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Hat man in der Schule früher mehr "gelernt"?

M

Mitochantra

Gast
Ich (32) habe neulich mal einige alte Schulbücher (Realschule, Gymnasium) gefunden und gedacht, dass ich damals eigentlich wesentlich mehr komplexeres Wissen alles zusammen gelernt habe als es heute im Beruf der Fall ist. Gehe eben meinem erlernten Beruf nach, aber das Wissen aus verschiedenen Bereichen so wie es damals der Fall war wächst in der Form nicht mehr. Teilweise ist es auch erschreckend dass ich Sachen die man damals in Klassenarbeiten geschrieben hat heute gar nicht mehr wüsste bzw. mich erstmal wieder reindenken müsste. Ich habe aber auch schon gehört dass die Eltern teilweise beim dem Stoff der Kinder nicht mehr voll mitkommen.

Ist das ganz normal ? Dann mache ich mir wahrscheinlich umsonst Gedanken.
 
Ich hoffe, ich habe dich richtig verstanden 🙂

In der Schule war ich eigentlich immer recht gut, ich mochte lernen und Geschichten schreiben, die Funktionen des Körpers kennen lernen, etc. jeden Tag was Neues.

Die Ausbildung war, bis auf Wirtschaft, ein reiner Witz. Meinen jetzigen Job könnte ich auch komplett ohne Ausbildung machen. Ich habe jeden Tag das Gefühl, zu verblöden, da ich täglich nur dasselbe mache und geistig fit halte ich mich allein durch Lesen, Kreuzworträtsel und Sudoku.

Deswegen sehne ich mich wieder nach der Schule und mache demnächst mein Abi um mich wieder mit Wissen zu umgeben und anschließend studieren zu können.
 
Nicht ganz 🙂

Ich bin ja im Prinzip nicht unzufrieden weil ich zu wenig kann oder zu wenig weiß, ich dachte mir nur beim Betrachten der Bücher was man damals so gemacht hat und in so vielen Fächern gleichzeitig, so viel Input hab ich seither nicht mehr bekommen. Bin auf meinem Gebiet ausgebildet und gut darin, sicher lernt auch ich immer wieder was dazu, aber ich hab nicht schlecht gestaunt dass eben vieles was damals behandelt wurde heute weg ist, ich hab offengestanden kein Plan mehr davon, geschweigedenn dass ich das meioste irgendwo nochmals gebraucht hätte. Das sollte jetzt kein Hilferuf im Sinne von hilfe ich lerne zu wenig sein.
 
Früher war die schulische Laufbahn mehr auf Allgemeinwissen und breitere Bildung angelegt, während heute zunehmend schon die Gymnasien halbe "Unis" sind mit Leistungsschwerpunkten, deren Niveau sehr hoch angelegt ist.
Ob das Sinn macht, darüber kann man sicherlich seitenlang debattieren.
 
in der schule wurde frueher erheblich mehr gelernt als heute, ja. (zumindest hier in NRW, in bayern ist das vielleicht anders.)

was die schueler heute noch lernen ist ein witz gegen das, was man frueher lernen musste.

dass du allerdings heute nicht mehr alles von damals weisst und dich erst neu reindenken muesstest, das ist voellig normal. man behaelt nun einmal nicht alles. das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn wenn du es wieder brauchen wuerdest, koenntest du frueher schon einmal erlerntes deutlich leichter wieder im hirn reaktivieren, als wenn du es noch nie gelernt haettest.

und man braucht natuerlich als erwachsener nicht alles, was man in der schule gelernt hat. jeder braucht was anderes, und das ist auch in jungen jahren nicht vorhersehbar, daher ist es voellig unmoeglich, dass einem die schule genau das beibringt, was man später braucht.

was man aber nicht braucht, geraet natuerlich in vergessenheit.
 
Heute sind viele nicht mehr in der Lage dem Unterricht konzentriert zu folgen.
Auch ein Grund warum weniger gelernt wird.

Wer zu meiner Schulzeit schlechte Deutsch-Zensuren hatte,der nahm nicht
am Englischunterricht teil.
Heute haben die Kinder bereits Englischunterricht an der Grundschule,
sind aber noch nicht in der Lage auf Deutsch richtig zu lesen und zu schreiben.

Darüber regen sich die Eltern in meiner Umgebung auf.

Es finden in vielen Klassen während des Unterrichts "Völkerwanderungen statt".

Als ich eingeschult wurde,war es allen Kindern bereits am ersten Tag möglich
eine Unterrichtsstunde am Platz zu bleiben ohne durch die Gegend zu laufen.

Heute sind viele Kinder total überdreht oder schlecht erzogen.Machen was sie
wollen.Da geht es im Unterricht über und unter die Tische,man fühlt sich wie
Zuhause. Dort gibt es auch keinen Respekt vor den Eltern .
Mir kann man nicht erzählen Zuhause ist er/sie ganz anders.

Es ist schon traurig,wenn ein Hauptschüler mit Abschlußzeugnis nicht in der Lage ist
eine Fläche von 1mx1,50m im Kopf zu rechnen.

Die brauchen für den Teppichbodenkauf Mathe-Spezialisten.😉
 
Ist wohl so - hab ich auch schon von Lehrern gehört.

Schule heute ist irgendwie ambivalent. Im ersten Schuljahr wird mehr gespielt als gelernt, es gibt keine Zensuren und kaum Hausaufgaben. Dafür gibt es schon der Grundschule für jedes Fach "Arbeitshefte", die dazu führen, das Kinder weniger selber schreiben (lernen), weil man in den Heften ja viel nur ausfüllen/ausmalen muss. Die letzte Woche vor den großen Ferien und die erste Woche danach werden als "Projektwochen" abgehandelt. Die kenne ich selber noch aus meinen letzten Schuljahren und schon wir wussten: in der Woche ist eigentlich egal, ob man da ist, ob man was lernt ect. Es ist "Schlumper-Zeit" und das, obwohl man sechs Wochen Ferien vor bzw. hinter sich hat. Ziemlich sinnfrei, finde ich.

Und dann - auf der anderen Seite - werden in höheren Klassen schon Referate nahezu auf "Uni-Niveau" (jedenfalls an Gymnasien) erwartet. Die Unis selber sind dank der "tollen" Bachelor/Master-Einführung dafür immer verschulter. Selbständiges, "erwachsenes", selbstbestimmtes Lernen ist da nicht mehr. Es muss stur gepaukt werden, um in der Regelstudienzeit wenigstens den Bachelor zu schaffen, über den man in der Arbeitswelt dann zum Dank die Nase rümpft...
 
Ist wohl so - hab ich auch schon von Lehrern gehört.

Schule heute ist irgendwie ambivalent. Im ersten Schuljahr wird mehr gespielt als gelernt, es gibt keine Zensuren und kaum Hausaufgaben. Dafür gibt es schon der Grundschule für jedes Fach "Arbeitshefte", die dazu führen, das Kinder weniger selber schreiben (lernen), weil man in den Heften ja viel nur ausfüllen/ausmalen muss. Die letzte Woche vor den großen Ferien und die erste Woche danach werden als "Projektwochen" abgehandelt. Die kenne ich selber noch aus meinen letzten Schuljahren und schon wir wussten: in der Woche ist eigentlich egal, ob man da ist, ob man was lernt ect. Es ist "Schlumper-Zeit" und das, obwohl man sechs Wochen Ferien vor bzw. hinter sich hat. Ziemlich sinnfrei, finde ich.

Und dann - auf der anderen Seite - werden in höheren Klassen schon Referate nahezu auf "Uni-Niveau" (jedenfalls an Gymnasien) erwartet. Die Unis selber sind dank der "tollen" Bachelor/Master-Einführung dafür immer verschulter. Selbständiges, "erwachsenes", selbstbestimmtes Lernen ist da nicht mehr. Es muss stur gepaukt werden, um in der Regelstudienzeit wenigstens den Bachelor zu schaffen, über den man in der Arbeitswelt dann zum Dank die Nase rümpft...

Sehe ich auch so! und ich gehöre noch zu den Leuten, die Lehrer werden. 😀

Was ich aber mal anmerken möchte ist, dass ich den Eindruck habe, man müsse als Lehrer zu viel Erziehungsarbeit leisten. Ich hatte jetzt ein Vertretungsdeputat und mit den Schülern konnte man häufig kaum richtigen U machen. Die waren ja bereits in der fünften Stunde so abgeschlafft, dass da fast nichts mehr ging! Und das kann man auch nicht nur auf die einzelnen Lehrer abwälzen. Weil das Ding ist, wenn ich z.B. als Lehrer in eine neue Klasse komme und vorher dort viel lockerere Lehrer unterrichtet haben - wie soll ich diese ganzen Sachen von vorher mal eben so ausgleichen? Auch diese viel zu laxe Erziehung mancher Elternhäuser kann man nicht mal eben so ins Optimum umpolen. ich weiß auch nicht, was da viele immer für Erwartungen an Lehrer stellen!

Und was das mit den Projektsachen angeht: das sind nun mal leider Methoden, die von den Kultusministern, von den schulinternen Curricula vorgegeben werden - wobei man beim Projekt ja schon im Hinterkopf hat, dass die Schüler mehr Eigenständigkeit dabei entwickeln. Dafür müsste man aber andere Projektthemen entwickeln. Vieles liest sich in den universitären Texten ja immer ganz toll - lässt sich aber in der Realität nicht ganz so toll umsetzen. Habe neulich mal ein Buch zum Classroom Management gelesen. Dort wird vorgeschlagen, dass der Lehrer den Eltern des schwierigen Schülers vorab mal Briefe schreibt und diese auch persönlich kennen lernt usw. Wie stellen die sich das denn bitteschön vor?!
 
Heute sind viele nicht mehr in der Lage dem Unterricht konzentriert zu folgen.
Auch ein Grund warum weniger gelernt wird.

Wer zu meiner Schulzeit schlechte Deutsch-Zensuren hatte,der nahm nicht
am Englischunterricht teil.
Heute haben die Kinder bereits Englischunterricht an der Grundschule,
sind aber noch nicht in der Lage auf Deutsch richtig zu lesen und zu schreiben.

Darüber regen sich die Eltern in meiner Umgebung auf.

Es finden in vielen Klassen während des Unterrichts "Völkerwanderungen statt".

Als ich eingeschult wurde,war es allen Kindern bereits am ersten Tag möglich
eine Unterrichtsstunde am Platz zu bleiben ohne durch die Gegend zu laufen.

Heute sind viele Kinder total überdreht oder schlecht erzogen.Machen was sie
wollen.Da geht es im Unterricht über und unter die Tische,man fühlt sich wie
Zuhause. Dort gibt es auch keinen Respekt vor den Eltern .
Mir kann man nicht erzählen Zuhause ist er/sie ganz anders.

Es ist schon traurig,wenn ein Hauptschüler mit Abschlußzeugnis nicht in der Lage ist
eine Fläche von 1mx1,50m im Kopf zu rechnen.

Die brauchen für den Teppichbodenkauf Mathe-Spezialisten.😉

Der Beitrag ist auch super!
Ich sehe das bei mir im Nachhilfeinstitut ja auch, wo ich über 10h die Woche arbeite. Dort bekommst du als Nachhilfelehrer extrem viel mit. 😉

Da kommen Schüler an, die in der dritten Klasse sind und bereits Englisch haben und wo die Uhrzeiten gemacht werden. Die Schüler können ja mitunter die Uhrzeiten nicht einmal auf Deutsch!!! :mad:
Momentan habe ich einen Schüler dabei, mit dem das nur sehr schwer vorangeht. Er verwechselt ständig "half past", "quarter past" und "quarter to". Was meint Ihr, wie oft ich ihm das bereits aufgezeichnet, angeschrieben habe usw.? Das Problem dabei ist eben, dass er ein Schüler mit Immigrationshintergrund ist, der schon im Deutschen Probleme hat und dann in Englisch mit Themen zugedröhnt wird, die er auch auf Dt nicht richtig kann. :/
Meine Fresse, wie kann man so am Schüler oder an den Bedürfnissen vorbei unterrichten?!
Das müsste man doch als Lehrer mal mitbekommen, ob die Schüler diese Defizite auf Deutsch auch haben?!
 

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