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Haus und furchtbare Gartennachbarn

rainshine

Neues Mitglied
Hallo zusammen,

wir haben leider große Probleme mit einem unserer Gartennachbarn. Wobei nicht nur wir dieses Problem haben, sondern auch alle anderen umliegenden Nachbarn. Es handelt sich um eine sehr ruhige und auch ansonsten sehr angenehme Wohngegend, wären die besagten Gartennachbarn nicht. Bei denen ist bei schönem Wetter ständig die gesamte Großfamilie vor Ort, es wird unglaublich laut, unzählige Kinder kreischen bis in den späten Abend oder die frühe Nacht. Von Rücksichtnahme halten sie nichts, von Integration auch nicht. Nun wohnen wir selbst noch nicht so lange dort, wir haben damals im Winter gekauft und das ganze Ausmaß erst erlebt, da war es schon zu spät. Anderen neuen Nachbarn hier erging es nun ähnlich.

Frühling und Sommer sind wirklich eine Katastrophe! Ein gemütlicher Grillabend am Samstag, ein ruhiger Sonntag auf der Terrasse? Vergiss es! Und das Gekreische der Kinder ist so penetrant, man hört es durch die geschlossenen Fenster im gesamten Haus und übrigens auch etliche Häuser weit. Dagegen ist der Spielplatz hier in der Nähe ein Ort der Ruhe. Und es spielt auch keine Rolle, dass Menschen irgendwann abends mal schlafen möchten.

Nun steckt natürlich unser Geld in dem Haus, sehr viel Arbeit und eigentlich viele Pläne für die Zukunft. Gleichzeitig leidet meine Lebensqualität darunter sehr, denn ich bin ein Gartenmensch und bevorzuge geöffnete Fenster. Ja, die Kinder werden irgendwann groß, aber es sind wirklich eine Menge und darunter noch Babys. Also eine Besserung auf viele Jahre nicht in Sicht.

Im Grunde bin ich ziemlich ratlos, die Situation ist eigentlich untragbar. Ja nach 22 Uhr kann man die Polizei rufen, allerdings neigen die Nachbarn nicht zur Kooperation (freundlich ausgedrückt). Und es gibt ja noch viele Stunden davor. Sicherlich: Die anderen Nachbarn haben sich irgendwie damit arrangiert, ich weiß aber nicht, ob ich das will und auch kann. Da es eben viele Einschränkungen im eigenen Zuhause bedeutet. Ein Haus verkauft man aber auch nicht einfach mal wieder.

Vielleicht ist hier jemand auch in so einer Situation? Oder war es und hat dafür eine Lösung gefunden?

Viele Grüße
rainshine
 
Es wird keine Lösung geben. Die Ruhezeiten kann man per Polizei exekutieren. Alles andere ist schwieriger und die Frage ist, ob man sich damit einen Gefallen tut, wenn man sich mit denen anlegt. Die anderen haben sich damit arrangiert, das wird seine Gründe haben. Kinder kann man nun einmal auch nicht abstellen.
 
Such das Gespräch, sag, daß Du ein kranker Mensch bist, Tinnitus hast und höflichst drum bittest, den Kindern Einhalt zu gebieten, daß sie derart erzogen werden, daß nicht geschrien wird.
Ich kenne das vom Schwimmbad. Vater pfeift dermaßen Laut, weil er sein Kind ruft, daß ich in Schockstarre war. Der Tag im Schwimmbad war für mich anschließend gelaufen. Das Kindergeschrei ist nicht mehr normal. Die Kinder von heute sind einfach nur hyperaktiv, man meint, die sind gedopt und auf Ritalin. Wir haben früher nicht dermaßen gebrüllt. Die Eltern von heute leben es vor. Gelebte Rücksichtslosigkeit. Wenn das nicht fruchtet, mein Bruder hat früher auch mal so ein Problem gehabt. Der hat sich 2 Meter hohe Boxen für seine Stereoanlage gekauft und AC DC dermaßen aufgedreht, daß fast die Scheiben rausgeflogen sind. Danach war irgendwann Ruhe in der Nachbarschaft.
Ich hatte mal einen Nachbarn mit einem Kampfhund, der ist den ganzen Tag bellend an der Kette gelaufen, das hat sich angehört, als ob das Tier jeden in Stücke reisst. Irgendwann war das Tier von dannen gegangen. Komplett irre, wie die alle Leute genervt haben damit.
Über mir wohnt eine ältere Damme, die nachts Gymnastik macht, Waschmaschine laufen lässt usw. Ich knalle dann hin und wieder morgens um 3 die Panzertür im Wirtschaftsraum, die man nicht überhört, danach gibt sie Ruhe. Reden kann man nicht mit der, total verbohrt. Da hilft nur die Lautstärke zu erhöhen.
 
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Hallo zusammen,

wir haben leider große Probleme mit einem unserer Gartennachbarn. Wobei nicht nur wir dieses Problem haben, sondern auch alle anderen umliegenden Nachbarn. Es handelt sich um eine sehr ruhige und auch ansonsten sehr angenehme Wohngegend, wären die besagten Gartennachbarn nicht. Bei denen ist bei schönem Wetter ständig die gesamte Großfamilie vor Ort, es wird unglaublich laut, unzählige Kinder kreischen bis in den späten Abend oder die frühe Nacht. Von Rücksichtnahme halten sie nichts, von Integration auch nicht. Nun wohnen wir selbst noch nicht so lange dort, wir haben damals im Winter gekauft und das ganze Ausmaß erst erlebt, da war es schon zu spät. Anderen neuen Nachbarn hier erging es nun ähnlich.

Frühling und Sommer sind wirklich eine Katastrophe! Ein gemütlicher Grillabend am Samstag, ein ruhiger Sonntag auf der Terrasse? Vergiss es! Und das Gekreische der Kinder ist so penetrant, man hört es durch die geschlossenen Fenster im gesamten Haus und übrigens auch etliche Häuser weit. Dagegen ist der Spielplatz hier in der Nähe ein Ort der Ruhe. Und es spielt auch keine Rolle, dass Menschen irgendwann abends mal schlafen möchten.

Nun steckt natürlich unser Geld in dem Haus, sehr viel Arbeit und eigentlich viele Pläne für die Zukunft. Gleichzeitig leidet meine Lebensqualität darunter sehr, denn ich bin ein Gartenmensch und bevorzuge geöffnete Fenster. Ja, die Kinder werden irgendwann groß, aber es sind wirklich eine Menge und darunter noch Babys. Also eine Besserung auf viele Jahre nicht in Sicht.

Im Grunde bin ich ziemlich ratlos, die Situation ist eigentlich untragbar. Ja nach 22 Uhr kann man die Polizei rufen, allerdings neigen die Nachbarn nicht zur Kooperation (freundlich ausgedrückt). Und es gibt ja noch viele Stunden davor. Sicherlich: Die anderen Nachbarn haben sich irgendwie damit arrangiert, ich weiß aber nicht, ob ich das will und auch kann. Da es eben viele Einschränkungen im eigenen Zuhause bedeutet. Ein Haus verkauft man aber auch nicht einfach mal wieder.

Vielleicht ist hier jemand auch in so einer Situation? Oder war es und hat dafür eine Lösung gefunden?

Viele Grüße
rainshine
Wir hatten ähnlich geartete Nachbarn. Da waren es nicht viele kleine Kinder, sondern die zwei Töchter der Nachbarn (und diese Nachbarn meinten das Sagen zu haben, Alteingesessene halt...).
In jungen Jahren Gekreische, immer viele Freunde eingeladen, dadurch noch mehr Gejohle, Gekreische. Dann wurden es Teenager, immer noch das gleiche nur noch mit schrecklicher Musik garniert. Dann wurden die noch etwas älter und machten regelmäßig Party in der Gartenhütte mit noch mehr, lauter Musik, je mehr Alkohol umso lauter die Musik, und natürlich bis tief in die Nacht!
Gespräche mit den Eltern oder den Töchtern brachten nichts oder nur kurze Entspannung. Wenn dann der Abend später und der Alkohol mehr wurde war alles vergessen und es ging unverändert weiter.
Alle Nachbarn haben sich aufgeregt, aber keiner etwas unternommen. Wenn wir vorgeschlagen haben zusammen Maßnahmen einzuleiten hieß es immer:
Damit will ich nichts zu tun haben.
Da halte ich mich raus.
Ich will es nur mit denen nicht verscherzen.

Zum Schluss haben wir die Polizei gerufen und es war für den Abend schlagartig ruhig, aber am nächsten Wochenende ging es unverändert weiter.
Das geht an die Nerven , man weiß nie ob man Ruhe hat oder nicht, man will auch nicht bei den ersten Tönen gleich einschreiten, steht also permanent unter Spannung!

Wir hatten aus anderen Gründen sowieso vor wegzuziehen, haben also das Haus verkauft und haben das Problem so gelöst.
Ich würde dir gerne einen guten Tipp geben oder helfen, aber aus eigener Erfahrung befürchte ich das es so bleiben wird (höchstens schlimmer wenn die Kinder älter werden, wie bei uns). Also damit, auch wenn es schwer fällt, arrangieren (Noise Cancelling Kopfhörer???), oder in Ruhe über einen Verkauf des Hauses nachdenken....
Sorry, große Hoffnung habe ich da nicht!
 
Danke euch für die Rückmeldungen. In dem Haus wohnen theoretisch nicht einmal Kinder, sondern nur die Großeltern. Und die haben ständig Besuch von haufenweise jüngeren Leuten mit den Kindern. Ich steig da durch die Familienverhältnisse nicht durch. Da ist dann auch die ganze Straße zugeparkt mit haufenweise dicken Karren.

Mein Mann ist (leider) mehr Typ "dann setze ich halt Kopfhörer auf", also den nervt es auch, aber ihn nervt es noch viel mehr, weil es mich nervt. Wobei ich bin nicht nur genervt, vielmehr ist das einfach kein "Lebenskonzept", das ich mir langfristig für mich vorstellen kann. Mal eine Party und so, kein Problem, aber die Betonung liegt da auf mal. Ich möchte Nachbarn haben, die das Konzept Rücksicht kennen und auch leben. Und im Grunde hätte ich auch gerne Nachbarn, die in das Nachbarschaftsgefüge irgendwie eingebunden sind; ich meine damit nicht zwingend Freundschaften. Aber das man eben mal quatscht und sich nicht fremd ist.

Im Grunde ist es hier auch so, alle leiden still. Aber klar, die Handlungsoptionen sind begrenzt. Wobei es auch extrem gegen mein Gerechtigkeitsempfinden geht, dass solche Leute damit durchkommen. Es darf eigentlich nicht sein, dass ein Hausbesitzer die ganze Nachbarschaft ständig belästigen kann.
 
Bodo Winter, der ehemalige Richter schlichtet Nachbarschaftsstreits
Links: Homepage - Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen LV Hessen

Hallo rainshine,
o.g. Beitrag habe ich am Wochenende gesehen, sehr interessant und Schlichter gibts in jedem Bundesland. Seine Kernaussage war: so früh wie möglich mit Betreuung (Schiedsmann) in den Dialog gehen; je länger man wartet, umso verhärteter werden die Fronten.
Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, prinzipiell wollt Ihr ja dort bleiben....
 
Ja, mein Vorschlag wäre auch das Schiedsamt.
Schiedspersonen sind spezialisiert auf den Bereich Nachbarstreitigkeiten.
Sie laden die streitenden Parteien zu einem Gütetermin ein und versuchen einen Vergleich auszuhandeln. Die Parteien müssen beim Schiedsmann erscheinen und ein Vergleich hat ähnliche Rechtskraft wie ein Urteil vor Gericht und ist für beide Seiten bindend. Leider ist es trotzdem in der Praxis schwierig, die Einhaltung des Vergleichs durchzusetzen. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Die Kosten sind auch nicht besonders hoch. Du als Antragsteller müßtest die Kosten zunächst tragen. Man könnte versuchen, sich in dem Vergleich darauf zu einigen, daß beide Seiten die Kosten des Verfahrens zu gleichen Teilen tragen.
Die Anschrift der zuständigen Schiedsperson kann Dir das Amtsgericht oder Deine Stadtverwaltung nennen.

Ansonsten hätte ich noch einen Vorschlag, der sich vielleicht paradox anhört, aber mir bei lärmenden Nachbarn schon mal sehr geholfen hat. Werde Freunde mit den Nachbarn bzw. lerne sie gut kennen und mögen. Es ist nämlich ein psychologischer Trick. Unser Gehirn kann Geräusche von Personen, die wir mögen und mit denen wir uns verbunden fühlen, viel besser aushalten oder sogar ignorieren als Geräusche von Personen, die wir nicht mögen. Letztere ordnet unser Gehirn als besonders ärgerlich oder gar bedrohlich ein und die versetzen uns daher in permanente Alarmbereitschaft. Wenn man allerdings liebevoll an die Nachbarn und die Kinder denkt, besteht die Möglichkeit, daß unser Gehirn die Geräusche filtert und sie uns angenehmer erscheinen. Muß nicht funktionieren, aber kann...
 
Wenn so viele Nachbarn betroffen sind, könnte man auch mal "Tit for tat" versuchen: Eine Absprache treffen, dass beim nächsten extremen Lärm alle Nachbarn ebenfalls Lärm machen – und zwar mindestens 2-3 Stunden lang und zu einer Zeit, in der die "lauten Nachbarn" selbst nicht mehr laut sind – also z. B. dann abends, wenn die schlafen gehen.

Oft hört man sich ja selbst nicht bzw. kann die Lautstärke nicht gut einschätzen – bekommt man es dann selbst mal "vorgespielt", könnte das durchaus ein Nachdenken und sinnvolle Gespräche auslösen. Vielleicht vorab jemand bestimmen, der im Namen der betroffenen Nachbarn nochmal das Gespräch sucht?

Und wenn nichts hilft, tatsächlich verkaufen und wegziehen. Sonst besitzt man kein Haus, sondern das Haus besitzt einen ... eine der unangenehmen Nebenwirkungen der Sesshaftigkeit.
 

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