ich war um 19😱o uhr in der kirche.
gestern nachmittag war ich mit meiner tochter in der karfreitagsliturgie. als der priester dann mit den ministranten den kreuzeinzug machten, konnte ich meine tränen nicht mehr zurückhalten. aber dann bekam ich ein gefühl der ruhe und der zufriedenheit. ich war mir sicher, meinem goldschatz geht es gut und meine mam passt dort oben auf ihn auf ....

nochmals danke für deinen beitrag knut
lg
sg
 
Hallo Shadow,

auch ich habe tiefe Trauer, denn am 15.02.2005 ist mein Mäuschen nach 11 Tagen in meinem Arm gestorben. Morgen um 13 Uhr ist die Beerdigung. Ich habe meine Geschichte unter Tod "Mein Engel ist bei mir.." geschrieben.

Ich nehme Dich so fest in den Arm. Glaube daran, das Dein Engel bei Dir ist...bitte es Dir den Schmerz zu nehmen.
Es wird Dir helfen, denn unsere Engel wollen nicht, das wir traurig sind. Sei gewiss, es geht ihnen da, wo sie jetzt hingegangen sind, besser als je auf Erden.

Ich habe mir damit geholfen, das ich mit meinem Inneren kommuniziert habe. Auf die Frage, warum, die so quälend und lämend ist, habe ich mir die Antwort gegeben, das sie mich gerettet hat. Irgentetwas wäre in der Schwangerschaft passiert, was mich gefährdet hätte und so hat sie mich gerettet.
Ich will das so sehen und seit ich sie in den schlimmen Stunden bitte, mir den Schmerz zu mehmen, bin ich auch in der Lage weiter zu leben.

Glaube mir, ich kenne Deinen Schmerz, meine Kleine ist in meinen Arm gestorben und der Schmerz hat mich fast umgebracht...nein, jetzt trage ich Trauer, keinen Schmerz, auch wenn die Tränen weiter laufen und in manchen Situationen nicht zurück zu halten sind, aber ich weiß...sie will nicht das es mir schlecht geht.

Engel dürfen nur helfen, wenn man sie mit Worten darum bittet. Trau Dich, befass Dich mit ihrem Tod, er ist ein Teil Deines Lebens, er gehört zu Dir, auch wenn Du ihn nicht wolltest. Irgendeinen Grund muss es haben, sonst würden wir nicht so extremen Schmerzen ausgesetzt.

Kommuniziere mit Deinem Inneren, vielleicht hilft es Dir, das es Dein Engelchen ist, mit dem Du sprichst.

Dein Kind ist bei Dir und will, das es Dir gut geht.

Lass uns gerne mal telefonieren. Sende mir doch einfach Deine Nummer, auch wenn ich nicht in Deiner Nähe wohne, würde ich mich sehr gerne mit Dir austauschen, wenn das ok für Dich ist.

Es grüßt Dich

Birthe alias Charlyz
 

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